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GS1 Aktivitäten für die Fleisch- und Wurstbranche

Mit Identifikations- und Prozessstandards die Anforderung zur Rückverfolgbarkeit erfüllen und gleichzeitig die Effizienz im eigenen Unternehmen steigern

 
 

Mit 28 Mrd. Euro erwirtschaftet die Fleischwarenindustrie 21 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Ernährungsgewerbe und ist damit der größte Sektor. Wiederkehrende Krisensituationen wie beispielsweise die Schweinepest, BSE, Vogelgrippe und das Umetikettieren von Fleisch- und Fleischerzeugnissen haben die gesamte Fleisch- und Wurstbranche in den vergangenen Jahren vor immer neue Herausforderungen gestellt. Parallel dazu hat die Harmonisierung des EU-Rechts zahlreiche neue EU-Verordnungen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Hygiene, Rückverfolgbarkeit und Warenverfolgung, Produktkennzeichnung sowie neue Anforderungen an Lebensmittelverpackungen auf den Weg gebracht.

EU-Anforderung an die Rückverfolgbarkeit

Mit der Verordnung (EG) Nr. 1760/2000 verpflichtet der Gesetzgeber seit dem 1. September 2000 alle Marktteilnehmer verbindlich zur Einführung eines Etikettierungssystems für Rindfleisch. Dieses muss den Kunden lückenlos Auskunft über die Herkunft (Geburt, Mast, Schlachtung) eines Rindes und seine anschließende Verarbeitung bis zur Fleischtheke geben können. Die EU-Basisverordnung (EG) Nr. 178/2002 schreibt darüber hinaus den Aufbau betrieblicher Systeme zur Rückverfolgbarkeit und Warenverfolgung für alle Lebensmittelunternehmen vor. Der GS1-128-Strichcode bietet hierfür branchenspezifische Lösungen und wird bereits von vielen Unternehmen angewendet. Das hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Steigerung in der Effizienz und Sicherheit der Systeme sowie Kostensenkungen geführt.

Gleichzeitig sind auf Eigeninitiative der Wirtschaftsbeteiligten unternehmens- und branchenübergreifende Lebensmittelstandards entstanden, wie beispielsweise das Prüfzeichen für Qualität und Sicherheit (QS) und der International Food Standard (IFS). Diese sind auf dem gesamten Lebensmittelsektor heute fest  etabliert und anerkannt..

Neue Branchenempfehlung für SB-Fleisch und-Wurstwaren

Handel und Industrie einigen sich unter dem Dach von GS1 Germany auf eine Branchenempfehlung für Besonderheiten in der Logistik von SB-Fleisch und -Wurstwaren >>

Plattform für Dialog und Branchenarbeit

Das Branchenmanagement Fleisch stellt das Bindeglied zwischen der Wertschöpfungskette und den GS1-Standards dar. Bestehende Standards werden auf ihre Einsatzmöglichkeiten und Nutzen für die Prozesskette Fleisch bewertet und in der Branche aktiv verbreitet. Es greift neue Herausforderungen der Branche auf und bringt ihre Interessen in den internationalen Entwicklungsprozess für die GS1-Standards ein. Dabei ist es erste Ansprechpartnerin für alle branchenrelevanten Fragestellungen. Darüber hinaus wird mit den Branchenverbänden, weiteren Branchenorganisationen und der Fachpresse ein regelmäßiger Dialog aufrecht erhalten. Branchenspezifische Veranstaltungen wie Seminare und Fachkongresse tragen aktiv zur Verbreitung der Lösungen und deren Anwendung in der Fleisch- und Wurstbranche bei.


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