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29.04.2010

Der 2D-Code GS1 DataMatrix bestand in einem Praxistest zum Thema Fälschungssicherheit. In dem Pilotprojekt überprüfte der europäische Verband der Pharmazeutischen Industrie EFPIA zusammen mit 25 Apotheken im laufenden Betrieb die Echtheit von Arzneimitteln. Medikamentenfälschungen können so erkannt und aus dem Verkehr gezogen werden.

Köln. 25 Apotheken im schwedischen Stockholm testeten vier Monate lang ein System zum Schutz von Patienten vor gefälschten Medikamenten. In dem Pilotprojekt der EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations) scannten die Apotheker im laufenden Betrieb Medikamentenpackungen unmittelbar bevor sie diese an ihre Kunden aushändigten. Sie können den Kunden so die Echtheit der Produkte garantieren.

Auf den Verpackungen war der 2D-Code GS1 DataMatrix aufgebracht, der neben der Artikelnummer die Chargennummer, das Verfallsdatum und eine individuelle Seriennummer auf kleinem Raum verschlüsselt. Beim Scannen des Codes erkennt das Apothekensystem über eine angebundene Datenbank, ob das Medikament ein Original oder eine Fälschung ist. Eine Fälschung kann somit augenblicklich aus dem Verkehr gezogen werden und dadurch nicht in die Hände des Kunden gelangen.

Das Projekt zeigte, dass der GS1 DataMatrix gefälschte Medikamentenpackungen oder ablaufende und zurückgerufene Medikamente schnell identifiziert: 99,7 Prozent der Scanvorgänge in den Apotheken dauerten weniger als eine Sekunde und 94 Prozent der Apotheker konnten die Lösung problemlos anwenden. Insgesamt durchliefen knapp 100.000 Arzneipackungen von insgesamt 14 Herstellern den Prozess.

Für Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany, ist der Erfolg des EFPIA-Projekts daher nicht überraschend: „Die Ergebnisse bestätigen einmal mehr die Potenziale der GS1-Standards beim Schutz der Patientensicherheit und den wirtschaftlichen Nutzen durch hohe Zeit- und Kostenersparnisse für Unternehmen des Gesundheitswesens.“

Im Verlauf des Projekts stellte sich auch heraus, dass mehrere Barcodes auf der Verpackung den Anwender verunsichern und damit die Abläufe stören. Wird der Barcode hingegen entsprechend den umfassenden Empfehlungen von GS1 aufgebracht, sind die administrativen und finanziellen Einsparungen für Unternehmen groß, nicht nur bei Prozessen rund um Arzneimittel. So konnten zum Beispiel Krankenhäuser in Deutschland bei Projekten mit GS1 Germany durch den optimalen Einsatz des Barcodes Aufwand und Kosten in ihren Abläufen um bis zu 90 Prozent reduzieren.

Weitere Informationen: www.gs1-germany.de.


GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist die zweitgrößte von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute.

Pressekontakt:
GS1 Germany GmbH
Michaela Freynhagen
Referentin Unternehmenskommunikation
Maarweg 133, 50825 Köln
Tel: 0221 94714-534, Fax 0221 94714-591
E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de