FAQs zum Barcode

Wozu braucht man den Barcode?

Der Barcode ist die Basis für moderne Warenwirtschafts- und Logistikkonzepte. Er sorgt für einen reibungslosen Daten- und Warenverkehr. Bekannte Anwendungsfelder sind die Internationale Artikelnummer (EAN) zur Produktidentifikation und die Nummer der Versandeinheit (NVE) auf Paletten und Kartons. Dadurch wird die Rückverfolgbarkeit beispielsweise von Fleisch möglich, die heute von der Europäischen Union gesetzlich vorgeschrieben ist.

Werden auf dem Barcode auch Kundendaten gespeichert?

Der Barcode auf Produktverpackungen enthält in Verbindung mit einer Datenbank ausschließlich Informationen über das Produkt und den Hersteller. Im Internet kann jeder Konsument unter www.gepir.de Informationen über den Hersteller eines Produkts abrufen – er muss lediglich den 13-stelligen Nummerncode eingeben.

Lösen Funkchips und Elektronischer Produktcode bald den Barcode ab?

Die RFID-Technik wird den Barcode sicher nicht überflüssig machen. Vielmehr ergänzen sich der Elektronische Produktcode und der Barcode und werden auch künftig nebeneinander existieren. Experten schätzen, dass es noch einige Jahre dauert, bis der RFID-Chip flächendeckend auf Produkten zum Einsatz kommt. Heute wird die Technologie vor allem in der Logistik und im Lagermanagement genutzt, wo sie die Abläufe beschleunigt und automatisieren hilft.

Was ist auf den RFID-Chips gespeichert?

Die wesentlichen Informationen sind in Form des Elektronischen Produkt-Codes (EPC) auf dem RFID-Chip gespeichert. Wie der Barcode enthält die weltweit überschneidungsfreie Ziffernfolge des EPC Angaben zum Produkt und zum Hersteller. Grundsätzlich ist zugleich immer eine Seriennummer integriert, mit der sich Waren jederzeit eindeutig identifizieren lassen. Das bringt auch für Konsumenten künftig deutliche Vorteile – beispielsweise aufgrund der verbesserten Rückverfolgbarkeit der Waren. Mit RFID lässt sich genau nachvollziehen, woher etwa ein Fleischprodukt stammt und unter welchen Bedingungen das Tier aufgezogen wurde.

Werden wir mit RFID zu "gläsernen Konsumenten"?

Die Informationen auf den RFID-Chips, die der Handel einsetzt, betreffen lediglich das Produkt. Personenbezogene Daten sind nicht gespeichert. Die großen Handelsunternehmen haben sich selbst zum verantwortungsvollen Einsatz von RFID verpflichtet. Entsprechende Richtlinien wurden von der internationalen Organisation EPCglobal entwickelt. Weitere Informationen stellt GS1 Germany auf seiner Homepage zur Verfügung.

Wie genau funktioniert Rückverfolgbarkeit?

Rückverfolgbarkeit ist die Fähigkeit, den Standort einer Einheit sowie seine Historie zu kennen. Um ein Rückverfolgbarkeitssystem aufbauen zu können müssen alle Beteiligten den physischen Warenfluss mit dem dazugehörigen Informationsfluss verbinden. Das kann nur durch eine gemeinsame Geschäftssprache erreicht werden.

Was ist überhaupt das "Internet der Dinge"?

Produktinformationen mit Hilfe des Internets jederzeit verfügbar zu machen ist die Grundidee des "Internets der Dinge" und damit des EPCglobal Netzwerks. Dieses verbindet dezentrale Server mit sämtlichen relevanten EPC-Informationen und macht Weg, Bewegung, Standort und Verbleib von Gütern, Waren und Diensten in der ganzen Welt tranparent. Die Daten sind in Echtzeit abrufbar.


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