Die GS1 Germany GmbH

GS1 Germany wurde 1974 unter dem Namen CCG (Centrale für Coorganisation) als Non-Profit-Organisation gegründet. Aufgabe der CCG war zunächst die informationstechnischen und logistischen Prozesse ihrer beiden Gesellschafter – dem Markenverband und dem EuroHandelsinstitut – zu optimieren. Doch mit dem fortschreitenden Wandel in der Wirtschaft erweiterte sich das Tätigkeitsfeld der in Köln ansässigen Gesellschaft.

GS1 Germany ist heute das deutsche Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für branchenübergreifende Geschäftsabläufe in der Konsumgüterwirtschaft sowie ihren angrenzenden Wirtschaftsbereichen. Kernaufgabe der Gesellschaft ist es, internationale Standards wie z.B: das EAN-Artikelnummernsystem zu entwickeln, zu fördern und zu verbreiten. EAN ist ein weltweit verwendetes Nummerierungssystem zur automatischen Identifikation von Produkten und logistischen Einheiten. Dazu zählen sowohl der klassische Barcode bzw. Strichcode, als auch zukunftsorientierte Versionen wie RFID/EPC: Mit der "Radiofrequenztechnik zu Identifikationszwecken" lassen sich auf Basis von Funkchips Informationen berührungslos übertragen.

Ziel von GS1 Germany ist, den Daten- und Warenverkehr sowie die Organisationsabläufe und Geschäftsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette so im Sinne von Herstellern, Handel und Verbraucher so effizient wie möglich zu gestalten. Zu diesem Zweck analysiert GS1 Germany permanent Märkte und Trends, betreibt Grundlagenforschung, entwickelt einheitliche Anwendungs- und Rationalisierungsempfehlungen sowie innovative Logistiklösungen. Dabei handelt die Gesellschaft stets neutral, objektiv und unabhängig.

Das gebündelte Know-how von GS1 Germany findet sich in den fünf Geschäftsfeldern EAN, EPCglobal, ECR sowie Event und Consult wieder. So entwickelt das Unternehmen nicht nur Technologien wie EAN und den Electronischen Product Code (EPC), sondern auch konsumentenorientierte Geschäftsprozesse auf Basis der Efficient Consumer Response (ECR). ECR beinhaltet einerseits die gesamte logistische Prozesskette, andererseits die vom Kunden ausgehende und auf den Kunden fokussierte Nachfrage. Durch die Service-Angebote der Geschäftsbereiche Event und Consult wird in Form regelmäßiger Veranstaltungen und individueller Beratung zudem ein konstanter Wissenstransfer mit dem Ziel der Verbreitung aller erarbeiteter Standards und Prozessverbesserungen gewährleistet.

Darüber hinaus hat die privatwirtschaftlich organisierte Gesellschaft engen Kontakt zu Forschung, Lehre und Politik und ist in zahlreiche Netzwerke eingebunden. Die enge Zusammenarbeit mit Gremien aus dem Handel-, Industrie- und Dienstleistungsbereich ermöglicht die Entwicklung, Förderung und Verbreitung der Standards. Neben ihrer Zugehörigkeit zum internationalen Verbund von GS1 (Global Standards One) ist sie Gründungsmitglied der internationalen EAN-Organisation sowie deutscher Vertreter von EPCglobal und der ECR-Initiative. Auf internationaler Ebene ist GS1 Germany die zweitgrößte GS1 Organisation nach den USA.

GS1 Germany ist kartellrechtlich anerkannt sowie Trägerin des NDWK im DIN (Normenausschuss Daten- und Warenverkehr in der Konsumgüterwirtschaft).

Gründer und Gesellschafter von GS1 Germany

Markenverband e.V.:
Der in Wiesbaden ansässige Markenverband vertritt die Anliegen der gesamten deutschen Markenartikelindustrie gegenüber der Politik, den Marktpartnern sowie in der Öffentlichkeit. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören alle rechtlichen und wirtschaftspolitischen Fragen rund um Marken, Medien- und Werbepolitik, Umwelt und Logistik sowie die Beziehungen zwischen Industrie und Handel.

EHI Retail Institute e.V. (ehem. EuroHandelsinstitut GmbH):
Das EHI Retail Institute mit Sitz in Köln ist ein Forschungs- und Bildungsinstitut für den Handel und die daran angeschlossenen zahlreichen Partner. Wesentliche Themen seiner Forschungs- und Beratungsarbeit sind u.a. die Entwicklung von Handelstrukturen, Zahlungssysteme und Kundenkarten, Sicherheit, Verkaufsförderung, Verpackung und Logistik sowie Sortiments- und Standortanalysen.
 

Stand: Januar 2006

 

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