Newsletter 07/08

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  07 | 08  
Global Standards - Connecting Business
Editoral
 
 
Willkommen
Beim neuen Newsletter von GS1 Germany
 
mit starken Partnern die Zukunft gestalten – dieser Ansatz beschleunigt die Etablierung der GS1-Standards. Von zwei Unternehmen, bei denen sich GS1 Germany engagiert, berichten wir in diesem Newsletter: Das European EPC Competence Center treibt den Siegeszug von EPC/RFID voran. Ein Meilenstein in punkto Stammdaten ist SA2 Worldsync.
 
Wie Sie heute schon fit für die Standards von morgen werden, erfahren Sie bei Seminaren und Konferenzen sowie durch die Publikationen aus unserem Online-Shop.
 
 
News
 
 
 
RFID-Studie
Der richtige RFID-Transponder für jede Anwendung
 
Die Studie "UHF Tag Performance Survey (UTPS)" des European EPC Competence Center vergleicht die Leistungsfähigkeit von 20 UHF-RFID-Transpondern. Jetzt kann der Anwender erstmals für jeden Untergrund die Lesereichweite in den Frequenzen von Europa, Japan und den USA ableiten und so die Transponderkosten für sämtliche Produkte optimieren.
   
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Interview
Stammdaten-Primus SA2 Worldsync im Gespräch
 
Ende 2007 verschmolzen die SINFOS GmbH und der Agentrics-Geschäftsbereich "GenSync" zur SA2 Worldsync GmbH, dem weltgrößten Anbieter von Stammdaten-Services. Im Interview erläutern CEO Nihat Arkan und Executive Director Rolf Stark die Hintergründe, Ziele und Besonderheiten des neuen Unternehmens.
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Termine
 
 
 


4./5.09.2008
Hallenstadion Zürich

 
9. ECR-Tag
Gipfeltreffen der Branche
 
Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und Innovationen sind die D-A-CH-Themen beim 9. ECR-Tag. Seien Sie dabei, wenn über 100 Top-Experten Best-Practice-Beispiele vorstellen. 
 

zum Programm
 
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Alle Termine und Veranstaltungen finden Sie in unserem Eventbereich
 
Publikationen
 
 
EAN 128-Handbuch 2008
 
Antworten auf Fragen rund um EAN 128-Codes und die NVE finden Sie in der Aktualisierung 2008 des EAN 128-Handbuches von GS1 Germany.
 
 
 
 
Schlau in Sachen EAN Data Matrix
 
Aktuelle Praxisanforderungen und Details zur technischen Umsetzung des EAN Data Matrix enthält das neue Handbuch "Leistungsstarke GS1-Codes für besondere Anforderungen".

 
 
 
 
CM-Handbuch komplett überarbeitet
 
Struktur, Sprachstil und Layout des ECR-Handbuchs "Category Management - Der Weg zur erfolgreichen Umsetzung" sind jetzt wesentlich straffer und übersichtlicher.
 
 
 
Alle Publikationen finden Sie in unserem Online-Shop
 
Stellenangebote
 
 
Senior-Projektmanager (m/w)
für den Bereich ECR Prozessmanagement Supply Chain
 
Als Senior-Projektmanager ECR entwickeln Sie in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus führenden Unternehmen der Konsum-/Gebrauchsgüterwirtschaft optimierte Prozesse in der Logistik zu Themen wie Cross Docking, Prozesskostenrechnung und Shelf Ready Packaging.
 
 
 
 
Produktmanager (m/w)
für den Bereich EDI/eBusiness
 
Als Projektmanager EDI erarbeiten Sie in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus führenden Unternehmen die Inhalte und Datenstrukturen für den elektronischen Datenaustausch zwischen Handel und Industrie.
 
 

 
Weitere Stellenangebote finden Sie auf unserer Homepage  
 
Fremdanzeige
 
 
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Maarweg 133
50825 Köln
www.gs1-germany.de
 

Redaktion: Astrid Goldberg
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EECC-Studie: Untersuchung der Lesereichweiten von Transpondern für sämtliche Untergrundmaterialien

Die Wahl des passenden Transponder-Typs ist ein wichtiger Faktor bei der Einführung der Radiofrequenztechnik zu Identifikationszwecken (RFID). Sie wirkt sich unmittelbar auf die Kosten und die Leistung des Gesamtsystems aus. Entscheidend ist, welcher RFID-Tag sich wofür eignet und so die Anforderungen an die Datenübertragung am besten erfüllt.

Das European EPC Competence Center (EECC) in Neuss liefert einen wertvollen Beitrag, um diese Frage zuverlässig zu beantworten: mit der "UHF Tag Performance Survey (UTPS)", die 2007 erstmals erschienen ist. Die englischsprachige Studie vergleicht die Leistungsfähigkeit von 20 handelsüblichen UHF-RFID-Transpondern.

Die aktuelle zweite Ausgabe der UTPS punktet gleich mit einer Weltpremiere: Sie vermittelt erstmals einen Überblick zur Performance der Transponder auf jedem beliebigen Untergrund - und zwar in den offiziellen Frequenzen von Europa, Japan und USA.

Referenzmaterialien als Schlüssel für ein allgemeines mathematisches Modell

Die UTPS untersucht die drei Hauptfaktoren, welche die Leistungsfähigkeit von Transpondern beeinflussen: Lesereichweite, Zuverlässigkeit und Anwendbarkeit auf verschiedene Materialien. 2007 wurde an der freien Luft getestet, auf Teflon mit zwei bzw. zehn Millimetern Dicke, auf einer PET-Wasserflasche und auf Metall. Unverzichtbare Grundlage ist das Messsystem des EECC, das es erlaubt, readerunabhängig in einer abgeschirmten Kammer zu messen. "Einige Tags zeigen beeindruckende Lesereichweiten von über zehn Metern", berichtet Conrad von Bonin, Leiter des EECC. "In diesem Jahr sind die Lesereichweiten unter anderem dank neuer Chip-Generationen deutlich gestiegen."

Früher waren für jeden Werkstoff separate Testreihen nötig - viel Zeit und Aufwand für ein Unternehmen auf der Suche nach dem optimalen RFID-Tag. Bei der Neuauflage der UTPS-Studie 2008 wurde nun von den Wissenschaftlern mittels Referenzmaterialien ein neues Modell entwickelt: Kennt ein Anwender bestimmte physikalische Parameter seines Untergrundmaterials, kann er für alle Transponder die Lesereichweite in den Frequenzen von Europa, Japan und USA ableiten. "Damit lassen sich erstmals für sämtliche Produkte die Transponderkosten optimieren", verdeutlicht Dr. Dieter Kilian, Principle Project Manager des UTPS-Sponsors Intel. Aufgrund des gleichen Messverfahrens sind die Ergebnisse der UTPS-Studien von 2007 und 2008 direkt vergleichbar.

Weitere Informationen zu den Produkten und Dienstleistungen des EECC erhalten Sie bei Conrad von Bonin, European EPC Competence Center GmbH, vonbonin@eecc.info.

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"SA2 Worldsync: Wir sind kein Technologie-Unternehmen!"

Nihat Arkan, CEO, , SA2 Worldsync GmbH Rolf Stark, Executive Director, SA2 Worldsync GmbH

Gespräch mit Nihat Arkan, CEO, und Rolf Stark, Executive Director, SA2 Worldsync GmbH in Köln

Ende 2007 wurde durch Verschmelzung der SINFOS GmbH und des Agentrics-Geschäftsbereichs "GenSync" die SA2 Worldsync GmbH gegründet - der weltgrößte Anbieter von Stammdaten-Services. Gesellschafter des Unternehmens mit europäischem Hauptsitz in Köln sind PIRONET NDH, Agentrics und GS1 Germany. Derzeit nutzen etwa 2.600 Firmen rund um den Globus die Dienstleistungen von SA2, darunter 50 der größten Handelsunternehmen der Erde.

Was war das Ziel des Mergers? Was sind die Geschäftsprinzipien und Zielsetzungen des neuen Unternehmens? Und welche Ziele verfolgt SA2 langfristig? Über diese Fragen hat die Redaktion des GS1 Newsletters mit Nihat Arkan, CEO, und Rolf Stark, Executive Director, diskutiert.

Warum haben sich die früheren Wettbewerber SINFOS und Agentrics GenSync zu SA2 Worldsync zusammengeschlossen?

Nihat Arkan: Beide Partner waren schon zuvor international aufgestellt. So ist SINFOS Marktführer in Europa und zudem in den neuen Märkten Osteuropas sehr engagiert. Agentrics GenSync bringt ihre Stärke im nordamerikanischen Markt, bei großen internationalen Händlern sowie die Präsenz in Asien in das neue Unternehmen ein. Das Joint Venture ist nun der entscheidende Schritt für beide Partner. Wir können jetzt globale Stammdaten-Services anbieten.

Rolf Stark: Sie können die Situation mit Social Networks vergleichen: User treten bevorzugt jenen Netzwerken bei, in denen bereits ihre Freunde oder Geschäftspartner aktiv sind. Schließlich steigt mit jedem weiteren Mitglied der Nutzen des Netzwerks exponentiell. Dies ist die entscheidende Voraussetzung für Handels- und Industrieunternehmen, die weltweit neue Märkte für sich erschließen wollen.

Was sind Ihre Geschäftsziele?

Arkan: Unsere Strategie zielt auf vier Aspekte. Erstens: Ausbau der Marktführerschaft. Zweitens unterstützen wir als marktprägender Anbieter - sowohl in eigenen Projekten als auch in übergeordneten Gremien wie GS1 - den Aufbau branchen- und industrieweiter Standards für den elektronischen Datenaustausch, die gleichwohl lokale und regionale Anforderungen erfüllen. Drittens helfen wir Unternehmen dabei, Prozessstrukturen für solche Standards zu schaffen, wie wir das derzeit bei Do it Yourself und Consumer Electronics tun. Und als vierter Punkt: Von solchen Pilotprojekten können später alle Firmen einer Branche profitieren. Gerade hierfür wollen wir Communitys aufbauen und fördern, in denen Mitglieder Erfahrungen und Wissen austauschen und abstimmen können.

Sie haben die Heimwerkerbranche angesprochen: Wie unterstützen Stammdaten-Services die Zusammenarbeit zwischen Handel und Industrie?

Stark: Durch den globalen Wettbewerb sind Prozesse in Produktion, Logistik und Absatz immer effizienter geworden. Hier hat der Handel bereits ein beachtliches Niveau erreicht. Trotzdem schlummert in den Abläufen noch großes Potenzial - innerhalb eines Unternehmens ebenso wie zwischen den Handelspartnern.

Dreh- und Angelpunkt sind dabei Produktdaten und so genannte "Black-Box-Prozesse", also Abläufe, die überwiegend maschinengesteuert passieren. Nur qualitätsgesicherte Daten können dafür sorgen, dass etwa jeder Dübelhersteller unter der Höhe und Breite eines Produktkartons das Gleiche versteht wie jeder Baumarkt, der beliefert wird. Werden die Daten jedoch falsch übergeben, stimmt die Regalplanung im Baumarkt nicht mehr. Jeder Fehler in den Produktdaten stößt also viele nachgelagerte Prozesse von der Schiene. Darum unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Produktdatenprozesse ganzheitlich aufzusetzen.

Wie differenzieren Sie sich von Ihrem Wettbewerb?

Arkan: Wir verstehen uns nicht als Technologie-Unternehmen. Denn unser Geschäft beschränkt sich nicht auf den Betrieb einer Softwareplattform zum Datenaustausch. Vielmehr sind wir auch als Consultant, Ausbilder und technischer Berater bei Händlern und Zulieferern vor Ort. Dort helfen wir, qualitätsgesicherte Prozesse rund um das Thema Stammdaten zu etablieren.

Stark: Wir unterhalten weltweit Servicestützpunkte - entweder mit eigenen Teams oder im Rahmen unserer Joint-Venture- bzw. Franchise-Konzepte. Dadurch gewährleisten wir Support und Services vor Ort und verbessern die Qualität der gelieferten Daten erheblich. Denn das Vermeiden von Fehlern ist auf jeden Fall effizienter als aufwendige Prozesse, um Pannen zu korrigieren. Dies setzt jedoch fundiertes Branchen- und Prozesswissen voraus - ein reiner Plattformbetreiber wäre überfordert.

Wie stehen Sie zu den Standards von GDSN, dem Global Data Synchronization Network?

Stark: Alle GDSN-Standards und -Geschäftsprozesse haben unsere volle Unterstützung. Wir engagieren uns für deren Einsatz und Verbreitung, global auf Technologie-, Betriebs- und Strategieebene. Die laufenden GDSN-Aktivitäten gestalten wir aktiv mit, leisten unseren Beitrag in den Standardisierungsgremien, durch Feedback von Experten- und Kundenseite und durch Bereitstellung spezifischer Budgets und Ressourcen. Schließlich haben wir eine auf die regionalen Bedingungen und Anforderungen abgestimmte Preisstrategie entwickelt. Die aktuellen GDSN-Abrechnungsrichtlinien innerhalb des Netzwerks werden dabei von uns voll unterstützt.

Wie sehen Ihre langfristigen Ziele aus?

Arkan: Wir wollen weltweit die erste Wahl für Unternehmen sein, die mithilfe von verbessertem Stammdatenaustausch und durch die Nutzung von Mehrwertdiensten ihre Performance steigern - und zwar sowohl in der internen Umsetzung als auch bei Prozessen zwischen Handelspartnern. Da wollen wir hin, das ist unser langfristiges Ziel!

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