| | |
Newsletter 1/2007
Krankenhäuser fordern die umfassende Einführung von EAN-Codes
Zahlreiche Medizinprodukte- und Pharmaproduzenten, Dienstleister und Krankenhausverbände waren im Oktober 2006 der Einladung des Herz-Zentrums Bad Krozingen, des St.-Marien-Hospitals in Bonn und GS1 Germany nach Bad Krozingen gefolgt und lieferten sich angeregte Diskussionen. Das Ziel: kostenbewusste Abläufe und SicherheitAuch wenn jedes Krankenhaus individuelle Schwerpunkte setzt: Die Ausweitung der Scanning-Aktivitäten auf das komplette Sortiment soll mehr Sicherheit für den Patienten und beträchtliche Prozessoptimierung schaffen – für verbesserte Rückverfolgbarkeit der Produkte, gute Chargendokumentation mit Hilfe des EAN 128 und einfachere Verfallsdatenkontrolle. Seit der Einführung der Diagnosis Related Groups (DRG) etwa wird es für Kliniken immer wichtiger, dass sie einem Patienten Produkte auf Stückbasis zuordnen können. Dafür ist die akkurate Identifikation der einzelnen Patientenabgabeeinheiten notwendig. Durch einen schnellen und reibungslosen Informationsaustausch innerhalb der gesundheitlichen Versorgungskette profitieren sämtliche Partner: Vom Hersteller über den Logistiker bis hin zum Krankenhaus und schließlich dem Patienten. Gelungene Beispiele aus der PraxisDie Gastgeber des Herz-Zentrums erläuterten ihr bevorstehendes Projekt "Scanning bei Entnahme, Abgabe und Verbrauch von Materialien". Für das Wohl des Patienten und zur genauen Kostenträgerabrechnung, also der o.g. DRG-Kalkulation, muss der Materialverbrauch exakt nachgehalten und dokumentiert werden. Diese Zuschlüsselung erfolgt noch händisch in mühevoller Kleinstarbeit, was sich jetzt ändern soll. Das Scannen der EAN-Barcodes auf den Verpackungen ermöglicht dann eine fehlerfreie Aufnahme und Weiterleitung der Informationen in kürzester Zeit. Zentraler und kostensparender Nebeneffekt: Durch das Scannen des Verbrauchs führt das Krankenhaus permanent Inventur. Das St.-Marien-Hospital in Bonn schilderte die erfolgreiche Anwendung. Das Logistikzentrum führte ein Scanning-Projekt auf der Basis von EAN-Codes durch, bei dem Warenein- und -ausgangsprozesse sowie die Inventur im Vordergrund stand. Neben der Zeitersparnis bestätigen vor allem die qualitativen Nutzenaspekte, die aus dem automatischen Erfassen der Produktinformationen wie EAN, Charge und Verfallsdatum resultieren, die positive Bilanz. Auf Herstellerseite präsentierte die PAUL HARTMANN AG, Heidenheim, die Möglichkeiten effizienter Prozessabläufe durch den Einsatz von EAN-Barcodes und elektronischem Datenaustausch mit EANCOM®-Nachrichten. Weitere Informationen erhalten Sie bei Bettina Keil (keil@gs1-germany.de).
Service: Prüfung der EAN Data MatrixGS1 Germany weitet seinen gefragten Prüfservice aus. Ab sofort testen wir EAN Data Matrix-Symbole auf Konformität mit unseren Spezifikationen. Denn auch für diese neue, zweidimensionale Symbologie gilt: Der Nutzen der Automatischen Datenerfassung hängt maßgeblich von Symbolqualität und Güte der verschlüsselten Information ab. Daher sollten potenzielle Störquellen wie etwa ein nicht korrektes Format der Datencodierung oder die Verwendung einer falschen Symbologieart so rasch wie möglich ausgeschaltet werden. Einmal eingeschlichene Fehler lassen sich systemseitig unter Umständen nur mit hohen Kosten beheben. Damit es hierzu nicht kommt, bietet GS1 Germany analog zum Prüfservice der EAN 13- und EAN 128-Symbologie die bewährte Unterstützung gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr. Optimale Eigenschaften zur Direktkennzeichnung kleinster Teile
Auf diese Weise lassen sich winzige Teile der Elektrotechnik oder Kleinstprodukte im Gesundheitssektor verlässlich identifizieren. Beispielsweise bei der Erfassung von Patienteneingabeeinheiten (Unit Dose) trägt der EAN Data Matrix zur Erhöhung der Patientensicherheit und zur Optimierung der gesundheitlichen Versorgungskette bei. Weitere Informationen erhalten Sie bei Sabine Kläser (klaeser@gs1-germany.de).
Service: Leichter Einstieg ins eBusiness: PROZEUS-Gutscheine für kleine und mittelständische Unternehmen
So leisten die PROZEUS-Gutscheine, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, nicht nur Hilfe bei der Initiierung und Umsetzung von eBusiness-Standards. Die KMU-orientierte Ausrichtung entkräftet ferner häufige Bedenken zu Kostenaufwand und Realisierung neben dem Tagesgeschäft. Bester Start ins digitale Geschäft der Zukunft – schon über 70 Firmen unterstütztJedes Unternehmen hat spezielle Fragen: Angefangen von der Artikelidentifizierung über Stammdatenmanagement und elektronische Geschäftsprozesse bis hin zu komplexeren Aufgabenstellungen entlang der Wertschöpfungskette. GS1 Germany kennt die Antworten dazu. Aber auch die Branchenvielfalt zeigt die übergreifende Beratungskompetenz der Experten von GS1 Germany und soll weitere KMU zur Bewerbung ermutigen.
PROZEUS geht in die Verlängerung – jetzt bewerbenBegeisterte Teilnehmer sind die beste Empfehlung. Auch Jens Anderson von der Elbe-Obst Erzeugerorganisation ist zufrieden: "Die Einstiegsberatung gab uns die Möglichkeit zur Überprüfung des Belegflusses und des Scanning-Potenzials zwischen Sortierstation und Verkaufsbetrieb. Darüber hinaus wurden die Themen Artikel- bzw. Versandkennzeichnung sowie Rückverfolgbarkeit diskutiert."
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.prozeus.de und bei Martin Hampel (hampel@gs1-germany.de).
Empfehlung: Neue Empfehlungen ebnen EPC und RFID den Weg zum MasseneinsatzGemeinsam mit Anwendern und Dienstleistern hat GS1 Germany eine Anwendungsempfehlung erarbeitet: Sie beinhaltet die Gestaltung und den Einsatz eines einheitlichen EPC/RFID-Transportetiketts inklusive Datensicherungsfunktion (Backup).
Das Ziel der Empfehlung ist die Bereitstellung einer Migrations- und Orientierungshilfe auf dem Weg zum Masseneinsatz der EPC/RFID-Technologie, indem sie
Als nächster Schritt sind Empfehlungen zu sogenannten "Intelligenten Verpackungen" geplant. Hier ist der Transponder schon in der Verpackung enthalten, so dass sich das Aufbringen eines Transponderetiketts erübrigt.
Die Empfehlung zum EPC/RFID-Transponderetikett steht kostenlos auf der Website von www.gs1-germany.de unter EPCglobal/Downloads bereit. Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Michael Clasen (clasen@gs1-germany.de).
Empfehlung: Richtlinie erleichtert Harmonisierung nationaler Shelf Ready Packaging-StandardsDie Anwendungsempfehlung "Shelf Ready Packaging (Retail Ready Packaging) Die Veröffentlichung wendet sich an Handels- und Industrieunternehmen. Auf der Basis einer auf Efficient Consumer Response ausgerichteten Vorgehensweise leistet sie fundierte Hilfestellung, um gemeinschaftlich SRP-Lösungen zu planen, ein- und umzusetzen sowie die Erfolgskontrolle zu sichern.
Über 30 Praktiker aus Handel und Industrie bearbeiteten seit Februar 2006 das Thema in den Schwerpunkten
Unterstützt wurden sie durch ECR Initiativen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Schweden, Norwegen, Belgien und Polen. Diese gewährleisteten, dass eine grenzüberschreitende Empfehlung für die Ausgestaltung regalgerechter Verpackungen den Entwicklungen auf den heimischen Märkten nicht entgegenwirkt. In Deutschland begleitete GS1 Germany als nationale ECR Plattform das Projekt und wird ihr Engagement zum Thema Shelf Ready Packaging auch 2007 fortführen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Anna-Magdalena Krasutzki (krasutzki@gs1-germany.de).
|