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Newsletter 1/2009
EDI: Seit 01.01.2009 ist die Sammelabrechnung überflüssig
Bisher verlangte das Umsatzsteuergesetz beim elektronischen Datenaustausch (EDI) zusätzlich eine zusammenfassende Rechnung, die meist in Papierform ausgestellt wurde. Nun genügen eine schriftliche Vereinbarung und der Einsatz von sicheren Datenaustauschverfahren, welche die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit der Daten gewährleisten. Über viele Jahre hinweg hatte GS1 Germany gemeinsam mit anderen Unternehmen und Spitzenverbänden auf eine unbürokratischere Lösung bei der elektronischen Rechnungsstellung hingewirkt. Schließlich machte der Bundesrat in seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel, am 19. Dezember 2008, endgültig den Weg frei für die Abschaffung der zusammenfassenden Rechnung bei EDI. Zuvor hatte bereits der Deutsche Bundestag grünes Licht für die Neuregelung gegeben. Nach diesem Erfolg gilt es nun, weitere Rechtssicherheit zu schaffen. Die EDI-Neuregelung in der PraxisWelche Voraussetzungen sind notwendig, um auch zukünftig eine rechtssichere Übertragung von EDI-Rechnungen zu garantieren? Mit solchen Fragestellungen befasst sich aktuell eine Gruppe von Experten unter der Leitung von GS1 Germany. Dabei steht insbesondere eine EDI-Rahmenvereinbarung zwischen den Handelspartnern im Fokus. In dieser Vereinbarung wird explizit auf die Anforderungen in Bezug auf die Echtheit der Herkunft und Unversehrtheit der Daten eingegangen, um den Anwendern bei EDI-Rechnungen die notwendige Rechtssicherheit zu geben. Mit der Empfehlung soll ein einheitliches Vorgehen in der deutschen Wirtschaft sichergestellt sowie die Anzahl der Implementierungen von EANCOM®-Rechnungen erhöht werden. Unabhängig von den Reformen können selbstverständlich weiterhin EDI-Rechnungen mit einer elektronischen Signatur versehen werden, um die Forderungen des Umsatzsteuergesetzes zu erfüllen. Kompakte Informationen über die aktuellen Entwicklungen erwartet die Teilnehmer am 18. März 2009 im Rahmen des Seminars "Rechnung - EANCOM® INVOIC in der Praxis". Beim "GS1-Praxistag Elektronische Rechnung" am 18. Juni 2009 werden namhafte Experten aus der Wirtschaft ihre Erfahrungen im Umgang mit den neuen Regelungen präsentieren. Weitere Informationen erhalten Sie bei Klaus Förderer, foerderer@gs1-germany.de. Wertschöpfungskette: Jetzt schon die Weichen für den Geschäftserfolg 2016 stellen
Die Wertschöpfungskette im Jahr 2016Die Strategiegruppe Zukunft hat fünf zentrale Faktoren identifiziert, die in den kommenden Jahren starken Einfluss auf die Value Chain in Deutschland haben werden:
Der vierstufige Aktionsplan der Strategiegruppe Zukunft von GS1 Germany konzentriert sich auf Optimierungen in den Bereichen Unternehmenskultur, Organisation, Technologie, Prozesse und Datenaustausch. So können sich alle an der Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen Schritt für Schritt auf die Zukunft vorbereiten und bis 2016 sukzessive die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gs1-germany.de sowie bei Klaus Vogell, vogell@gs1-germany.de. GS1-Spezifikationen werden zu DIN-Normen
Daher hat sich die AutoID-Gruppe vorgenommen, Normenentwürfe zu den Themen GS1 DataMatrix und Rückverfolgbarkeit zu erarbeiten. So fließen die aus Handel und Industrie generierten GS1-Empfehlungen zu diesen Themen in offizielle DIN-Normen ein, die - wie alle Normen - über den Beuth-Verlag des DIN erhältlich sind. Unter dem Dach der GS1 Germany GmbH können DIN-Normen entwickelt werden, da sie Trägerin eines externen DIN-Normenausschusses, dem NDWK (Normenausschuss für Daten- und Warenverkehr in der Konsumgüterwirtschaft), ist. Für eine erfolgreiche, in der Praxis nutzbringende Normungsarbeit gilt es, der Wirtschaft im Zeichen immer kürzerer Entwicklungszyklen die notwendigen Normen zeitnah an die Hand zu geben. Entwicklungsbegleitende Normung etwa sieht der NDWK hier als probates Mittel, um sich dieser Herausforderung erfolgreich zu stellen. Mitte des Jahres wird sich das höchste Entscheidungsgremium des NDWK, der Beirat, treffen. Die Zeit bis dahin wird der Arbeitsausschuss AutoID intensiv nutzen, um die beiden Themen als Normenpakete dem NDWK-Beirat vorlegen zu können. Parallel dazu werden derzeit auch Themen aus dem Umfeld des Elektronischen Datenaustauschs vom zuständigen DIN-Arbeitsausschuss EDI/eCommerce in Normenwerke überführt. Wer sich über die laufende Arbeit des NDWK informieren möchte, kann dies über www.gs1-germany.de jederzeit tun. Weitere Informationen erhalten Sie bei Mercedes Schulze, schulze@gs1-germany.de. Category Management: Studie belegt Vorteile, weitere Publikation bündelt NutzenaspekteWie ist Category Management (CM) als Funktion im Unternehmen verankert? Wie werden CM-Projekte operativ umgesetzt? Welchen konkreten Nutzen bringen CM-Kooperationen? Diesen Fragen ging die Studie "Einbindung, Umsetzung und Erfolg. Category Management und die Zusammenhänge im Unternehmen" auf den Grund, die seit Februar 2009 erhältlich ist. Das positive Ergebnis: Kooperationen im Category Management führen zu Umsatzsteigerung, erfolgreicher Zusammenarbeit mit den Handelspartnern und einer hohen Ausschöpfung des Potenzials einer Kategorie (Warengruppe). Effizientes Category Management ist keine Frage des BudgetsAnfang 2008 trat GS1 Germany an die Konsumgüterindustrie heran, um deren Einbindung, Umsetzung und Erfolg von Category Management (CM) zu erheben. Insgesamt 243 Fragebögen wurden an CM-erfahrene Firmen in Deutschland und Österreich verschickt. Die Rücklaufquote betrug 14 Prozent. Die Studie demonstriert: Insbesondere die qualitativen Kennzahlen eines Unternehmens erleben in CM-Projekten eine deutliche Steigerung. Es profitierte beispielsweise die Zusammenarbeit mit den Handelspartnern und die Vertrauensbildung zwischen Handel und Industrie. Ebenso haben 80 Prozent der Betriebe, die Auskunft gaben, jetzt ein besseres Konsumentenverständnis. Auch Umsatz- und Absatzzahlen entwickelten sich positiv. Die Anzahl der CM-Projekte, die die Firmen aktuell bearbeiten, bewegt sich zwischen einer und 19 Maßnahmen. Unterschiede zeigen sich bei der operativen Umsetzung und der Einbindung des Category Managements in die Organisationsstruktur - die Skala beginnt bei der bloßen Präsenz des CM-Gedankens und endet mit einer eigenen CM-Organisation im Unternehmen. Auch kristallisierte sich heraus, dass die Größe eines Konzerns oder die Höhe des CM-Budgets keinen Einfluss auf das Gelingen eines CM-Projektes hat. Vielmehr ist Category Management immer dann sehr erfolgreich, wenn die Mitarbeiter eine CM-spezifische Ausbildung sowie hohe Entscheidungskompetenz besitzen. Darüber hinaus müssen CM-Aktivitäten langfristig ausgerichtet sein und auf einem gemeinsamen Verständnis der Kooperationspartner beruhen. Neben der empirischen Studie hat eine ECR-Fachgruppe mit Vertretern aus Industrie und Handel den Nutzen von Category Management herausgearbeitet. Jede einzelne Stufe des Acht-Schritte-CM-Prozesses wurde separat analysiert. Die Ergebnisse sind in der Dokumentation "Category Management - Nutzenaspekte unter der Lupe" zusammengefasst. Studie und Dokumentation gibt es im Online-Shop. Weitere Informationen erhalten Sie bei Andreas Zillgitt, zillgitt@gs1-germany.de, und Inga Natrop, natrop@gs1-germany.de. EANCOM® 2002: Einheitliches Leitrelease erleichtert die ZusammenarbeitJetzt wird der elektronische Datenaustausch (EDI) noch komfortabler. Seit Ende 2008 steht EANCOM® 2002 inklusive der zugehörigen EDI-Anwendungsempfehlungen von GS1 Germany in einer aktualisierten Version bereit. Gemeinsam mit Vertretern aus Handel und Industrie hat GS1 Germany neue nationale EDI-Empfehlungen für den Warenrückruf erarbeitet. Ebenfalls hinzugefügt wurden Erweiterungen der Nachrichtenarten Lieferavis, Rechnung, Lagerbestandsbericht, Bestellung, Wareneingangsmeldung und Reklamation. Zudem enthält die Edition 2008 von EANCOM® 2002 sämtliche Änderungen und Ergänzungen, die die Nutzer seit 2003 einreichten. Prozesse vereinfachen: GS1 Germany hilft dabeiDie Integration vieler neuer Unternehmen in den EDI-Kreislauf ist ein wichtiges Ziel von GS1 Germany. Häufig jedoch müssen die EDI-Partner für ein und denselben Geschäftsprozess unterschiedliche EANCOM®-Schnittstellen pflegen (z. B. EANCOM® '94, '97 und 2002) und genau beachten, wer über welche Version kommuniziert. Eine freiwillige Reduktion der EANCOM®-Releasestände würde Abstimmungen deutlich vereinfachen und den EDI-Einstieg erleichtern. Dazu sollen sich die Beteiligten künftig auf die Nutzung von EANCOM® 2002 konzentrieren. Vorangegangene Releases unterstützt GS1 nicht mehr. Anwendungen, die einer strukturellen Erweiterung bedürfen, müssen an die aktuelle Fassung angepasst werden. Bei der Umstellung bietet GS1 Germany umfangreiche Hilfestellung. Die Broschüre "EANCOM® 2002 - Mehr Effizienz durch ein einheitliches Release" liefert überzeugende Argumente für die Implementierung und strategische Migration auf EANCOM® 2002. Ferner unterstützt GS1 Germany alle Anwender aktiv bei der Umsetzung. Eine DVD sowie ein umfassendes Informationsangebot im Internet stehen ebenfalls zur Verfügung. Darüber hinaus können sich alle Interessierten persönlich auf den neuesten Stand bringen. Am 17. März 2009 findet in Köln das nächste EDI-Basisseminar statt, bei dem GS1 Germany ausführlich auf den Standard EANCOM® 2002 eingeht. Weitere Informationen erhalten Sie hier sowie bei Christian Przybilla, przybilla@gs1-germany.de. |
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