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Newsletter 2/2007
Aus RSS wird GS1 DataBarDer "kleine Barcode" bekommt einen neuen Namen
Ab Januar 2010 sollen Hersteller die Vorteile dieser Verschlüsselungstechnik als offenen Standard am POS nutzen und ihre Verbrauchereinheiten mit einem GS1 DataBar kennzeichnen können. Durch den geringen Platzbedarf von weniger als 50% eines EAN-13-Codes eignet sich diese Symbologie zur Kennzeichnung sehr kleiner Einheiten wie Kosmetik- oder Schmuckartikel. Aber auch Produkte mit erhöhtem Informationsbedarf profitieren von den neuen Strichmustern: Mit dem GS1 DataBar lassen sich zusätzlich zur EAN-Artikelnummer weitere Daten auf geringem Platz codieren. Das macht ihn interessant für die Kennzeichnung mengenvariabler Ware wie Fleisch und Käse oder personalisierter Gutscheine direkt am Point of Sale. Wie die neu zugelassene Symbologie im Detail einsetzbar sein soll, ob und welche Zusatzinformationen beispielsweise dem Produkt mitgegeben werden können, ist Gegenstand der aktuellen nationalen und internationalen Entwicklungsarbeit. GS1 Germany hat hierzu eine Taskforce ins Leben gerufen, die die Durchführung erster Pilotanwendungen in Deutschland begleitet. Weitere Informationen erhalten Sie bei Monika Gabler, gabler@gs1-germany.de.
Treffpunkt Zukunft – 8. ECR-Tag am 11. und 12. September 2007 in HamburgBeim 8. ECR-Tag stehen Zukunftsstrategien im Mittelpunkt. Handel, Industrie, Politik und Dienstleister diskutieren und erleben auf Deutschlands großem Branchentreff für die Konsumgüterindustrie Themen wie: Was zählt künftig im Category Management? Wie verändern neue Kommunikationsformen und Technologien die Supply Chain? Und was werden uns die Shopper Insight Analysen an neuen Erkenntnissen bringen? Mehr als 100 Referenten erwarten Sie mit provokanten Statements, wegweisenden Strategien und Beispielen aus der Praxis. Es ist uns gelungen, bekannte und erfolgreiche Persönlichkeiten zu gewinnen, wie z. B.:
Seien Sie dabei, wenn sich die Branche trifft und melden Sie sich heute noch an: Treffen Sie Ihre Geschäftspartner und knüpfen Sie neue Kontakte auf dem ECR-Marktplatz! Und feiern Sie mit uns den traditionellen ECR-Abend in der Altonaer Fischauktionshalle! Weitere Informationen erhalten Sie bei Anica Ivancic, ivancic@gs1-germany.de.
ECR Award 2007 – Noch bis zum 30. Juni bewerben!
Bewerbung vereinfacht Die Bewertung der Kooperationen orientiert sich an der strategischen Ausrichtung des Projektes, an dessen Verbraucher- und Partnerorientierung, den Umsatz- und Ertragsverbesserungen sowie der Roll-out-Fähigkeit. Die Auszeichnung der Gewinner erfolgt am Vorabend des ECR-Tages und zur Feier des 5-jährigen Jubiläums in diesem Jahr auf Einladung von GS1 Germany im Rahmen einer festlichen Gala am 10. September 2007 in der Börse/Handelskammer Hamburg. Weitere Informationen erhalten Sie bei Tomas Hauke, hauke@gs1-germany.de.
RFID von Anfang bis EndeProzesseffizienz durch EPC/RFID – so lautet der Fokus des vor kurzem gestarteten RFID-Rollouts bei REWE. Mit mehr als 100 Lieferanten will die REWE Group dafür eine wesentliche Teilstrecke der Supply Chain mit EPC/RFID steuern. Zunächst erfolgt die EPC/RFID-Einführung im Lager in Norderstedt, wo schon 2006 die ersten Pilotprojekte mit getaggten Paletten durchgeführt wurden. Seither wurde die RFID-Infrastruktur optimiert, so dass an der Zuverlässigkeit der Leseergebnisse kein Zweifel mehr bestehen. Als Besonderheit sollen im Zuge dieses Rollouts sämtliche Prozesse im Lager durch RFID-Technologie gesteuert werden. Das bedeutet nicht nur eine erhebliche Beschleunigung der Warenein- und -ausgangsprozesse, sondern auch eine hohe Liefergenauigkeit und Minimierung der Fehllieferungen an die Filialen. Voraussetzung hierfür ist der Erhalt der elektronischen Liefermeldung (DESADV mit NVE "Nummer der Versandeinheit"). Wird die getaggte Palette dann durch die RFID-Gates im Wareneingang gezogen, erfolgt ein automatischer Abgleich mit der Bestellung und der Liefermeldung. Eine manuelle Feinkontrolle entfällt. Verläuft dieser Abgleich erfolgreich, erzeugt das Warenwirtschaftssystem automatisch einen Einlagerungsauftrag, nach dem die getaggte Palette zu einem Stellplatz transportiert wird. Mittels eines Lesegerätes am Stapler und eines Transponders an den Regalplätzen stellt REWE sicher, dass die richtige Palette am richtigen Platz eingelagert wird. Die EPC der Palette wird systemtechnisch mit der Nummer des Regalplatzes verknüpft. Obwohl sie bisher RFID noch nicht auf Umkarton-Ebene nutzt, hat die REWE Group eine Möglichkeit gefunden, um auch im Kommissionierprozess die Funkidentifikation zu nutzen: Die Ware wird auf mit EPC (GRAI) gekennzeichnete Rollcontainer gepackt, die am Warenausgang automatisch erfasst werden können. Als Ergebnis kann REWE eine Verringerung der Verladefehler und eine erhöhte Transparenz bei der Sendungsverfolgung verzeichnen. Außerdem entfällt der Aufwand für die Erstellung von Lieferlisten. Diese ganzheitliche Nutzung der EPC/RFID-Technologie bringt einen hohen Nutzen und somit einen schnellen Return-on-Investment. Mittelfristig sollen daher die meisten der 87 REWE-Läger in Deutschland mit der RFID-Technologie arbeiten. Die Ausdehnung des RFID-Einsatzes auf Karton-Ebene befindet sich allerdings noch in Teststadium. Weitere Informationen erhalten Sie bei Tanja Popova, popova@gs1-germany.de.
Neues Branchenmanagement Fleisch
Im Zuge des elektronischen Datenaustauschs stehen zahlreiche Informationen zur Ware bereits vor deren Eintreffen beim Kunden zur Verfügung. So können Beschaffungs- und Einlagerungsprozesse sowie die weiteren Verarbeitungsschritte besser geplant und damit die Effizienz des Betriebes gesteigert werden. Automatische Datenerfassung einerseits sowie der Abgleich vorab elektronisch übermittelter Daten mit den Warenbegleitinformationen andererseits garantieren zugleich ein hohes Qualitäts- und Sicherheitsniveau in allen logistischen Prozessen. Und auch das neue EU-Hygienerecht schreibt künftig vor, dass dem Schlachthof Informationen zur Lebensmittelkette mindestens 24 Stunden vor Ankunft der Tiere vorliegen müssen. Inzwischen finden auch in der Fleischbranche Aspekte wie zum Beispiel der Aufbau eines effizienten Category Management, die optimale Warenverfügbarkeit in den Frischeregalen des Handels oder Shelf Ready Packaging als Kooperation zwischen Hersteller und Handel zunehmend Beachtung. Hier möchte GS1 Germany mit seinem neuen Branchenmanagement Fleisch eine neutrale Plattform bieten. Daher erfolgt die Positionierung und Steuerung der Themen über ein Branchengremium, welches zu gleichen Teilen aus Entscheidern aus Handel und Fleischindustrie besteht und sich derzeit im Aufbau befindet. Die Erarbeitung von Lösungsansätzen zur Angleichung von Kernprozessen, Formulierung von Standards, Schnittstellenmanagement und effizienten Informationsaustausch wird in speziellen Arbeitsgruppen erfolgen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Angela Schillings-Schmitz, schillings-schmitz@gs1-germany.de.
Eine Sprache sprechenGS1 Germany sieht eine Möglichkeit zur Verbesserung logistischer Abläufe durch die bessere Integration von Kurier-, Express- und Paket-(KEP-)Dienstleister. Daher befasst sich die Fachgruppe "Integration der KEP-Dienstleister" mit der Optimierung der Informationsflüsse zwischen Warenversendern, KEP-Dienstleistern und Warenempfängern. Bisher verwenden Versender/Empfänger und KEP-Dienstleister unterschiedliche Identifikatoren für Packstücke und verhindern so eine reibungslose Verarbeitung am Wareneingang und ein durchgängiges Tracking & Tracing. In der ersten Phase identifizierte die Fachgruppe die derzeitigen Problemfelder der Ist-Prozesse. Daraus wurden folgende Arbeitsbereiche abgeleitet:
In der nächsten Phase arbeiten die Fachgruppenmitglieder nun an der Definition von verbesserten Soll-Prozessen. Ein Schlüsselelement dabei bildet die Verknüpfung der NVE mit der Paket-ID/Sendungsnummer, da nur so vollständige Transparenz entlang der Lieferkette erreicht werden kann. In der dritten und letzten Phase wird die bestehende GS1-Anwendungsempfehlung "Informationsfluss Logistik" um die gewonnenen Erkenntnisse aus der Definition der Soll-Prozesse ergänzt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Dirk Böning, boening@gs1-germany.de.
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