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Newsletter 2/2009
GS1 Germany Knowledge Center: Feierliche Eröffnung am 7. Mai 2009
Nach nur einjähriger Bauzeit wird das von Glas und Stahl geprägte, dreigeschossige Tagungs- und Veranstaltungsgebäude seiner Bestimmung übergeben. Über 1.000 Quadratmeter bieten reichlich Platz für Weiterbildung, Meetings, Gremien- und Netzwerkarbeit rund um die Wertschöpfungskette. Als besonderes Highlight präsentiert sich die Value Chain live! Im ersten Stock können die Besucher einen Wasserkasten auf seinem Weg entlang der gesamten Wertschöpfungskette begleiten: von der Produktion über die logistische Prozesskette bis hin zur Präsentation im Verkaufsregal und Rückgabe. Die Konferenzräume in der zweiten und dritten Etage sind mit modernster Konferenz-, Visualisierungs- und Beschallungstechnik ausgestattet. Flexible Wandelemente lassen der individuellen Veranstaltungsplanung große Freiheit. Doch nicht nur die Gäste von GS1 Germany sind im GS1 Germany Knowledge Center willkommen. Auch externe Kunden können Räume anmieten - und zudem am interaktiven Modell der Wertschöpfungskette erleben, wie Standards Prozesse optimieren. Weitere Informationen erhalten Sie hier sowie bei Mario Pajenkamp, pajenkamp@gs1-germany.de. Mobile Commerce: GEPIR bringt Produktinformationen auf's Handy
Auskunft on the road GEPIR (Global GS1 Electronic Party Information Registry)- Die Infothek für Geschäftspartner und Verbraucher, ermöglichen die Suche nach Unternehmen in derzeit 92 Ländern. Mehr als eine Million Betriebe sind im virtuellen Katalog von GS1 registriert. Gefunden werden sie über die Globale Lokationsnummer (GLN, ehemals ILN), die Globale Artikelidentnummer (GTIN, Global Trade Item Number, ehemals EAN), die Nummer der Versandeinheit (NVE, international SSCC, Serial Shipping Container Code) oder den Firmennamen. Jetzt sorgt mobile.gepir.de für mehr Flexibilität. Die neue, von GS1 Germany betriebene Internetseite ist für Mobilgeräte optimiert. Und so funktioniert mobile.gepir.de:
Voraussetzung ist ein Handy mit Internetzugang und Autofokuskamera. Die GTIN des fotografierten Barcodes wird automatisch ausgelesen und direkt bei mobile.gepir.de angefragt. Nutzer, deren Handy keine Kamera hat, können den Barcode manuell eingeben und erhalten die gewünschte Auskunft. Übrigens: Die Kunden von GEPIR Premium haben jetzt noch größeren Spielraum, um Informationen gezielt zu platzieren. Von ihrem auf GEPIR hinterlegten Datensatz aus ist die Verlinkung zu Produktkatalogen, Promotions etc. auf der eigenen Homepage möglich. Damit können beispielsweise Konsumenten im Kaufhaus auf Informationen zugreifen, die der Hersteller speziell auf diese Zielgruppe, Situation und Umgebung zugeschnitten hat. Die Nutzung von GEPIR und Barcodescanner ist kostenlos. Die Onlinegebühren seines Providers trägt der Anwender selbst. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gepir.de sowie bei Arne Dicks, dicks@gs1-germany.de. ECR Award 2009: Bewerben bis Ende Mai, Prämierung im September
Gesucht: Die besten ECR-Projekte in der Kategorie Unternehmenskooperation Berlin, Wien, Zürich. Allein die Veranstaltungsorte signalisieren die große Bedeutung des ECR Award für die Branche. Dieses Jahr wird die profilierte Auszeichnung der deutschsprachigen Konsumgüterwirtschaft am 2. September 2009 verliehen - in der Gläsernen Manufaktur in Dresden und wie immer bei einer festlichen Gala am Vorabend des ECR-Tages. Noch bis zum 29. Mai 2009 können die Kandidaten in der Kategorie "Unternehmenskooperation" mit ihrem Engagement für Verbraucher und Wirtschaft punkten. Gesucht werden wegweisende Partnerschaften auf der Supply Side, der Demand Side oder entlang der gesamten ECR-Prozesskette. Mindestens zwei Firmen sollten zusammenarbeiten, idealerweise ein Handelsunternehmen mit einem Hersteller und einem Dienstleister. Diese Aspekte nimmt die 16-köpfige Jury aus renommierten Vertretern der Konsumgüterwirtschaft, anerkannten ECR-Spezialisten und Mitgliedern der ECR-Initiativen besonders unter die Lupe:
Die Sieger werden im August benachrichtigt. Organisation, Förderung und Trägerschaft des hochkarätigen Wettbewerbs liegen bei GS1 Germany und Kurt Salmon Associates (KSA), der international führenden Unternehmensberatung für Handel und Konsumgüterindustrie. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gs1-germany.de/award sowie bei Stefanie Leigeber, leigeber@gs1-germany.de. PROZEUS: Neues Category-Management-Projekt bei Do it yourself (DIY)ECR (Efficient Consumer Response) ist ein strategischer Ansatz, bei dem Händler und Hersteller eng zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen sie die Wünsche der Verbraucher besser, schneller und kostengünstiger erfüllen. Per ECR Category Management (CM) sollen Kundennutzen und Geschäftsergebnisse optimiert werden. Schon seit geraumer Zeit hat sich CM als gelebter und erfolgreicher Standard in der FMCG-Branche (Fast Moving Consumer Goods) etabliert. Was also liegt näher, als diese positiven Erfahrungen in anderen Segmenten zu nutzen - zum Beispiel im DIY-Bereich. Um zu prüfen, ob sich Category Management für diesen Wirtschaftszweig eignet, startete das vom BMWi geförderte Mittelstandsprojekt PROZEUS ein neues Vorhaben. Seit April 2009 steht die Geschäftsbeziehung zwischen dem Werkzeuglieferanten Do it 5479 Silberspeer und den Knauber Freizeitmärkten ganz im Zeichen von Category Management. Auf gute Zusammenarbeit - wie seit zwanzig Jahren Vom Firmensitz in Wehr aus beliefern die fünf Vollzeit- und 15 Teilzeitbeschäftigten von Silberspeer überwiegend deutsche Fachgeschäfte mit hochwertigen Werkzeugen. Knauber in Bonn ist ein mittelständischer Familienbetrieb mit einem gut tausendköpfigen Team und betreibt unter anderem sieben Freizeitmärkte im Raum Bonn. Seit mehr als zwei Jahrzehnten versorgt Silberspeer die Freizeitmärkte von Knauber mit Werkzeugen. Waren es anfangs Zangen und Sägen, so hat sich das Lieferportfolio inzwischen auf den gesamten Bereich der Handwerkzeuge ausgedehnt. Die Kooperation ist als Full-Service-Leistung organisiert. Silberspeer übernimmt sämtliche Aufgaben in eigener Regie: von der Bestellung über die Lieferung bis hin zum Einräumen der Ware mit anschließender Regalpflege. Renner und Penner helfen bei der Analyse Die Einführung von Category Management in der Kategorie (Warengruppe) Werkzeug bei den Knauber Freizeitmärkten - dies ist das Ziel des jüngsten PROZEUS-Projekts. Die Partner wollen vor allem Kundeninformation, -führung und Warenpräsentation verbessern sowie den Wiedererkennungswert der Marke Silberspeer steigern. Prinzipiell sollte Category Management anhand eines klar strukturierten Prozesses - dem Kategorie-Geschäftsplanungsprozess - realisiert werden. Im Acht-Schritte-CM-Prozess werden alle CM-Aktivitäten nach Zeit und Ort, mit exakt definiertem Anfang und Ende sowie nach eindeutigem Input und Output strukturiert. Dem Acht-Schritte-CM-Prozess folgend, analysierten Silberspeer und Knauber zunächst die Kategorie-Rolle, danach Platzierung und Sortiment. Für belastbare Ergebnisse wurden mit Hilfe von Abverkaufsdaten umsatzstarke und -schwache Artikel identifiziert: die so genannten Renner und Penner. Bisher übermittelten Knauber und Silberspeer die Daten manuell mit dem elektronischen Datenaustausch per EDI-Standard EANCOM. Auch Bestellungen und Rechnungen gehen künftig elektronisch auf den Weg. Damit werden das kosten- und zeitintensive Einlesen via Handscanner und der Aufwand für die Regalpflege reduziert. Im April 2009 starteten Knauber und Silberspeer ihr CM-Projekt. Ende August sollen die Maßnahmen umgesetzt sein. Im saisonal günstigen Zeitraum zwischen September und Dezember findet die Überprüfung statt. Endauswertung und Abschlussdokumentation sind für das erste Quartal 2010 geplant. Die Broschüre mit Resultaten gibt es wie gewohnt kostenlos unter www.prozeus.de. Weitere Informationen erhalten Sie bei Andreas Zillgitt, zillgitt@gs1-germany.de. Fälschungssicherheit: GS1 DataMatrix für unauffälligen MarkenschutzIst Laura Biagiotti wirklich Laura Biagiotti? Sind Inhalt und Flakon garantiert original oder dreist kopiert? Mit solchen Fragen haben sich die Geschäftspartner Procter & Gamble Prestige Products und Cosmopolitan Cosmetics eingehend befasst. Das Ergebnis: Exklusive Düfte werden jetzt per GS1 Standards serialisiert. So lässt sich jedes Produkt eindeutig identifizieren und vor Fälschungen schützen - die Kombination aus Globaler Artikelidentnummer (GTIN Global Trade Item Number, ehemals EAN) und Seriennummer macht's möglich. Auch optisch hat sich das Verfahren bewährt. Der winzige GS1 DataMatrix-Code verschwindet fast auf der Parfumverpackung. Ebenfalls auf den ersten Blick kaum ersichtlich: Dem neuen Konzept zur Fälschungssicherheit ging ein grundlegender Wandel im Denkprozess voraus - die Abkehr von der Passivität zugunsten des offensiven Kampfes gegen Markenpiraterie. Früher kennzeichnete defensives Warten den Umgang mit Plagiaten. Erst wenn ein Artikel tatsächlich nachgemacht wurde, reagierten Procter & Gamble Prestige Products und Cosmopolitan Cosmetics darauf. Aktives Agieren hingegen prägt die heutige Gangart. Die zentrale Frage lautet: Was kann ich als Unternehmen tun, damit keine Fälschungen mehr in den Markt gelangen? Dieser Ansatz wirkt sich nicht nur auf Hersteller und Wirtschaftskette positiv aus. Der Käufer kann sich über seinen Lieblingsduft freuen und gleichzeitig sicher sein, dass er keiner Mogelpackung aufgesessen ist. Vielschichtige Perspektiven zu Produktauthentifizierung und Informationsvermittlung eröffnen sich, wenn GS1 DataMatrix, GTIN, Seriennummer und innovative Technik zusammenspielen. Künftig bietet GEPIR (Global GS1 Electronic Party Information Registry) - Die Infothek für Geschäftspartner und Verbraucher über mobile.gepir.de einen neuen Service an. Der Verbraucher fotografiert einfach mit seinem Handy den GS1 DataMatrix und wird auf die Website des Herstellers geleitet. Dort erfährt er nicht nur, ob der Artikel echt ist, sondern auch Wissenswertes zu anderen Angeboten der Firma. Der GS1 Germany Praxistag Fälschungssicherheit vertieft die Thematik mit vielen erfolgreichen Beispielen. Die Veranstaltung findet am 4. Juni 2009 im GS1 Germany Knowledge Center in Köln statt. Weitere Informationen erhalten Sie hier sowie bei Michaela Hähn, haehn@gs1-germany.de. EPCglobal: Gelungenes drittes Pilotprojekt bei Transport/LogistikEPCglobal entwickelt branchen- und länderübergreifende Standards für die einheitliche Nutzung von RFID (Radiofrequenztechnologie für Identifikationszwecke) entlang der Versorgungskette. Verschiedene Arbeitsgruppen - die so genannten Action Groups - treiben die globalen Standards in ihrer Sparte voran. 2005 gründete EPCglobal die Industry Action Group TLS (Transportation & Logistics Services). Branchengrößen wie DB Schenker, DHL, NYK und Maersk sind Mitglieder der ersten Stunde. Inzwischen ist das dritte Pilotprojekt gemeistert und die vierte Phase bereits geplant. Zu Wasser, zu Lande und in der Luft: Zuverlässige Identifikation per EPC/RFID Zu Beginn des Jahres 2006 förderte das japanische Wirtschaftsministerium ein großangelegtes RFID-Projekt, das die Industry Action Group TLS realisierte: den Versand von Schuhen via Seefracht von China nach Japan. Dafür wurde erstmals der EPC-Informationsservice EPCIS eingebunden. Er liefert die Grundlage, um EPC-Daten über Güter oder Waren zu erfassen und abzufragen. Nach dem erfolgreichen Abschluss finanzierte das japanische Wirtschaftsministerium 2007 ein weiteres Vorhaben. Nun sollten andere Verkehrsmittel ins Spiel kommen. Per Luftfracht wurden Computer von China in die USA transportiert. Die dabei eingesetzte aktive RFID-Technologie verbrachte den Flug im so genannten Sleep Modus, um die Auflagen der Luftfahrt-Sicherheitsbehörden zu erfüllen. Mittlerweile konnte die EPCglobal-Gruppe Transport, Logistik und Dienstleistungen auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Nun bekundete der Zoll Interesse, und das japanische Wirtschaftsministerium bewilligte Fördergelder. Das dritte Pilotprojekt befasste sich mit EPC/RFID auf Packstück- sowie Seecontainer-Ebene - konkret mit dem Versand von Druckerpatronen und Druckerzubehör von Japan in die Niederlande. Die Einzelteile wurden in Kartons verpackt, zu Paletten gebunden und anschließend in einen Container verladen. Dadurch entstanden drei Ebenen der Identifikation, die die EPC/RFID-Technologie abdeckte. Eine zusätzliche vierte Ebene bildete die Sendung als Ganzes. Dafür kam die GSIN (Global Shipment Identification Number) zum Einsatz, die Sendungen identifiziert, die sich über mehrere Container verteilen. Diese neue Ebene der Identifizierung erlaubte es, Zollprozesse virtuell abzubilden. Als Beobachter waren sowohl der niederländische als auch der japanische Zoll involviert. So konnten die Niederländer das EPC/GS1-Nummernsystem in den Zollprozessen testen und Optionen wie das Green-Lane-Verfahren (schnellere Überprüfung der Sendung) betrachten. Es kam sowohl aktive als auch passive RFID-Technologie zum Einsatz. GS1 Germany wurde mit der Bereitstellung einer Online-Plattform beauftragt. Über diese Plattform war es möglich, jeden Container an sämtlichen Lesepunkten grenzübergreifend zu überwachen. Eine zweite Datendrehscheibe in Japan sammelte Informationen zur Ladung des Containers auf der Ebene von Karton und Palette. Im Februar 2009 wurde Pilotprojekt Nummer drei erfolgreich beendet. Schon jetzt gibt es erste Überlegungen für eine vierte Phase, die jedoch eine Implementierung anstreben und damit den Pilotcharakter verlieren soll. Ansatzpunkt wäre die Optimierung der Zollprozesse durch die EPC/RFID-Technologie. Weitere Informationen erhalten Sie bei Mike Henn, henn@gs1-germany.de. |
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