Newsletter 3/2006


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GS1 news

Ausgabe 3/2006

News

Zu Gast in Brüssel

Jörg Pretzel, Chairman von GS1 Europa, und EPC global Präsident Chris Adcock trafen sich mit EU-Kommissarin Viviane Reding. Ziel des Treffens war die Förderung des konsequenten Einsatzes von GS1-Standards bei allen Wirtschaftsteilnehmern der EU.

RSS für Frische

Durch den geringeren Platzbedarf und die omnidirektionale Speicherung von Daten eignet sich die Reduced Space Symbology (RSS) gut zur Kennzeichnung von Frischware. Für diesen Einsatz gründet GS1 eine globale Anwendergruppe.

Drei RFID-Arbeitsgruppen für die Textilbranche

Unter dem Dach von EPCglobal befassen sich drei neu gegründete Arbeitsgruppen mit den branchenspezifischen Anforderungen an die RFID-Technologie.

Teure Regallücken vermeiden

Mit ihrer neuen Anwendungsempfehlung gibt die Fachgruppe Optimal Shelf Availability Industrie- und Handelsunternehmen ein Werkzeug an die Hand, um eine optimale Regalverfügbarkeit zu erreichen. Denn wie eine Studie gezeigt hat, greifen Kunden schnell zu einem anderen Produkt oder kaufen gar nichts, wenn sie den gewünschten Artikel nicht finden.

Neue Technologien für den Mittelstand

Beim 2. Technologieforum von PROZEUS und der Fachzeitschrift Lebensmittel Praxis zeigten Mittelständler ihre Erfahrungen im Umgang mit eBusiness. Praxisnah lernten die Teilnehmer Einsatzmöglichkeiten und Potenziale der neuen Technologien kennen.


Veröffentlichungen

Termine

Fachtagung ECR live!:

CRM – Profitable Kundenbeziehungen aufbauen,
07.–08. November 2006, Köln


 

Fachtagung Chemie:

Damit die Chemie stimmt: Einsatz der EAN-Standards,
09. November 2006, Köln


 

Seminar:

GS1 XML-Standard -Erfolgsfaktoren für den Einsatz von XML, 16. November 2006, Köln


 

Seminar:

Obst und Gemüse mit Biss: GS1-Standards optimieren den Warenfluss, November 2006


 

Events:

Das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie unter www.gs1-germany.de

Standard-Warenklassifikation

Die jetzt erschienene 5. Auflage enthält wichtige neue Produktgruppen, um den Anforderungen der Praxis zu entsprechen.

Online-Shop

Informationsfluss Logistik

Die Lösung für den elektronischen Datenaustausch zur Optimierung der Transport- und Umschlagsprozesse zwischen Industrie, Logistikdienstleister und Handel.

Online-Shop

Tracking & Tracing

Die neue Auflage berücksichtigt neben aktuellen gesetzlichen Anforderungen auch die internationalen Empfehlungen des Global Traceability Standards.

Online-Shop


Impressum

Herausgeber:
GS1 Germany GmbH
Verantwortlich i.S.d. Medienrechts:
Jörg Pretzel
info@gs1-germany.de
 
 

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GS1 trifft EU-Kommissarin Viviane Reding

Am 19. Juli 2006 trafen sich Jörg Pretzel, Chairman von GS1 Europe, und Chris Adcock, Präsident von ECPglobal, in Brüssel mit EU-Kommissarin Viviane Reding, zuständig für Informationsgesellschaft und Medien. Inhalt des Gesprächs waren die Möglichkeiten der verstärkten Durchsetzung des eBusiness im europäischen Wirtschaftsraum.

Als Vertreter von europaweit mehr als 300.000 Nutzern der globalen GS1-Standards boten Pretzel und Adcock ihre Unterstützung für den Ausbau und die Entwicklung von eBusiness-Prozessen, RFID-Technologie und die Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen an. Hierbei können die globalen Standards sowohl für die Identifikation von Produkten als auch für die Kommunikation vorteilhaft zum Einsatz kommen. Daher forderte Jörg Pretzel den konsequenten Einsatz von Standards bei allen Wirtschaftsteilnehmern der EU. Nur so lässt sich das Potenzial von circa 28 Milliarden Euro heben, das sich aus Kostensenkungspotenzialen, effizienteren Prozessen und der Möglichkeit von Umsatzsteigerungen durch den Einsatz von Standards ergibt.

Chris Adcock stellte zusätzlich die Herausforderungen und Möglichkeiten der RFID-Technologie vor und unterstrich noch einmal das Potenzial von RFID zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, das auch Viviane Reding bereits erkannt hat. Daher begrüßte er auch die Bemühungen der EU-Kommissarin zum Thema Frequenzverfügbarkeit für industrielle Anwendungen in Europa und betonte die Notwendigkeit der Frequenzharmonisierung für den breiten Einsatz der RFID-Technologie.

Vivian Reding hob im Rahmen dieses gemeinsamen Gesprächs die Notwendigkeit für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens hervor. Für die Zukunft von RFID müssen die technischen Fragestellungen ebenso gelöst sein wie die datenschutzrechtlichen. So lud sie nochmals alle Interessengruppen ein, sich ebenso aktiv wie GS1 Europe an der Diskussion zu beteiligen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Monika Gabler (eMail: gabler@gs1-germany.de).

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Globale Anwendergruppe für RSS im Frischebereich

Am 1. Januar 2010 wird die Strichcodesymbologie Reduced Space Symbology (RSS) ein offener globaler Standard für die Verwendung am Point of Sale (POS). Damit ergänzt RSS die EAN/UPC-Symbology mit einem Platzbedarf von weniger als 50% eines EAN-13-Codes und eignet sich so zur Kennzeichnung sehr kleiner Einheiten wie zum Beispiel Kosmetik- oder Schmuckartikel. Aber auch Produkte mit erhöhtem Informationsbedarf profitieren von den neuen Strichmustern, denn RSS kann zusätzlich zur Artikelnummer weitere Daten auf geringem Platz omnidirektional, das heißt richtungs- und lageunabhängig lesbar, codieren.

Damit kommt RSS auch für die Kennzeichnung von mengenvariabler Frischeware am POS in Frage, für die es heute nur suboptimale Lösungen gibt. Diese basieren auf nationalen, generischen Codes zur Kennzeichnung mengenvariabler Frischware und erschweren oder verhindern so eine Rückverfolgbarkeit über länderübergreifende Lieferketten hinweg. In Zeiten zunehmender Lebensmittelskandale gewinnen jedoch Transparenz und Rückverfolgbarkeit immer mehr an Bedeutung. Aber auch Kosten können durch die Nutzung des RSS eingespart werden, wie eine Studie von GS1 US aus dem Jahre 2001 belegt: der Einsatz von RSS im Bereich Frischeware ermöglicht in einer Handelskette mit circa 100 Filialen jährliche Einsparungen von 2,32 Millionen US-Dollar.

Daher richtet GS1 eine globale Anwendergruppe im Rahmen des "Global Standards Management Process (GSMP)" ein, die Anwendungsempfehlungen für die Kennzeichnung von Frischeware mittels RSS entwickelt. Die Kick-Off-Sitzung findet am 27. Oktober 2006 im Rahmen des GSMP Events in Philadelphia, USA, statt. Interessierte Anwender aus Deutschland sind aufgerufen, sich an der globalen Entwicklung zu beteiligen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ilka Machemer (eMail: machemer@gs1-germany.de).

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Erfolgreicher Start der EPCglobal Bekleidungsinitiative

Unter dem Dach von EPC global hat die Textil- und Bekleidungsbranche drei branchenspezifische Arbeitsgruppen gegründet, die bis Sommer 2007 die Anforderungen basierend auf der Textillogistikkette und den Filialprozessen definieren. Dabei reicht das Aufgabenspektrum der drei Gruppen weit über die reinen Taganforderungen hinaus:

  • AFF Supply Chain Processes beschäftigt sich mit der Analyse und Definition sämtlicher Logistikabläufe, angefangen von der Produktion über die unterschiedlichen Logistikschritte inklusive relevanter Aufbereitungs- und Dienstleistungsprozesse bis zur Warenauslieferung an die Filialen. Aus diesen Informationen leiten die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe die technischen Anforderungen hinsichtlich der RFID-Technologie ab.
  • Im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe Store Level Operations & Processes stehen die Prozesse der Verkaufsfläche ab Filialwareneingang sowie die Anforderungen bei RFID-basierten Kundenapplikationen wie intelligenten Regalen mit Bestandsanzeige, Kunden-Infoterminals oder Catwalk-Applikationen. Eine weitere Aufgabe bildet die Herausarbeitung des Kundennutzens, wie ein Teilnehmer erklärt:"Ein klar und einfach dargestellter Kundennutzen mit RFID" ist aus unserer Sicht die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung auf der Verkaufsfläche."
  • Die Mitglieder der dritten Arbeitsgruppe, AFF Tagging Requirements, Information & Processes, beleuchten gezielt die Transponderanforderungen. Darüber hinaus befassen sich die Unternehmen mit den Fragen "Was muss auf dem Tag und auf dem Preisetikett stehen?" und "Wo müssen Tags an den unterschiedlichen Produktgruppen angebracht werden, damit überall optimale Lesereichweiten erzielt werden?"

Vertreter großer deutscher Unternehmen wie Kaufhof, Karstadt und C & A Europe arbeiten bereits aktiv in den Gruppen mit und haben auch die Leitung als Co-Chair übernommen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Jessica Pröpper (eMail: proepper@gs1-germany.de).

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Optimal Shelf Availability: Die lückenlose Erfüllung der Verbraucherwünsche

Die Vermeidung von kostspieligen Regallücken hat sich eine Fachgruppe aus Handel und Industrie auf die Fahnen geschrieben. Dafür hat sie in der jüngst erschienenen Anwendungsempfehlung "Optimal Shelf Availability: Die lückenlose Erfüllung der Verbraucherwünsche" erarbeitet, welche Bedeutung Fehlbestände für Handel und Industrie haben, wie Bestandslücken gemessen werden können und hat auf dieser Grundlage einen umfangreichen Ursachen- und Maßnahmenkatalog entwickelt. Die Anwendungsempfehlung richtet sich an ECR-Anwender aus Handel und Industrie, Vertriebs- und Marketing Manager, Einkäufer, Category Manager und Logistiker und ist für 29 Euro bei GS1 Germany (Online-Shop) erhältlich.

In die Anwendungsempfehlung flossen auch die Ergebnisse einer von GS1 Germany und sechs Industrieunternehmen durchgeführten Kaufverhaltensstudie ein. Demnach verlassen über 40% der Konsumenten zunächst einmal den POS ohne etwas zu kaufen, wenn sie ihr gewünschtes Produkt nicht finden. Tätigen sie als Reaktion auf die Bestandslücke einen Ersatzkauf, zum Beispiel eine andere Größe oder andere Marke, in derselben Filiale, geben knapp 70% dieser Kunden an, mit dem Ersatzkauf zufrieden oder sogar sehr zufrieden zu sein. Für den Hersteller birgt das die Gefahr, einen bis dato loyalen Kunden an die Konkurrenz zu verlieren und nachhaltig Umsatzeinbußen zu erleiden. 11% der Kunden kaufen bei einem Out of Stock woanders, was dem Händler schadet. Hinzu kommt, dass laut der Kaufverhaltensstudie zwei Drittel der Kunden die Verantwortung für einen Out of Stock beim Handel sehen. Insbesondere bei wiederholten Out of Stock-Situationen steigt hier das Risiko für den Handel, dauerhaft Kunden zu verlieren. 14% der Kunden verzichten bei einer Regallücke vollständig auf den Kauf, was Handel und Industrie gleichermaßen trifft. Letztlich gibt es bei Regallücken nur Verlierer: Unzufriedene Kunden auf der einen Seite, Umsatzeinbußen für Handel und Industrie auf der anderen. Eigene Erhebungen belegen, dass Regallücken bei Handel und Industrie Umsatzeinbußen in Höhe von circa einer Milliarde Euro pro Jahr verursachen.

Die Ergebnisse der Kaufverhaltensstudie zeigen, dass in Deutschland weiterhin hoher Handlungsbedarf zur Behandlung der Out of Stock-Problematik besteht. Daher führt die Fachgruppe in einer zweiten Projektphase ihre Arbeit fort. Als nächste Schritte wollen die OSA-Experten verstärkt in Pilotprojekten bei Handel und Industrie weitere Erkenntnisse über die Herausforderung optimaler Warenverfügbarkeit sammeln und die entwickelten Ansätze in weiteren Branchen platzieren.

Weitere Informationen erhalten Sie bei
Anna-Magdalena Krasutzki (krasutzki@gs1-germany.de) und
Thorsten Pollmüller (pollmueller@gs1-germany.de)

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Wertschöpfung durch neue Technologien – Der Mittelstand im Fokus des 2. Technologieforums

Zum zweiten Mal veranstaltete PROZEUS gefördert vom BMWi und in Kooperation mit der Fachzeitschrift Lebensmittel Praxis das Technologieforum. Dabei lag am 27. September in München der Schwerpunkt auf Berichten von Mittelständlern über ihre Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung ihrer verschiedenen eBusiness-Projekte.

Zu Beginn der Veranstaltung demonstrierten Dierk Frauen von EDEKA Nord und Gregor Falke von PAPSTAR Einigkeit über die Vorteile von eBusiness aus Sicht des Handels und der Industrie. Falke überzeugte damit, dass auch ein mittelständisches Unternehmen seine Prozesse ganzheitlich und vor allem wirtschaftlich optimieren kann. Ausgehend vom Vorlieferanten verbessert PAPSTAR durch den Einsatz von eBusiness-Anwendungen die Prozesse der Beschaffungs- und Distributionslogistik bis hin zur Sortimentsgestaltung am POS.

Dr. Maximilian Dornseif berichtete über den aktuellen Stand des PROZEUS Förderprojektes bei der Firma HUDORA. Neben der Einführung von elektronischem Datenaustausch und EAN 128-Transportetiketten auf Basis von EANCOM® ermöglicht der Einsatz von Kameras an kritischen Punkten eine zusätzliche Kontrolle und Qualitätssicherung. Durch diese Maßnahmen strebt Hudora eine Steigerung der Kundenzufriedenheit und effizientere Prozessabläufe an. Für die Zukunft ist auch der Einsatz von RFID denkbar, um logistische Abläufe noch reibungsloser zu gestalten, so Dornseif.

Hierbei ist REWE schon einen Schritt weiter, wie Jörg Sandlöhken, Leiter Consulting & Risk Management bei der REWE Group, aufzeigte. Neben einem Ausblick über Gegenstand und Vorteile von RFID stellte er auch die Zielsetzung für das ab Oktober geplante PROZEUS-Förderprojekt RFID im Frischebereich vor.

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