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Newsletter 3/2007
Konsequente Umsetzung und beste Resultate: Die globale RFID-Welle rollt
Diese positive Grundhaltung zeigt sich an den vielen RFID-Vorhaben und Vorreiter überzeugen durch stattliche Erfolge Die unternehmerischen Vorteile von RFID erschließen sich immer schneller und konkreter. So sprechen die Zahlen internationaler Firmen wie Lawsgroup, einem in Hongkong stationierten Auftragshersteller von Bekleidung, sowie des deutschen Kindermode-Herstellers Lemmi fashion eindeutig für sich: Durchlaufzeiten werden um bis zu 27 % reduziert, die Produktionsplanung um bis zu 29 % verbessert. Warenein- und -ausgangsprozesse sind nun bis zu 200 % effizienter, die Bestände in Distributionszentren und Filialen lassen sich akkurater überwachen. Solche Pluspunkte wollen auch andere Betriebe nutzen. Mit Tesco, Ahold, Carrefour und Delhaize haben bereits einige der weltgrößten Top-Handelsunternehmen RFID-Pilotprojekte gestartet. Metro Cash & Carry, Real und Marks & Spencer sowie Wal-mart rüsteten jeweils mehr als 100 Standorte um. Das US-amerikanische Verteidigungsministerium wiederum hat seine Lieferanten in die EPC/RFID-Implementierung mit einbezogen, um die Versorgungslogistik zu verbessern.
Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany, ist überzeugt, dass sich RFID nur mit globalen Standards langfristig erfolgreich durchsetzen wird: "Im Warenwirtschaftsverkehr werden Daten ohne Ende produziert. Wir müssen Ordnung in die Daten bringen. Das beste Mittel ist eine intelligente Arbeitsweise, um diese Daten auszuwerten." Für ihn ist das EPCglobal-Netzwerk die Antwort auf die Datenmassen. Es macht Produktinformationen jederzeit über das Internet verfügbar, indem es Datenbanken von Unternehmen über standardisierte Schnittstellen verbindet. In diesen Datenbanken sind ausgelesene Transponderdaten – also der EPC – in Verbindung mit Zeit, Ort und Geschäftkontext gespeichert. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem EPC-Informationsservice (EPCIS). EPCIS selbst gehört zu einer ganzen Reihe von Standards, die EPCglobal bereits verabschiedet hat. Damit steht er den Nutzern ebenso zur Verfügung wie der EPC Tag Data Standard, das Low Level Reader Protokoll und der Reader Management Standard. Außerdem wurden u.a. der Standard für Application Level Events, der Object Naming Service (ONS) und der EPCglobal Certificate Profile Standard freigegeben. Seit Frühjahr 2007 sorgt nun der neue EPC-Informationsservice für mehr Transparenz in der Logistikkette. Das Interesse an diesem Standard ist groß – vor allem in Deutschland, einem der Vorreiter in Sachen RFID in Europa. Hier haben in der ersten Jahreshälfte mit Metro und Rewe gleich zwei Handelskonzerne ihre Rollouts zur Einführung der EPC/RFID-Technologie in der Logistik gestartet. GS1 Germany begleitet diese Rollouts mit speziellen Dienstleistungen, um die Handelslieferanten in ihren Umsetzungsaktivitäten zu unterstützen. Das Angebot umfasst Schulungen, spezifische Beratungen, Tests und Dokumentationen in den Bereichen EDI/EANCOM® und EPC/RFID. Auch das von DHL, GS1 Germany, Karstadt und der Metro getragene European EPC Competence Center (EECC) bildet einen wichtigen Baustein beim RFID-Rollout von Metro und Rewe. Den RFID-Rollout-Partnern beider Unternehmen bietet das EECC Schulungen und Transpondertests zu Sonderkonditionen. Mit der neuen "UHF Tag Performance Survey", einem einzigartigen Vergleichstest von 20 marktgängigen RFID-Transpondern, stellt das EECC außerdem eine gefragte Dienstleistung für den RFID-Einsatz bereit. Gemeinsam mit Metro und Rewe will GS1 Germany durch RFID die Zukunft des Handels gestalten. Doch damit sind die beiden Handelsriesen nicht alleine: Verschiedene Häuser planen noch in diesem Jahr erste Pilotprojekte. In Deutschland gehören mit Karstadt, Edeka, Lekkerland, Markant und Tchibo schon namhafte Unternehmen zur EPCglobal Community, die stetig wächst – die Weichen sind also gestellt und der Verkehr auf der RFID-Schnellstraße wird weiterhin kräftig zunehmen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Myriam Hoffmann, hoffmann@gs1-germany.de.
Großer Praxistest für den kleinen Strichcode GS1 DataBar"Der kleine Strichcode kommt." – Mit diesem Titel kündigte GS1 Germany Mitte letzten Jahres die Zulassung der kompakten Symbologie "GS1 DataBar" (vormals RSS) an. Ab 2010 soll er als offener Standard am POS zum Einsatz kommen. Der Pluspunkt: GS1 DataBar ist richtungsunabhängig lesbar – eine Voraussetzung für die Verwendung am Point of Sale. Ferner bietet er eine hochkompakte Verschlüsselungsmethodik auf engstem Raum und kann neben der EAN zusätzliche Daten abbilden. Doch hält die neue Symbologie in der Praxis, was sie strichcode-technisch verspricht? Bei welchen Produkten sind die Vorteile besonders groß? All diesen Fragen werden verschiedene Pilotprojekte auf den Grund gehen. Konkrete Lösungen auf dem Prüfstand
Der Bereich REWE-Informations-Systeme der REWE Group wird gemeinsam mit dem konzerneigenen Discounter Penny als Pilotprojekt prüfen, ob der GS1 DataBar in Verbindung mit einer mehrfachen Kennzeichnung jedes einzelnen Produktes den Kassiervorgang beschleunigen hilft – ein Aspekt, der in Form von kurzen Wartezeiten dem Kunden direkt zugute käme. Ein anderes Vorhaben bewertet die Codierung sehr kleiner Artikel, für die selbst das klassische EAN 13- bzw. EAN 8-Symbol zu groß sein kann. Hier bietet sich mit einer Vielzahl von Kleinstprodukten die dekorative Kosmetik an. Daher testen dm-drogerie markt und ein prominenter Kosmetikhersteller, ob die neue Codierung in Form standardkonformer Symbole eine durchgängige und 100%ig lesbare Kennzeichnung ermöglicht. Bereits im Herbst 2007 werden erste Ergebnisse der Pilotprojekte erwartet. Dann gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse in die internationale Entwicklungsarbeit von GS1 einfließen zu lassen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Sabine Kläser, klaeser@gs1-germany.de, und Ludwig Schulze Pröbsting, schulzeproebsting@gs1-germany.de.
GS1 eCOM-Strategie verabschiedet: Meilenstein für weltweites eBusiness
Dabei ist für EANCOM®-Anwender wichtig: Der etablierte EDI-Standard von GS1 mit weltweit über 70.000 Nutzern besitzt auch künftig herausragende Bedeutung und wird kontinuierlich fortentwickelt. So besteht anhaltender Investitionsschutz für die Unternehmen aus den traditionell starken GS1-Bereichen Fast Moving Consumer Goods (FMCG), DIY, Logistics, Healthcare und Media sowie verwandte Bereiche. GS1 XML wird in Zukunft massiv an Relevanz gewinnen, insbesondere in neuen Branchen wie (öffentliche) Beschaffung oder im Upstream-Bereich. Das verstärkte Engagement in UN/CEFACT und eine Harmonisierung zwischen UN/XML und GS1 XML soll langfristig die Akzeptanz der GS1 XML-Standards in verschiedenen Anwendungsfeldern sichern. Die Aktivitäten zur Harmonisierung mit UN/CEFACT sind bereits angelaufen und werden intensiviert. Darüber hinaus beschreibt die Leitlinie die Position der GS1 eBusiness-Standards gegenüber anderen Standardisierungsorganisationen wie UN/CEFACT, SWIFT oder RosettaNet. Hier werden Richtwerte für die Zusammenarbeit festgelegt und Möglichkeiten der Integration in das GS1-System aufgezeigt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Klaus Förderer, foerderer@gs1-germany.de.
Rechenexempel für EDI und ECRMit elektronischen Rechnungen bis zu 75 Prozent Bearbeitungszeit einsparen und mit Vendor Managed Inventory (Herstellergesteuertes Bestandsmanagement) den Umsatz um mehr als 20 Prozent steigern – das ist keine Utopie, sondern das sind zwei Beispiele aus den PROZEUS-Best-Practice-Projekten. Wie das funktioniert, ist kein Geheimnis, sondern ganz einfach nachzulesen in den kostenlosen PROZEUS-Broschüren.
Weitere Projekte zu folgenden Top-Themen werden noch in diesem Jahr abgeschlossen und die Ergebnisse anschließend veröffentlicht:
Weitere Informatione erhalten Sie bei Steffi Kroll: kroll@gs1-germany.de
8. ECR-Tag am 11. und 12. September 2007
Nach Wien, Berlin, Düsseldorf, München ... trifft sich die Branche dieses Jahr in Hamburg: Rund 1.400 Entscheider, Praktiker und Experten kommen auch diesmal wieder zusammen, um sich über kooperative Zukunftsstrategien in dynamischen Märkten zu informieren und zu diskutieren. Prominenz lässt grüssen ... Themen, die bewegen ... Zahlen über Zahlen .... Ein bisschen Spaß muss sein .... Weitere Informationen erhalten Sie bei Anica Ivancic, ivancic@gs1-germany.de
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