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Newsletter 4/2007
ECR Award 2007 – Wissen, was Kunden wollenDer Leitgedanke kundenorientierten Wirtschaftens prägt mehr und mehr die Praxis in Handel und Industrie. Herausragende Beispiele für Kooperationen in der Konsumgüterwirtschaft wurden am 10. September in Hamburg mit dem ECR Award 2007 ausgezeichnet. Dabei war die Zahl der eingereichten Projekte doppelt so hoch wie im Vorjahr – der beste Beweis für die Dynamik des ECR-Gedankens. Karstadt und Procter & Gamble erhielten den ECR Award in der Kategorie Unternehmenskooperation für ihre Pionierleistung beim Category Management (CM) im Parfümeriebereich. Eine weitere Auszeichnung ging an Globus und den Lebensmittelkonzern Danone für ihre bahnbrechende Unternehmenskooperation im Frischwarensortiment.
In der Rubrik Einzelunternehmen machte Rewe das Rennen. Der Handelskonzern hat mit Hilfe einheitlicher Standards den Waren- und Datenfluss entlang der Lieferkette beschleunigt und zugleich seine Märkte zu kundengerechten Einkaufswelten weiterentwickelt. Diesen Weg will Rewe verfolgen, wie der Vorstandsvorsitzende Alain Caparros in seiner Dankesrede erläuterte: "Der Award ist nicht nur Motivation für unsere Mannschaft. Er sollte auch Ansporn und Einladung an unsere Lieferanten und Dienstleister sein, mit uns gemeinsam die Prozesse zu optimieren und beste Leistungen für den Kunden umzusetzen." Als Unternehmerpersönlichkeit des Jahres wurde Jörg Croseck geehrt. "Der Award kennzeichnet für mich einen Schnitt und einen weiteren Schritt in meiner beruflichen Laufbahn", berichtet der damalige Sprecher der Geschäftsführung der Gerolsteiner Brunnen. Croseck hat die ECR-Idee in der Unternehmensphilosophie verankert und seinen Mitarbeitern die notwendigen Freiräume gegeben, um ECR zu etablieren. Weitere Informationen erhalten Sie bei Monika Gabler, gabler@gs1-germany.de.
Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis: die Akademische Partnerschaft ECR Deutschland
Diese Situation will die Akademische Partnerschaft ECR Deutschland ändern und das Thema Efficient Consumer Response (ECR) besser in die Hochschulausbildung integrieren. Ein Beispiel hierfür ist die wissenschaftliche Aufbereitung von Praxisbeispielen, wie etwa Fallstudien über die Preisträger des ECR Awards (als Sammelwerk auch zu beziehen im Online-Shop von GS1 Germany). Als weitere Zielsetzungen sollen Unternehmen über aktuelle Erkenntnisse aus Forschungs- und Studienprojekten informiert sowie die übergreifende Zusammenarbeit gefördert werden. Gegründet wurde die Akademische Partnerschaft ECR Deutschland im Jahr 2002 durch GS1 Germany und dem Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln. Mittlerweile zählt das Netzwerk über 50 Mitglieder aus Industrie und Wissenschaft. Sie alle haben es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam neue Forschungs- und Lehransätze zu entwickeln und Handlungsoptionen aufzuzeigen. In diesem Rahmen findet auch am 15. November 2007 die 5. Jahrestagung an der WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar/Koblenz statt. Neben aktuellen Erkenntnissen und Anwendungsbeispielen aus Wissenschaft und Praxis präsentieren sich die diesjährigen ECR-Award-Preisträger der Kategorie Unternehmenskooperationen. Zudem werden die etwa 100 geladenen Gäste die Potenziale rund um ECR ausloten und sich zu Themen wie zu Marketing aus der Sicht des Handels und der Industrie, zu logistischen Aspekten und zur Informationswirtschaft austauschen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ecr-academics.de und bei Susanne Strömer, stroemer@gs1-germany.de.
Was darf's denn sein? Neue flexible Schulungen für Category Manager
Maßgeblich für die Zufriedenheit ist der hohe praktische Nutzwert der 10-tägigen berufsbegleitenden Schulung – sowohl für die Teilnehmer persönlich als auch für ihre Arbeitgeber. Außer dem klassisch starken FMCG/LEH-Umfeld sind Branchen wie Parfümerie, Unterhaltungselektronik, Spielwaren, Papier/Büro-, Schreibwaren (PBS), Do-It-Yourselt (DIY) und Convenience vertreten. Zudem stellen sich immer mehr Dienstleister und Berater der unabhängigen Jury bestehend aus Industrie, Handel und GS1 Germany. Auch der Hintergrund der Absolventen ist recht heterogen: Neben Einsteigern finden sich projekterfahrene Mitarbeiter, die ihre beim Training on-the-job erworbenen Kenntnisse zum Acht-Schritte-CM-Prozess abrunden wollen. Um dieses Experten-Netzwerk, das Branchen- und Unternehmensgrenzen überbrückt, zu stärken, lädt GS1 Germany am 06. Dezember 2007 zum 1. CatMan-Alumnitreffen nach Köln ein. Neue Schulungen ab 2008: Individualität wird groß geschriebenDer "Zertifizierte ECR D-A-CH Category Manager" hat sich als führende Weiterbildung in diesem Bereich fest etabliert. Auf dieser soliden Grundlage wird das Angebot ausgebaut und ab 2008 direkt durch die Experten von GS1 Germany betreut. Einen wesentlichen Baustein neben dem Intensiv-Lehrgang stellen 10-tägige Inhouse-Schulungen dar, wie sie bei Ferrero oder Unilever bereits stattfanden. Außer Kostenvorteilen und der höheren zeitlichen Flexibilität lassen sich Beispiele und Übungen gezielt auf die jeweilige Firma zuschneiden. Ergänzend kommen weitere individualisierte Veranstaltungen hinzu – besonders für den noch spezifischeren Bedarf, etwa CM-Grundlagen für die Vertriebsmannschaft. Doch so individuell die Lösungen sind: Das Ziel ist immer die Verbreitung der ECR-Prozessempfehlungen, die Hersteller und Händler gemeinschaftlich erarbeitet haben. Aufgrund der positiven Erfahrung mit den Inhouse-Formaten bietet GS1 Germany ab 2008 auch kompakte CM-Grundlagenseminare an, die erstmals für alle Interessenten frei zugänglich sind. Weitere Informationen erhalten Sie bei Thorsten Pollmüller, pollmueller@gs1-germany.de.
Neue EANCOM®-Empfehlungen inklusive Medienbranche und Do-It-YourselfMit derzeit rund 7.000 Anwendern ist EANCOM® der führende EDI-Standard (Electronic Data Interchange/elektronischer Datenaustausch) in der deutschen Wirtschaft – und weist darüber hinaus das größte Wachstumspotenzial auf, da sich immer mehr Segmente anschließen. Jüngste Beispiele sind die Medien und Do-It-Yourself, für die GS1 Germany jetzt branchenspezifische Dokumentationen erarbeitet hat.
Seit Oktober 2007 ist die neue EDI-Anwendungsempfehlung EANCOM® 2002, Version 4.0, verfügbar. Sie richtet sich an alle Neueinsteiger in den elektronischen Datenaustausch sowie an Unternehmen, die auf die aktuelle Ausgabe wechseln möchten. Da das Volumen der zweisprachigen Dokumentationen inzwischen die Kapazität einer CD übersteigt, bietet GS1 Germany eine DVD an, zu beziehen im Online-Shop unter Kommunikation/EDI auf www.gs1-germany.de. Weitere Informationen erhalten Sie bei Norbert Horst, horst@gs1-germany.de.
EPC der nächsten Generation bringt Automotive in Bewegung
Dies soll sich ändern: Denn mit EPC Gen2, der zweiten Generation des weltweit etablierten, branchenübergreifenden RFID-Standards steht eine Lösung zur Verfügung, die unter dem Dach von EPCglobal nach den Bedürfnissen der Automobilindustrie weiterentwickelt werden kann. Gemeinsames Engagement für die automobile EPC/RFID-ZukunftSeit Sommer 2006 führt GS1 Germany einen intensiven Dialog mit den deutschen Automobilherstellern, ihren Zulieferern und dem Verband der Automobilindustrie (VDA). In diesem offenen Austausch werden u. a. der Entwicklungsstand der EPCglobal-Standards, die Anforderungen an eine globale Standardisierung, mögliche EPC-Umsetzungsstrategien und die gemeinsame Roadmap diskutiert. Im Dezember letzten Jahres wurde GS1 Germany durch EPCglobal Inc. mit dem Global Account Management (GAM) für den Automotive-Sektor beauftragt. Seitdem ist GS1 Germany auch mit ausländischen Herstellern und dem Verband Odette International im Gespräch. Ende Mai 2007 berichteten Experten auf dem Symposium "Potenziale von RFID in der Automobil-Branche" über ihre RFID-Piloterfahrungen. Vertreter von mehr als zwanzig Automotive-Unternehmen nahmen an der Veranstaltung teil, die der Dortmunder Verein zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik (VVL) e. V., GS1 Germany und T-Systems organisierten. In den nächsten Monaten steht der Aufbau einer EPCglobal Industry Action Group (IAG) für Automotive im Mittelpunkt. Die IAG bildet dann eine Plattform zur Definition von Anwender-Anforderungen, die bei der zukünftigen Weiterentwicklung der EPCglobal-Standards zu berücksichtigen sind. Noch mehr Zuverlässigkeit und Effizienz durch EPC/RFID-ImplementierungMit Hilfe der EPCglobal-Standards lassen sich sowohl Objekte als auch Unternehmen oder Lokationen (Lagerplätze, Betriebsstätten etc.) weltweit eindeutig identifizieren. Das Behälter-Management kann optimiert, Bauteile zugeordnet und die Qualitätssicherung gut in den Fertigungsprozess integriert werden. Weitere Vorteile des EPCglobal-Konzepts sind die standardisierten Schnittstellen für die Objekterfassung (Luftschnittstelle) und die Kommunikation innerhalb der Produktions- und Lieferkette. So eröffnet EPC/RFID ein enormes Rationalisierungspotenzial:
Weitere Informationen erhalten Sie bei Klaus Vogell, vogell@gs1-germany.de.
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