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Newsletter 4/2010
Die neuen EDI-Services für kostenbewusste AnwenderEDI-Rechnungsdatenprüfung und ROI-Kalkulation mithilfe neuer Tools ganz einfach
Aus diesem Grund hat GS1 Germany den ROI-Kalkulator entwickelt. Der ROI (Return on Investment) als Quotient aus den Einsparungen und den Gesamtkosten für die EDI-Einführung ermöglicht die genaue Beurteilung des gebundenen Kapitals. Mit ihm lässt sich einfach und schnell ermitteln, ab wann sich die Investition in die neue Technik amortisiert hat. Um die Prozesskosten genau ermitteln zu können, ist es wichtig, ob es sich beispielsweise bei einer elektronischen Rechnung um den Versender oder den Empfänger handelt. Deshalb gibt es zwei Kalkulationsgrundlagen für Handels- und Industrieunternehmen, die die jeweils prozessbedingten Kosteneinsparungen berücksichtigen. Die Ausgangswerte wurden aufgrund der Ergebnisse aus verschiedenen PROZEUS-Praxisprojekten ermittelt, können aber jederzeit auch individuell angepasst werden. Der ROI-Kalkulator steht ab sofort unter www.GS1-Germany.de/Service/ROI Kalkulator kostenfrei zum Download zur Verfügung. Neu! Automatisierte EANCOM®-Rechnungsdatenprüfung Mit dem ebenfalls neuen Service „GS1 Germany EDI-Checker“ können Unternehmen ihre elektronischen Rechnungsdaten (INVOIC) sowohl inhaltlich als auch strukturell auf deren Richtigkeit prüfen. Gemäß der GS1-Anwendungsempfehlung zu EANCOM® 2002 werden hier Rechnungsnachrichten mit Hilfe zahlreicher Prüf- und Plausibilitätsfunktionen automatisiert zum Beispiel auf die korrekte gesetzliche Anforderung zur Angabe des Leistungsdatums untersucht. Ein großer Vorteil ist, dass der EDI-Checker bereits Testnachrichten von E-Business-Projekten unterstützt, bevor diese im Echtbetrieb aufgesetzt werden. Dadurch können aufwendige Testläufe verringert sowie Zeit- und Kostenersparnisse im Projekt realisiert werden. Dieser Service ist bis Ende 2010 im Rahmen einer Testperiode kostenlos und ermöglicht die Prüfung folgender EDI-Nachrichtenprofile der INVOIC auf Basis EANCOM® 2002:
Der EDI-Checker wird auf dem GEFEG.Validation.Portal der GEFEG mbH ausgeführt. Nach einer entsprechenden Registrierung können die EDI-Nachrichten hochgeladen werden. Anhand eines Prüf- und Fehlerprotokolls lassen sich die Fehler leicht erkennen und berichtigen. Geplant ist im Laufe der Testphase das Portal durch Aufschaltung der ORDERS und DESADV zu erweitern. Weitere Informationen und den Zugang zum GEFEG.Validation.Portal finden Sie hier: http://www.gs1-germany.de/service/edi_checker/index_ger.html Weitere Informationen zum ROI-Kalkulator: Markus Moritz, moritz@gs1-germany.de Weitere Informationen zum EDI-Checker: Roman Strand, strand@gs1-germany.de Kartellrecht und KooperationCategory Management (CM) – Worüber darf heute noch gesprochen werden?Unternehmensübergreifende Kooperationen zwischen Industrie und Handelsunternehmen zum Wohl des Endverbrauchers sind grundlegender Bestandteil der weltweit aktiven ECR-Community. Um diesen Nutzen zu erreichen, müssen entlang der Wertschöpfungskette Informationen zwischen den Partnern ausgetauscht werden. Aber der Informationsaustausch zwischen Unternehmen gerät in den Fokus des Bundeskartellamtes, wenn er wettbewerbsschädigend eingesetzt wird. Daher sind viele Händler und Hersteller momentan verunsichert, ob die bislang geübte Praxis noch Bestand haben kann. GS1 Germany unterstützt Unternehmen dabei, ECR-Kooperationen rechtssicher umzusetzen. Zu diesem Zweck werden rechtliche Empfehlungen für Category Management-Prozesse erarbeitet, die das Fundament bilden, auf dem CM aufbauen kann. Prozesse, die auf Basis der GS1-Empfehlungen durchgeführt werden, sind losgelöst von den üblichen Preis- und Konditionsverhandlungen zwischen Industrie und Handel. Die Zusammenarbeit auf der Grundlage dieses Category Management-Konzepts hat nichts mit unzulässigen Preisabsprachen zu tun. Zu diesen Empfehlungen gehört zum Beispiel, dass keine vertraulichen Informationen zwischen Wettbewerbern ausgetauscht werden, auch nicht auf dem Weg über den Handelspartner. Demgegenüber darf der Handelspartner vertrauliche Informationen seiner übrigen Lieferanten nicht weitergeben: keine Einkaufspreise, Konditionsbestandteile oder Listungsgelder, ebenso nicht Ergebnisse von Jahresgesprächen, Promotionaktionen oder Produkt-Neueinführungen. Außerdem muss CM immer unverbindlich bleiben, der Händler darf nicht zur Umsetzung der Empfehlungen verpflichtet werden. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in unseren Workshops am 21. Oktober und 25. November 2010 oder bei Thorsten Pollmüller, pollmueller@gs1-germany.de PROZEUS UnternehmerPreis 2011Die Bewerbungsfrist läuft nur noch bis Ende OktoberKleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Prozesse mithilfe von E-Business-Standards optimiert haben, können sich bis zum 31. Oktober um den PROZEUS UnternehmerPreis 2011 bewerben. Die Förderinitiative PROZEUS sucht für den mit 5.000 Euro dotierten Preis zum dritten Mal Strategien im Datenaustausch, mit denen Geschäftsbeziehungen einfacher und sicherer werden. Lösungen rund um EDI (Electronic Data Interchange) gehören ebenso dazu wie die erfolgreich eingesetzte Radiofrequenztechnologie (RFID). Die E-Business-Lösungen sollten partnerschaftlich mit Kunden und Lieferanten gelebt werden und nicht nur wirtschaftlich, sondern auch praxistauglich sowie auf andere Unternehmen übertragbar sein. Ein Beispiel für einen überaus erfolgreichen Preisträger: der Verpackungs-Spezialist richter & hess konnte seine Prozesse im Wareneingang sowie in der Ein- und Auslagerung durch RFID nachhaltig optimieren und spart so 100.000 Euro im Jahr. Der Preis wird im Rahmen der PROZEUS KongressMesse am 17. Februar 2011 auf der Zeche Zollverein in Essen verliehen. Weitere Informationen unter www.prozeus.de oder bei Jens Friedrich, friedrich@gs1-germany.de Shopper Research – wie tickt der Kunde?Kauft der Kunde eher geplant, also mit einem Einkaufszettel, oder lässt er sich spontan zum Kauf verführen? Eine neue Studie gibt Antworten.Im Bereich Shopper Research gibt es noch viele offene Fragen. Welche Rolle spielen demografische Faktoren, wie Familienstand, Alter oder Einkommen? Welche Unterschiede bestehen zwischen den Warengruppen? Gibt es reine Impuls- oder Plankauf-Warengruppen? Was planen die Kunden vor dem Einkauf und was tun sie tatsächlich? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Akademische Partnerschaft in Kooperation mit sechs Markenartikelunternehmen eine Studie in Auftrag gegeben.Ein auffälliges Ergebnis ist, dass 70 Prozent aller Kaufentscheidungen erst am Point of Sale (POS) getroffen werden. Allerdings variieren die Zahlen je nach Vertriebslinie und eingekaufter Warengruppe merklich. Daher ist eine einzelne Betrachtung der Kategorien notwendig. Es wurde ebenfalls die Wirkung sogenannter Touchpoints, also Verpackungsdesign, Promotions, Platzierung über Displays etc. untersucht. Auch hier zeigt sich, dass eine differenzierte Betrachtung der Warengruppen nötig ist. Produkte, die eher emotionale Bedürfnisse ansprechen, also Belohnungs- oder Genuss-Charakter haben, wirken durch ihre Verpackungen oder durch die Stärke der jeweiligen Marke. Paradebeispiel ist hier die Kategorie Süßwaren. Andere Produkte, die funktionale Bedürfnisse befriedigen, also einen konkreten Nutzen erfüllen, werden eher über den Preis verkauft. Hier sieht der Käufer zum Beispiel die Verpackung als weniger kaufentscheidend. Nach einem intensiven Auswahlverfahren bekam die Universität zu Köln den Auftrag, in Zusammenarbeit mit der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) diese Studie durchzuführen. Es wurden innerhalb von zwei Wochen insgesamt 3.000 Kundeninterviews durchgeführt. Entscheidend war hierbei, die Kunden im Vorfeld zu ihrem geplanten Einkauf zu befragen und dieselben Personen beim Verlassen des Markts erneut über den tatsächlichen Einkauf zu interviewen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Andreas Zillgitt, zillgitt@gs1-germany.de Die Globale Produktklassifikation kommt!GPC löst bisherige Standard-Warenklassifikation abBislang arbeiten Industrie und Handel auf globaler Ebene mit unterschiedlichen Systemen zur Warenklassifikation. Dort wird zum Beispiel festgelegt, in welchen Warenbereich, welche Warengruppe oder welche Artikelgruppe ein Produkt gehört. GS1 Germany hat in Abstimmung mit den zuständigen Gremien nun einen wichtigen Schritt getan, um ein zukunftssicheres globales System zu nutzen. Ab dem 1. Januar 2012 wird in Deutschland das nationale System zur Warenklassifikation vollständig durch die Global Product Classification (GPC) abgelöst. Von dieser Umstellung sind alle Unternehmen betroffen, die einen standardisierten Stammdatenaustausch mit ihren Handelspartnern, zum Beispiel über den SA2-Datenpool betreiben. Daher sollten die Unternehmen ihre Prozesse und Systeme bereits in 2011 entsprechend vorbereiten. GS1 Germany unterstützt in der Übergangsphase die Anwender mit der deutschen Übersetzung der GPC. Hier ist jetzt ein wichtiger Meilenstein erreicht, ab Mitte Oktober steht die GPC-Klassifikation in Deutsch zur Verfügung. Das Thema GPC wird auch als ein Schwerpunkt in dem Seminar „Effizientes Stammdatenmanagement als Basis für unternehmensübergreifende Kooperation“ behandelt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Klaus Förderer, foerderer@gs1-germany.de |
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