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„Die wesentliche Botschaft ist: Innovation entsteht durch Kollaboration zwischen den Unternehmen und zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.“ Dr. Christian Jacobi, Vorsitzender der Geschäftsführung, EffizienzCluster Management GmbH „Die steigenden Belieferungskosten in der City und das Risiko, mit der eigenen Fuhrparktechnik die Emissionsvorgaben nicht mehr erfüllen zu können, wird die Bereitschaft steigern, über Kooperationen nachzudenken.“ Peter Kaleck, Metro Logistics STANDARDS 4|2013 | 15 IM FOKUS bestellt und innerhalb kurzer Zeit geliefert. Das spart teure Lagerflächen, stellt aber auch besondere Anforderungen an die Logistik. Hohe Lieferfrequenzen und immer kleinteiligere Sendungen – neue Formen der Kooperation, zum Beispiel mit Paketdienstleistern, sind auch für dieses Szenario der Schlüssel. Auf leisen Sohlen Zu den Stressfaktoren der urbanen Ver- sorgung zählen nicht zuletzt die eingeschränkten Lieferzeiten. Um nächtliche Ruhestörung durch Lkw-Motoren, Rollcontainer & Co. zu vermeiden, verhängen viele Städte Nachtlieferverbote. Ausgerechnet während des morgendlichen Berufsverkehrs fahren dann viele Lieferanten die Handelsunternehmen an, damit die Ware möglichst frisch ins Regal gelangt. Eine Möglichkeit, Stauzeiten zu umgehen und Engpässe an >> Rudolf Behrens, +49 (0)221 94714-400, behrens@gs1-germany.de der Rampe zu vermeiden, sehen die URL-Projektpartner in der Nachtbelieferung mit geräusch- und emissionsarmen Elektrofahrzeugen. Auch sogenannte mobile Wareneingangszellen könnten dazu beitragen, Restriktionen bei der Innenstadtbelieferung zu umgehen und Lieferprozesse zu entzerren. Die Idee: Abschließbare Wechselbehälter werden mit Paletten oder Rollcontainern beladen und nachts geräuscharm an der Filiale abgestellt. Der Händler kann die Ware zu einem beliebigen Zeitraum verräumen. Schritt für Schritt zu nachhaltigen Lösungen Ob sich diese oder ähnliche Konzepte am Markt durchsetzen, hängt ganz wesentlich von der Kooperationsbereitschaft der Unternehmen und von ihrem Willen zur Veränderung ab. Faktoren wie die Transportkostenentwicklung und die weitere Zunahme des Onlinehandels, Citymaut- und Feinstaubregelungen oder kartellrechtliche Rahmenbedingungen werfen nach wie vor viele Fragen auf. Ziel der Urban Retail Logistics Partner ist es, die aussichtsreichsten Ansätze auch nach Auslaufen des Projekts Ende 2013 weiterzuentwickeln und entsprechende Pilotprojekte auf den Weg zu bringen. GS1 Germany stellt die unabhängige Plattform zur Verfügung, auf der sich die beteiligten Akteure austauschen und kollaborative Strategien für die Stadt der Zukunft entwickeln können. ●


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