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IM GESPRÄCH „Im deutschen Markt wird Nachhaltigkeit tatsächlich gelebt, und das ist auch gut so.“ 4. Deutscher Bargeldlogistik Kongress 2014 Lösungen in der Bargeldlogistik – praxiserprobt und zukunftssicher 29. und 30. Januar 2014 • Dorint Hotel Pallas Wiesbaden Eine gemeinsame Veranstaltung von: Mit freundlicher Unterstützung: Diskutieren Sie mit namhaften Experten unter anderem über folgende Themen: w Die Zukunft moderner Cash-Logistik – Prozessoptimierung versus Prozesssicherheit w DIN für Wertdienstleister – Neue Chancen für Marktakteure Moderation Neu für Sie in diesem Jahr: www.bargeldlogistikkongress.de Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste e.V. Prof. Dr. Andreas Kaapke, Duale Hochschule Stuttgart w Online kaufen und bar bezahlen – Erste Erfahrungen w Optimierte Prozesse im Cash-Management w Statements aus Bundesbank und Branchenorganisationen w Podiumsdiskussion – reichen Sie im Vorfeld Ihre Fragen ein w Zahlreiche parallele Fachforen ernsthaft für ökologische und gesellschaftliche Belange einsetzen. Mit der Initiative setzt GS1 Germany ein klares Signal für Nachhaltigkeit. Der „Lean and Green Award“ stellt für mich keinen reinen Umweltpreis dar, sondern bewertet die einzelnen Faktoren entlang der Prozesse innerhalb des Unternehmens. STANDARDS: Seit Mai 2013 engagieren Sie sich im Aufsichtsrat von GS1 Germany. Welche Themen bewegen Sie aktuell und welche Impulse wollen Sie als Vertreter der Konsumgüterindustrie geben? Matthias Fleischer: Ganz oben auf der Agenda steht die EU-Lebensmittel- informationsverordnung 1169/2011. Wir beschäftigen uns auf nationaler, europäischer und auf globaler Ebene mit dieser Verordnung und ihrer Auswirkung auf Nestlé – speziell mit den Themen GTIN-Vergaberegelung, Fernabsatz sowie Internethandel. Hier ist GS1 Germany gefordert, einen gemeinsamen Standard vorzulegen. Außerdem müssen wir den elektronischen Datenaustausch voranbringen, der für Industrie und Handel eine riesige Erleichterung bedeutet. Dabei gilt ganz im Sinne von GS1: Je mehr automatisiert wird, desto exaktere Standards brauchen wir. Und auch das Thema Kollaboration rückt verstärkt in den Fokus. Als Nestlé-Verantwortlicher für weltweite Systemstandards und Supply Chain Management habe ich Länder wie die USA erlebt, in denen Kollaboration wesentlich stärker verankert ist als in Deutschland. Da müssen wir nachziehen. STANDARDS: Was bedeutet das konkret? Wie kann die deutsche Konsumgüterbranche sich in puncto Kollaboration optimal aufstellen? Matthias Fleischer: Der klassische Ablauf zwischen Handel und Hersteller heißt hierzulande nach wie vor: „Ich bestelle, du lieferst.“ Darin liegt bereits das Problem: Unser Ziel muss sein, möglichst leistungsfähige Ketten von der Beschaffung bis zur Lieferung zu generieren, möglichst viel Lagerbestand aus dem System herauszuschneiden und trotzdem eine hohe Warenversorgung zu sichern. Das gelingt nur mit Kollaboration. Doch in Deutschland mangelt es noch vielfach an der Bereitschaft, Daten auszutauschen und im Sinne einer effizienteren Wertschöpfung zu verwenden. Den Mehrwert solcher Informationen sollten wir nutzen – gerade in einem Zeitalter, in dem die technischen Voraussetzungen gegeben sind. ● STANDARDS 4|2013 | 19


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