Gemeinsam für den Kunden: Die Preisträger des ECR Award 2019

Zum 17. Mal verlieh GS1 Germany die Auszeichnung für besondere Kooperationen und Verdienste rund um Efficient Consumer Response, also der Ausrichtung der Versorgungskette an Verbraucherbedürfnissen und Kundennutzen.

Gestern Abend verlieh GS1 Germany in Kooperation mit PwC und Strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC, den 17. ECR Award. Die Gala fand in der Grand Hall auf der Zeche Zollverein, Essen, statt. Die diesjährigen Preisträger in der Kategorie Unternehmenskooperation Supply Side lauten: Kaufland, Eckes Granini, Meiberg, Glatzel und Shippeo SAS. In der Kategorie Unternehmenskooperation Demand Side wurden Douglas und Skinmade zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung sowie Dermatest ausgezeichnet. In der Kategorie Einzelunternehmen ging der ECR Award an Henkel Laundry & Home Care. Und als Unternehmenspersönlichkeit wurde Franz-Friedrich Müller, Vorsitzender des Verwaltungsrates von Markant, geehrt. Der ECR Award zeichnet alljährlich beispielhaftes Engagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus, das die Bedürfnisse von Shoppern und Konsumenten in den Fokus rückt – ganz im Sinne des ECR-Gedankens (Efficient Consumer Response).

Unternehmenskooperation Supply Side: Warenverfügbarkeit rauf, CO2 runter

Sie leben eine nachhaltige, insbesondere auf die Reduktion der CO2-Emissionen und auf die Warenverfügbarkeit gerichtete Zusammenarbeit: Kaufland, Eckes-Granini und die Speditionen Meiberg und Glatzel sowie Shippeo SAS gründeten eine Transportkooperation zwischen Industrie und Handel, die auf eine kooperative Gestaltung und Optimierung des Warenflusses innerhalb der Supply Chain abzielt. Die Projektpartner konnten durch gemeinsam genutzten Laderaum die Produktverfügbarkeit in Zeiten von sehr schwankenden Laderaumangeboten für den Konsumenten sichern. Zusätzlich sparten sie mehr als 40 Prozent aller Transporte ein und vermieden mehr als 25 Tonnen CO2 pro Jahr. Mit Hilfe von Echtzeitdaten, die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz generiert und vertrauensvoll miteinander geteilt werden, steuern die Partner den gesamten physischen Warenfluss und optimieren ebenso die vor- und nachgelagerten Prozesse. Dadurch kann das Verteilzentrum in Dortmund zu präzisen Ankunftszeiten beliefert werden, die Speditionen reduzieren Standzeiten und der LKW-Transportraum wird optimal ausgenutzt. „Bemerkenswert finden wir zudem, dass uns hier eine unkomplizierte Lösung gelungen ist, an die sich jederzeit weitere Kooperationspartner anschließen können. Wir freuen uns sehr, dass dieser Erfolg mit dem ECR Award bestätigt wird“, begrüßen Steffen Riedel von Eckes-Granini und Jens Tomas Skuderis von Kaufland die Auszeichnung für diese Kooperation.

Unternehmenskooperation Demand Side: Ein ECR-Projekt, das unter die Haut geht

Es kommt einer kleinen Revolution am Point of Sale gleich: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung und Dermatest entwickelten gemeinsam eine Minifabrik im Schrankformat, die im Jahr 2018 durch Douglas und das Fraunhofer Spin Off „Skinmade“ im Markt gelauncht wurde. Mit der Minifabrik lassen sich personalisierte Hautcremes direkt am Verkaufspunkt wirtschaftlich herstellen. Skinmade-Berater und –Beraterinnen bestimmen mittels wissenschaftlicher Messsensoren direkt vor Ort den Hautzustand der Kundinnen und Kunden. Schon sieben Minuten später steht das individuelle Pflegeprodukt im persönlich gebrandeten Cremetiegel bereit. Damit haben die Partner ihr Ziel erreicht, das Sortiment der Kategorie Pflege um Produkte zu ergänzen, die den Shopper mit seinem Wunsch nach Personalisierung und mit seinem individuellen Hautbedürfnis in den Mittelpunkt stellen. Der Clou: Nach vier bis sechs Wochen kann der Hautzustand erneut gemessen werden. Das System lernt dazu, wodurch sich die personalisierte Rezeptur kontinuierlich verbessern lässt. Zudem können Douglas und Skinmade ihren Kunden weitere auf ihre Haut abgestimmte Produkte anbieten und damit ein ganz besonders individuelles Einkaufserlebnis schaffen. Dazu Maximilian Legewie von Douglas: „Ziel des Projekts war ECR at its best. Ausgangs- sowie Endpunkt war der Shopper mit seinem Bedürfnis nach personalisierten Produkten und Lösungen. Dass es uns gelungen ist, unterstreicht die Auszeichnung mit dem ECR Award 2019, über die wir uns sehr freuen.“

Einzelunternehmen: Bestmöglicher Nutzen für Verbraucher im Mittelpunkt

Henkel Laundry & Home Care treibt seit vielen Jahren aktiv die Umsetzung von ECR sowohl im Unternehmen als auch in den Prozessen mit seinen Partnern voran. So erarbeitet der Hersteller von Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln für die Demand Side kooperativ mit Handelspartnern strategische Ziele beim Category Management und entwickelt gemeinsame Initiativen, zum Beispiel für optimierte Sortimente und Regallayouts. Das Unternehmen beleuchtet darüber hinaus die Konsumentenbedürfnisse im Omni-Channel-Kontext. In diesem Rahmen investiert Henkel zum Beispiel in Omni-Channel Shopper-Marketing und baut ein agiles, shopperorientiertes und personalisiertes Kundenerlebnis auf – bis hin zu unmittelbarem Kunden-Feedback an allen relevanten Touchpoints. Auch in der Supply Chain setzt das Unternehmen auf digitale Tools – zum Beispiel beim Realtime-Tracking von Auslieferungen, die von allen Handelspartnern immer aktuell verfolgt werden können. Kooperationen mit Herstellern, Handelspartnern und Lieferanten entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind ebenfalls ein maßgeblicher Erfolgsfaktor im Bereich Nachhaltigkeit. Zum Beispiel werden für die mit dem Blauen Engel zertifizierten Pro Nature-Produkte Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau verwendet. Intern verankert das Unternehmen ECR-Werte in allen Abteilungen wie Category Management, Key Account Management, Brand Management und Marktforschung. „Bei all unseren Aktivitäten sind wir stets bestrebt, unsere Konsumenten noch besser zu verstehen und für ihre individuellen Bedürfnisse die passenden Angebote zu entwickeln. Wir sind stolz, dass dieses Engagement Früchte trägt. Wir freuen uns sehr über diese wichtige Auszeichnung“, so Paul Vetter, Geschäftsführer Henkel Laundry & Home Care Deutschland und Schweiz.

Unternehmenspersönlichkeit: Wegbereiter für konsequente ECR-Umsetzung

Die Jury war sich einig: Franz-Friedrich Müller, Präsident des Verwaltungsrates bei Markant, lebt den ECR-Gedanken konsequent. Bereits im Jahr 1998 führte der Moselaner den Zentralen Artikelstamm (ZAS) bei Markant ein. Damit legte er den Grundstein für ein digitales, effizientes und partnerschaftliches Management von Artikelstammdaten zusammen mit den Markant-Handelspartnern. Franz-Friedrich Müller stellt seit vielen Jahren immer wieder die Weichen für Kooperationen zwischen Handel und Industrie und treibt ECR-Strategien innerhalb der Markant systematisch voran. Für sein herausragendes Engagement wurde er in der Kategorie Unternehmenspersönlichkeit mit dem ECR Award ausgezeichnet.

Weitere Informationen und Bildmaterial zum Download finden Sie unter www.ecraward.de/presse.

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