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Die Nummer ohne Grenzen: GS1 Standard lokalisiert jetzt IP- und GPS-Adressen ebenso wie Unternehmen

Das internationale GS1 Netzwerk hat die Regeln zur Vergabe dieser Nummer aktualisiert und schafft so mehr Klarheit insbesondere im Hinblick auf zunehmend digitalisierte Prozesse.

Wie kann ein Anbieter auf Auktions- oder Verkaufsbörsen im Onlinehandel identifiziert werden? Woher wissen Computer, welchem Rechner in welchem Unternehmen sie per elektronischem Austausch (EDI) Bestellungen, Lieferavise und andere EDI-Nachrichten schicken sollen? Und wie kann eine GPS-Adresse auch ohne Kenntnis der Koordinaten erkannt werden? Die mobilen und digitalen Entwicklungen werfen immer wieder neue Fragen zur Identifikation im virtuellen Raum auf. Geklärt werden sie in den aktualisierten Vergaberegeln für die globale Lokationsnummer von GS1 Germany, kurz GLN. Das schafft mehr Klarheit und Eindeutigkeit. So können Unternehmen zum Beispiel ihre Organisationstrukturen in elektronischen Prozessen leichter abbilden und Abläufe reibungsloser steuern.

Zwei Beispiele aus dem Gesundheitswesen machen den Nutzen deutlich. Das mobile Krankenhaus soll regelmäßig mit zulassungspflichtigen Medikamenten versorgt werden. Es liegt in seiner Funktion, dass es wechselnde Lieferadressen hat, also ständig wechselnde GPS-Koordinaten. Um das Krankenhaus trotzdem regelmäßig schnell beliefern zu können, ist es über eine ihm fest zugewiesene GLN stets als berechtigter Besteller und Warenempfänger  identifizierbar. Und sein jeweils aktueller Standort lässt sich so immer eindeutig ermitteln. Ein weiteres Beispiel ist das stationäre Krankenhaus: Ein Medizinproduktehersteller liefert auf Bestellung ein dringend benötigtes Implantat an ein Krankenhaus. Damit das Medizinprodukt direkt an die Station und nicht erst den Umweg über den Wareneingang im Krankenhaus geht, kann die Station per GLN als Lieferadresse identifiziert werden.

GS1 hat sich jetzt weltweit darauf verständigt, dass eine GLN für die Identifikation von vier verschiedenen Lokationstypen genutzt werden kann: Das sind zum einen juristische Personen, zum Beispiel Unternehmen oder Behörden. Zum anderen steht die GLN für Funktionen zur Verfügung, also für Organisationseinheiten, etwa Rechnungswesen und Logistik. Sie identifiziert außerdem physische Lokationen, zum Beispiel die Postadresse einer Filiale, und ebenso virtuelle Lokationen – sprich Web-, IP-, E-Mail-Adressen oder GPS-Koordinaten. In diesem Fall kommt sie bei der Kommunikation zwischen Computern zum Einsatz. Außerdem hat GS1 definiert, wann eine GLN gleichzeitig für mehrere Lokationen nutzbar ist.

GS1 Complete-Kunden können die aktualisierten Vergaberegeln ab sofort auf der Website von GS1 Global einsehen und herunterladen: www.gs1.org/glnrules. Die Neuerungen fließen derzeit in das Handbuch „GTIN/GLN Globale Identifikationssysteme für Artikel und Lokationen“ von GS1 Germany ein, das ab Sommer 2016 bereitstehen wird.

Hintergrund GLN:

Weltweit besitzen mehr als eine Million Unternehmen eine GLN. Sie ist wie ein Fingerabdruck im nationalen und internationalen Geschäftsverkehr und macht Unternehmen so unverwechselbar. Mit der GLN können Unternehmen und Unternehmensteile, wie Standorte oder Lager, eindeutig und überschneidungsfrei identifiziert werden. Die 13-stellige Nummer ist der Schlüssel zu den in den Datenbanken der Geschäftspartner hinterlegten Unternehmensinformationen. Die GLN ist die Basis für weitere Lokationsnummern und andere Nummernidente im GS1 Standard, zum Beispiel die im EAN-13 Barcode verschlüsselte globale Artikelnummer GTIN. Die GLN für das Hauptunternehmen wird von GS1 Germany vergeben.

Pressegrafik: Wen und was die globale Artikelnummer (GLN) identifizieren kann

Pressekontakt:
GS1 Germany GmbH
Michaela Freynhagen
Pressereferentin
Maarweg 133, 50825 Köln
Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-8534
E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de

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