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GS1 Standard EPCIS erhält Ritterschlag für Industrie 4.0 vom Deutschen Institut für Normung (DIN)

• Internet der Dinge kommuniziert Sensordaten in Echtzeit • Standardisierte Produktionssteuerung reagiert auf individuelle Marktdynamik • DIN-Innovationspreis 2016 geht auch an GS1 Germany als Entwickler der DIN Spezifikation

Wurde das Internet bisher durch die Kommunikation zwischen Mensch und Mensch oder Mensch und Maschine geprägt, können nun beliebige Gegenstände eindeutig identifiziert werden und damit untereinander kommunizieren. Diese smarten Objekte erkennen mithilfe integrierter Sensoren Luftfeuchtigkeit, Druck oder auch Licht. Damit werden Gegenstände immer häufiger in die Lage versetzt, ihre Umgebung zu beobachten, diese Informationen zu sammeln, auszuwerten und mit übergeordneten Informationssystemen zu teilen. Das geht soweit, dass sie sogar autonome Entscheidungen treffen können. Im Internet der Dinge spielen diese smarten Objekte eine wichtige Rolle, denn sie verbinden die reale mit der digitalen Informationswelt.

Ein Beispiel ist die Produktionssteuerung. Sie kann standardisiert gestaltet werden und trotzdem auf dynamische Marktbedürfnisse reagieren. Die Spezifikation DIN SPEC 91329 legt jetzt Anforderungen für ein Schnittstellen- und Kommunikationskonzept zur Verwendung von Daten zwischen Sensorsystemen und den übergeordneten betrieblichen Informationssystemen fest. Denn erst durch den Einsatz von standardisierten Schnittstellen und einer einheitlichen Sprache wird eine Verknüpfung aller Anwendungen und aller operativen Prozesse unternehmensübergreifend und entlang der gesamten horizontalen und vertikalen Wertschöpfungskette möglich.

Die DIN SPEC 91329 „Erweiterung des EPCIS-Ereignismodells um aggregierte Produktionsereignisse zur Verwendung in betrieblichen Informationssystemen“ fußt auf dem Schnittstellenstandard EPCIS von GS1 Germany. Per EPCIS (Electronic Product Code Information Services) werden Sensordaten im Kontext „Industrie 4.0” und im „Internet der Dinge” verknüpft mit den Antworten auf die Fragen, wann, was, wo und warum etwas passiert ist.

Die Erarbeitung der DIN Spezifikation erfolgte in enger Zusammenarbeit mit: FIR e.V. und Werkzeugmaschinenlabor (WZL), beides RWTH Aachen, MSR Technologies, Psipenta Software Systems, Sick, Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie GS1 Germany.

Im Rahmen der Hannover Messe Industrie erhielt unter dem Motto „Standards für die Welt von morgen“ unter anderem GS1 Germany den DIN-Innovationspreis 2016 für die Mitentwicklung. Mit dem Preis werden alljährlich Standardisierungsprojekte für zukunftsweisende Forschungsvorhaben oder innovative Geschäftsideen ausgezeichnet. Insgesamt wurden in diesem Jahr vier Innovationspreise vergeben, die jeweils mit 3.000 Euro dotiert sind.

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