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Handling von Pressecoupons bald automatisiert möglich

• GS1 Germany schafft mit der Identifikation von Pressegutscheinen die Lösung für dringendes Branchenanliegen. • Nächster Schritt ist die Prozesslösung für das automatisierte Handling der Coupons zwischen Handel und Grossist. • Interessierte Unternehmen können an der Entwicklung mitwirken.

Das schnelle Kassieren von Zeitungen und Zeitschriften ist längst Usus. Bald lassen sich auch Pressecoupons per EAN-Barcode einscannen.

Pressegutscheine sollen in Zukunft elektronisch erfasst und abgerechnet werden können. Im vergangenen Jahr wandten sich Verleger, Grossisten und Verbände mit diesem dringenden Anliegen an GS1 Germany. Daraufhin entwickelte das Kölner Unternehmen eine Lösung, um Pressegutscheine auf Basis des EAN-13 identifizieren und demnächst auch elektronisch verarbeiten zu können.

Hintergrund ist, dass die bei Verlagen für die Kundengewinnung und Leserblattbindung gerne genutzten Coupons, dem Handel zwar durch zusätzliche Umsatz- und Erlöspotenziale Vorteile verschaffen, ihn aber auch vor Herausforderungen stellen. Denn bisher konnten die Pressecoupons nicht von den Kassensystemen gelesen werden. Dafür fehlte der passende Identifikationsstandard. „Grundsätzlich bietet sich dafür die Global Coupon Number (GCN) an. Aus technischen Gründen kann die GCN jedoch im Fall der Presseerzeugnisse derzeit nicht genutzt werden“, erläutert Mercedes Schulze, Senior Managerin GS1 Standards + Products bei GS1 Germany. Die GCN ist eine GS1 Identifikationsnummer, mit der sich Gutscheine schnell und eindeutig verarbeiten lassen – egal ob digital oder auf Papier. Bisher musste die Kassenkraft den Gutschein manuell eingeben, um ihn im System zu verbuchen. „Ein Verfahren, das aufwendig und zugleich fehleranfällig ist. Mit der neuen Lösung hingegen kann der Handel die Gutscheine jetzt einfach abscannen“, beschreibt Schulze den Vorteil.

Schnelle Einigung

Auf die gemeinsame Lösung einigte sich nahezu die komplette Branche in nur einer Sitzung. Daran beteiligt waren 13 Repräsentanten der Einzelhandels- und Presselandschaft, darunter auch die Bundesverbände des Presse-Grosso (BVPG), der Zeitungsverleger (BDVZ), der Lottoannahmestellen (BLD-Lotto) und die Zeitschriftenverleger (VDZ). „Mit diesem Ergebnis sind die Voraussetzungen für eine kurzfristige Umsetzung gegeben“, freut sich Udo Schlaghecken vom BVPG. „Wir sind GS1 Germany sehr dankbar, dass durch eine zielgerichtete Beratung schnell eine effiziente Branchenlösung erarbeitet werden konnte, die von einer breiten Basis getragen wird und die Interessen aller Marktpartner hinreichend erfüllt.“ 

Elektronische Prozessabwicklung: Mitmacher gesucht

Mit der Festlegung der Identifikationsnummer für Pressegutscheine ist der Grundstein für das automatisierte Handling gelegt. Im nächsten Schritt wird die Branche unter dem Dach von GS1 Germany den Prozess dazu entwickeln. Dann können die Daten der aktuell im Umlauf befindlichen Gutscheine und ihre Attribute, etwa der Wert, zwischen dem Dienstleister für den Presse-Grosso und dem Einzelhandel elektronisch und ohne manuelle Eingriffe ausgetauscht werden. Davon würden alle Prozessbeteiligten profitieren. „Wer an der Entwicklung mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen, sich in unserer Projektgruppe zu engagieren“, betont Schulze. Kick-off des Projekts ist am 5. Juli 2017, und wenn alles wie geplant läuft, startet die Umsetzung schon Ende des Jahres.

Pressefoto: Das schnelle Kassieren von Zeitungen und Zeitschriften ist längst Usus. Bald lassen sich auch Pressecoupons per EAN-Barcode einscannen. (Quelle: Alexander Heimann)


Pressekontakt:
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