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Industrie 4.0: So schützen sich Unternehmen vor Produktpiraterie

70 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer betroffen von Produktpiraterie • 7,9 Milliarden Euro Umsatzschaden jährlich • GS1 Germany zeigt Barcode-Technologien zur Fälschungssicherheit auf der Hannover Messe 2015

Bildquelle: Deutsche Messe AG / Hannover Messe

Vernetzte Produktion, Industrie 4.0 und Internet der Dinge machen Industrieprodukte zu „sprechenden“ Objekten: Aber wie können Unternehmen sicherstellen, dass die Objekte auch die sind, für die sie sich ausgeben? „Die eigenen Produkte vor Fälschungen zu sichern ist heute ein kompletter Prozess. So kann ein metallisches Serienprodukt individuell mit einer Seriennummer codiert, mit weiteren Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, mit der Verpackung „verheiratet“ und anschließend versiegelt werden.“ So beschreibt Steffen Zimmermann, Geschäftsführer der AG Produkt- und Know-how-Schutz beim VDMA, die Schritte, um aus einem herkömmlichen ein fälschungssicheres Produkt zu machen. Wie das konkret funktioniert, können Besucher der Hannover Messe 2015 am Gemeinschaftsstand des VDMA erleben. GS1 Germany ist einer von 11 Partnern auf dem Stand. Erstmalig zeigen sie an einem Live-Demonstrator vor Ort den Einsatz verschiedener Merkmale zum Produktschutz, unter anderem den GS1 DataMatrix-Code.

Schutz vor Fälschungen: GS1 DataMatrix als Fingerabdruck

„Ein zum Produktschutz eingesetzter und auf dem Produkt aufgebrachter GS1 DataMatrix-Code enthält eine Seriennummer“, erklärt Daniel Dünnebacke, Senior Branchenmanager Technische Industrien bei GS1 Germany. „Der Code kann mit Apps ausgelesen und online authentifiziert werden. So sehen Unternehmen, wenn eine Seriennummer schon einmal irgendwo auf der Welt ausgelesen oder gar nicht vergeben wurde. Unstimmigkeiten können schnell erkannt werden. Die Seriennummer ist so etwas wie der Fingerabdruck des Produkts.“

Sicherheitsmerkmale beugen Umsatzschaden durch Fälschungen vor

Mehr als 70 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer Deutschlands sind laut VDMA von Produktpiraterie betroffen, der Umsatzschaden beträgt bereits 7,9 Milliarden Euro jährlich. Die Volksrepublik China ist mit 72 Prozent unangefochten auf Platz 1 der Herstellungsländer. Unternehmer stehen vor der Herausforderung, verschiedene Sicherheitsmerkmale sinnvoll zu kombinieren, um sich davor zu schützen. Der Demonstrator bietet die Möglichkeit, sich live vor Ort mit den verschiedenen Offline- und Online-Prüfverfahren vertraut zu machen. Experten stehen auf der Hannover Messe vom 13. bis 17. April 2015 in Halle 8 am Stand D08 Rede und Antwort in Sachen Produktpiraterie und Fälschungssicherheit – auch, aber nicht nur im Kontext Industrie 4.0.

Weitere Informationen unter: www.gs1-germany.de/gs1-standards-in-den-technischen-industrien/ 

Pressebild: Industrie 4.0 und Schutz vor Produktpiraterie gehören zu den Themen auf der Hannover Messe 2015 (Bildquelle: Deutsche Messe AG/Hannover Messe)

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