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Industrie setzt auf globale Standards

• Megatrend Industrie 4.0 setzt Standards voraus • Kick-off für globale Arbeitsgruppe von GS1 auf Hannover Messe • Mit dabei: Bosch, Deutsche Bahn, Honeywell, Ericsson, Schaeffler und VDMA

Quelle: GS1 Global

„Industrie 4.0 ist kein Trend mehr, sondern wird gelebt. Auf der Hannover Messe haben das viele Unternehmen eindrucksvoll demonstriert. Aber Vernetzung von Maschinen endet nicht an Unternehmensgrenzen“, erklärt Dr. Daniel Dünnebacke, Senior Branchenmanager Technische Industrien bei GS1 Germany. Standards zur Identifikation von Produkten, Maschinen oder Sendungen sind unverzichtbar. Denn erst sie sorgen unternehmensübergreifend für reibungslose Prozesse, schützen vor Fälschungen und ermöglichen ein Tracking von der Produktion bis zum Nutzer. Darum gaben Unternehmen und Verbände – darunter Bosch, Brainport Industries Association, Deutsche Bahn, Ericsson, Honeywell, Schaeffler, TNO/Smart Industry, VDMA – auf der Hannover Messe den Startschuss für eine globale Arbeitsgruppe. Ihr gemeinsames Ziel: eine Roadmap für den unternehmens- und sektorenübergreifenden Einsatz von Standards definieren. Plattform ist die globale Organisation GS1, in erster Linie für Standards und Lösungen rund um den Barcode bekannt.

„Industrie 4.0 endet nicht am Werkstor des eigenen Unternehmens, digitale Kommunikation über Unternehmensgrenzen hinweg benötigt jedoch eine Grundlage in Form eines Sprachstandards für Maschinen. Deshalb sind wir der Überzeugung dass nur gemeinsame Projekte und gemeinsame Arbeit an übergreifenden Standards die Wirtschaft wirklich weiterbringen“, sagt Dr. Gerd Scheying, Director Center of Competence RFID@Bosch.

Die globale Technical Industries Advisory Group bei GS1 wird sich unter anderem den Grundlagen von standardbasierten Lösungen für Industrie 4.0 widmen. Damit soll auch kleinen und mittleren Unternehmen der Zugang zur Digitalisierung in Produktion und Logistik ermöglicht werden. Im Fokus stehen konkrete Bedarfe der Industrie wie Serialisierung, Rückverfolgbarkeit und Direktmarkierung. Um die Potenziale der Standardisierung sichtbar zu machen, werden die Arbeitsergebnisse in die Praxis überführt. Spezifische Anwendungsfälle hierfür sind Instandhaltung, Inventory Management oder Plagiatschutz.

Unternehmen wie ATE Continental, MBDA Deutschland und Lenze haben in der Vergangenheit GS1 Standards bereits erfolgreich getestet und nutzen beispielsweise den GS1 DataMatrix Code zur Serialisierung und Echtheitsprüfung. Auch wer an die Bundeswehr liefert, muss bereits jedes einzelne Bauteil eindeutig mit GS1 Standards kennzeichnen. „Damit werden transparente Prozesse in Logistik und Wartung sowie weltweite und unternehmensübergreifende Rückverfolgbarkeit möglich“, so Enzo Blonk, Director Industry Engagement Technical Industries bei GS1 Global in Brüssel.

Um die Ziele zu erreichen, wird sich das neue Gremium sowie seine Arbeitsgruppen regelmäßig unter dem Dach von GS1 Global treffen. Das nächste physische Meeting findet im Rahmen des GS1 Industry and Standards Event in der Woche vom 3. bis 7. Oktober statt. Interessierte Industrieunternehmen sind eingeladen, sich am Branchendialog zu beteiligen.

Weitere Informationen und Erfolgsstories unter: www.gs1-germany.de/gs1-standards-in-den-technischen-industrien/ 

Informationen auf Englisch unter: http://www.gs1.org/industries/technical-industries 

Pressebild: Die globale GS1 Technical Industries Advisory Group startet ihre Arbeit auf der HMI: Präsentation von Augmented Reality in dem Bereich Wartung und Reparatur am Stand von Honeywell. (Quelle: GS1 Global)

Pressekontakt:
GS1 Germany GmbH
Steffi Kroll
Pressereferentin
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