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Klare Regeln für das Buchen von Zeitfenstern

Lösung für die Transportlogistik: GS1 Germany veröffentlicht Anwendungsempfehlung für den elektronischen Informationsfluss in der Zeitfenstersteuerung.

Eindeutige Begriffe und EDI-Standards beim Buchen von Zeitfenstern schaffen Entspannung an der Rampe (Quelle: GS1)

Schluss mit Missverständnissen, mangelnder Transparenz und aufwändigen Buchungsprozessen: Dazu soll eine standardisierte Datenkommunikation beim Buchen von Zeitfenstern mittels webbasierter Zeitfensterbuchungssysteme beitragen. Das ist das Ziel der neuen Anwendungsempfehlung „Standardisierte Informationsprozesse in der Zeitfenstersteuerung“. Entwickelt hat sie GS1 Germany in Zusammenarbeit mit Industrie, Handel, Logistikunternehmen und Anbietern von Zeitfensterbuchungssystemen. Die Anwendungsempfehlung ist ab Mitte April auf www.gs1-germany.de erhältlich.

Was ist ein Zeitfenster? Welche Zeitstempel sind zu messen? Wie lassen sich Informationen ohne Medienbrüche übermitteln? Logistiker finden in der Empfehlung neben einheitlichen Begriffsdefinitionen, Lösungen für das automatisierte sowie standardisierte Buchen von Zeitfenstern per elektronischem Datenaustausch (EDI). Es handelt sich dabei um eine Prozessempfehlung inklusive einheitlicher Nachrichtenprofile für die Zeitfensterabwicklung. Grundlage sind die EANCOM®-Nachrichten IFTMBF (International Forwarding and Transport Firm Booking Message) für die Buchungsanfrage und IFTMBC (International Forwarding and Transport Message Booking Confirmation) für die Buchungsbestätigung. Die notwendigen Daten können damit aus den jeweiligen Warenwirtschafts- bzw. Speditionssystemen generiert und automatisiert an das Zeitfensterbuchungssystem übermittelt werden.

„Das bedeutet an dieser Stelle des Warenflusses: Alle Beteiligten sprechen eine Sprache, manuelle Arbeitsschritte entfallen, die notwendigen Transportinformationen sind vollständig, korrekt, aktuell und stets verfügbar“, beschreibt Gül Aydogdu, verantwortlich für dieses Projekt bei GS1 Germany, den Nutzen.

Die Laderampen von Industrie und Handel stellen in der effizienten Verladung und Zustellung regelmäßig einen Brennpunkt dar. Vielfach sorgen dort unplanmäßige Stand- und Wartezeiten, schwankende Aufkommensspitzen, sowie ein nicht planbarer Ressourcenbedarf für Produktivitätsverluste. Als möglicher Lösungsansatz für die Verminderung dieser Probleme, sowie zur Vereinfachung des Gesamtablaufes, dient die Vergabe von Zeitfenstern.

Die im Markt angebotenen Zeitfensterbuchungssysteme sind sehr verschieden: Die Anforderungen in Bezug auf die notwendigen Informationsprofile variieren nicht nur zwischen diesen Systemen, sondern sind auch kunden- und nutzerspezifisch. Sind keine harmonisierten Schnittstellen für den Datenaustausch zwischen den Nutzern und den Zeitfenstersystemen vorhanden, ergibt sich durch manuelle Buchungsvorgänge ein Medienbruch. Demzufolge kommt es im unternehmerischen Alltag, resultierend aus den Unterschieden im Daten- und Informationsaustausch, zu einem vermeidbaren Arbeits- und Fehleraufkommen.

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