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Lean and Green: ESM und Wepa für klimafreundliche Logistik auf der LOG ausgezeichnet

• Feinstaubproblematik fordert zum Umdenken • GS1 Germany verleiht Lean and Green First Stars für 20 Prozent weniger CO2 an Wepa Hygieneprodukte und Ertl Systemlogistik Minden • Unternehmen können ab sofort auch Lean and Green Second Star ansteuern

Lean and Green First Star und Award Preisträger auf der LOG 2017 (Bild: GS1 Germany/Axel Schulten)

Um die Feinstaubproblematik in den Griff zu bekommen, verhängte Baden-Württembergs grün-schwarze Landesregierung ab 2018 in Stuttgart ein zeitweises Fahrverbot für alle Dieselfahrzeuge, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen. Die Entwicklung fordert auch Unternehmen, in grüne Konzepte für die Logistik zu investieren. Die Initiative Lean and Green von GS1 Germany unterstützt Unternehmen mit einem Netzwerk, das sich der Reduktion von Treibhausgasemissionen in Transport- und Logistikprozessen verschrieben hat. Auf dem Handelslogistikkongress LOG in Köln wurden gestern Abend wieder Unternehmen für ihr Klima-Engagement im Rahmen von Lean and Green ausgezeichnet.

Lean and Green First Stars für 20 Prozent weniger CO2

Die Ertl Systemlogistik aus Minden (ESM) und Wepa Hygieneprodukte aus Arnsberg gehören zu den Unternehmen, die ihr erstes Klimaziel, 20 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid in der Logistik, jetzt erreicht haben. Sie wurden mit dem Lean and Green First Star prämiert. Insgesamt haben damit bereits acht Unternehmen innerhalb von fünf Jahren 20 Prozent der unternehmensbezogenen Treibhausgasemissionen reduziert. Sie haben die Vor-Ort-Prüfung des TÜV Nord Cert erfolgreich durchlaufen, haben so ihr nachhaltiges Engagement unter Beweis gestellt und wurden von GS1 Germany mit dem Lean and Green First Star ausgezeichnet.

Darüber hinaus haben sich die Speditionen Adam Serr, Brüggemann, J. Greilmeier, Landwehr sowie Offergeld Logistik der Lean and Green Initiative angeschlossen. Sie haben ihren CO2-Ausstoß ermittelt und einen Aktionsplan zur Erreichung des Reduktionsziels von mindestens 20 Prozent zur Prüfung vorgelegt. Für ihr Engagement wurden die Unternehmen auf der LOG mit dem Lean and Green Award belohnt.

Kooperation im Fokus bei fortgeschrittenen Lean and Green Teilnehmern

Fernes Ziel für alle Teilnehmer der Initiative ist die klimaneutrale Logistik – ohne die Nutzung von Kompensationsprojekten wie der Aufforstung von Wäldern. Zur LOG veröffentlichte GS1 Germany das Konzept für den nächsten Meilenstein auf dem Weg dahin: den Lean and Green Second Star. Wer an dem erweiterten Lean and Green Programm teilnimmt, setzt den Fokus klar auf Unternehmenskooperationen. Erst sie ermöglichen es, über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Ganz konkret müssen zur Erreichung des Second Star zwei Pflichtkriterien und eins von zwei Wahlkriterien in der Praxis umgesetzt sein.

„Dazu gehört auf jeden Fall die Umsetzung eines Kooperationsprojektes mit klarem Logistikbezug oder eines Innovationsprojektes mit einer CO2-Einsparung von mindestens 10 Prozent“, erklärt Oliver Püthe, Senior Branchenmanager Logistik bei GS1 Germany. „Wer den zweiten Stern anstrebt, muss darüber hinaus – ganz im Sinne einer Corporate Social Responsibility – auch ein soziales Projekt im Unternehmen umsetzen. Beispielsweise könnten dabei die Mitarbeiter eingebunden werden, um Treibhausgase einzusparen“, so Püthe weiter. Wie bereits beim Lean and Green First Star ist der TÜV Nord Cert als neutrale Prüforganisation mit an Bord und auditiert die Zielerreichung auf der Basis eines festgelegten Bewertungsbogens.

Weitere Informationen zu Lean and Green: www.lean-and-green-germany.de 

Pressebild: Die Lean and Green Preisträger von der LOG 2017 (Bildquelle: GS1 Germany/Axel Schulten)

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