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Lieferengpässe sind die dringendste Baustelle in der Medikamentenversorgung

Aktuelle IPRI-Studie: Pharmabranche bewertet Störungen in der Medikamentenversorgung sowie Lösungen, wie die Artikelnummern und Barcodes von GS1 Germany.

Immer häufiger finden sich Hinweise auf Lieferengpässe. Aktuell wird es zum Beispiel knapp mit dem Impfstoff gegen Gelbfieber. Doch wie lässt sich sicherstellen, dass die Versorgung von Patienten mit Medikamenten immer ausreichend erfolgen kann? Dazu befragte das International Performance Research Institute (IPRI) im Rahmen des BMBF-Forschungsprojektes SafeMed die Pharmabranche nach den Ursachen für Störungen in der Medikamentenversorgungskette (MVK) und wie diesen erfolgreich entgegengewirkt werden kann.

Den größten Handlungsbedarf sehen die befragten Apotheken, Transportdienstleister sowie Pharmahersteller und -großhändler an erster Stelle bei Lieferengpässen seitens der Hersteller, gefolgt vom lückenlosen Rückruf und einem plötzlich steigenden Medikamentenbedarf, zum Beispiel durch Epidemien. „Lieferengpässe entstehen unter anderem, wenn verun-reinigte oder zu wenige Wirkstoffe die Produktion beim Hersteller stören“, erklärt Bettina Bartz, Senior Branchenmanagerin Gesundheitswesen bei GS1 Germany. „Die Identifikation von Arzneimitteln auf Basis der GS1 Standards kann solche Störungen verhindern und dazu beitragen, dass die richtigen Medikamente in einwandfreier Qualität und ausreichender Menge rechtzeitig am richtigen Ort ankommen“, so Bartz weiter.

So lassen sich zum Beispiel mit der globalen Artikelnummer GTIN oder der nationalen Artikelnummer NTIN auf der Medikamentenverpackung die Warenverfügbarkeiten und -bewegungen darstellen. Zusammengetragen in einer Notfalldatenbank, erlauben diese Informationen Restbestände abzurufen und im akuten Krisenfall, wie beispielsweise bei einer Epidemie, schnell Arzneimittel bereitzustellen.

Die Studienteilnehmer favorisieren neben Lösungen zur Identifikation und zum Rückruf auch Möglichkeiten zum Schutz vor gefälschten Medikamenten. Die empirische Studie „Bedrohungspotenziale und Sicherungsmaßnahmen in der Medikamentenversorgungskette“ steht auf den Seiten von www.gs1-germany.de kostenlos zum Download bereit. Das Forschungsprojekt SafeMed, zielt darauf ab, die Medikamentenversorgung in Deutschland zu sichern. GS1 Germany ist Mitglied der SafeMed-Projektgruppe.

Pressebild herunterladen: „Handlungsbedarf hinsichtlich Ursachen einer Störung der Medikamentenversorgung“ (Quelle: IPRI gGmbH)

Pressekontakt:
GS1 Germany GmbH
Michaela Freynhagen
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Maarweg 133, 50825 Köln
Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-565
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