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NexTrust: 30 Tonnen CO2-Emissionen weniger möglich

+++ Im Rahmen des EU-Horizon 2020-Projekts NexTrust konnten Güter- mit Leergutprozessen kombiniert werden, um CO2-Emissionen einzusparen +++ Die Einbindung der Leerguttransporte in die Warenlogistik holte jede vierte Leerfahrt von der Straße +++ Umfassendes Whitepaper erläutert das Pilot Set-up +++

Ziel des EU-Förderprojekt NexTrust ist es, die Umwelt durch nachhaltigere Beförderungsmethoden zu entlasten. Die Idee dahinter: vertikale und kartellrechtskonforme horizontale Kooperationsnetzwerke zwischen Verladern, Händlern und Spediteuren. Wie das funktioniert und wie Einsparpotentiale für Umwelt und Kosten gehoben werden können, zeigen derzeit rund 40 Pilotprojekte in vier Kategorien.

GS1 Germany holte Chep und Pooling Partners als weitere Akteure dazu und stellte sich mit seinen Partnern, dm-drogerie markt, Edeka, Henkel, Mars und Rigterink die Frage: Wie können Leerfahrten bei der Anlieferung sowie Abholung leerer Paletten vermieden werden? Die Betrachtung der Ist-Situation zeigte, dass keine terminliche Koordination zwischen der Abholung von Leergut und der Lieferung von Waren stattfindet: Der Poolingprovider liefert leere Ladungsträger zum Verlader. Nach Übergabe fährt der LKW leer zur nächsten Abholung. Nachdem der Spediteur die Ware beim Händler abgeladen hat, fährt er leer zum nächsten Kunden. Anbieter von Pooling-Diensten holen leere Paletten von den Distributionszentren des Einzelhandels ab. Dafür fahren sie leer zur Laderampe. Laden die LKW die Ladungsträger anschließend lediglich ab, fahren sie anschließend leer weiter. Die Folge: Leerfahrten über Leerfahrten, die unnötig Treibhausgase verursachen, Ladekapazitäten verschwenden und die Straßen belasten. Schaut man sich jedoch die vielen Transportwege an, stellt man entgegengesetzte Richtungen fest - beste Voraussetzungen für einen Roundtrip.

NexTrust-Pilot beweist: 30 Tonnen weniger Treibhausgase pro Jahr sind machbar

Mit der Kombination von Güter- und Leergutprozessen sowie der Kollaboration von Herstellern, Händlern, Spediteuren und Dienstleistern für das Pooling von Ladungsträgern können Synergien gehoben werden – Voraussetzung: ein einwandfreies Kooperations-Set-up und ein gemeinsames Verständnis. Und genau hier greift der Kern des NexTrust Geschäftsmodells; die neutralen Treuhänder, sogenannte Trustee, die für die Projektpartner gesetzeskonforme und kartellrechtlich einwandfreie Rahmenbedingungen schaffen. Gemeinsam mit Rechtsberatern stehen die Trustee im Zentrum des Geschehens und eruieren, welche Informationen wirtschaftlich sensibel sind und nicht zwischen den Partner ausgetauscht werden sollten beziehungsweise welche unkritisch sind und von den Partnern kommuniziert werden können. In dem sechs Wochen dauernden Piloten übernahm GS1 Germany diese Rolle und stellte kartellrechtliche Compliance sicher, analysierte die Daten der Transporte aller Partner und koordinierte den Informationsfluss zwischen den beteiligten Unternehmen.

Nach Pilotabschluss zeigten sich die Partner zufrieden ob der große Potenziale. Das sind zum Beispiel eine bessere Auslastung der Transportkapazitäten, eine Reduktion der Laderampenkontakte bei Händlern und Lagern, eine langfristige Senkung der Verwaltungskosten sowie Vorteile durch Bündelung in der Beschaffung. Last but not least könnten 25 Prozent der Leerfahrten und damit ca. 30 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Der Kalkulation liegen 130.000 durchschnittlich gefahrene Kilometer je LKW bei durchschnittlichen Tourenlängen von 300 Kilometern, ein Benzinverbrauch von 30 Litern je 100 Kilometer und eine Treibhausgasemission von 95 Kilogramm je 100 Kilometer zugrunde. Die Berechnung der Treibhausgasreduktion erfolgte gemäß EN 16258 Norm.

Weitere Informationen sowie das Whitepaper zum Download finden interessierte Unternehmen unter www.nextrust-palletpilot.eu.

Download Pressebild: Mit Paletten vollbeladener LKW, Quelle: Chep

Mehr Informationen erhalten Sie unter info@nextrust-project.eu.

Pressekontakt:

Sandra Wagner, Head of Partner Engagement, GS1 Germany, Tel: +49 (221) 94714-219, E-Mail: sandra.wagner@gs1.de 

Steve Rinsler, Director Bisham Consulting/Elupeg Tel: +44(16) 2848 7000, E-Mail: steverinsler@bishamconsulting.com

Hintergrund:
NexTrust (www.nextrust-project.eu) wurde von Horizon 2020 gegründet und wird durch die EC’s Innovation and Networks Executive Agency (INEA) verwaltet. Die Projektdauer beträgt 42 Monate. Das Ziel von NexTrust ist die Erhöhung der Effizienz und Nachhaltigkeit in der Logistik durch die Entwicklung eines flexiblen, innovativen Businessmodels, mit vernetzten, verlässlichen Kooperationsnetzwerken entlang der gesamten Lieferkette. Die Pilotprojekte decken einen breiten Querschnitt der gesamten Lieferkette (vom Rohmaterial bis zum Endprodukt im Einzelhandel und beim Endkonsumenten) für verschiedene Branchen ab. NexTrust erwartet durch die Pilotprojekte eine Senkung der Anzahl der genutzten Transportmittel um 40 Prozent, eine Reduktion der Anzahl Anlieferungen um 15 Prozent, eine Reduzierung der CO2-Emmissionen um 70 Prozent und eine Steigerung der Auslastung der Transportmittel um 50 Prozent.

Das komplette NexTrust-Konsortium besteht aus diesen Unternehmen: 2degrees, Arcese, Beiersdorf, BLUEWAVE, Borealis L.A.T, Colruyt Group, CRITT Transport et logistique, Delhaize Le Lion/De Leeuw, ELUPEG, EVO Dutch Shippers Council, Fiege Logistik, Giventis International BV, Greenyard Foods, GS1 Belgium & Luxembourg, GS1 Germany, GS1 Switzerland, Kimberly Clark, Kneppelhout Korthals Lawyers, Mondelez, Norwegian Logistics, Panasonic Europe, Pastu Consult, Scala, TRI-VIZOR, TX Logistik (Koordinator), Unilever, Vlerick Business School, VU University Amsterdam, Wenzel Logistics, Wolters Kluwer Transport Services, YSCO.

Disclaimer: Diese Veröffentlichung wurde mit finanzieller Unterstützung von Horizon 2020, dem Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, erstellt. Die Verantwortung für die Inhalte dieser Veröffentlichung liegen bei den Autoren und die Inhalte spiegeln nicht die Meinung der Europäischen Kommission wieder.