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Rail: Mit Direktmarkierung Bauteile zurückverfolgen

• Instandhaltung im Schienenverkehr wird erschwert, weil Bauteile oft nicht eindeutig gekennzeichnet sind. • HFG Transport-Technik setzt jetzt auf weltweite GS1 Standards. • Direktmarkierung mit Barcodes macht Rückverfolgbarkeit möglich.

Bei HFG Transport-Technik werden GS1 DataMatrix Codes bei der Instandhaltung gelasert (Bildquelle: HFG Transport-Technik)

Sicherheitsrelevante Bauteile von Schienenfahrzeugen wurden bislang häufig nicht eindeutig identifiziert. „Die Rückverfolgbarkeit und eine turnusmäßige Wartung werden damit erheblich erschwert“, berichtet Daniel Dünnebacke, Senior Branchenmanager Technische Industrien bei GS1 Germany. Eine beispielhafte Lösung hat jetzt die HFG Transport-Technik umgesetzt. Das Unternehmen serialisiert ab sofort mithilfe von globalen GS1 Standards sicherheitsrelevante Bauteile parallel zur Instandhaltung der Schienenfahrzeuge.

„Die serialisierte Kennzeichnung von aufbereiteten Komponenten stellt eine große Herausforderung dar, bietet aber auch enorme Potenziale“, ist Frank Wachendorf, Leiter Vertrieb bei der HFG Transport-Technik überzeugt. Das Unternehmen ist Europas führender Spezialist für die Revision und Rekonditionierung von Wälzlagern für Schienenfahrzeuge. HFG prüft und überarbeitet Radsatzlager für verschiedene europäische Bahnbetreiber und Wagenhalter. Die Mitarbeiter zerlegen die Produkte in ihre Einzelteile und sammeln Informationen zum Zustand und zu möglichen Schäden. Das Problem: Zahlreiche Komponenten sind über Jahrzehnte im Einsatz und wurden von den Herstellern nicht in jedem Fall eindeutig gekennzeichnet. Eine zweifelsfreie Rückverfolgbarkeit im Schadens- oder Rückruffall ist so nicht möglich. Auch die erfassten Zustandsdaten können nicht mit Betriebsdaten der Schienenfahrzeuge, wie Laufleistung, Streckenprofil oder Wagenladung, verknüpft werden. Das System lässt sich nun ganzheitlich optimieren, indem alle relevanten Komponenten – egal ob neu oder gebraucht – im Rahmen der Wartung nachträglich serialisiert gekennzeichnet  werden.

Möglich macht das bei HFG die Globale Artikelnummer (GTIN), die neben der Hersteller- und Artikelkennung auch eine zufällig erzeugte Seriennummer beinhaltet. Damit wird jedes Bauteil weltweit eindeutig identifizierbar und jederzeit rückverfolgbar. Die serialisierte GTIN wird als maschinenlesbarer, zweidimensionaler GS1 DataMatrix Code auf das Bauteil aufgebracht.

„Das Unternehmen hat einen Weg gefunden, um neu eingesetzte und gebrauchte Teile im laufenden Instandhaltungsprozess mit einer serialisierten Kennzeichnung zu versehen“, erklärt Dünnebacke das Novum an der Lösung. So könne HFG sicherstellen, dass sich die Bauteile im „Rolling Stock“, die zum Teil 60 Jahre und mehr im Einsatz sind, flächendeckend nach- und rückverfolgen lassen.

Die komplette Erfolgsstory von HFG finden interessierte Unternehmen unter: https://www.gs1-germany.de/gs1-standards-in-den-technischen-industrien/  

Pressebild: Bei HFG Transport-Technik werden GS1 DataMatrix Codes bei der Instandhaltung gelasert (Bildquelle: HFG Transport-Technik)

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