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Sicher auf der Schiene mit RFID

• Schweizer Privatbahn BLS AG serialisiert Bauteile mit RFID • Mit GS1 Standards werden Verwechslungen vermieden • Rückverfolgbarkeit hilft, Garantieansprüche geltend zu machen

Etikett von BLS mit EPC/RFID-Transponder (Quelle: BLS AG)

Züge, Lokomotiven und Waggons: Die Wartung und Instandhaltung des „rollenden Materials“ ist eine echte Herausforderung. Die Produktlebenszyklen betragen nicht selten Jahrzehnte. Um einzelne Teile wie Brems- oder Steuerteile jederzeit zurückverfolgen zu können, setzt die größte Schweizer Privatbahn, die BLS AG, jetzt auf Radiofrequenztechnologie (RFID) und GS1 Standards.

„Bisher haben wir mit uneinheitlichen Seriennummern der verschiedenen Hersteller gearbeitet. Überschneidungen und Verwechslungen waren deshalb nicht auszuschließen. Um die Nummern lesen zu können, mussten die Komponenten zudem häufig erst ausgebaut und von Schmutz befreit werden“, erläutert Rolf Lengacher, Leiter Standortdienste BR (BRD) bei der BLS, die Beweggründe, jetzt auf GS1 Standards zu setzen. „Die serialisierte GIAI und die EPC/RFID-Technologie passen einfach am besten zu unseren Anforderungen – heute und mit Blick auf die Zukunft“, so Lengacher weiter.

Die BLS kennzeichnet sicherheitsrelevante Bauteile wie Bremsen mit der serialisierten GIAI (deutsch: Globale Anlagegut-Identnummer). „Dieses weltweit überschneidungsfreie Ident hat sich in der Industrie bewährt und wird auch von anderen europäischen Bahnbetreibern erfolgreich eingesetzt“, weiß Dr. Christoph Windheuser, Leiter Consulting bei GS1 Germany. Verschlüsselt ist das Ident bei der BLS auf einem RFID-Transponder als Datenträger. „Dadurch kann die GIAI elektronisch auch über gewisse Distanzen und ohne direkten Sichtkontakt ausgelesen werden“, sagt Windheuser. Die Daten können von eingebauten Teilen auch unter einer Schmutzschicht ausgelesen werden.

Sicherheitsrelevante Bauteile im Bestand werden bei der Wartung künftig systematisch mit einem RFID-Transponder und einer GIAI versehen. Neue Bauteile kennzeichnet die BLS direkt am Wareneingang. „So können wir nach und nach alle verbauten Teile eindeutig erfassen und kennzeichnen“, freut sich Lengacher. Mithilfe der GS1 Standards ließen sich die sicherheitsrelevanten Bauteile von der Herstellung über Einbau und Wartung bis zur Verschrottung verfolgen. Das sei Voraussetzung, um etwa Garantieansprüche geltend zu machen.

Mehr Informationen rund um das Thema Rückverfolgbarkeit sowie die vollständige Erfolgsstory der BLS AG finden interessierte Unternehmen unter https://www.gs1-germany.de/gs1-solutions/rueckverfolgbarkeit/.

Pressebild: Etikett von BLS mit EPC/RFID-Transponder von Balluff Sensortechnik (Quelle: BLS AG)

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