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Studie der TU Berlin zu Lebensmittellogistik sieht Transparenz als wichtigsten Zukunftstrend

• 83 Prozent aller Befragten sehen wesentliche Bedeutung des Trends über die nächsten fünf Jahre • Transparenztrend größte Auswirkung auf Lebensmittellogistik • Standardkonforme Rückverfolgbarkeitssysteme schaffen Transparenz und bieten Prozessoptimierung und Rechtssicherheit

Bewertung der Auswirkungen der Konsumententrends auf die Logistik allgemein (Bildhinweis: TU Berlin)

Im Zuge der Digitalisierung und des sich wandelnden Konsumentenverhaltens verändern sich der Lebensmittelmarkt und damit auch die Anforderungen an die Lebensmittellogistik rasant. Der Fachbereich Logistik der Technischen Universität Berlin hat vor diesem Hintergrund gestern seine aktuelle Studie "Zukunftstrends in der Lebensmittellogistik" veröffentlicht. In dieser werden die wesentlichen Konsumententrends analysiert, Herausforderungen dargestellt und Handlungsempfehlungen für die Lebensmittellogistik der Zukunft gegeben.

Im Rahmen der Online-Umfrage mit 100 Teilnehmern sowie 15 Interviews mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Lebensmittelwertschöpfungskette wurden sieben Kerntrends identifiziert: Transparenz, saisonale und regionale Lebensmittel, e-Commerce/Home-Delivery, Convenience-Food, Food Waste Awareness, Convenience-Stores und Bio- und Fair-Trade-Siegel. Die Bewertung und Gewichtung durch die Befragten ließ klar erkennen: Transparenz ist der Zukunftstrend Nummer eins und hat gleichzeitig die größte Auswirkung auf die Lebensmittellogistik, da die komplette Wertschöpfungskette betroffen ist.

Kunden möchten heute neben Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit, vor allem Transparenz entlang der Lieferkette. In den letzten zehn Jahren gab es diverse Lebensmittelskandale. Diese führten dazu, dass der Wunsch der Konsumenten nach einfach zugänglichen Informationen über Inhaltstoffe, Herkunft, Herstellungs- und Transportbedingungen von Lebensmitteln stetig steigt und von der Logistik durch geeignete Maßnahmen aufgegriffen werden muss.

„Während aus heutiger Sicht bereits 37 Prozent der Umfrageteilnehmer den Trend hoch bzw. eher hoch bewertet haben, schätzen 83 Prozent der Teilnehmer die Bedeutung des Trends in fünf Jahren als wichtig bzw. eher wichtig ein. Besonders die Hersteller und der Handel sehen sich zukünftig in der Pflicht, dem Bedarf nach Supply Chain Transparenz nachzukommen, da sie im Falle eines Rückrufs unmittelbar von dessen Folgen betroffen sind“, erläuterte Prof. Frank Straube, Leiter des Fachgebiets Logistik an der TU Berlin im Rahmen der Vorstellung. „Die akteursunabhängig hohe Bewertung des Trends unterstreicht, dass die Schaffung von Transparenz entlang der Lebensmittelketten ein integriertes, akteursübergreifendes Konzept erfordert“, so Straube weiter.

Unternehmen können und sollten im Rahmen der Handlungsempfehlungen mit einer zentralen IT-Plattform auf diesen Trend eingehen. "Mit einer etablierten, standardisierten Rückverfolgbarkeitslösung wie F-Trace erhalten sie zum Beispiel über SAP an mehreren Produktions- und Verarbeitungsstandorten ein übergeordnetes, standardisiertes Datenmanagement“, sagt Mark Zeller, Head of Traceability bei GS1 Germany und COO der F-Trace GmbH. „Endverbraucher können Herkunft, Herstellung und Transport über eine App oder Website jederzeit nachvollziehen. Das schafft Vertrauen, und Vertrauen schafft Kundenbindung - so schafft Transparenz einen klaren Wettbewerbsvorteil.“

Als unabhängige Organisation beschäftigt sich GS1 Germany maßgeblich mit der Entwicklung und Etablierung globaler Standards, um Wertschöpfungsketten mithilfe von Identifikations- und Informationstechnologien wie dem Barcode, der GTIN oder EPCIS rückverfolgbar zu machen. Den zunehmenden Transparenzwunsch bei Verbrauchern und die damit einhergehenden Anforderungen an die Lebensmittelindustrie bedient GS1 Germany schon seit einigen Jahren. Anfang des Jahres wurde mit F-Trace ein Tochterunternehmen gegründet, das sich nun ganz dem Zukunftstrend Transparenz und der Rückverfolgbarkeit entlang der Lebensmittelkette verschrieben hat.


Weitere Informationen: Zur Studie "Zukunftstrends der Lebensmittellogistik - Herausforderungen und Lösungsimpulse" der TU Berlin

Abbildungen:
1. Bewertung der Auswirkungen der Konsumententrends auf die Logistik allgemein (Bildhinweis: TU Berlin)
2. Bewertung der Auswirkungen der Konsumententrends auf die Prozess-Ebene (Bildhinweis: TU Berlin)


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GS1 Germany unterstützt Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1 Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und zur standardisierten elektronischen Kommunikation (EDI). Im Fokus stehen außerdem Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response) und Trends wie Mobile Commerce, Multichanneling, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit. GS1 Germany gehört zum internationalen GS1 Netzwerk und ist nach den USA die zweitgrößte von mehr als 110 GS1 Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter sind das EHI Retail Institute und der Markenverband.

Die F-Trace GmbH ist ein Unternehmen der GS1 Germany GmbH. Das Unternehmen bietet Lösungen für eine transparente und sichere Wertschöpfungskette. Kern seines Portfolios ist der Rückverfolgbarkeitsservice F-Trace, eine webbasierte Lösung, die eine chargengenaue Rückverfolgung auf Basis von statischen und dynamischen Daten ermöglicht. Transparenz, Sicherheit und Vertrauen sind die Kernnutzen. Der skalierbare Service F-Trace basiert auf GS1 Standards und ist für alle Branchen, Zielgruppen und Warenkategorien global einsetzbar.

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