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Über 80 Prozent der Verbraucher wünschen sich mehr Hersteller-/ Herkunftsangaben

Knapp die Hälfte der Befragten würden ein Lebensmittel bevorzugt kaufen, wenn Sie mehr Informationen über das Produkt hätten. Über 80 Prozent davon fordern Angaben zur Herkunft und würden sich ein entsprechendes Gütesiegel wünschen.

The Shopper still rules 2013, Quelle: GS1 Germany

Diese und weitere Ergebnisse liefert die Neuauflage der Studie von GS1 Germany „The Shopper still rules“, durchgeführt von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Studie basiert auf der Online-Befragung von über 4.000 Konsumenten aus dem GfK MEP-Panel. Betrachtet wurde das Online-Informations- und -Kaufverhalten für die Bereiche Gebrauchsgüter, Körperpflege-/Reinigungsprodukte sowie Lebensmittel.

Laut Studie informieren sich Verbraucher – unabhängig vom Warenbereich – sowohl im Internet als auch via Smartphone in erster Linie über Preise, Rabatte und Sonderaktionen. Diese Erkenntnis brachte auch schon die Erstauflage der Studie in 2010. Neu ist, dass die heute befragten Konsumenten Kundenbewertungen im Bereich der Körperpflege- und Reinigungsprodukte sowie die Angabe von Inhaltsstoffen bei Lebensmittel als erforderlich ansehen. Vor gut zwei Jahren waren dies noch Nice-to-have-Informationen. Jetzt definiert der Verbraucher diese Produktinformationen als Need-to-haves, die im Internet und via Smartphone verfügbar sein müssen. Die Vertrauenswürdigkeit der Produktangaben spielt weiterhin eine übergeordnete Rolle. Wie in der Studie 2010 setzen 83 Prozent der Konsumenten auf Verbraucherzentralen und 71 Prozent auf Warentest-Organisationen, wie zum Beispiel Stiftung Warentest. Das Vertrauen in Informationen aus Handel und Industrie sinkt leicht auf knapp unter 30 beziehungsweise 34 Prozent. Grundsätzlich allerdings, würden 47 Prozent der Befragten ein Produkt bevorzugen, wenn mehr Informationen zur Verfügung stünden, wie Hersteller- oder Herkunft-, respektive Inhaltsangaben.

Die unter dem Dach von GS1 entwickelte Trusted Data-Infrastruktur stellt eine neu etablierte vertrauenswürdige Datenquelle für Verbraucher dar, in der Markenhersteller und Händler ihre Produktangaben rechtssicher und verbraucherfreundlich hinterlegen können. Wie die Bereitstellung der Produktinformationen erfolgen sollte, erläutert die Best-Practice Empfehlung „Extended Packaging – Trusted Source of Data“. Das Dokument hat GS1 Germany gemeinsam mit namhaften Experten aus Industrie, Handel und Dienstleistern darunter Mondelez (Kraft Foods), Procter & Gamble, Checkitmobile (Barcoo), Metro und Rewe, sowie führenden Rechtsexperten in den vergangen zwei Jahren erarbeitet. Die Studie sowie die neue Trusted Source of Data wurden auf den M-Days am 5. Februar präsentiert. Zündstoff in die Diskussion brachte hierzu auch Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Er versteht sich als „Sprachrohr der Verbraucher“ und machte unter dem Titel „Lebensmittelkennzeichnung: Mehr Information statt Etikettenschwindel“ auf unklare Kennzeichnungen bis hin zur Täuschung von Verbrauchern aufmerksam.

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