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Wie nachhaltig ist eine Bratwurst, ein Kugelschreiber oder ein Bikini?

Erstmalig entsteht ein System, das die Umweltauswirkungen einzelner Produkte für Verbraucher und Unternehmen transparent macht. Das EU-Förderprojekt myEcoCost legt bis Oktober 2015 den Grundstein hierfür. GS1 Germany ist Projektpartner.

Bild: „Kaufentscheidung am Regal. Verbraucher ziehen dazu auch Informationen zur Nachhaltigkeit heran.“ (Quelle: GS1)

Die ökologische Verantwortung wächst bei Unternehmen wie auch bei Verbrauchern und damit der Wunsch, nachhaltiger zu handeln. „Doch das Dickicht an Produktlabeln und Messkriterien ist nahezu undurchschaubar. Eine Kaufentscheidung zugunsten des umweltfreundlicheren Produkts ist kaum möglich“, erklärt Stephan Schaller, Senior Projektmanager Nachhaltigkeit bei GS1 Germany.

Abhilfe soll ein neues System schaffen, das in Zukunft die Umweltauswirkungen transparent macht, die jedes einzelne Produkt vom Rohstoff bis zum Recycling verursacht. Das ist das Ziel des EU-Förderprojekts myEcoCost. Die Vorteile dieses Systems: Unternehmen können sich über eine geringe Umweltbelastung ihrer Produkte und Dienstleistungen profilieren, der Verbraucher bekommt neben dem Preis einen weiteren Vergleichsmaßstab, um ökologische Auswirkungen bei der Kaufentscheidung leichter zu berücksichtigen.

Bestehen wird das System aus zwei Komponenten: einer Software zur Ermittlung der Umweltauswirkungen und einer Kommunikationslösung, die eine Informationsweitergabe in der Wertschöpfungskette bis zum Endkunden ermöglicht. Die Berechnung der Umweltauswirkungen wird Faktoren wie Klimaemissionen, Ressourcennutzung und Umweltverschmutzung berücksichtigen. Aber wie werden die einzelnen Informationen dazu entlang des Produktwegs vom Rohstoff bis zum Recycling zusammengetragen und wie bleiben sie mit dem einzelnen Produkt verknüpft? In die Antwort auf diese Fragen fließt die Expertise des Projektpartners GS1 Germany ein, dem Dienstleister rund um Standards und Lösungen für die Wertschöpfungskette. GS1 Germany entwickelt eine Roadmap, die für myEcoCost geeignete GS1 Standards beschreibt. Sie dient als Leitfaden und Implementierungshilfe für das System und soll Investitionssicherheit schaffen.

„Auch es wenn bis zur marktreifen Lösung sicher noch ein paar Jahre braucht: myEcoCost trifft den Nerv der Zeit: Es macht Nachhaltigkeit sowohl für Unter-nehmen als auch Verbraucher greifbar und beruht dabei auf verlässlichen Zahlen. Das Projekt zahlt damit passgenau auf unseren Ansatz zum Strategiethema Nachhaltigkeit ein, Unternehmen konkrete Lösungen für nachhaltiges Handeln an die Hand zu geben“, betont Schaller.

 

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