FAQs zum EDI

  1. Gibt es global gültige Übertragungsformate für den elektronischen Austausch von Geschäftsdaten?
  2. Was ist der Unterschied zwischen UN/EDIFACT und EANCOM®?
  3. Welche Organisationen pflegen die Standards?
  4. Kann EANCOM® nur in der Konsumgüterwirtschaft eingesetzt werden?
  5. Was ist ein Konverter?
  6. Wofür steht der Begriff EDI?
  7. Was ist WebEDI?
  8. Was ist ein Mehrwertdienstanbieter (VAN)?
  9. Wie läuft ein EDI-basierter Prozess ab?
  10. Was ist ein Clearing Center?
  11. Gibt es Mindestvoraussetzungen bezüglich der verwendeten Hardware?
  12. Ist zwingend eine GLN-Nummer für die EDI-Partner notwendig?
  13. Wie und wo können Änderungen/Erweiterungen bezüglich der EANCOM®-Nachrichten beantragt werden?
  14. Gibt es spezielle Branchenstandards?
  15. Welche Mindestgröße muss ein Betrieb haben, damit sich die Einführung von EDI lohnt? Gibt es andere Möglichkeiten?
  16. Wie wird der EURO in SEDAS dargestellt?
  17. Gibt es Kontrollen zur Rückverfolgbarkeit bei der Kommunikation per EDI?
  18. Welche Beziehung gibt es zwischen EDI und Barcode?
  19. Muss ich die gleiche EDI-Software einsetzen wie mein Partner?
  20. Wo erhalte ich weiterführende Informationen zum Thema EDI?


 

1. Gibt es global gültige Übertragungsformate für den elektronischen Austausch von Geschäftsdaten?

Ja, dazu veröffentlichte die United Nations Economic Commission for Europe 1987 eine für EDI weltweit branchenübergreifende Norm, namens UN/EDIFACT ("Electronic Data Interchange for Adminstration Commerce and Transport").

Zurück zum Anfang des Themas

2. Was ist der Unterschied zwischen UN/EDIFACT und EANCOM®?

EANCOM® ist ein Subset von UN/EDIFACT, d.h. eine Untermenge, die aus den Muss-Bestandteilen und selektierten Kann-Angaben besteht. Gleichzeitig finden bei EANCOM® die GS1-Nummernsysteme zwingend Anwendung (GLN, GTIN, usw.) Damit wird im Gegensatz zu bilateral abgesprochenen Nummern zur Partner- und Artikelidentifikation das Problem sich überschneidender Idente verhindert.

Zurück zum Anfang des Themas

3. Welche Organisationen pflegen die Standards?

UN/EDIFACT wird von den Vereinten Nationen und dessen größter Subset EANCOM® von GS1 entwickelt und gepflegt. Die nationalen GS1-Gesellschaften (in Deutschland ist dies GS1 Germany) bieten neben vielfältigen Dienstleistungen, Übersetzungen in die Landessprache und nationale Anwendungsempfehlungen an, die im Einklang mit der internationalen Norm stehen.

Zurück zum Anfang des Themas

4. Kann EANCOM® nur in der Konsumgüterwirtschaft eingesetzt werden?

Nein, EANCOM® ist ein branchenübergreifender, internationaler Standard.

Zurück zum Anfang des Themas

5. Was ist ein Konverter?

Ein Konverter ist ein Software-Tool, mit dem elektronische Nachrichten in unterschiedliche Formate übersetzt werden können, z.B. Nachrichten aus dem Inhouse-Format in das EANCOM®-Format und umgekehrt.

Zurück zum Anfang des Themas

6. Wofür steht der Begriff EDI?

EDI ist ein Akronym für den Ausdruck "Electronic Data Interchange" (elektronischer Datenaustausch). Unter Electronic Data Interchange versteht man den vollautomatisierten und medienbruchlosen Austausch von strukturierten Geschäftsdaten, wie z.B. Bestellung, Lieferavis, Rechnung, etc. zwischen Computersystemen.

Zurück zum Anfang des Themas

7. Was ist WebEDI?

Mit WebEDI wird für Unternehmen mit einem geringen Transaktionsvolumen die Möglichkeit geschaffen, mit Hilfe der Internet-Technologie am elektronischen Datenaustausch teilzunehmen. Dabei werden unterschiedliche Geschäftsvorfälle, z.B. Bestellungen, von einem WebEDI-Anbieter den jeweils angebundenen Partnern auf einem gesicherten Internetserver zur Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Die WebEDI-Anwender benötigen zur Nutzung eines WebEDI-Systems lediglich einen Internetanschluss und einen Browser.

Zurück zum Anfang des Themas

8. Was ist ein Mehrwertdienstanbieter (VAN)?

Ein Mehrwertdienstanbieter stellt neben der Datenübertragungsmöglichkeit zusätzliche Dienstleistungen zur Verfügung (VAN = "value added network"), wie z.B. die Möglichkeit zur Nachverfolgung von Übertragungsdateien.

Zurück zum Anfang des Themas

9. Wie läuft ein EDI-basierter Prozess ab?

Im Gegensatz zum physischen Versenden von Dokumenten, wie zum Beispiel einer Bestellung oder Rechnung, wird bei einem EDI-basierten Prozess die Nachricht in elektronischer Form direkt von Computer zu Computer übertragen. Die Dokumente müssen daher nicht beim Empfänger manuell in das Warenwirtschaftssystem eingegeben werden. Hierdurch werden Eingabefehler verhindert, die Bearbeitungsgeschwindigkeit erhöht und Geschäftsprozesse effizienter gestaltet.

Zurück zum Anfang des Themas

10. Was ist ein Clearing Center?

In einem Clearing Center werden EDI-Dienste geleistet. Dazu gehören z.B. das Konvertieren von Daten in eine empfängerabhängige Struktur und die Weiterleitung an die entsprechenden Geschäftspartner.

Zurück zum Anfang des Themas

11. Gibt es Mindestvoraussetzungen bezüglich der verwendeten Hardware?

Es gibt keine allgemein gültigen Mindestvoraussetzungen für die Hardware. Die Hardware ist unter anderem abhängig vom Umfang des zu bearbeitenden Transaktionsvolumens.

Zurück zum Anfang des Themas

12. Ist zwingend eine GLN-Nummer für die EDI-Partner notwendig?

Die Verwendung von Globalen Lokationsnummern (GLN) bietet eine weltweit eineindeutige Identifikationsmöglichkeit der Geschäftspartner. Als Bestandteil des GS1-Nummernsystems ist ihre Verwendung im EANCOM®-Standard verpflichtend.

Zurück zum Anfang des Themas

13. Wie und wo können Änderungen/Erweiterungen bezüglich der EANCOM®-Nachrichten beantragt werden?

Änderungen bzw. Ergänzungen werden bei den nationalen GS1-Gesellschaften (in Deutschland ist das GS1 Germany) eingereicht. Anschließend werden diese an GS1 in Brüssel zur Bearbeitung weitergeleitet. Akzeptierte Änderungen werden dem Antragsteller mitgeteilt und fließen in die nächste Überarbeitung der Dokumentation ein.

Zurück zum Anfang des Themas

14. Gibt es spezielle Branchenstandards?

Ja, aber es sollte beachtet werden, dass Branchenstandards Insellösungen darstellen, die bei Unternehmen mit branchenübergreifenden Geschäftsbeziehungen Probleme verursachen.

Zurück zum Anfang des Themas

15. Welche Mindestgröße muss ein Betrieb haben, damit sich die Einführung von EDI lohnt? Gibt es andere Möglichkeiten?

Die Einführung von EDI hängt weder von der Betriebsgröße noch vom Umsatz ab. Für klassisches EDI (Rechner-Rechner-Kommunikation mit EDI-Software) ist das Belegvolumen das Entscheidungskriterium. Für WebEDI sind außer einem PC mit Browser und Internetanschluss keine technischen Voraussetzungen nötig. Bei dieser Anwendung legt das zu bearbeitende Belegvolumen die obere Grenze der Zumutbarkeit fest.

Zurück zum Anfang des Themas

16. Wie wird der EURO in SEDAS dargestellt?

Satzart 00/99, Feld 12, Schlüssel 16 = 03 (=EURO)

Zurück zum Anfang des Themas

17. Gibt es Kontrollen zur Rückverfolgbarkeit bei der Kommunikation per EDI?

Da EDI normalerweise über sog. VANs (value added networks, Mehrwertdienste) abgewickelt wird, ist eine Rückverfolgbarkeit gewährleistet.

Zurück zum Anfang des Themas

18. Welche Beziehung gibt es zwischen EDI und Barcode?

Bei der Anwendung von EDI werden Daten, z.B. GTIN-Nummern zur eineindeutigen Artikelidentifikation, elektronisch zwischen Geschäftspartnern kommuniziert. Diese Artikelnummern lassen sich als Barcodes/Strichcodes auf der Ware darstellen, die mit Hilfe von Scannern erfasst werden können. Somit verbindet der Barcode die physische Ware mit der elektronischen Information.

Zurück zum Anfang des Themas

19. Muss ich die gleiche EDI-Software einsetzen wie mein Partner?

Nein. Anbieter von passenden Softwarelösungen finden Sie im Markt der Dienstleister.

Zurück zum Anfang des Themas

20. Wo erhalte ich weiterführende Informationen zum Thema EDI?

Weiterführende Informationen erhalten Sie direkt bei GS1 Germany in Köln im Consult Bereich unter 0221 94714-325. Hier können Sie sich über alle Fragestellungen rund um das Thema EDI und eBusiness beraten lassen.

Zurück zum Anfang des Themas

GS1 Germany besuchen: