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GS1 BranchenlösungenGS1 Germany bietet Lösungen nach Maß für die Textilbranche. Hier finden Sie eine Übersicht der etablierten Maßnahmen:
CFB (Connecting Fashion Business)Die Initiative "Connecting Fashion Business" wurde von GS1 Germany und der Institut, Management + Consulting AG initiiert. Ziel der Initiative ist es, Verbraucherwünsche mit unternehmensübergreifender Kommunikation schneller und kostengünstiger zu erfüllen. Namhafte Unternehmen der Mode- und Sportbranche arbeiten seit 2007 daran, auf der Basis der Enabling Technologies ihre unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse nach einheitlichen Standards und Prozessen auszurichten. Ein großer Erfolg von Connecting Fashion Business ist die im Juni 2010 erschienene Anwendungsempfehlung für die Textilbranche. Sie versteht sich als praxisorientierter Handlungsleitfaden, der alle Aspekte einer vertikalen Partnerschaft umfasst – von der Vereinbarung der Kooperation bis zur Abwicklung am Point of Sale. Zum ersten Mal werden die einzelnen Geschäftsmodelle und die dazugehörigen Prozesse einheitlich definiert und detailliert beschrieben. Checklisten und Migrationsszenarien helfen bei der praktischen Umsetzung. Zudem sind für jeden Geschäftsprozess die entsprechenden EANCOM-Nachrichtenformate dargestellt, die einen effizienten elektronischen Datenaustausch ohne Medienbrüche ermöglichen. EPC/RFID - Ticket in die ZukunftEPC/RFID gilt als Schlüsseltechnologie zur Optimierung und Beschleunigung sämtlicher Prozesse. Die Technologie beschleunigt sämtliche Prozesse in der textilen Lieferkette. Zu den Vorteilen von EPC/RFID gehören der schnelle und automatisierte Informationsaustausch zwischen Industrie und Handel, beschleunigte Bezahlvorgänge sowie die Möglichkeit zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit von Produkten. Weitere Vorteile sind die präzise Warenein- und - ausgangskontrolle, ein optimiertes Lager- und Bestandsmanagement, bedarfsgerechte Produktion, hohe Warenverfügbarkeit und dadurch bedingt niedrigere Lagerhaltungskosten. Darüber hinaus ermöglicht diese Technologie eine verbesserte Qualitätssicherung und Schutz vor gefälschter Ware sowie Artikelsicherung. Und die Technologie kann noch mehr! Auch die handelsrechtliche Inventur lässt sich mit RFID sicher und effizient durchführen. EDI in der TextilbrancheNeue Geschäftsmodelle wie beispielsweise die lieferantengesteuerte Verkaufsfläche mit Konsignationsware (Filialdepot) und der damit verbundene erhebliche Abstimmungsaufwand stellen neue Herausforderungen an die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der IT-Systeme der jeweiligen Geschäftspartner. Bestände müssen filialgenau und artikelgenau gemeldet werden. Ansonsten ist eine kontinuierliche Warenversorgung nicht möglich, und es werden Umsatzverluste riskiert. Im Rahmen der Initiative "Connecting Fashion Business" haben führende Unternehmen der Textilbranche gemeinsam Prozesse festgelegt, um elektronische Nachrichten abzubilden, welche den neuen Anforderungen genügen. Neben den typischen Nachrichtenarten wie ORDERS (Bestellung), DESADV (Lieferavis) und INVOIC (Rechnung) werden unter anderem die folgenden Nachrichten definiert:
Den beiden Nachrichtentypen INVRPT und SLSRPT kommt hier eine besondere Bedeutung zu, da sie die Grundlage für die Warenversorgung und Abrechnung darstellen. Hiermit steht den Unternehmen der Textilbranche ein komplettes Set an EDI-Nachrichten zur Verfügung, die je nach Ausgestaltung der Geschäftmodelle, den zur optimalen Prozesssteuerung notwendigen Informationsaustausch automatisieren. Somit ist die richtige Information immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Standard-Kleiderbügel-Rückführsystem (SKRS®) - Kostensenkung durch MehrwegnutzungBis vor einigen Jahren herrschte eine unüberschaubare Kleiderbügelvielfalt auf dem deutschen Bekleidungsmarkt. Mehr als 2000 verschiedene Bügeltypen, auf denen über 690 Schutzrechte ruhten, verursachten hohe Kosten in der Beschaffung, Logistik und Entsorgung. Seit 1996 arbeiten die beteiligten Wirtschaftskreise mit GS1 Germany an einer gemeinsamen Lösung zur Rationalisierung der Kleiderbügel-Prozesskette. Das Ergebnis waren die im Jahr 2000 erstmals im deutschen Markt eingeführten glasklaren Standard-Kleiderbügel für den Einzelhandel, schwarze Standard-Kleiderbügel für den Versandhandel und ein flächendeckendes, zeit- und kosteneffizientes Rückführsystem (Standard-Kleiderbügel-Rückführ-System - SKRS®). Die Qualität der Standardkleiderbügel erlaubt im Durchschnitt 7-8 Umläufe im Kreislauf und trägt damit entscheidend zur Kostenreduzierung bei. Die Umsetzung des SKRS® wird durch die Koordinierungsstelle "Kleiderbügel" begleitet und überwacht. Sie wird in Kooperation mit dem Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V. (BTE) und dem GermanFashion Modeverband Deutschland e.V. bei GS1 Germany betrieben. |