Förderprojekte

Förderprojekte haben Zukunft im Visier

Unterstützt durch die Bundesregierung, engagiert sich GS1 Germany seit 2002 kontinuierlich in Forschungs- und Förderprojekten.

Dabei geht es zum einen darum, Unternehmen fit zu machen für gegenwärtige Herausforderungen, ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Geschäft zu sichern und Trends mitzutragen. Zum anderen sucht GS1 Germany aber auch in einem Netzwerk aus Forschung und Politik nach konkreten Antworten auf Fragen zu Nachhaltigkeit und künftigen Versorgungsstrategien.

Hier finden Sie einen Auszug aus unseren Forschungs- und Förderprojekten:

Ziel des jetzt gestarteten Verbundprojekts Foodauthent ist es, erstmals Rahmenbedingungen und Anreize für den routinemäßigen Einsatz von sogenannten Fingerprinting-Analysen in der Lebensmittelkontrolle, -sicherung und -überwachung zu schaffen.  Beim Fingerprinting-Verfahren  werden gewonnene Daten mit den Daten eines authentischen Referenzprodukts verglichen. Auf diese Weise ist es möglich, nicht nur die geografische Herkunft von Produkten, sondern auch Arten, Sorten und Herstellungsprozesse zu überprüfen.

Die Projektpartner sind neben GS1 Germany, die Bundesanstalt für Risikobewertung (BfR) sowie weitere Unternehmen und eine Hochschule. Die Partner planen bis September 2019 ein System zu entwickeln, das insbesondere kooperativ nutzbare Fingerprinting-Datenbanken, offene Mustererkennungs- und Datenanalyseverfahren sowie die Einbindung von Datenbanken mit chargenbezogenen Produktinformationen entwickelt. Die Koordination des Konsortiums erfolgt durch GS1 Germany. Mehr

Im Rahmen eines multinationalen Projekts, gefördert durch die EU im Rahmen von Horizon 2020, prüfen und fördern über 70 Partnerunternehmen seit Januar 2017 die Umsetzung des Internet of Things im europäischen Land- und Ernährungswirtschaftssektor. Unter dem Titel „Internet of Food and Farm IoF 2020“ sollen innerhalb von vier Jahren 19 Fallstudien in den Bereichen Ackerbau, Milch-, Fleisch-, Gemüse- und Obstproduktion umgesetzt werden. GS1 Germany ist an mehreren Fallstudien beteiligt. Ziel ist es, Prozesse zu digitalisieren und damit die Grundlage für mehr Produktivität und Nachhaltigkeit zu schaffen. Damit werden auch die Weichen für mehr Transparenz gestellt – und am Ende für mehr Verbrauchervertrauen. Das Projekt IoF2020 wird im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 von der Europäischen Union gefördert (Grant Agreement-Nummer 731884). Mehr

Europäische Flagge

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards unterstützt mittelständische Unternehmen im gesamten Bundesgebiet bei der Digitalisierung und Vernetzung durch die verstärkte Umsetzung von eStandards. Das Kompetenzzentrum bietet Informations-, Schulungs- und Vernetzungsangebote sowie Erprobungs- und Anschauungsmöglichkeiten in Offenen Werkstätten an vier Standorten an. So auch in Köln, im GS1 Germany Knowledge Center. Zudem sind 40 Umsetzungsprojekte mit mittelständischen Unternehmen geplant. GS1 Germany GmbH ist Konsortialführer und leitet das vom BMWi geförderte Projekt. Weitere Partner sind das Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) Sankt Augustin das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) sowie die HAGENagentur Ges. für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Tourismus mbH. Die Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums ist im Hause von GS1 Germany angesiedelt und verantwortet die interne und externe Projektkoordination sowie die erfolgreiche Umsetzung des Gesamtvorhabens. Das Leistungsportfolio wird durch alle Konsortialpartner gemeinsam realisiert. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital geförderte Projekt läuft vom 01.08.2017 bis 31.07.2020.  Mehr

Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten KMU-NetC-Projektes „FreshIndex“ soll innerhalb von zwei Jahren ein neues Konzept zur Berechnung der Haltbarkeit von Lebensmitteln entstehen. Der geplante FreshIndex basiert auf den Hygienedaten von Herstellern sowie den tatsächlichen Lagerbedingungen von Lebensmitteln und setzt damit auf eine dynamische Berechnung der tatsächlichen Haltbarkeit. Auf diese Weise trägt er dazu bei, eine unnötige Entsorgung von Lebensmitteln zu verhindern. Die Praxisseite ist durch die Projektpartner arconsis (Sensoren), GS1 Germany (Identifikation) und Metro (Großhandel) vertreten. Die wissenschaftliche Annäherung findet bei tsenso (Simulationsmodelle), der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (Kundenakzeptanz) und der Universität Bonn (Hygiene-/Messdaten) statt. Das Netzwerkmanagement übernimmt die bwcon GmbH, die Dienstleistungstochter der Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected e.V., die sich der Förderung des Hightech-Standortes Baden-Württemberg sowie der für Wirtschaft und Gesellschaft entscheidenden Technologien und Märkte verschrieben hat. Das BMBF fördert das Vorhaben mit ca. 1 Millionen Euro. Mehr

SMile steht für “Smart Last-Mile Logistik” in urbanen und ländlichen Räumen. In diesem innovativen Förderprojekt erforscht GS1 Germany zusammen mit den Projektpartnern die Umsetzung verschiedener moderner Logistik Konzepte auf Basis der Internet of Things Technologie.

Proprietäre IT-Systeme und geschlossene Zustelllösungen schließen Kooperationen auf der letzten Meile aus. In SMile besteht daher eine zentrale Herausforderung darin, Paketeinheiten und involvierte Parteien, wie z.B. Carrier, Transporteure oder Mikro-Depots, über alle Stufen der Lieferkette hinweg eindeutig zu identifizieren und eine diskriminierungsfreie Kollaboration zu ermöglichen.

Ziel ist ein offener Zugang zu neuen Zustellformen wie beispielsweise dem Wunschzeitfenster und Crowd Logistics. Hier bringt GS1 Germany die Expertise zu Identifikations-, Datenträger- und Datenaustauschstandards wie beispielsweise SSCC, EPC/RFID und EPCIS ein.

Projektpartner sind neben GS1 Germany die Universität Leipzig, das Hasso-Plattner-Institut, die Parcelbox GmbH und die GoodsTags GmbH, welche als Konsortialführer agiert. Mehr

Das Projektvorhaben zielt auf eine durchgängige end-to-end-Überwachung der Qualität von Bauteilen, Komponenten und Produkten während ihres Lebenszyklus ab. Der Fokus des Projekts liegt dabei auf der Supply Chain. Mittels stationärer und mobiler Sensoren werden qualitätsrelevante Umwelteinflüsse erfasst und digitalisiert. Die Datenspeicherung erfolgt dezentral in den beteiligten Unternehmen, sodass die Datensouveränität der Unternehmen gewahrt wird. Der unternehmensübergreifende Datenaustausch erfolgt event-basiert im EPCIS-Netzwerk. Die Auswertung der Daten ermöglicht das Anbieten unterschiedlichster Services, um die Produktqualität zu sichern und darüber die Grenzen für JIT- und JIS-Anlieferungen zu erweitern sowie Sondertransporte, Nacharbeitsumfänge, Produktionsstillstände oder gar Rückrufaktionen zu vermeiden. Mehr

Gemeinsam mit 16 Partnern aus ganz Europa arbeitet GS1 Germany seit Mai 2018 im Verbundprojekt CIRC4Life an gemeinschaftlichen Lösungen für mehr Nachhaltigkeit in der Konsumgüterbranche. Im Kern der Initiative stehen ein nachhaltigerer Konsum sowie das Recycling und die Wiederverwertung von Produkten – und zwar von LED-Lampen, Tablets, Fleisch und Gemüse. Konsortialführer ist die Nottingham Trent University. Das Projekt wird im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 von der Europäischen Union gefördert (Grant Agreement-Nummer 776503). Mehr

Europäische Flagge
eStep – E-Business Standards kommen zum Einsatz

eStep Mittelstand steht für „Modulare Lösungen für den Mittelstand zur Stärkung der eigenständigen Integration von E-Business-Standards in komplexe Lieferkettenprozesse“. Das Forschungsprojekt wurde bis Ende 2016 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Initiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern.“ gefördert. eStep Mittelstand entwickelt Lösungsmodule für den Einsatz von E-Business-Standards. Die entstandenen Anwendungen unterstützen bei der strategischen Frage, wie weit und in welche Richtung die eigene Digitalisierung vorangetrieben werden soll. Das Self-Assessment-Tool beantwortet dabei die Frage „Wo stehe ich?“, der Entscheidungsbaum „Was ist mein Ziel?“ und die Middleware „Wie gehe ich vor?“. Mehr 

myEcoCost – Kompass für nachhaltigen Konsum

Im Rahmen des FP 7 EU-Forschungsörderprojekts myEcoCost wurde an einem neuen System gearbeitet, das die Umweltauswirkungen einzelner Produkte für Verbraucher und Unternehmen transparent machen soll. Grundlage dafür ist eine Software zur Ermittlung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen für einzelne Waren und Dienstleistungen. Neben GS1 Germany beteiligen sich an dem EU-Förderprojekt TriaGnoSys, Robert Stewart Mostyn, The Nottingham Trent University, Enviro Data, das Wuppertal Institut, Ecover, CFF Carbon Calculator und Boots UK. Mehr 

NexTrust – für nachhaltige Logistik

Unter dem Dach des derzeit größten EU-Forschungsprogramms Horizon 2020, zielt die EU mit NexTrust darauf ab, effizientere und nachhaltigere Logistikprozesse zu schaffen. Das Projekt dauert 42 Monate und soll die Anzahl der genutzten Verkehrsmittel um 20 Prozent und CO2-Emmissionen durch die intelligente Kombination der Verkehrswege Luft, Schiene, Straße und Wasser um 50 Prozent senken. Das Förderprojekt wird von insgesamt 30 Unternehmen begleitet, darunter namhafte Hersteller und Logistikunternehmen. Mehr 

ToolCloud – Werkzeuge auf einen Blick

Das Forschungsprojekt ToolCloud zielt ab auf ein unternehmensübergreifendes Lebenszyklusmanagement für Werkzeuge in einer Cloud mittels eindeutiger Kennzeichnung und Identifikation. Damit Werkzeuge in einer automatisierten Fertigung exakt einsetzbar sind, müssen Werkzeughersteller dem Nutzer die richtigen Korrektur- und geeigneten Betriebsparameter (Einstellungswerte an den Maschinen) mitteilen. ToolCloud stellt die werkzeugindividuellen Informationen für alle Beteiligten in Form einer digitalen Werkzeugbegleitkarte, jederzeit verfügbar in einer Cloud via Internet, zur Verfügung. GS1 Germany liefert Standards für eine passende maschinenlesbare Kennzeichnung an den Werkzeugen. Damit lässt sich der Bezug vom einzelnen Werkzeug zum richtigen Datensatz in der Cloud herstellen. Zur Veranschaulichung der Ergebnisse wurden im Projektrahmen entsprechende Demonstratoren entwickelt und bei den Projektpartnern aufgebaut. ToolCloud wurde bis Ende 2016 mit seinen sieben Projektpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Mehr

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