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Christoph Goeken von info.link

Warum strukturierte Produktdaten im KI-Zeitalter über Sichtbarkeit entscheiden

3 Fragen an info.link

Sichtbarkeit im Handel entsteht künftig nicht mehr nur am Regal oder in der Suchmaschine, sondern in den Antworten von KI-Systemen. Dort wird zunehmend entschieden, welche Produkte in Empfehlungen einfließen und wie sie eingeordnet werden. Wie Unternehmen ihre Produktdaten mit strukturierten Formaten und Standards wie der GTIN (Global Trade Item Number) darauf ausrichten können, haben wir mit Christoph Goeken, einem der Gründer von info.link, besprochen.

Immer mehr Konsument:innen lassen sich bei Produktauswahl und Kaufentscheidungen von generativer KI unterstützen. Wie wirkt sich dieser Wandel auf Hersteller, Marken und Händler aus – insbesondere mit Blick auf ihre Produktdaten?

Christoph Goeken: Kurzfristig sehen wir, dass sich das Suchverhalten verändert und Klickzahlen über Google massiv sinken. Konsument:innen stellen ihre Fragen zunehmend direkt an KI-Systeme und erwarten dort eine konkrete Empfehlung statt einer Liste von Links. Zudem wandelt sich der klassische Entscheidungs-Funnel von einem linearen Prozess hin zu deutlich dynamischeren Interaktionen.

Warum sind ausgerechnet FAQ der entscheidende Hebel, damit Produkte von KI-Systemen korrekt verstanden und berücksichtigt werden?

Christoph Goeken: Um die Bedeutung von FAQs zu verstehen, muss man sich das Fundament der KI-Modelle vergegenwärtigen: Diese Systeme „wissen“ nichts im herkömmlichen Sinne. Sie versuchen, die statistisch wahrscheinlichste und kontextuell passendste Antwort auf eine Frage zu generieren. 

Klassische Produktdaten liefern dafür zwar Rohinformationen, lassen aber den sprachlichen Kontext oft offen. FAQs hingegen spiegeln exakt die Struktur wider, in der Konsument:innen fragen – und die KI antwortet. Dadurch sinkt die semantische Lücke zwischen Frage und Produktinformation deutlich. 

Mit info.link/answers bereiten wir Daten so auf, dass sie nicht nur für Fließtext-Antworten, sondern auch für KI-basierte Rankings oder Feature-Vergleiche genutzt werden können. Das erhöht die Chance, als autorisierte Quelle berücksichtigt und schlussendlich in KI-Antworten sichtbar zu sein. 

Welche Rolle spielen eindeutige Identifikatoren wie die GTIN, wenn Produkte über verschiedene KI- und Handelssysteme hinweg vertrauenswürdig zugeordnet werden sollen?

Christoph Goeken: Eindeutige Standards wie die GTIN schaffen etwas, das KI-Systemen häufig fehlt: einen klaren Referenzpunkt. In einer Welt mit Millionen ähnlicher Produkte hilft die GTIN als entscheidender Anker dabei, Informationen exakt einem konkreten Artikel zuzuordnen, statt lediglich einer Produktkategorie oder Marke. Erst durch die Kombination aus globaler Identifikation und semantischer Struktur werden Produktinformationen systemübergreifend nutzbar. Sie lassen sich damit sowohl von der Marke selbst als auch von Handelspartnern und deren KI-Systemen einsetzen, etwa in Onlineshops oder Chatbots. 

Die GTIN stellt somit sicher, dass eine KI-Antwort nicht nur plausibel klingt, sondern exakt auf das richtige Produkt verweist. Durch die Unterstützung des GS1 Germany Accelerators butterfly & elephant konnten wir diese Standardlogik konsequent in unser Datenmodell von info.link/answers integrieren. Denn so wird eindeutige Identifikation zur Grundlage für Vertrauen, auch wenn Produktempfehlungen zunehmend von KI-Systemen ausgesprochen werden.

Christoph Goeken

Christoph Goeken ist Mitgründer und Geschäftsführer von info.link. Mit info.link erstellen Marken digitale Labels via GS1 Digital Link, um Marketing- und Compliance-Use-Cases skalierbar umzusetzen. Im Februar 2026 hat info.link den Service info.link/answers gelauncht, der sicherstellt, dass Produktdaten von KI-Systemen gesehen und korrekt verstanden werden.

Bevor Goeken das Unternehmen im Jahr 2022 gründete, war er Geschäftsführer bei Best Nights VC (Jägermeister), begleitete bei McKinsey zahlreiche Unternehmen auf ihrem Weg in die Digitalisierung und lernte das Konsumgüter-1x1 bei Colgate-Palmolive. Wenn er nicht am Schreibtisch sitzt, fährt er entweder mit seinem Tourenrad durch Europa oder versucht mit “herrenyoga” Männern einen Einstieg ins Yoga zu ermöglichen.