Der Barcode auf Waren ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Mit zunehmendem Informationsbedarf bei Kund:innen sowie Geschäftspartnern entlang der Lieferkette und der Digitalisierung vieler Prozesse steigen die Anforderungen an den Datenträger. Dabei stößt der eindimensionale Barcode, wie z.B. der EAN-Strichcode an seine Grenzen, denn er kann nur eine sehr eingeschränkte Menge an Informationen enthalten. Die Lösung von GS1 Germany sind zweidimensionale Barcodes: der GS1 DataMatrix oder der GS1 Digital Link im QR-Code oder DataMatrix.
Mit den Tests zur Umstellung unserer Kassensysteme bereiten wir uns frühzeitig auf den Generationenwechsel bei den Barcodes vor. Das gibt uns mehr Flexibilität und ist ein wichtiger Schritt, um zukünftige Anforderungen im Handel abbilden zu können
Als Auftakt zu ECR iN MOTiON macht das Online-Event "SPOT ON: 2D Code" sichtbar, was die Branche bewegt – und liefert den Vorgeschmack auf die Themen, die wir bei ECR iN MOTiON 2026 gemeinsam weiterdenken.
Zweidimensionale Barcodes können viel mehr Informationen als 1D-Barcodes tragen und bieten gleichzeitig eine einheitliche, standardisierte Möglichkeit, sowohl den Anforderungen der Lieferkette als auch den steigenden Anforderungen der Verbraucher gerecht zu werden.
Eindimensionale Barcodes wie der EAN-Strichcode können nur eine Produktkennung, die GTIN, verschlüsseln. Die 2D-Codes dagegen können zusätzliche Daten wie Verfallsdatum, Chargennummer, Seriennummer und mehr enthalten. Mit dem GS1 Digital Link im QR-Code oder DataMatrix können Markenhersteller sogar ihre Produkte mit dem Web verbinden und beliebig viele Informationen und Webinhalte zur Verfügung stellen. Für Verbraucher:innen z.B. Informationen über Allergenen, Rezepte, Sonderangebote, häufig gestellte Fragen. Und für Einzelhändler Zertifikate, Infos zur Rückrufaktionen und vieles mehr.
EAN-Strichcode
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GS1 DataMatrix
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GS1 Digital Link im QR-Code oder DataMatrix
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| Verschlüsselung GTIN | |||
| Geringer Platzbedarf | |||
| Zusatzdaten können verschlüsselt werden | |||
| MHD Kontrolle an der Kasse | |||
| Ermöglicht die Nutzung der GTIN für mengenvariable Verbrauchereinheiten | |||
| Zusatzinformationen zu Allergenen, Inhaltsstoffen, Produktvideos etc. |
Eine 2D-Code Implementierung am POS geplant starten: da hilft der 2D-Code Implementierungsleitfaden – verfügbar als pdf (in Deutsch und Englisch) oder im html Format (Englisch). Und für Hersteller, Händler und Dienstleister gibt es sogar eigene Kapitel, die auf deren Belange gezielt eingehen. Fallbeispiele und Praxistipps runden den Leitfaden ab.

Mit dem neuen 2D-Code von GS1 will das junge Unternehmen neue Wege für eine optimierte Kundenbindung und Umsatzsteigerung gehen.

Jake's Beverages revolutioniert mit GS1 Digital Link das Pfandsystem und bietet Konsument:innen produktspezifische Extras.

Drogeriewarenunternehmen dm und der Markenhersteller Beiersdorf gehören zu den Vorreitern, die sich bis 2027 gezielt mit einer praxisnahen und sinnvollen Umsetzung der GS1 Standards beschäftigen.

Hersteller der Körperpflegemarke, Lornamead, setzt auf 2D-Codes mit dem Standard GS1 Digital Link und mit info.link

Das größte Einzelhandelsunternehmen in Australien/Neuseeland nutzt 2D-Codes mit GS1 Standards, um die Lebensmittelsicherheit zu verbessern und Lebensmittelabfälle um bis zu 40 % zu reduzieren.

Der brasilianische Feinkostladen reduziert durch 2D-Codes die Lebensmittelverschwendung und stellt sicher, dass keine abgelaufenen Produkte in den Einkaufstaschen ihrer Kunden landen.

Der bekannte Einzelhändler schafft mit 2D-Codes effizientere Abläufe, verbesserte Qualitätssicherungsprozesse und höhere Kundenzufriedenheit durch frische Produkte.
Nein. Der lineare EAN-Barcode wird nicht abgeschafft. Während der Migration existieren lineare Barcodes und 2D-Codes parallel. Viele Unternehmen verwenden heute einen linearen Barcode mit der GTIN. Mit der Einführung von 2D-Codes kommt ein zusätzlicher Datenträger hinzu, der neben der GTIN weitere Informationen speichern kann.
Ob künftig ein Produkt mit einem linearen Barcode, einem 2D-Code oder – während der Übergangszeit – mit beiden gekennzeichnet wird, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall und vom Ausstattungsgrad der beteiligten Systeme ab.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| GTIN | Weltweit eindeutige Identifikationsnummer eines Produkts |
| EAN | Im Alltag häufig verwendete Bezeichnung für den linearen Barcode bzw. die frühere Bezeichnung der GTIN |
| 2D-Code | Maschinenlesbarer Datenträger, der neben der GTIN weitere Informationen enthalten kann |
Wenn ein Unternehmen bereits einen 2D-Code am Point of Sale einsetzen möchte, ist während der Übergangsphase in der Regel eine doppelte Kennzeichnung sinnvoll beziehungsweise erforderlich: Das Produkt trägt sowohl einen linearen Barcode als auch einen GS1-konformen 2D-Code.
Der Hintergrund ist einfach: Noch sind nicht alle Kassensysteme weltweit vollständig auf die Verarbeitung von 2D-Codes vorbereitet. Die doppelte Kennzeichnung stellt sicher, dass Produkte unabhängig vom technischen Ausstattungsstand zuverlässig gescannt werden können.
Unternehmen, die zunächst ausschließlich den linearen Barcode verwenden möchten, müssen keinen zusätzlichen 2D-Code aufbringen.
Ein 2D-Code ist ein zweidimensionaler Datenträger, der neben der GTIN auch zusätzliche Informationen speichern kann. Dadurch unterstützt er Anwendungen, die mit einem linearen Barcode allein nicht möglich sind. Während ein klassischer EAN/UPC-Barcode am Point of Sale in der Regel nur die GTIN enthält, kann ein GS1-konformer 2D-Code weitere standardisierte Daten aufnehmen. Dazu gehören beispielsweise Chargennummern, Seriennummern oder das Mindesthaltbarkeitsdatum.
Diese zusätzlichen Informationen ermöglichen neue Prozesse entlang der gesamten Lieferkette – von der Produktion über die Logistik bis hin zum Verkauf und zur Verbraucherkommunikation.
Welcher 2D-Code geeignet ist, hängt vom jeweiligen Einsatzgebiet ab. Im GS1-Umfeld kommen vor allem GS1 DataMatrix und QR Code mit GS1 Digital Link zum Einsatz.
Beide Codes basieren auf GS1 Standards, verfolgen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.
| 2D-Code | Einsatzbereich |
| GS1 DataMatrix | Prozessoptimierung |
| QR Code mit GS1 Digital Link | Zugang zu web-basierten Informationen |
Die Auswahl sollte sich immer an den fachlichen Anforderungen, den beteiligten Partnern und dem geplanten Einsatz orientieren.
Beide Codes können GS1-konforme Daten enthalten. Der Unterschied liegt in der unterschiedlichen Syntax der kodierten Daten und vor allem in der Art der Nutzung. Der GS1 DataMatrix wird häufig dort eingesetzt, wo Produkte eindeutig identifiziert und zusätzliche Daten verarbeitet werden – beispielsweise für Frischeprodukte oder in der Gesundheitsbranche.
Der QR Code mit GS1 Digital Link verbindet die Produktidentifikation mit digitalen Informationen im Web. Nach dem Scannen können beispielsweise Produktinformationen, Gebrauchsanleitungen oder Nachhaltigkeitsinformationen bereitgestellt werden.
Ein GS1-konformer 2D-Code kann neben der GTIN weitere standardisierte Informationen enthalten, beispielsweise eine Chargennummer, eine Seriennummer oder das Mindesthaltbarkeitsdatum.
Welche Daten tatsächlich enthalten sind, entscheidet das Unternehmen entsprechend dem jeweiligen Anwendungsfall. Nicht jedes Produkt benötigt dieselben Informationen.
Beispiele
Ein 2D-Code kann unter anderem enthalten:
Diese Informationen können automatisiert erfasst und in Geschäftsprozessen genutzt werden.
Zusätzliche Daten im 2D-Code ermöglichen effizientere Prozesse entlang der Lieferkette. Unternehmen können Produkte genauer identifizieren, Informationen automatisiert erfassen und Prozesse besser steuern.
Je nach Anwendungsfall ergeben sich unterschiedliche Vorteile.
| Anwendungsfall | Nutzen |
|---|---|
| Rückverfolgbarkeit | Produkte und Chargen lassen sich eindeutig zuordnen. |
| Produktrückrufe | Betroffene Chargen können gezielter identifiziert werden. |
| Bestandsmanagement | Lagerbestände lassen sich genauer verwalten. |
| Qualitätsmanagement | Produktions- und Chargendaten können automatisiert verarbeitet werden. |
| Frischemanagement/ Abfallvermeidung | Über die optimierte Nutzung des Mindesthaltbarkeits- bzw. Verfallsdatum lässt sich Abfall vermeiden und Bestand besser planen. |
| Verbraucherinformationen | Digitale Inhalte können über den GS1 Digital Link bereitgestellt werden. |
Der Einstieg gelingt am besten mit einem klar abgegrenzten Pilotprojekt. Statt das gesamte Sortiment umzustellen, empfiehlt sich zunächst ein einzelnes Produkt oder eine Produktgruppe.
Ein Pilotprojekt hilft dabei, den gesamten Prozess unter realen Bedingungen zu testen – von der Datenerstellung über den Druck bis zum Scannen an den beteiligten Systemen. Die gewonnenen Erfahrungen erleichtern die spätere Einführung weiterer Produkte.
Empfohlene Vorgehensweise
Die Einführung eines GS1-konformen 2D-Codes ist kein reines IT-Projekt. Je nach Anwendungsfall sind mehrere Unternehmensbereiche beteiligt. Bereits bei einem Pilotprojekt sollten alle Bereiche eingebunden werden, die Daten erzeugen, Verpackungen gestalten, Barcodes drucken oder Informationen weiterverarbeiten.
Ja. Für die Nutzung von 2D-Codes sind häufig Anpassungen an bestehenden Systemen erforderlich. Welche Änderungen notwendig sind, hängt vom gewünschten Anwendungsfall ab. Soll ein 2D-Code ausschließlich die GTIN enthalten, sind die Anpassungen meist geringer als bei Anwendungen mit zusätzlichen Daten wie Chargennummern oder Mindesthaltbarkeitsdaten. Insbesondere POS-Software muss GS1-konforme 2D-Codes erkennen und mindestens die GTIN zuverlässig auslesen können.
Nicht unbedingt. Ob ein Scanner weiterverwendet werden kann, hängt davon ab, ob er 2D-Codes lesen kann. Viele moderne kamerabasierte Scanner unterstützen dies bereits oder können entsprechend aktualisiert werden.
Lineare Laserscanner können ausschließlich lineare Barcodes lesen. Für GS1-konforme 2D-Codes werden in der Regel Image-Scanner benötigt.
Vor einer Neuanschaffung empfiehlt sich die Prüfung der vorhandenen Scanner und ihrer Software.
Bis Ende 2027 sollen POS-Systeme GS1-konforme 2D-Codes verarbeiten und mindestens die GTIN auslesen können. Weitere Daten wie Chargennummern oder Mindesthaltbarkeitsdaten können zusätzlich genutzt werden. GS1-konforme 2D-Codes können unterschiedliche Datenformate verwenden. Für den Verkaufsvorgang ist entscheidend, dass die GTIN zuverlässig erkannt und an das Kassensystem übergeben wird.
Zusätzliche Informationen bieten weitere Einsatzmöglichkeiten, sind für den grundlegenden Scanvorgang jedoch nicht in jedem Anwendungsfall erforderlich.
Ja. Ein QR Code mit GS1 Digital Link kann sowohl für den Scan am Point of Sale als auch für den Zugriff auf digitale Informationen genutzt werden. Beim Scannen an der Kasse wird die GTIN aus dem Code ausgelesen. Eine Internetverbindung ist dafür nicht erforderlich.
Wird derselbe Code mit einem Smartphone gescannt, kann er auf digitale Inhalte wie Produktinformationen, Gebrauchsanleitungen oder Nachhaltigkeitsinformationen verweisen.
Beispiel
Ein Verbraucher scannt den QR Code mit dem Smartphone und erhält weiterführende Produktinformationen. An der Kasse dient derselbe Code der Identifikation des Produkts.
Ein GS1 Digital Link URI ist eine standardisierte Webadresse, in der GS1-Identifikationsnummern wie die GTIN strukturiert eingebettet werden. Dadurch kann derselbe Code sowohl in Geschäftsprozessen als auch für digitale Anwendungen genutzt werden. Der GS1 Digital Link URI verbindet die physische Produktkennzeichnung mit digitalen Informationen im Internet. Die GTIN bildet dabei den zentralen Bestandteil der URI. Weitere standardisierte Informationen – beispielsweise Chargennummern oder Seriennummern – können ergänzt werden.
Beispiel
Ergänzt um eine Chargennummer:
example.com/01/09524000059109/10/L12345
Für Anwender ist vor allem wichtig: Die technische Struktur wird einmal eingerichtet und kann anschließend für verschiedene digitale Anwendungen genutzt werden. Die Details der URI-Syntax interessieren in der Regel eher Entwickler und Lösungsanbieter als die meisten Unternehmen.
Ein GS1-konformer 2D-Code muss so gedruckt werden, dass er während seines gesamten Lebenszyklus zuverlässig gescannt werden kann. Neben dem Druckverfahren spielen Größe, Platzierung und Druckqualität eine entscheidende Rolle. Ein technisch korrekter Code allein genügt nicht. Auch Material, Druckverfahren und Verpackung beeinflussen, ob Scanner den Code zuverlässig lesen können. Besonders wichtig ist dies für das schnelle Scannen an der Kasse.
Bereits in der Verpackungsentwicklung sollte geprüft werden, ob ausreichend Platz für den Code vorhanden ist und welche Anforderungen der jeweilige Anwendungsfall stellt.
Checkliste
✔ ausreichende Codegröße
✔ ausreichender Kontrast
✔ Hellzone (an allen Seiten des Codes) berücksichtigen
✔ geeignete Druckauflösung
✔ Barcodequalität prüfen
Ein 2D-Code sollte gut sichtbar und leicht scanbar auf der Verpackung angebracht werden. Die genaue Position hängt von Produktform, Verpackung und Anwendungsfall ab. Für das Scannen an der Kasse muss er in der Übergangsphase in der Nähe des EAN-Codes platziert werden.
Ziel ist eine zuverlässige Erfassung entlang der gesamten Lieferkette und am Point of Sale.
Dabei sollte der Code weder durch Verpackungskanten noch durch Falzungen, Rundungen oder andere Gestaltungselemente beeinträchtigt werden.
Gute Praxis
Hinweis
Konkrete Platzierungsvorgaben können je nach Verpackungsart und GS1 Spezifikation unterschiedlich sein.
Ein GS1-konformer 2D-Code sollte in einer Qualität gedruckt werden, die ein zuverlässiges Scannen ermöglicht. Die erforderliche Qualitätsklasse richtet sich nach den jeweils geltenden GS1 Spezifikationen. Selbst kleine Druckfehler können die Lesbarkeit beeinträchtigen. Deshalb empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung der Druckqualität – insbesondere bei neuen Verpackungen oder Druckverfahren.
Die Qualität eines 2D-Codes sollte mit geeigneten Prüfverfahren und Messgeräten kontrolliert werden. So lassen sich Druckfehler frühzeitig erkennen und beheben. Eine regelmäßige Qualitätsprüfung unterstützt dabei, Reklamationen und Scanprobleme zu vermeiden.
Druckfehler können dazu führen, dass ein 2D-Code nicht oder nur eingeschränkt gelesen werden kann. Dadurch können Prozesse in Produktion, Logistik oder Handel beeinträchtigt werden und Effizienzverluste und Kosten verursachen.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Eine kontinuierliche Qualitätskontrolle hilft, solche Fehler frühzeitig zu erkennen.
Vor der Serienproduktion empfiehlt sich eine Prüfung des Codes. Zusätzlich sollten Unternehmen die Druckqualität regelmäßig im laufenden Betrieb kontrollieren.
Die Prüfung unterstützt dabei,
Gerade bei variablen Daten, unterschiedlichen Materialien oder neuen Druckverfahren trägt eine regelmäßige Verifizierung zu stabilen Prozessen bei.

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Ilka Machemer
Senior Manager Identification + Data Carrier, GS1 Germany GmbH
+49 221 94714-0 2d-codes@gs1.de
Mercedes Schulze
Senior Manager Identification + Data Carrier, GS1 Germany GmbH
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Heide Buhl
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