Veröffentlicht am 17.03.2022
Die digitale Inszenierung von Produkten ist seit jeher ein zentraler Erfolgsfaktor im Omnichannel. Ein Expertenkreis aus Industrie und Handel hat deshalb die Anforderungen für Fotografie, Marketing, E-Commerce, Print- und Asset-Management gemeinsam erarbeitet und stetig weiterentwickelt. Die Bereitstellung gemäß des aktuellen GS1 Germany Bildstandards wird zukünftig für den Datenaustausch im deutschen Zielmarkt verpflichtend – zunächst für neue Produkte in der Konsumgüterwirtschaft in den Bereichen Food, Near-Food, Non-Food und DIY . Anwendungsgebiete sind neben der einheitlichen Erstellung und Verarbeitung von Media Assets auch Ansichten für Webshops, Instore-TV oder Regaloptimierungen sowie Werbebilder aus unterschiedlichen Perspektiven. GS1 Bildstandard immer wichtiger: Ohne Bilder sieht der Kunde erstmal nichts! In der Anwendungsempfehlung „ Produktabbildungen und Media Assets für strategische Markenführung und erfolgreiches Content-Marketing “ finden Interessierte alle relevanten Spezifikationen und Standards zur Produktion von Produktbildern sowie zur Benennung von Mediadateien. Darin enthalten sind unter anderem wichtige Informationen für den Bilddatenaustausch über das Global Data Synchronisation Network (GDSN) im deutschen Zielmarkt. Für Dateneinsteller bedeutet die Verpflichtung, mindestens eine Produktabbildung pro Global Trade Item Number (GTIN) bei verpackten Konsumenteneinheiten für neue Produkte über das GDSN zur Verfügung zu stellen. Andernfalls wird der entsprechende Datensatz nicht mehr an die Datenempfänger weitergeleitet und angezeigt. Unter dem vorherigen Link sind sämtliche Anforderungen samt Praxisbeispiele kompakt und kostenfrei zugänglich hinterlegt. Digitale Lösungen auf allen Ebenen: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! „Sowohl der Handel als auch die Verbraucher verlangen zunehmend valide Informationen in Echtzeit. Überall sind digitale Lösungen gefordert“, bringt Thomas Fell, Lead GS1 Germany, die Notwendigkeit standardisierter Produktabbildungen auf den Punkt. Und er ergänzt: „Die Ansprüche an Datenqualität steigen aufgrund zunehmender Produktvielfalt, des wachsenden E-Commerce sowie von Regulationen durch den Gesetzgeber weiter an.“ Als Unterstützung für die Dateneinsteller bei der Erstellung und Bereitstellung qualitativ hochwertiger Produktabbildungen, bietet GS1 Germany kostenlose Webinar-Reihen an. Zudem werden zusätzliche Maßnahmen für eine reibungslose Einführung der verpflichtenden Bildbereitstellung in den Expertenkreisen von GS1 Germany abgestimmt. In diesem Kontext ist zudem die Verpflichtung zur Sicherung der Stammdatenqualität zu beachten. Demnach sind die Prüfvorgaben vom Datenqualitätsservice GS1 DQX einzuhalten. So soll zukünftig die Datenqualität bezüglich Vollständigkeit, Richtigkeit und Konsistenz sichergestellt werden. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Telefon: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 01.03.2022
Ambitionierte Nachhaltigkeitsziele und nicht zuletzt das ab Januar 2023 in Kraft tretende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) benötigen transparente Liefernetzwerke. Unter die rechtlich bindenden Vorschriften des LkSG fallen im ersten Schritt alle in Deutschland ansässigen Unternehmen mit mindestens 3.000 Beschäftigten. Indirekt wirkt sich das Gesetz jedoch aufgrund der Informationspflicht auf sämtliche Teilnehmenden der Liefernetzwerke aus. Mit F-Trace Transparency existiert nun eine cloudbasierte Lösung, die Unternehmen dabei unterstützt, die sowohl gesetzlichen als auch individuellen Ansprüche nach transparenten Liefernetzwerken zu erfüllen. Das Full-Service-Konzept ermöglicht, Transparenzdaten im Rahmen eines standardisierten und dezentralen Ansatzes gemeinsam mit Partnerfirmen zu nutzen und eignet sich für alle Teilnehmenden der Supply Chain – unabhängig ihrer Branchenzugehörigkeit (FMCG, Fashion, Healthcare), Unternehmensgröße und ihres IT-Reifegrades. Im Rahmen von Pilotierungen unter anderem mit Edeka und Lidl werden die jeweiligen Anforderungen gemeinsam definiert und mit bis zu elf Produkten in einem Proof of Concept verprobt. Betrachtet werden in einem ersten Schritt die Produktkategorien Kaffee, Molkereiartikel und Tiefkühlkost. Die Pilotteilnehmer erhoffen sich nicht nur valide Kenntnisse über etwaige Risiken in ihren Liefernetzwerken, sondern streben mittels der Transparenz eine Bestätigung ihres Produktversprechens bzgl. formulierter Nachhaltigkeitskriterien an. Mit F-Trace Transparency sind Unternehmen somit in der Lage, individuelle Fragestellungen zur Transparenz ihres Liefernetzwerks zu jeder Zeit zu beantworten. Der gesamte Datentransfer findet effizient über die Plattform statt und bietet Schnittstellen von und zu eigenen ERP-Systemen sowie zu Zertifizierungsdatenbanken für eine optimierte Datenintegrität. Damit erfüllt F-Trace zahlreiche Anforderungen aus dem LkSG wie beispielsweise die Einführung datengestützter Präventionsmaßnahmen, Sorgfaltspflichten gegenüber allen Vorstufen, Datenerhebung für das Risikomanagement oder Berichterstattungen und Dokumentation. Sie erhalten belastbare Informationen zur Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung innerhalb der Supply Chain und können damit glaubwürdig gegenüber Behörden, Kunden und anderen Stakeholdern kommunizieren. Mittels eines integrierten Rechtemanagements verbleibt die Datenhoheit hierbei stets bei den dateneingebenden Unternehmen – bei gleichbleibender Transparenz vom Erzeuger bis zum fertigen Produkt. Durch die Standardisierung der Fragebögen in allen Produktkategorien wird zudem der Aufwand innerhalb des globalen Liefernetzwerkes deutlich reduziert. Für Thomas Fell, Lead GS1 Germany, steht fest: „Kein Unternehmen kann die Anforderungen aus dem LkSG alleine erfüllen. Dazu braucht es Standards und kollaborative Plattformen.“ Ein zentrales Instrument, welches Effizienz und Transparenz in puncto Nachhaltigkeit entlang globaler Liefernetzwerke erzeugt, bietet deshalb F-Trace an, ein Tochterunternehmen von GS1 Germany. Das Unternehmen hat über viele Jahre die neutrale, cloudbasierte Plattform F-Trace Traceability Lösung zur chargengenauen Rückverfolgbarkeit von Produkten in enger Abstimmung mit Industrie und Handel erfolgreich etabliert. Diese wurde nun mit dem neuen, umfangreichen Produkt „Transparency“ um eine Unternehmens-, Produkt- und Zutateneben erweitert. „Wir nehmen kontinuierlich das Feedback unserer Kunden auf und haben die bestehende Traceability-Lösung um weitere Anwendungsszenarien erweitert. Mit dem neuen Produkt können Unternehmen nun für Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement relevante Daten effizient und strukturiert abfragen, visualisieren und analysieren“, sagt Mark Zeller, Lead F-Trace. Und er ergänzt: „Damit schließen wir den Kreis von Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Verantwortung und werden den Anforderungen zur Nachhaltigkeit in Unternehmen mehr als gerecht.“ F-Trace – The global language of transparent supply chains. Die F-Trace GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der GS1 Germany GmbH. Mit F-Trace können Unternehmen Transparenz und Rückverfolgbarkeit für ihre Liefernetzwerke implementieren. Das System basiert auf globalen GS1 Standards – damit sind sämtliche Teilnehmenden der Supply Chain in der Lage, Informationen innerhalb der Liefernetzwerke effizient und sicher auszutauschen. Als neutrale Lösung stärkt F-Trace das Vertrauen aller Akteure der Liefernetzwerke. www.ftrace.com Pressekontakt: Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de
Veröffentlicht am 20.01.2022
Category Management (CM) ist eine etablierte Methode, um Shopperbedürfnisse in partnerschaftlicher Zusammenarbeit von Industrie und Handel bestmöglich zu befriedigen. Im aktuellen und kostenfreien „CM Report 2021“ hat das Shopper Experience Team von GS1 Germany Expert:innen zur Relevanz sowie zu aktuellen Entwicklungen und Trends im Category Management befragt. Darin gewähren die etwa 150 Teilnehmenden tiefe Einblicke und Insights in die Themen und Herausforderungen rund um Shopperwünsche, Category Management sowie die kooperative Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum. Die Onlinebefragung lief im Zeitraum März bis Juni 2021 mit Expert:innen aus Handel und Industrie, die sich in ihrer täglichen Praxis mit Category Management befassen – von der strategischen bis zur operativen Ebene. Bereits seit den späten 1980er-Jahren steigern Industrie und Handel ihre Umsätze durch strukturiertes Warengruppenmanagement. Doch die Marktanforderungen wandeln sich immer schneller. Laut „CM Report 2021“ hat die Relevanz von Category-Management-Kooperationen und entsprechenden Projekten in den vergangenen Jahren noch einmal stark zugenommen. Dabei beschränkt sich die Arbeit um die Shoppergunst nicht mehr allein auf den stationären Handel: Knapp jeder zweite Hersteller und Händler führt Optimierungen speziell für Online- und Omnichannel-Konzepte durch. Und sie sind gleichermaßen dazu bereit, zukünftig weitere Ressourcen in E-Commerce-Aktivitäten zu investieren. Hoch im Kurs stehen zudem weiterhin kategoriespezifische Shopper Insights, aus denen sich individuelle Handlungsempfehlungen und Praxismaßnahmen ableiten lassen, die helfen, das Angebot optimal auf die individuelle Zielgruppe zuzuschneiden. Darüber hinaus zeigt der Report weitere Trends und Entwicklungen: So gewinnen für den Handel lokal-ausgerichtete Sortimente und Platzierungen an Bedeutung. Demnach ist eine nachhaltige und shopperzentrierte Implementierung auf der Fläche elementar für den Erfolg von Category Management. Als eines der Fokusthemen der kommenden Jahre bewerten die befragten Händler außerdem die Zusammenführung und Auswertung großer Datenmengen – Stichwort: Big Data. Die Ergebnisse zeigen ebenfalls, dass eine ganzheitliche Category Vision einen Schwerpunkt bei zukünftigen Vorhaben darstellt. Der vollständige Report steht hier kostenfrei als Download zur Verfügung. Die Ergebnisse werden zukünftig in regelmäßigen Abständen validiert. Um möglichst vielen Interessierten einen noch tieferen Einblick ins Category Management zu ermöglichen, hat GS1 Germany ein umfassendes Fachbuch veröffentlicht. Unter www.gs1.de/cm-buch gibt es eine 20-seitige Leseprobe von „Category Management: In acht Schritten zu mehr Erfolg am Point-of-Sale“. Darüber hinaus bieten wir Ihnen die Möglichkeit exklusiver Interviews mit den Autor:innen. Sprechen Sie uns sehr gerne zu weiteren Bedarfen an – oder ordern Sie jetzt Ihr Belegexemplar. Pressekontakt : Stefan Schütz GS1 Germany GmbH Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln T +221 94714-524, M +49 171 8134874 E stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de
Veröffentlicht am 19.01.2022
Wertstoffe sortenrein trennen, durch Recycling als Material für neue Verpackungen gewinnen und am Point of Sale den Rezyklatanteil an Verpackungen ausweisen – damit das gelingt, muss bekannt sein, aus welchen Materialen die Verpackung besteht. Klingt einfach, ist es aber derzeit nicht: „Häufig besteht kein klares Verständnis darüber, welche Bestandteile der Verkaufsverpackung genau für die Rezyklatangabe relevant sind und wie differenziert diese ausgewiesen werden müssen. Dies kann dazu führen, dass Verpackungsbestandteile nicht oder falsch angegeben werden und den Rezyklatanteil an der gesamten Verkaufsverpackung verfälschen“, erklärt Ingo Wolters, verantwortlich für das Forum Rezyklat bei GS1 Germany. Daher sind aktuelle, korrekte und vollständige Daten entlang der Wertschöpfungskette von Verpackungen notwendig, um auf dem Produkt oder am Ladenregal den Anteil des Recyclingmaterials in der Verpackung kommunizieren zu können. Der Leitfaden „Rezyklat“, den Expert:innen im Fachpaket „Stammdatenmanagement“ des Forum Rezyklat entwickelt haben, setzt an der Wurzel an: Er bietet anhand praxisbezogener Beispiele eine Hilfestellung für die richtige Erhebung und Erfassung von Daten, zum Beispiel dem Rezyklatanteil einer Shampooflasche, einer Aerosoldose oder einer Kunststofffolienverpackung. Der Leitfaden dient damit als Grundlage für die Pflege von Produktstammdaten. Ziel ist es, die Anteile an Post-Consumer-Recycled-Material (PCR) in Verkaufsverpackungen weiter zu erhöhen. Das Dokument steht in deutscher und englischer Sprache hier kostenfrei zur Verfügung: www.forum-rezyklat.de/fuer-unternehmen . Rezyklat-Info in Stammdaten – für nachhaltiges Einkaufen Die Angaben zu den Verpackungsmaterialien können gleichzeitig als Grundlage für eine Verpackungslizensierung genutzt werden. Ebenso dienen diese Informationen dazu, Potenziale für alternative nachhaltige Produktverpackungen zu finden. Das Übermitteln der Daten an die Partner in den Liefernetzwerken kann standardisiert über den weltweiten Verbund von Stammdatenpools GDSN (Global Data Synchronisation Network) erfolgen. Seit dem Jahr 2019 besteht dort die Möglichkeit, zusätzlich den in den Verkaufsverpackungen enthaltenen PCR-Anteil anzugeben. „Wir möchten unseren Kund:innen die Möglichkeit eines bewussten Einkaufens anbieten. Durch die Erweiterung des Attributs PCR in den Stammdaten haben wir unter anderem die Möglichkeit, Verpackung mit einem hohem Anteil an Recyclingmaterial hervorzuheben“, sagt Dagmar Glatz, Produktmanagerin Nachhaltigkeit bei dm-drogerie markt. Über das Forum Rezyklat Das Forum Rezyklat wurde 2018 von dm-drogerie markt initiiert und versteht sich als agiles Bündnis. 47 Mitglieder bestehend aus Händlern, Produkt- und Verpackungsherstellern, dualen Systemen, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie Vertreter:innen der Wissenschaft und Politik, bilden die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Kreislaufwirtschaft ab. Gemeinsam arbeiten sie Forum Rezyklat an praxis- und verbrauchernahen Strategien und Maßnahmen. Sie wollen das Bewusstsein der Menschen für Kreislaufwirtschaft fördern, um eine sortenreine Trennung der Wertstoffe zu erzielen. Dadurch können die Qualität von Recyclingmaterialien sowie der Recyclinganteil in Verpackungen erhöht werden. Des Weiteren strebt das Forum an, Verpackungen zu optimieren und schon im Entstehungsprozess neuer Verpackungen darauf zu achten, dass diese recyclingfähig sind, damit sie als Ressource dem Kreislauf erhalten bleiben. Um diese Ziele zu erreichen, engagieren sich die Mitglieder des Forum Rezyklat in Fachpaketen, die sich mit folgenden Themen befassen: Stammdatenmanagement, Technologie und Recyclingfähigkeit, Endverbraucher:innen-Kommunikation und Verpackungsreduzierung. www.forum-rezyklat.de Pressekontakt: Michaela Freynhagen GS1 Germany GmbH Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln T +49 221 94714-534 E presse@forum-rezyklat.de
Veröffentlicht am 08.12.2021
Category Management (CM) bedeutet für Hersteller und Händler gleichermaßen, den Fokus konsequent auf die Kundenbedürfnisse zu legen. Nur so gelingt es, in einem dynamischen Marktumfeld die Aufmerksamkeit und das Vertrauen der Kund:innen zu gewinnen. Der aktualisierte CM-Prozess weist in acht Schritten den Weg und wurde nun erstmals in einem Fachbuch verewigt. Seit den späten 1980er-Jahren steigern Industrie und Handel ihre Umsätze durch ein strukturiertes Warengruppenmanagement, besser bekannt als Category Management. Doch nie haben sich Unternehmen über alle Branchen hinweg intensiver mit diesem Thema befasst als heute. Ob steigender Wettbewerbsdruck, sinkende Roherträge oder immer komplexere Anforderungen seitens der Shopper: Die Beweggründe, ein strategisch ausgerichtetes Warengruppenmanagement zu verfolgen und zu implementieren, sind vielfältig. Zumal sich die individuellen Marktanforderungen immer schneller wandeln. Wie also Schritt halten mit aufkommenden Trends und den sich verändernden Wünschen der Kund:innen? Was können die Beteiligten tun, um eine partnerschaftliche, shopper-orientierte Zusammenarbeit zu gewährleisten? Antworten darauf liefert der überarbeitete 8-Schritte-Prozess im Category Management von GS1 Germany. Dieser bildet einen einheitlichen Rahmen für eine gemeinsame Optimierung von Warengruppen durch Industrie und Handel. Der gesamte Prozess ist universell auf unterschiedliche Branchenbedürfnisse und Vertriebskanäle anwendbar: zum Beispiel FMCG, selektive Kosmetik, Consumer Electronics, Fashion oder Healthcare. Festgehalten wurde das CM-Konzept im Nachschlagewerk „Category Management: In acht Schritten zu mehr Erfolg am Point-of-Sale“. Um auf dem Weg zum optimalen Category Management die unternehmerische Praxis stärker zu berücksichtigen, haben die Autor:innen im Leitfaden vieles vereinfacht, geschärft und optimiert. Vor allem ist dieser CM-Prozess agil und somit an individuelle Anforderungen anpassbar. Step by step wird der aktualisierte 8-Schritte-CM-Prozess, der sich im Markt etabliert hat und den Standard setzt, in dieser Fachpublikation erläutert und mit Praxisbeispielen untermauert. Entstanden ist ein umfassender Wegweiser für alle, die in ihrem Berufsalltag mit Category Management in Berührung kommen. Leseprobe : Unter www.gs1.de/cm-buch finden Interessierte eine 20-seitige Leseprobe von „Category Management: In acht Schritten zu mehr Erfolg am Point-of-Sale“. Interviews : Darüber hinaus bieten wir Ihnen die Möglichkeit exklusiver Interviews mit den Autor:innen rund um das Thema Category Management. Sprechen Sie uns sehr gerne zu weiteren Bedarfen und Insights an – oder ordern Sie jetzt Ihr Belegexemplar. Pressekontakt : GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de
Veröffentlicht am 06.12.2021
Weg von der linearen hin zur zirkulären Wirtschaft: Wie kann es gelingen, Produkte, etwa Tablets und Lampen, bereits bei ihrer Entwicklung so auszurichten, dass sie möglichst langlebig, energieeffizient, wiederverwendbar und recyclingfähig sind? Und wie lässt sich auch der Konsum von Fleisch und Gemüse nachhaltig gestalten? Hieran forschten im Rahmen des internationalen Innovationsprojekts „Circ4life“, das durch das H2020-Programm der Europäischen Kommission für Kreislaufwirtschaft unterstützt wird, über 3 Jahre lang 17 Partnern aus 8 EU-Ländern, darunter GS1 Germany. Ziel ist es, durch unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und standardisierten Datentransfer Ressourceneffizienz in unterschiedlichen Branchen herbeizuführen. Dazu entwickelten sie Ansätze in der Kreislaufwirtschaft für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Entsprechende Lösungen sollen über die Wertschöpfungs- und Lieferketten der Produkte und Dienstleistungen hinweg umsetzbar sein. Die Expert:innen entwickelten dazu in dem Forschungsprojekt drei verschiedene Business-Modelle und entwarfen ein Brokerage System für Roh-, Zwischen- und Abfallprodukte. Neu ist auch, dass jetzt Daten während des Lebenszyklus von Produkten auf der Basis von Ereignissen, wie zum Beispiel Auslieferung, Betrieb und Instandsetzung, in standardisierter Form erfasst und ausgetauscht werden können. Diese Lösung basiert auf dem GS1 Schnittstellenstandard EPCIS (Electronic Produkt Code Information Servicesystem). Die Projektergebnisse zahlen unter anderem auf die Sustainable Development Goals, kurz SDGs, der Vereinten Nationen ein und sollen in weitere Lösungen, Tools und Folgeprojekte einfließen, um etwa die Umweltauswirkungen von Produkten messbar zu machen und Produkte entsprechend kennzeichnen zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse lässt GS1 Germany darüber hinaus in die internationale Entwicklung von GS1 Standards einfließen. Geschäftsmodelle nehmen Verbraucher:innen in den Fokus Die im Verlauf von Circ4Life erarbeiteten Modelle fokussieren ein nachhaltigeres, ressourcenschonendes Produktdesign und entsprechende Services von LED-Lampen, den nachhaltigeren Konsum von Fleisch und Gemüse sowie die Weiter- und Wiederverwertung von Tablets. Dank Co-Creation wird das Feedback von Interessengruppen in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen von Anfang an einbezogen. Die Präferenzen und Bedürfnisse von Verbraucher:innen stehen dabei im Fokus und beeinflussen zum Beispiel das Produktdesign. Das Geschäftsmodell zur Förderung des nachhaltigen Konsums befähigt Kund:innen, Produkte bezogen auf ihre Umweltauswirkung zu vergleichen und zu bewerten. Die Basis dafür ist vollständige Datentransparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So können Konsument:innen eine nachhaltigere Entscheidung, zum Beispiel beim Einkaufen, treffen. Das kollaborative Modell für Recycling oder Wiederverwendung basiert auf einem benutzerfreundlichen Sammelsystem für gebrauchte Tablets und stellt die Bürger:innen in den Mittelpunkt. Sie werden für das Sortieren von Abfällen und das Recycling wiederverwendbarer oder reparierbarer Gegenstände belohnt. Die eingesammelten Altgeräte werden entsprechend ihres Qualitätszustandes bewertet. So wird entweder der Lebenszyklus des Tablets durch eine Reparatur verlängert oder aber verbrauchte Materialien als Rohstoffe genutzt. Übriggebliebene Roh- und Zwischenprodukte verkaufen statt wegwerfen Warum wegwerfen, was andere noch gebrauchen können: Diesen Ansatz verfolgt das in Circ4life entstandene Konzept eines Brokerage-Systems. Auf dieser offenen Onlineplattform könnten Unternehmen verfügbare Roh-, Zwischen- und Abfallprodukte handeln. Diese Waren würden andernfalls auf Abfalldeponien landen. Anbieter:innen und Käufer:innen finden dabei durch übereinstimmende Profile zueinander. „Vernetzte Lieferketten setzen die Maßstäbe zur kreislaufmäßigen Wertschöpfung, der Wirtschaftsform der Zukunft. Die in Circ4Life entwickelten Lösungen sind getestet und akzeptiert, global einsetzbar, kostengünstig und auch für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet“, erklärt Tim Bartram, Senior Manager Collaborative Research Projects bei GS1 Germany. Dieses Projekt wurde mit Mitteln des EU-Programms Horizont 2020 unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 776503 gefördert. Pressebild: Forschungsprojekt Circ4Life entwickelte Geschäftsmodelle für kreislauffähige Produkte und nachhaltigen Konsum Weitere Informationen zu Circ4Life: www.circ4life.eu Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de
Veröffentlicht am 24.11.2021
Grüne Logistik, nachhaltiger CO2-Fußabdruck: „In der Branche ist hier viel in Bewegung geraten, zum Beispiel in unserer Initiative Lean and Green“ erklärt Oliver Püthe, Logistikexperte bei GS1 Germany. Die Initiative vernetzt Hersteller, Händler und Logistikunternehmen, die ihre Emissionen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 senken möchten, und unterstützt sie bei der Planung sowie Umsetzung geeigneter Maßnahmen. Teilnehmende Unternehmen erhalten für erreichte Reduktionsziele eine Zertifizierung durch den TÜV Nord. „Der Weg dahin soll möglichst einfach sein, besonders für kleine und mittelständische Unternehmen sind geringe Aufwände entscheidend“, so Püthe weiter. Das Erfassen und das Übermitteln der Daten an den TÜV Nord im Rahmen der Aktion zur CO2-Senkung wird jetzt daher für die Teilnehmer:innen der Lean and Green Initiative noch einfacher. GS1 Germany kooperiert dazu mit Big Mile, einer Plattform zur Optimierung des CO2-Fußabdrucks im Transportwesen. Die Kooperation ermöglicht es den Unternehmen, ihre Daten in einem einfach strukturierten Prozess zu übermitteln und anschließend den CO2-Fußabdruck zu berechnen. Außerdem bietet das Big Mile-Tool den Anwender:innen verschiedene Ansätze für die Optimierung der Emissionsbilanz und um die Reduktion des CO2-Ausstoßes zu identifizieren. Diese Ansätze greifen zum Beispiel bei der Laderaumoptimierung, der Identifikation von Rundläufen oder der Optimierung der Standortstruktur. Die Lösung soll perspektivisch den Aktionsplan und das Dashboard ablösen und damit den Aufwand für die Anwender:innen verschlanken. Sie erfordert zudem weniger Vorwissen in Sachen CO2-Bilanzierung – insbesondere für kleine und mittelständische Akteure ein wichtiger Aspekt. Das kostenfreie Angebot ermöglicht bis zu fünf Reportings pro Jahr. Die dafür notwendigen Daten können per Schnittstellen zu Transportmanagement- und ERP-Systemen oder einfach per CSV-Upload an das Tool gesendet werden, die wiederum die Basis für die Bilanzierung bilden. Ein weiterer entscheidender Vorteil des Big Mile-Tools ist, dass sich die Auditierung durch den TÜV Nord beschleunigt. Die Prüfer:innen erhalten alle Informationen der einzelnen Unternehmen in einem einheitlichen Format und müssen sich nicht wie bisher in immer wieder unterschiedliche Darstellungen einarbeiten. „Nachhaltiger Transport und Logistik spielen eine wesentliche Rolle in der Strategie von Essity, um bis 2050 in netto null Treibhausgasemissionen zu erreichen. Unsere Mitgliedschaft in der Initiative Lean and Green ist ein wichtiger Baustein dafür. Mit Hilfe des Big Mile Tools konnten wir nun die CO2-Bilanzierung weiter professionalisieren und dort, wo es notwendig ist, Verbesserungen einleiten“, erklärt Gretta Schoonderbeek, Customer Logistics Manager Retail Netherlands & DACH beim Hygiene- und Gesundheitsunternehmen Essity. Lean and Green-Partner wie die Unternehmen Essity und Chep nutzen Big Mile bereits für ihre Aktivitäten in den Niederlanden. Weitere Informationen: www.bigmile.eu , www.gs1.de/lean-and-green Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de
Veröffentlicht am 11.11.2021
Köln, 11. November 2021. Der neuartige GS1 Germany Resolver Service verbindet physische Produkte mit einer eindeutigen ID im Internet und ermöglicht eine zentrale Steuerung der Produktkommunikation entlang des gesamten Produkt-Lebenszyklus. Sowohl im B2B- als auch B2C-Sektor ergeben sich völlig neue branchenübergreifende Lösungen, um effiziente, Prozesse und kundenorientierte Services zu implementieren. Dabei baut der Service auf dem GS1 Digital Link Standard auf. Für das Bereitstellen des Digital Link Basis-Service hat sich GS1 Germany für den Berliner Smart Product Cloud-Anbieter GoodsTag als technologischen Lösungsprovider entschieden. GoodsTag und GS1 Germany: Unkompliziert in die Welt smarter Produkte Der GS1 Digital Link ist die von GS1 entwickelte standardisierte Lösung zur digitalen Produktkennzeichnung und vereint bestehende Standards in einer universellen URL, die als QR-Code, NFC- oder RFID-Chip künftig als eindeutige Produktkennzeichnung lesbar ist. Damit forciert der GS1 Digital Link nachhaltige Innovationen über den gesamten Lebenszyklus von Produkten hinweg: Von Supply Chain über Point of Sale und Customer Care bis hin zum Recycling. Jedes Produkt wird anhand des GS1 Digital Link eindeutige Daten generieren, liefern und erwidern können. Nachhaltigkeit wird mit messbaren Daten belegbar, die Bindung zu Konsument:innen direkt am Produkt ausgelöst – auf Basis eines einzigen, multifunktionalen und standardisierten Codes. Chance und Schub für eigene Entwicklungen digitaler, innovativer Produktservices „Wir freuen uns, mit GoodsTag einen erfahrenen Smart Product Cloud Provider gewonnen zu haben”, kommentiert Oliver Püthe, Lead Industrie Engagement bei GS1 Germany. „Unser Ziel ist, im ersten Quartal 2022 allen Unternehmen in Deutschland mit dem GS1 Germany Resolver Service einen Basis-Service zum unkomplizierten Einstieg in die Welt smarter Produkte bereitzustellen. Wir wollen den Herstellern möglichst schnell die Chance eröffnen, eigene Erfahrungen mit digitalen Services und innovativen Produktstrategien zu machen und entsprechende Entwicklungen voranzutreiben.“ „Der neue GS1 Digital Link Standard ist ein wichtiger Treiber, um mehr Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Zweckmäßigkeit in jeden Produktlebenszyklus zu bringen“, so Oliver Schwarz, CEO GoodsTag. „Wir sind stolz darauf, mit unserer Technologie und Beratungsexpertise zu einer nachhaltigen Wirtschaft beizutragen, bei der in naher Zukunft alle Beteiligten entlang der gesamten Liefernetzwerke per Digital Link vertrauensvoll, effizient und zielgerichtet zusammenarbeiten.“ GoodsTag – Things that count Markenproduzenten und Händlern ermöglicht die Smart Products Platform von GoodsTag die Bereitstellung und datenbasierte Optimierung von Produkt-Services entlang des gesamten Lebenszyklus von Gütern. Mit GoodsTag wird jedes physische Produkt zu einem individuellen Kommunikations- und Service-Channel zwischen Kunde, Marke und Händler. GoodsTag hilft Unternehmen, Lösungen zu entwickeln, um Produkte mit digitalen Mehrwerten für ihre unterschiedlichen Nutzergruppen in aller Welt anzureichern. Ziel des Berliner Unternehmens ist es, gemeinsam mit Kunden und Partnern die Potenziale eines nachhaltigen Produktzyklus in vernetzten Wertschöpfungsketten zu erschließen. www.goodstag.com GS1 Germany – Es begann mit einem einfachen Beep. 1974 wurde in einem Supermarkt zum ersten Mal ein Barcode gescannt. Dies war der Beginn des automatisierten Kassierens – und der Anfang der Erfolgsgeschichte von GS1. Der maschinenlesbare GS1 Barcode mit der enthaltenen GTIN ist mittlerweile der universelle Standard im globalen Warenaustausch und wird sechs Milliarden Mal täglich auf Produkten gescannt. Die Standards von GS1 sind die globale Sprache für effiziente und sichere Geschäftsprozesse, die über Unternehmensgrenzen und Kontinente hinweg Gültigkeit hat. Als Teil eines weltweiten Netzwerks entwickeln wir mit unseren Kunden und Partnern gemeinsam marktgerechte und zukunftsorientierte Lösungen, die auf ihren Unternehmenserfolg unmittelbar einzahlen. Zwei Millionen Unternehmen aus über 20 Branchen weltweit nutzen heute diese Sprache, um Produkte, Standorte und Assets eindeutig zu identifizieren, um relevante Daten zu erfassen und um diese mit Geschäftspartnern in den Wertschöpfungsnetzwerken zu teilen. GS1 – The Global Language of Business. www.gs1.de Pressefoto/Infografik: Der GS1 Digital Link fügt die bisher unterschiedlichen Codierungsstandards am Produkt zu einem internetbasierten Link zusammen , der von allen digitalen Endgeräten und IT-Systemen gleichermaßen gelesen und verwendet werden kann (by GS1 Germany). Medienkontakte GS1 Germany GmbH Andreas Finke Corporate Communications T: 0221 94714-526 E: andreas.finke@gs1.de www.gs1.de GoodsTag GmbH Antje Meyer Communications & Sustainability T: 0160 740 62 76 E: antje.meyer@goodstag.com www.goodstag.com
Veröffentlicht am 07.10.2021
Versenden Unternehmen Produkte, stellen sie einen Lieferschein auf Papier aus, der die Lieferung bis zum Wareneingang begleitet. Er wird manuell weitergereicht und bearbeitet. Das ist zeitaufwändig, fehleranfällig und verbraucht Ressourcen. Der digitale Lieferschein soll diese Probleme bald beheben. In einem gemeinsamen Pilotprojekt der Bundesvereinigung Logistik (BVL), GS1 Germany und T-Systems wurde die Lösung in der Praxis verprobt. 20 Unternehmen aus Konsumgüter-Industrie, Handel und Logistik testeten im August und September vier Wochen lang den digitalen Lieferschein. Erfolgreich: 68 Prozent der befragten Anwender:innen würden die standardisierte Branchenlösung zur digitalen Abwicklung von Lieferscheinen gerne weiternutzen. Denn, so das Ergebnis: Die Dauer einzelner Lieferprozesse verkürzte sich mitunter um bis zu zehn Tage. „Spediteure sparen sich den gesamten Aufwand der Dokumentation von Lieferscheinen – vom Einscannen übers Archivieren bis zur Auskunftspflicht“, sagt Oliver Püthe, Leiter des Projekts bei GS1 Germany. Die detaillierten Ergebnisse des Pilotprojektes wurden am 6. Oktober 2021 auf dem digitalen Symposium „Paperless Logistics“ vorgestellt. Im Projektverlauf gefielen den Teilnehmenden besonders die kontaktlose Übergabe des Dokuments mithilfe des QR-Code Scans, die digitale Unterschrift sowie die Einsparung des Lieferscheindrucks. Sie begrüßten außerdem, dass die Qualität des Belegs nicht durch mehrere manuelle Durchläufe leidet. Zu den Vorteilen zählt ihrer Meinung nach auch die zeitnahe und vollständige Verfügbarkeit von Abliefernachweisen inklusive der gut lesbaren Informationen zu Anlieferdifferenzen. „Der Digitale Lieferschein ist ein wichtiger Baustein für durchgängig digitale Geschäftsprozesse in der Transportlogistik“, sagt Christian Grotemeier, Geschäftsführer der BVL. In Zukunft soll jeder Partner in der Lieferkette digital auf seine Lieferscheine zugreifen, sie kommentieren und mit einer Unterschrift quittieren können. Betrieben wird der Digitale Lieferschein als Web-App in der Open Telekom Cloud. Jeder Beteiligte am Lieferprozess hat nach genau definierten Rechten Zugriff. Als ersten Schritt hinterlegen die verladenden Unternehmen die Lieferscheine digital. Damit das digitale Dokument eindeutig der jeweiligen Lieferung zugeordnet werden kann, nutzen sie den GS1 Standard GDTI (Global Document Type Identifier). Beim Verladen scannen die Fahrer:innen einen QR-Code mit der Smartphone-Kamera. Sie erhalten so einen zeitlich begrenzten, sicheren Zugriff auf den Digitalen Lieferschein in der Cloud. Dieser enthält ebenfalls einen QR-Code. Er wird bei Anlieferung vorgezeigt. Der Empfänger scannt den angezeigten QR-Code und bestätigt elektronisch den Erhalt der Ware. Damit lassen sich die nachfolgenden Schritte, wie Erstellung von Ablieferbeleg und Abrechnungen an Händler und Spediteur, direkt anstoßen. Der Prozess ist dabei sicher: „Die Verarbeitung der Daten über die Open Telekom Cloud sorgt für beste Verfügbarkeit und entspricht dem Datenschutz nach europäischen Standards“, sagt Ludger Vennewald, zuständig für Sales Mobility, Transport & Logistics bei T-Systems. Nach Auswertung des Pilotprojektes wird der Digitale Lieferschein weiterentwickelt. Zudem entsteht eine GS1 Anwendungsempfehlung, die Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen soll. Bereits 2022 könnte es erste konkrete Anwendungen geben. Pressefoto: Scan des QR-Codes zum Abruf des digitalen Lieferscheins im Wareneingang (Quelle: Rewe) Presseansprechpartner: Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V . Christian Stamerjohanns Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit E-Mail: stamerjohanns@bvl.de Tel.: 0421 / 1738421 www.bvl.de Über die BVL: www.bvl.de/verein GS1 Germany Michaela Freynhagen Manager Corporate Communications E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de Tel.: +49 221 94714 534 Deutsche Telekom AG Corporate Communications Tel.: 0228 181 – 49494 E-Mail: medien@telekom.de Über die Deutsche Telekom: www.telekom.com/konzernprofi l Über T-Systems: T-Systems Unternehmensprofil
Veröffentlicht am 27.09.2021
Köln, 27. September 2021. Zum 19. Mal wurden unternehmensübergreifende Kooperationen, die sich für die Optimierung von Prozessen innerhalb der Wertschöpfungsnetzwerke engagieren, mit dem ECR Award geehrt. Ein ECR Award in der Kategorie „Operational Excellence“ wurde virtuell an ein gemeinsames FMCG-Projekt von Industrie und Handel für bessere Datenqualität vergeben. Wie im vergangenen Jahr vergab GS1 Germany zudem einen Special ECR Award in der Kategorie „Held:innen der Stunde“. Bewerben konnten sich partnerschaftliche Projekte, die mit einer innovativen Lösung den Herausforderungen der Corona-Pandemie begegneten. Beide Auszeichnungen wurden im Rahmen des digitalen ECR Tags überreicht und wenden den Gedanken von Efficient Consumer Response (ECR) in außergewöhnlichem Maße an. Datenqualitätsinitiative von Industrie und Handel Der Blick auf die Kooperationspartner lässt die Tragweite des Projekts für die FMCG-Branche erkennen: Dr. Oetker, Edeka, Henkel, Markant, Metro, Mondelez International, Procter & Gamble, Rewe Group und Unilever haben sich zur „Qualitätsoffensive Produktstammdaten“ zusammengefunden. Ihr gemeinsames Ziel ist, die Qualität der Produktstammdaten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) weiter zu verbessern und einen Qualitätsstandard zu etablieren. Mit „Data Quality Excellence“ (DQX) ist ihnen auf ihrem Weg zum Ziel ein großer Schritt gelungen. Der Service überprüft Produktstammdaten auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Konsistenz und macht damit Produkte sicher und fit für den Handel. Die Datenempfänger können die Güte der Datensätze anhand eines elektronischen Siegels auf einen Blick erkennen – somit bedürfen die Produktstammdaten keiner weiteren Prüfung mehr durch den Handel. Dadurch werden die Supply-Chain-Prozesse in der FMCG-Branche schneller, zuverlässiger, effizienter und kostengünstiger – der bisher notwendige bilaterale Austausch zwischen Industrie und Handel wird deutlich verringert. Hans-Jürgen Moog, Bereichsvorstand Handel Deutschland der Rewe Group, sagt stellvertretend für die Gewinner: „Ich freue mich, dass unsere gemeinsame Datenqualitätsinitiative GS1 DQX von namhaften Lebensmittelhändlern und der Markenindustrie mit dem ECR Award ausgezeichnet wurde. Wir haben eine Art Stammdaten-TÜV entwickelt, der sich schon bald endgültig zum FMCG-Branchenstandard etablieren wird – und damit endlich auch übergreifend Verlässlichkeit und Transparenz bringt.“ Angesichts der Tatsache, dass Wettbewerber und Unternehmen verschiedener Wertschöpfungsstufen an einem Strang ziehen, fiel der Jury die Entscheidung für das Projektteam leicht. Zumal die Konsument:innen ebenfalls stark von einer besseren Datenqualität profitieren, da sie ihre Kaufentscheidung – egal ob offline oder online – anhand einer Vielzahl valider Produktattribute zuverlässiger treffen können. So sollen eine höhere Kundenzufriedenheit und weniger Reklamationen erzielt werden. Aufbau von Corona-Schnelltest-Zentren für alle Kostenlose Bürgertests waren im ersten Halbjahr dieses Jahres eine wichtige Säule in der Pandemiebekämpfung. Mit dem Aufbau von Corona-Schnelltest-Zentren hatte die Drogeriemarktkette dm dazu beigetragen, die Testinfrastruktur in Deutschland signifikant zu verbessern. Für dieses Engagement erhält das Projekt den ECR Award 2021 in der Kategorie „Held:innen der Stunde“. Schon zwei Monate nach Projektstart im März 2021 gab es bundesweit 400 Testzentren in den dm-Filialen. Am Projekt beteiligt waren der Internationale Bund (IB), der IT-Spezialist Netyano Software sowie viele weitere engagierte Helfer:innen. Der innovative Charakter der Lösung hat die Jury besonders beeindruckt: Das gesamte Testverfahren ist komplett digital und damit in äußerst effizient – angefangen bei der Terminbuchung in der dm-App über die digitale Übermittlung des Testergebnisses bis hin zur Integration in die Corona-Warn-App. Das erste dm-Testzentrum wurde als Teil des „Tübinger Modells“ Mitte März eröffnet. Aufgrund des hohen öffentlichen und politischen Interesses an diesem Pilotprojekt entstand eine große Dynamik, die eine rasante Eröffnungswelle entfachte. In Spitzenzeiten betrieb dm knapp 600 Schnelltest-Zentren. Dies alles hätte nicht ohne die engagierten dm-Mitarbeiter:innen funktioniert, die sich als Tester:innen zur Verfügung gestellt haben und vom DRK ausgebildet wurden. IB vermittelte weitere Fachkräfte für die Testzentren. „In kürzester Zeit haben wir eine Testinfrastruktur aufgebaut, um den Menschen ein Stück Normalität zurückzubringen, als noch nicht ausreichend Impfstoff verfügbar war. Der ECR Award ist eine großartige Auszeichnung und tolle Anerkennung für alle, die bei diesem Projekt mitgewirkt haben“ , so Christian Harms, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Mitarbeiter. Über den ECR Award Mit dem ECR Award zeichnet GS1 Germany alljährlich unternehmens- und wettbewerbsübergreifende Kooperationsprojekte aus, in denen sich die Projektpartner für die Prozessoptimierung innerhalb der Wertschöpfungsnetzwerke engagieren. Dabei werden stets die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten in den Fokus gerückt. Das entspricht ganz dem Sinn des ECR-Gedankens (Efficient Consumer Response), einem strategischen Konzept in der Konsumgüterindustrie, in dem alle Partner zur Optimierung des Wertschöpfungsnetzwerks zugunsten der Zielgruppenansprache und Kostenreduktion zusammenarbeiten. www.ecraward.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de