Veröffentlicht am 24.11.2010
Köln. Wer kennt das nicht? Das Regal ist voll mit dem gewünschten Hemdenmodell, nur die eigene Größe fehlt. Umso größer die Freude, wenn schnell geklärt ist, ob das Wunschmodell möglichst noch am gleichen Tag die Filiale der Wahl erreicht. Die Funktechnologie RFID macht das möglich. Denn mit RFID – Radiofrequenz-Identifikation – werden die Artikel und ihre eindeutigen Elektronischen Produktcodes (EPC) per Funk schon im Wareneingang erfasst und stehen somit artikelgenau zur Verfügung. Manuelles Überprüfen und Eingeben in Warenwirtschaftsysteme entfällt und das spart viel Zeit, wie ein Projekt im Modehaus Jost, durchgeführt im Rahmen der Förderinitiative PROZEUS, gezeigt hat. Voraussetzung für eine optimale Einführung der Technologie ist das reibungslose Zusammenspiel der Partner – im Fall von Jost mit der Unternehmensgruppe Seidensticker. Ergebnis: Innerhalb von zwölf Monaten konnte für Ware von Seidensticker der Aufwand im Wareneingang um 75 Prozent und bei der Bestandskontrolle um 80 Prozent reduziert werden. Der traditionsreiche Hemdenhersteller nutzt die RFID-Technologie schon seit geraumer Zeit. Mithilfe von EPC/RFID und elektronischem Datenaustausch (EDI) als standardbasierte Lösungen von GS1 sollte nun auch der Geschäftsprozess mit dem Modehaus besser vernetzt und der Datenaustausch effizienter gestaltet werden. Das bringt Vorteile für beide Partner: Jost ist jederzeit up-to-date, welche Artikel in den Filialen gegen Null gehen und nachgeordert werden müssen. Hersteller Seidensticker erhält zeitnah via EDI die Nachbestellung. So können beide schneller und flexibler auf Kundenbedürfnisse reagieren. Denn eine genaue Bestandskontrolle und schnelle Nachlieferung sind wesentliche Erfolgsfaktoren im Modebusiness. „Welcher Kunde wartet gerne auf ein Produkt, das er direkt kaufen möchte“, so Patric Knoll, Geschäftsführer des Modehauses Jost. „Und damit der Kunde in Zukunft jederzeit fündig wird, war uns eine schnelle und reibungslose Implementierung besonders wichtig. Dafür mussten, zusätzlich zur Umstellung der technischen Seite, alle Mitarbeiter frühzeitig in das Projekt einbezogen und die Kunden rechtzeitig über die Vorteile dieser neuen Technologie informiert werden.“ Für sein Engagement und den Erfolg des RFID-Einsatzes erhielt das Modehaus Jost gemeinsam mit weiteren Partnern den ECR Award 2010 für die Unternehmenskooperation Supply Side. Knoll ist überzeugt: „EPC/RFID sowie der elektronische Datenaustausch zwischen Hersteller und Handel wird die Textilbranche in Zukunft weiter nach vorne bringen und dem Einzelnen Wettbewerbsvorteile verschaffen.“ Detaillierte Informationen zu Projektverlauf und Ergebnissen hat PROZEUS in einer kostenlosen Broschüre veröffentlicht, die Interessenten unter www.prozeus.de herunterladen oder bestellen können. PROZEUS – auf einen Blick Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt PROZEUS die eBusiness-Kompetenz mittelständischer Unternehmen durch integrierte PROZE sse U nd etablierte eBusiness- S tandards. PROZEUS wird betrieben von GS1 Germany – bekannt durch Standards und Dienstleistungen rund um den Barcode – und IW Consult, Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. PROZEUS versteht sich als zentrale Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen der Industrie sowie der Konsumgüterwirtschaft und des Handels. Von PROZEUS empfohlene eBusiness-Lösungen sind zukunftsfähig und investitionssicher, da sie auf kostengünstigen, neutralen und international akzeptierten eBusiness-Standards basieren. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll, Referentin Unternehmenskommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221/94714-437, Fax: 0221/94714-591 eMail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 05.04.2017
Es ist soweit: Das Europäische Parlament hat heute die Medical Device Regulation (MDR) und die In-vitro Diagnostic Regulation (IVDR) verabschiedet. Es folgt die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt (OJEU: Official Journal of the European Union). 20 Tage danach treten die Verordnungen in Kraft. Höchste Zeit, zu handeln. Denn die Vorgaben zur Umsetzung sind sehr komplex und mit Fristen versehen. Ziel ist die Steigerung der Patientensicherheit durch die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten. Hersteller stehen nun vor der Herausforderung, ein System zu etablieren, mit dem sie dieses Ziel erfüllen: Das Unique Device Identifications System, kurz UDI. Es wird bereits seit vier Jahren erfolgreich in den USA angewendet. Für die Kodierung der Produktinformationen setzen die meisten Hersteller auf die GS1 Standards: 88 Prozent der weltweiten Medizinprodukte-Daten in der globalen UDI-Datenbank GUDID werden laut FDA (US Food and Drug Administration) bereits mit der globalen Artikelnummer GTIN den Produkten zugeordnet. Die amerikanische UDI-Lösung ist jedoch nicht ein zu eins übertragbar. Denn zum einen müssen die Daten für Europa in einem anderen Austauschformat an eine andere Datenbank, die Eudamed, gesendet werden. Zudem gibt es je nach Risikoklasse unterschiedliche Vorgaben, welche UDI-Kennzeichnungen auf welcher Packungsgröße klarschriftlich und maschinenlesbar angebracht werden müssen. So stehen auch die Produzenten die UDI bereits für die USA implementiert haben, vor der Aufgabe, betroffene Sortimente auf die MDR/IVDR-konforme Kennzeichnung zu überprüfen. Durch die verbesserte Dokumentation per UDI sollen Rückrufe schneller und effizienter zugeordnet werden. Rund 400.000 Medizinprodukte gibt es nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums weltweit und über 100.000 Produkte werden laut McKinsey jährlich zurückgerufen. Damit die Hersteller mit dem UDI-System effizient dazu beitragen können, diese Quote zu senken, sehen die EU-Verordnungen Übergangsfristen für die Umsetzung vor. Diese hängen von der Risikoklasse der Produkte ab: Bei der höchsten Risikoklasse der Medizinprodukte, darunter fallen zum Beispiel Herzschrittmacher oder Brustimplantate, gilt eine Übergangsfrist von drei Jahren. Neu ist die Eingruppierung der Diagnostika in vier Klassen. Für die Hochrisikoklasse ist eine Frist von fünf Jahren einzuhalten. Entsprechen die Produkte anschließend nicht den Anforderungen, dürfen sie nicht in Verkehr gebracht werden. Der Medizinproduktehersteller Erbe Elektromedizin setzt deshalb frühzeitig auf eine EU-konforme Kennzeichnung: „Wir labeln künftig all unsere Produkte mit GS1 Standards, um diese überschneidungsfrei zu kennzeichnen“, erklärt Matthias Rapp, Projektleiter bei Erbe. „Die Standards haben sich international bereits bewährt. Darum sehen wir der Medizinprodukteverordnung jetzt gelassen entgegen.“ Herausforderungen der Verordnungen MDR und IVDR meistern Beide Verordnungen verursachen in erster Linie einen deutlich erhöhten Dokumentationsaufwand für Hersteller. Zum einen muss jedes Produkt zukünftig eine eindeutige Produktnummer inklusive Device Identifier erhalten und mit einem 2D-Code gekennzeichnet werden. Zum anderen müssen die Hersteller die Eudamed fristgerecht mit allen rückverfolgbarkeitsrelevanten Produktinformationen bestücken. Gibt es Änderungen am Produkt, muss der Code neu vergeben werden, um Verwechslungen oder Fehler bei der Rückverfolgung zu vermeiden. In diesem Fall muss der gesamte Prozess inklusive der Datenübermittlung an die Eudamed wiederholt werden. Die international bewährten GS1 Standards helfen, die UDI-Maßnahmen fristgerecht umzusetzen. Die maschinenlesbare Kennzeichnung der Produkte kann im 2D-Code GS1 DataMatrix erfolgen. Darin lassen sich die globale Artikelnummer GTIN und weitere Informationen wie die Seriennummer, das Verfallsdatum und die Charge verschlüsseln. „Bisher haben die neuen Regularien bei vielen Herstellern noch keine übergeordnete Relevanz. Sie sollten den Aufwand für die Umsetzung jedoch nicht unterschätzen“, erklärt Jürgen Schmitz, Leiter Vertrieb und Branchenmanagement bei GS1 Germany. „Wir raten, unverzüglich zu starten und nicht mehr lange zu warten. Die Implementierung geeigneter Lösungen hilft nicht nur, regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Sie bietet auch den Vorteil, Prozesse im Unternehmen und mit den Geschäftspartnern zu beschleunigen, zum Beispiel bei Bestellungen und Warenhaltung. Mit den GS1 Standards helfen wir internationalen Produzenten hierbei bereits seit Jahren.“ Pressebild: Zahlen und Fakten zu Medizinprodukten (Quelle: GS1 Germany) Infokasten: Checkliste MDR und IVDR Sind Sie bereit? Machen Sie jetzt den Check: Projektplanung Haben Sie die Organisation zur Umsetzung der Verordnungen bei einer zentralen Stelle und einem Projektverantwortlichen angesiedelt? Kann Ihre IT-Infrastruktur die Anforderungen, zum Beispiel in puncto Seriennummernverwaltung und Stammdatenmanagement, abbilden? Haben Sie ihre Produkte den Risikoklassen der MDR und ganz neu der IVDR zugeordnet und geprüft, inwieweit sie bereits die Kennzeichnungs- und Identifikationsvorgaben erfüllen? Wissen Sie, welche Prozesse noch angepasst werden müssen? Identifikation Haben Sie sich bereits für einen Identifikationsstandard entschieden, der länderübergreifend funktioniert und das Produkt über den geforderten Device Identifier international unverwechselbar macht? Lassen sich Produktänderungen schnell und unkompliziert abbilden, um die fehlerfreie Identifikation sicherzustellen? Kennzeichnung Nutzen Sie ein System, mit dem sich das medizinische Produkt korrekt kennzeichnen lässt – sowohl klarschriftlich als auch maschinenlesbar? Entspricht die Qualität des verwendeten Barcodes den Anforderungen einer serienmäßigen Produktion? Datenkommunikation Realisieren Sie die Datensammlung bei sich im Unternehmen bereits so, dass alle Informationen gebündelt sowie bei Bedarf zeitnah zur Verfügung stehen? Bei einer breiten Produktpalette: Haben Sie ein System für den elektronischen Datenaustausch im Einsatz, mit dem die Übermittlung der Daten an die GUDID- und in Zukunft Eudamed-Datenbank schnell und problemlos erfolgt und sich auch Aktualisierungen zügig abbilden lassen? Pressekontakt: Sandra Wagner Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 543 F +49 (0)221 94714 7543 E wagner@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 03.04.2017
Krankenhäuser in aller Welt fordern verstärkt verlässliche Artikelstammdaten ein, um Prozesse wie Warenwirtschaft und Controlling effizienter zu steuern. Auch die gesetzlich geforderte Rückverfolgbarkeit und die im Rahmen des bundesweiten E-Health-Gesetz viel diskutierte Medikationssicherheit sind ohne akkurate Daten nicht umsetzbar. Doch E-Health macht vor Ländergrenzen nicht halt. Deshalb läuft derzeit in Europa das Projekt „Extending the Collaboration of Healthcare Organisations“, kurz Echo. Unter dem Dach der GS1 Organisationen in Belgien, Deutschland, Luxemburg und Niederlande arbeiten Unternehmensvertreter und GDSN-Betreiber 1Worldsync an einem europäischen Datenprofil, das Stammdaten wie Artikelnummern, Packungsgrößen oder Temperaturangaben für kühlpflichtige Produkte vereinheitlicht. So ist gewährleistet, dass alle erforderlichen Daten automatisch, also ohne manuelle Schritte, in alle IT-Systeme überführt werden können. Knotenpunkt für diesen automatisierten Informationsaustausch ist das Global Data Synchronisation Network GDSN, ein weltweiter Verbund aus über 30 zertifizierten Datenpools. GS1 Germany, bekannt durch Standards und Lösungen rund um den Barcode, bringt die vom deutschen Gesundheitswesen benötigten und verwendeten Stammdaten mit in das Projekt ein, ebenso wie eine Branchenempfehlung für die Umsetzung des elektronischen Datenaustauschs. Ein aktuelles Beispiel für den Nutzen liefern das Uniklinikum Hamburg Eppendorf und Johnson & Johnson. Der direkte Datenaustausch zwischen den Klinik- und den Herstellersystemen erfolgt jetzt elektronisch. Als Basis für die Einführung eines EDI-Orderprozesses erhöhte der Medizinproduktehersteller die Stammdatenqualität sowie die Barcodeverfügbarkeit auf 100 Prozent. Per Barcode-Scanning, also der automatischen Erfassung der Klinikverbräuche an Johnson & Johnson-Produkten, wurde gegenüber manueller Eingaben eine Reduktion der Aufwände um 90 Prozent erzielt. Darüber hinaus sank die Fehlerquote in den elektronischen Prozessen dank hoher Stammdatenqualität um 75 Prozent. Aus dem elektronischen Datenaustausch ergeben sich weitere Vorteile: Aktuelle, korrekte und vollständige Daten zahlen auf regulatorische Vorgaben wie Unique Device Identification ein, die im Rahmen der anstehenden, europäischen Medical Device Regulation eine große Rolle spielen wird. Bilateraler Austausch, Excel-Tabellen oder womöglich manuell erstellte Listen entfallen, Fehler werden minimiert und Personal entlastet. Krankenhäuser sind zusätzlich in der Lage, etwa Implantate im Sinne der Medizinprodukte-Abgabeverordnung bis zum Patienten zurückzuverfolgen. Unternehmen, die mit dem elektronischen Produktdatenaustausch starten, erhalten von GS1 Germany ein umfangreiches Informations- und Weiterbildungspaket zur Umsetzung. So startet in 2017 der zertifizierte Lehrgang zum Data Quality Manager Healthcare, in dem Interessierte lernen, ein unternehmensweites, Healthcare-spezifisches Datenqualitätsmanagement zu planen, zu implementieren und erfolgreich zu betreiben. Mehr Informationen hierzu unter www.gs1-germany.de . Pressekontakt: Sandra Wagner Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation GS1 Germany GmbH Maarweg 133, 50825 Köln T +49 (0)221 94714 543 F +49 (0)221 94714 7543 E wagner@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 19.08.2025
Die GS1 Germany Beteiligungsgesellschaft butterfly & elephant unterstützt gezielt Startups, die Standards und Innovation u. a. im Handel intelligent verbinden. Mit der Partnerschaft zwischen dem Kasseler Einkaufswagenspezialisten Expresso und dem Startup Cyreen wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Die C.A.P.-Technologie von Cyreen soll in die Smart-Shopper-Plattform von Expresso integriert werden und eine hyperpersonalisierte Ansprache von Shopper:innen im stationären Einzelhandel ermöglichen. C.A.P.-Technologie wird skalierbar Cyreen verbindet innovative Retail Media-Konzepte mit etablierter Standardisierung: Ihre C.A.P.-Technologie (Connecting Ad-Impressions with Purchase) nutzt RFID-Technologie zur Erfassung von Werbekontakten in Echtzeit und verknüpft diese mit tatsächlichen Kaufentscheidungen. RFID-Chips an Einkaufswagen erfassen, welche Werbespots Kund:innen sehen, indem sie eine automatische und kontaktlose Erfassung der Bewegungen im Markt in Echtzeit ermöglichen. Die erhobenen Daten werden anschließend mit den realisierten Käufen, die an der Kasse mithilfe der GTIN (ehemals EAN) identifiziert werden, verknüpft. So lässt sich die tatsächliche Werbewirkung und Konversion unmittelbar nachvollziehen und auswerten. Durch die Kooperation mit Expresso hat Cyreen die Möglichkeit, seine Technologie im direkten Zusammenspiel mit einem smarten Einkaufswagen in die Anwendung zu bringen. Der Smart-Shopper fungiert dabei nicht nur als digitaler Einkaufshelfer für Konsument:innen, sondern wird durch die Integration der C.A.P.-Technologie auch zu einer Analyse- und Steuerungseinheit für den Point of Sale. Ziel ist es, die Produkte im Einkaufswagen mithilfe des Smart-Shoppers in Echtzeit zu identifizieren und dann die Shopper:innen mit einer hyperpersonalisierten Werbung basierend auf ihren Kaufinteressen anzusprechen. Das können beispielsweise komplementäre oder alternative Produkte sein. Die Logik ist analog zu den Möglichkeiten aus der Online-Welt. Sobald ein Produkt im Warenkorb liegt, werden basierend darauf passende Kaufimpulse gesendet. Durch Kenntnis der Kaufinteressen kann die Werbewirkung auch im Markt auf ein neues Level gehoben werden. Retail Media messbar machen Die Einbindung in die Smart-Shopper-Plattform von Expresso eröffnet für Cyreen weitere Anwendungsfelder und Wachstumsmöglichkeiten. Für Markenhersteller im FMCG-Segment bedeutet das: Retail Media-Kampagnen lassen sich erstmals präzise auf Basis von First-Party-Daten aus dem stationären Handel bewerten, ohne invasive Datenerhebung, aber mit hoher Aussagekraft zur Werbewirkung. „Unsere Technologie war von Beginn an darauf ausgelegt, die Lücke zwischen Werbekontakt und tatsächlichem Kaufverhalten im stationären Handel zu schließen. Die Zusammenarbeit mit Expresso bringt uns einen entscheidenden Schritt näher an hyperpersonalisierte Kundenkommunikation im stationären Handel,“ erklärt Ciril Hofmann, Gründer von Cyreen. Neben der Integration der C.A.P.-Technologie profitieren Handel und Kund:innen gleichermaßen von den bestehenden Smart-Shopper-Lösungen von Expresso. Mit dem digitalen Einkaufswagen werden Produkte bereits während des Einkaufs direkt im Wagen gescannt und auf dem integrierten Display angezeigt. Das vereinfacht nicht nur den Bezahlvorgang, da die Waren am Ende nicht mehr aufs Kassenband gelegt werden müssen, sondern sorgt auch für volle Transparenz über den Einkauf in Echtzeit. Für Händler:innen eröffnet die Smart-Shopper-Plattform zusätzliche Potenziale, etwa durch digitale Services wie Einkaufshilfen, gezielte Promotions oder die direkte Verbindung zum Kundenkonto. Die Partnerschaft unterstreicht zugleich die strategische Ausrichtung von butterfly & elephant, skalierbare Technologien mit klarem Nutzen für die Branche zu fördern. Cyreen zeigt exemplarisch, wie Standardisierung, Datenschutz und Innovationskraft zu zukunftsfähigen Lösungen im physischen Handel führen. Pressebild: Cyreen-Gründer Davide Scheidegger (l.), Ciril Hofmann (m.) und Benedict Boos (r.) Bildrechte: Cyreen butterfly & elephant – Unlocking Potential for You. butterfly & elephant ist eine von GS1 Germany in 2024 gegründete Beteiligungsgesellschaft, die mittels Corporate Venture Capital Startups dabei unterstützt, ihr volles Potenzial durch die Nutzung oder Förderung der GS1 Standards zu entfalten und so ihre Entwicklung zu beschleunigen. Die Einzigartigkeit von butterfly & elephant ist die starke GS1 Community aus den Branchen Konsumgüterindustrie und Handel, E-Commerce und Healthcare – ein Netzwerk aus über 97.000 Unternehmen in Deutschland und zwei Millionen weltweit. Dabei setzen wir auf den hohen Wert der unternehmerischen Freiheit der Startups, ihr Produkt und ihre Wachstumsstrategie selbstbestimmt weiterzuentwickeln. www.butterphant.de EXPRESSO Deutschland GmbH & Co. KG EXPRESSO – Empowering Smart Retail. EXPRESSO ist ein führender Hersteller von Premium-Transport- und Einkaufswagensystemen mit Sitz in Kassel. Seit über 70 Jahren steht das Unternehmen für Innovation, Qualität und nachhaltige Lösungen „Made in Germany“. Mit der SmartShopper® Plattform verbindet EXPRESSO die physische Einkaufswelt mit digitalen Services und ermöglicht Händlern neue Potenziale in Kundenkommunikation, Prozessoptimierung und Retail Media zu erschließen. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Handel entwickelt EXPRESSO praxisnahe Anwendungen, die den Einkauf komfortabler, effizienter und zukunftsfähiger machen. www.SmartShopper.company Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 18.10.2022
Hohe manuelle Aufwände prägen bislang die Liefer- und Transportprozesse entlang der Supply Chain. Lieferungen zu Großhändlern oder Verteilzentren des Einzelhandels werden grundsätzlich von Lieferscheinen in Papierform begleitet. Alleine für den Lebensmitteinzelhandel in Deutschland sind das mindestens 20 Millionen Lieferscheine pro Jahr. Das ergibt bei mehrfacher Ausfertigung mindestens 180 Millionen Blatt Papier, soviel wie 1.500 Bäume mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern und einer Höhe von 25 Metern. Durch die Einführung des digitalen Lieferscheins mit der Online-Plattform Cloud4Log kann dies behoben und dem aufwändigen Handling der Papierbelege jetzt endlich ein Ende bereitet werden. Nach erfolgreichem vierwöchigem Praxistest des digitalen Lieferscheins haben die Bundesvereinigung Logistik (BVL) und GS1 Germany zusammen mit T-Systems sowie mit zahlreichen Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistikdienstleistung in diesem Jahr die technische Lösung für den Praxiseinsatz fertig gestellt. Den Startschuss für den Livebetrieb von Cloud4Log gaben die BVL und GS1 Germany heute auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. „Jetzt können sich alle Supply Chain Partner für den Cloud4Log-Service registrieren, um ab November digitale Lieferscheine und perspektivisch andere Transportdokumente über diese Online-Plattform auszutauschen. Das aufwändige Handling des Papier-Lieferscheins ist damit hinfällig“, erklärt Dr. Martin Schwemmer, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Die Plattform ist in vielen Branchen für den Warenverkehr – von den Lieferanten bis zum Handel – sofort einsetzbar. Weitere potenzielle, synergieschaffende Funktionalitäten, die die Effizienz entlang der Supply Chain weiter erhöhen, sind in Planung. Dazu gehören zum Beispiel eine sogenannte digitale Pforte, über die die Fahrer:innen alle notwendigen Informationen, wie zum Beispiel Parkplatz und Entladetor, auf ihr Smartphone erhalten sowie ein digitaler Self-Check-In-Service für das Fahrpersonal. Über 40 Unternehmen aus Industrie, Logistikdienstleistung und Handel wirken derzeit mit an Cloud4Log. Hierzu gehören unter anderem Lieferanten wie Eckes Granini, Frosta, Henkel, Nestlé und Transportunternehmen wie Dachser, DHL Supply Chain, Fiege und die Nagel-Group. Aus dem Handel beteiligen sich zum Beispiel dm-drogerie markt, Lidl und Rewe. Die digitalen Lieferscheine stehen für die Dauer des Lieferprozesses und zehn Wochen darüber hinaus zur Verfügung. Ausdruck, Weitergabe, Transport und Quittierung des Papierbelegs sind somit überflüssig. „Die Besonderheit der Cloud4Log-Lösung liegt in der Neutralität der Plattform und dem Community-Gedanken. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Interessen aller Prozessbeteiligten berücksichtigt werden“, betont Oliver Püthe, Lead Industry Engagement bei GS1 Germany. So funktioniert der digitale Lieferschein Im Detail sieht der Prozess so aus: Der/die Verlader:in auf Lieferantenseite legt die Lieferscheine in der Cloud ab. GS1 Identifikationsstandards sorgen dafür, dass das digitale Dokument eindeutig der jeweiligen Lieferung und dem jeweiligen Warenversender zugeordnet werden kann. Übernimmt der Logistikdienstleister die Ladung, scannt der/die Fahrer:in einen im Warenausgang des Herstellers erzeugten QR-Code, zum Beispiel per Smartphone mit Scanfunktion über die integrierte Kamera. Der Zugriffslink zum digitalen Lieferschein wird als Karte im Smartphone Wallet des/r Fahrer:in hinterlegt; eine Funktion, die bereits von Flugtickets oder Konzertkarten bekannt ist. Während des Transports sind die digitalen Lieferscheindokumente jederzeit abrufbar und können bei Kontrollen vorgezeigt werden. Im Wareneingang des Händlers wird der digitale Lieferschein wieder per Scan des QR-Codes auf dem Smartphone aus der Cloud zur weiteren Bearbeitung eingelesen. Dokumentationen zu Mengenabweichungen und Lademitteltausch sowie Wareneingangsbelege oder auch Schadensbilder können dem digitalen Lieferschein in Echtzeit in der Cloud angefügt werden. Die Quittierung durch Empfänger:in und Fahrer:in versetzt den Lieferschein in einen abgeschlossenen, nicht mehr änderbaren Status. Durch die Cloud-Lösung wird vermieden, dass der Lieferschein auf mehreren digitalen Endgeräten der Frachtführer liegt. Somit haben immer nur die jeweils unmittelbar am Prozess Beteiligten Zugriff auf den jeweils aktuellsten Stand der Dokumente. Die neutralen Rollen von der BVL und GS1 Germany gewährleisten, dass die Eintrittsbarrieren niedrig sind und der Service für Teilnehmer in allen Branchen und Märkten zur Verfügung steht. Bereits bestehende unternehmens- oder branchenspezifische Insellösungen für digitale Lieferscheine sind integrierbar. Die Daten werden bei Cloud4Log über die Open Telekom Cloud (OTC) verarbeitet. Entwickelt hat die technische Infrastruktur und geeignete Front-End-Lösung T-Systems. Die Zusammenarbeit mit der Telekom-Tochter garantiert die Datenspeicherung und -verarbeitung über einen in Deutschland betriebenen Server und damit Datenschutz und -sicherheit nach europäischem Recht. Mehr Informationen: www.cloud4log.de Pressebild: Scan des QR Codes für den digitalen Lieferschein im Wareneingang (Quelle: Rewe) Weitere Bilder im GS1 Germany Newsroom Bundesvereinigung Logistik - Die 1978 gegründete Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. ist eine gemeinnützige, neutrale und überwiegend ehrenamtliche Organisation. Als Plattform für Manager der Logistik in Industrie, Handel und Dienstleistung, für Wissenschaftler und Studierende bildet sie mit heute rund 10.000 Mitgliedern eine Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und ist Podium für den nationalen und internationalen Gedankenaustausch zwischen Führungskräften aus Logistik und Supply Chain Management. Mehr unter www.bvl.de GS1 Germany – Es begann mit einem einfachen Beep. 1974 wurde in einem Supermarkt zum ersten Mal ein Barcode gescannt. Dies war der Beginn des automatisierten Kassierens – und der Anfang der Erfolgsgeschichte von GS1. Der maschinenlesbare GS1 Barcode mit der enthaltenen GTIN ist mittlerweile der universelle Standard im globalen Warenaustausch und wird sechs Milliarden Mal täglich auf Produkten gescannt. Die Standards von GS1 sind die globale Sprache für effiziente und sichere Geschäftsprozesse, die über Unternehmensgrenzen und Kontinente hinweg Gültigkeit hat. Als Teil eines weltweiten Netzwerks entwickeln wir mit unseren Kunden und Partnern gemeinsam marktgerechte und zukunftsorientierte Lösungen, die auf ihren Unternehmenserfolg unmittelbar einzahlen. Zwei Millionen Unternehmen aus über 20 Branchen weltweit nutzen heute diese Sprache, um Produkte, Standorte und Assets eindeutig zu identifizieren, um relevante Daten zu erfassen und um diese mit Geschäftspartnern in den Wertschöpfungsnetzwerken zu teilen. GS1 – The Global Language of Business. Pressekontakte: Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. Christian Stamerjohanns Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Schlachte 31, 28195 Bremen Tel: 0421 1738 421 E-Mail: stamerjohanns@bvl.de GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Manager Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de www.gs1./ueberuns www.gs1.de/newsroom
Veröffentlicht am 04.12.2014
Wann ist eine Palette nicht mehr tauschfähig? Kann sie noch für das Hochregallager verwendet werden? Ist sie maschinengängig und fördertauglich? Am Wareneingang bleibt keine Zeit für lange Fragen, hier sind schnelle Entscheidungen gefragt. Industrie, Handel, Logistik und Palettendienstleister haben deshalb gemeinsam mit GS1 Germany die bereits 2011 entwickelte Anwendungsempfehlung und die Qualitätskriterien zum Palettentausch konkreter an die aktuellen Anforderungen angepasst. Ein Poster mit den vier erarbeiteten Qualitätsklassen Neu, A, B, und C unterstützt die schnelle Sortierung der Paletten an der Rampe. „In der Praxis hat sich gezeigt, dass die bisherigen Qualitätskriterien trotz aller vorherigen Abstimmungen nicht immer den Nagel auf den Kopf trafen“, resümiert Dr. Michael Wulst, Edeka Vorstand IT und Logistik. „Wir haben daher den Anforderungen der Branche Rechnung getragen und mit den überarbeiteten Qualitätskriterien und Empfehlungen eine noch breitere Basis für eine effiziente Palettenbewirtschaftung geschaffen“, so Dr. Wulst weiter. Fairer Palettentausch: Das Ziel rückt näher Eine der wichtigsten Änderungen ist die Akzeptanz von Anhaftungen an einer gebrauchsfähigen Palette. Zuvor wurden zum Beispiel Europaletten mit einer Anhaftung, etwa einem Etikett, als nicht mehr gebrauchsfähig aussortiert. „Rund 400 Millionen Paletten werden jährlich in Deutschland bewegt. Da braucht es kooperative Ansätze, wie die Standardisierung des Palettentauschs, um die gemeinsame Verständigung zu stärken und Bewegung in die Prozesse zu bringen“ begrüßt Oliver Wittig, Head of Logistics (Germany/Switzerland) des Unternehmensbereichs Laundry & Home Care von Henkel, die Lösung. „Mit den standardisierten Qualitätsbegriffen und den klar abgestimmte Spielregeln sind wir dem Ziel einer kooperativen, transparenten Palettenbewirtschaftung in Deutschland einen entscheidenden Schritt näher gerückt. An diesen Erfolg knüpfen wir an und entwickeln die Lösung kontinuierlich weiter“ erklärt Thomas Niebur, Leiter Competence Center Mehrwegtransportverpackungen (CC MTV) bei GS1 Germany. Poster und Empfehlung herunterladen Interessierte Unternehmen können sich das Palettenposter sowie eine Tabelle mit den Merkmalen zur Klassifizierung einer Europalette kostenlos unter gs1-germany.de herunterladen. Hier steht außerdem die Anwendungsempfehlung „Neue Wege der kooperativen Palettenbewirtschaftung“ zur Verfügung. Über die genauen Inhalte der Anwendungsempfehlung und ihre praxisorientierte Umsetzung informiert das zweitägige Seminar „Palettenqualität in der Praxis“. Dazu gehört unter anderem ein Praxistag bei einem Hersteller- und Reparaturbetrieb, bei dem die Teilnehmer zum Beispiel die Sortierung von Paletten nach Qualitätskriterien vornehmen. Das Seminar findet im Februar 2015 in Kooperation mit der EPAL Academy statt. Pressegrafik: Ausschnitt aus Palettenposter (Quelle: GS1 Germany) Hintergrund: Die Europalette im Format 800 x 1200 mm dominiert den Kreislauf, in dem die Beteiligten aus Industrie, Handel und Logistik ihre Paletten tauschen, sodass es zu einer ständigen Rotation der Ladungsträger kommt. Allgegenwärtig war jedoch auch die Kritik am System: Nicht ausreichende gesetzliche Bestimmungen und fehlende abgestimmte Standardprozesse führten beim Palettentausch jahrzehntelang zu Konflikten zwischen den Beteiligten bezüglich der Qualität sowie der Kostenverteilung. Die 2011 von der Branche unter dem Dach von GS1 Germany entwickelte Anwendungsempfehlung verdeutlicht neben den verschiedenen Qualitätsaspekten Stärken und Schwächen von verschiedenen Palettenabwicklungssystemen, wie Palettenschein, Kauf und Verkauf oder Tausch im offenen Pool. Unternehmen finden darin außerdem Hilfe zu Fragen über Vertragsvereinbarungen, zu Rechten und Pflichten im Rahmen der Palettenbewirtschaftung oder auch zum Ausgleich von Palettenschulden. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networking rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community .
Veröffentlicht am 08.10.2018
Blockchain ist mehr als nur die Anwendung einer Technologie – das haben die rund 30 Unternehmen aus Handel, Industrie, Logistik, IT, Beratung, der Gründer-Szene, Verbänden und Wissenschaft bereits gelernt. Blockchain schafft Transparenz und erfordert neue Organisationsstrukturen und Prozessabläufe – auch bei einem vermeintlich unspektakulären Thema wie dem Palettentauschprozess. Die Erkenntnisse aus den letzten Wochen, in denen die Projekt-Teilnehmer die Systemarchitektur, die Governance-Regeln und den Tauschprozess abgestimmt haben, sind auch in den Prototyp eingeflossen, den SAP entwickelt und nun fertiggestellt hat. „Blockchain kann die gemeinsame Nutzung von Daten und damit den Einblick in komplexe, unternehmensübergreifende Abläufe neu definieren“, sagt Torsten Zube, Head of Blockchain bei SAP. „Dieses Pilotprojekt ist daher essentiell, um die neue Realität im Praxistest zu erforschen und einen Mehrwert für alle Beteiligten erzeugen zu können. Der Prototyp ist ein erster großer Schritt auf dem Weg dorthin.“ Prototyp: Palettentausch per Klick verwalten Der Prototyp besteht aus drei Komponenten: Den ersten Baustein bildet eine mobile Anwendung für diejenigen Personen, die den Tauschprozess tatsächlich durchführen – sprich: Mitarbeiter an der Laderampe, im Lager, im Werk oder LKW-Fahrer. Bislang füllten sie Palettenscheine in Papierform händisch aus, mussten sie unterschreiben, Durchschläge an entsprechende Verantwortliche verteilen und am Ende alle Daten digital erfassen, um sie in eigenen proprietären Systemen zu dokumentieren. Ein sehr umständliches und fehleranfälliges System. Die mobile Blockchain-Anwendung dagegen soll es ermöglichen, per Smartphone oder Tablet und mit nur wenigen Klicks den Palettentausch zu erfassen, zu bestätigen und in der Blockchain zu dokumentieren. Voraussetzung dafür: Die Lösung muss möglichst intuitiv bedienbar sein. Darüber hinaus hat SAP das Frontend in unterschiedlichen Sprachen aufgesetzt. So können beispielsweise auch LKW-Fahrer aus dem Ausland am Praxistest im Oktober teilnehmen. Die zweite Komponente des Prototyps bildet das Paletten-Portal. Diese Anwendung ist insbesondere für die Mitarbeiter im Bereich der Belegabwicklung relevant, da sie alle Transaktionen des eigenen Unternehmens abbildet und auch die Palettenkontostände direkt einsehbar macht. „Hier wird es wirklich transparent und wir bewegen uns in Richtung Echtzeit“, sagt Regina Haas-Hamannt, Projektleiterin und Innovationsverantwortliche bei GS1 Germany. Die Blockchain auf Basis der MultiChain-Technologie ist der dritte Baustein und gleichzeitig das Herzstück der Lösung. Sie bildet die eigentliche technologische Grundlage für die Anwendung – alle Daten zu Transaktionen und Korrekturen werden hier erfasst und gespeichert. In dem Zusammenhang wurde auch die Frage der Transparenz im Pilotprojekt diskutiert. Um den Praxistest im Oktober so real wie möglich zu gestalten und viele Erkenntnisse für die Praxis zu gewinnen, haben sich alle Teilnehmer für volle Transparenz auf dieser Ebene ausgesprochen. Einblick in diese komplexe Welt haben dabei nur die entsprechenden IT-Verantwortlichen in den einzelnen Unternehmen. Sie können prüfen, ob im Rahmen eines Palettentauschs alle Daten wirklich reibungslos übertragen werden oder ob das System irgendwo hakt. „Mit dem Prototyp haben wir einen ganz wesentlichen Meilenstein in unserem Projekt erreicht“, so Haas-Hamannt. „Damit starten wir nun in die nächste Phase – in den realen Praxistest der Blockchain-Technologie an den Laderampen der Projekt-Teilnehmer.“ Im Oktober werden mehrere Teams bestehend aus Herstellern, Logistik-Dienstleistern, Händlern und Pooling-Dienstleistern die Technologie im realen Tagesgeschäft testen. Bis dahin heißt es: die Mitarbeiter schulen, die Knoten bei den beteiligten Unternehmen installieren, das System hochfahren und Arbeitsprozesse abstimmen. „Wir testen im realen Tagesgeschäft und damit am offenen Herzen“, so Haas-Hamannt. „Darum bereiten wir alles so gut wie möglich vor.“ Ob sich die Blockchain-Technologie am Ende tatsächlich für den Palettentauschprozess eignet, wird sich zeigen. Die Ergebnisse des Projekts werden im Rahmen des Praxistages Blockchain am 6. Dezember 2018 in Köln vorgestellt. Weitere Informationen zum Praxistag Blockchain finden sich hier . Blockchain-Blog: Aktuelle News aus dem Projekt Aktuelle Neuigkeiten aus dem laufenden Pilotprojekt rund um den Palettenschein finden sich auf dem Projekt-Blog. Hier berichten die rund 30 Projekt-Teilnehmer regelmäßig über den Fortschritt des Projekts, über Erkenntnisse, Herausforderungen und Stolperfallen. Zum Blog: www.gs1.de/blockchain-blog Abbildung: Mit einer mobilen Anwendung auf einem Tablet oder Smartphone sollen die Projekt-Teilnehmer im Oktober den Palettentausch mit nur wenigen Klicks erfassen, bestätigen und in der Blockchain dokumentieren können. (Bildquelle: SAP) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Verena Bankamp Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526, Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: verena.bankamp@gs1.de
Veröffentlicht am 03.12.2014
Allein 63,5 Millionen EPAL-Europaletten sind innerhalb von zwölf Monaten unter Lizenz der European Pallet Association (EPAL) produziert worden. In ganz Europa sind nach Schätzungen von EPAL rund 500 Millionen dieser genormten Ladungsträger unterwegs. „Herstellungsqualität und die richtige Handhabung sind dabei entscheidend für eine lange Lebensdauer der Paletten. Abgestimmte Prozesse erleichtern zudem das Palettenmanagement“, weiß Thomas Niebur, Leiter Competence Center Mehrwegtransportverpackungen bei GS1 Germany. Das erfordert an jeder Station der Palette Kompetenz in puncto Palettenqualität, Reparatur, Herstellung und Standardisierung. Um den Schulungsbedarf der Anwender kümmern sich EPAL und GS1 Germany jetzt gemeinsam durch eine Kooperation ihrer Akademien. „Durch die Zusammenarbeit mit GS1 Germany können wir der Branche ein einzigartiges Paket aus Expertise zur Standardisierung in der Wertschöpfungskette sowie zur Qualitätssicherung und -prüfung von Ladungsträgern schnüren“, begrüßt Alexander Becker, Leiter der EPAL Academy, die Kooperation. „Mitarbeiterwechsel und technische oder gesetzliche Neuerungen führen regelmäßig zu einem erhöhten Schulungsbedarf. Neue und altgediente Mitarbeiter können bei uns in kompakten und praxisnahen Seminaren ihren Wissensstand erweitern“, so Becker weiter. Ziel der Zusammenarbeit ist es außerdem, die in den Seminaren gewonnenen Erkenntnisse in die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen. Dazu Dr. Heiko E. Janssen, Leiter GS1 Academy: „Beide Kooperationspartner macht aus, dass sie durch die langjährige Zusammenarbeit mit der Branche, die Anforderungen genauestens kennen und so den Wissenstransfer passgenau zuschneiden können. Hinzu kommt, dass EPAL mit 14 Nationalkomitees und das GS1 Netzwerk mit über 110 Länderorganisationen diesen Erfahrungsaustausch grenzübergreifend gestalten können“. Erste gemeinsame Aktivität ist die Schulungsreihe zum Tausch von Europaletten. Sie startet im Februar 2015 unter dem Motto „Produktqualität sichern – Prozessqualität steigern – Qualifikationen ausbauen“ Dabei steht die Europalette ebenso im Fokus wie die Abläufe in der gesamten Supply Chain oder die technischen Möglichkeiten und Neuerungen im Transport- und Logistikbereich. Für Praxisnähe sorgt jeweils ein Tag bei einem Hersteller- und Reparaturbetrieb. Hier werden Fragen zu Qualität und Tausch direkt am Objekt beantwortet. Dazu zählen sowohl die Materialprüfung und Sortierung als auch das Erkennen von versteckten Schäden, der richtige Materialeinsatz und die korrekte Kennzeichnung. Interessierte Unternehmen können sich hier informieren und anmelden: Kosteneffizienz@epal-academy.org , Kosteneffizienz@gs1-germany.de . Darüber hinaus planen die EPAL Academy und die GS1 Germany Academy weitere Module, die das Thema Europalettentausch vertiefen. Hier geht es um rechtliche Aspekte, Recycling und Tauschmodelle. Foto: EPAL-Paletten (Quelle: European Pallet Association) Pressekontakt GS1 Germany: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Pressekontakt EPAL: European Pallet Association e.V. Andrea Engels Pressereferentin Ungelsheimer Weg 14 40472 Düsseldorf Tel.: 0211- 984804880 E-Mail: andrea.engels@epal-pallets.org
Veröffentlicht am 11.05.2011
Mit der Einführung des elektronischen Datenaustauschs (EDI) haben die Antares-Apotheken, ehemals Bären-Apotheke, die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Seit der Umstellung vom manuellen Geschäftsverkehr auf automatische und papierlose Business-Kommunikation konnte das Unternehmen die jährlichen Bearbeitungskosten pro Lieferant um ca. 1.600 Euro senken. Die in Hamburg ansässige Antares-Apotheken oHG schloss das PROZEUS-Projekt „Einführung des elektronischen Datenaustauschs auf Basis der GS1-Standards zur Steigerung der Effizienz in der medizinischen Versorgung und den Gesundheitsdienstleistungen“ erfolgreich ab. Gemeinsam mit der auch in Deutschland ansässigen B. Braun Melsungen AG konnten die manuellen Vorgänge auf den elektronischen Datenaustausch umgestellt werden. Die technische Implementierung von EANCOM ® sowie der Austausch der standardisierten Nachrichten mit Unterstützung durch GS1 Germany konnte problemlos gemeistert werden. Ziel des Projekts war es, ausgewählte Geschäftsprozesse zwischen den Projektpartnern mittels elektronischer Kommunikation (EDI) und dem EANCOM ® -Standard zu optimieren. Darüber hinaus profitiert die Apotheke von einer erhöhten Prozesstransparenz und in der Folge von einer besseren Kunden-Lieferantenbeziehung. „Wir sind Netzwerker durch und durch und werden das Projekt auf alle Fälle fortführen. Jetzt gilt es, weitere relevanten Handels- und Industriepartner von den Vorteilen des elektronischen Datenaustauschs zu überzeugen und ebenfalls einzubinden. Ich bin sicher, dass diese neuen Technologien in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Durch unsere Erfahrung mit dem PROZEUS-Projekt sind wir dem Wettbewerb ein ganzes Stück voraus“, freut sich Mitinhaber Thomas Hintz. Die Ergebnisse des Projekts wurden jetzt in einer kostenlosen Broschüre veröffentlicht. Die Broschüre kann bei PROZEUS bestellt oder unter www.prozeus.de heruntergeladen werden. PROZEUS – auf einen Blick Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt PROZEUS die eBusiness-Kompetenz mittelständischer Unternehmen durch integrierte PROZEsse Und etablierte eBusiness-Standards. PROZEUS wird betrieben von GS1 Germany – bekannt durch Standards und Dienstleistungen rund um den Barcode – und IW Consult, Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. PROZEUS versteht sich als zentrale Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen der Industrie sowie der Konsumgüterwirtschaft und des Handels. Von PROZEUS empfohlene eBusiness-Lösungen sind zukunftsfähig und investitionssicher, da sie auf kostengünstigen, neutralen und international akzeptierten eBusiness-Standards basieren. Weitere Informationen unter www.prozeus.de . Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel.: 0221/94714-543, Fax: 0221/94714-591 eMail: osweiler@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 18.02.2011
Unter dem Motto „Erfolgreicher Strukturwandel durch eBusiness-Standards“ hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) den mit je 5.000 Euro dotierten PROZEUS UnternehmerPreis 2011 am 17. Februar auf dem Welterbe Zollverein in Essen verliehen. Ausgezeichnet wurden drei mittelständische Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse durch nachhaltige eBusiness-Lösungen unter Einsatz von Standards optimiert haben. Der Preisträger in der Kategorie Industrie ist die Friedrich Delker GmbH & Co. KG. Das Werkzeug-Großhandelsunternehmen aus Essen beschäftigt 89 Mitarbeiter. Delker ist es durch die Umsetzung eines nachhaltigen Stammdatenmanagements gelungen, seine Marktposition zu sichern und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Projektleiter Norman Ganschow ist überzeugt: „Es ist wichtig, die Geschäftspartner für das Thema Daten und für die Einhaltung von Standards zu sensibilisieren. Ohne unsere Lieferanten und Hersteller wäre es nicht möglich, reibungslose automatisierte Prozesse zu schaffen.“ Mit der eBusiness-Lösung können beide Seiten die größtmögliche Investitions- und Zukunftssicherheit erlangen. Für die Realisierung einer validen und vor allem detaillierten Produktdatenbank erhält die Berliner saymo GmbH den PROZEUS UnternehmerPreis in der Kategorie Konsumgüterwirtschaft. Als einer der führenden Lebensmittel-Online-Shops in Deutschland bietet saymo seinen Kunden nun Produktinformationen, die weit über die Pflichtangaben hinausgehen. „Die Kunden wollen heute detaillierte Produktbeschreibungen, zusätzliche Angaben über Zutaten, aber auch Warnhinweise, Anwendungs- und Lagerhinweise. Authentische Produktbilder sowie Produktvideos können den Kauf zusätzlich positiv bestärken und so den Umsatz steigern,“ resümierte Geschäftsführer Mohammad Mosavi bei der Preisverleihung. Die Medicon Apotheke mit elf Standorten in Mittelfranken kann sich über den mit 2.500 Euro dotierten PROZEUS SonderPreis für Kooperationen freuen. Ausgezeichnet wird das beispielhafte, gemeinsam mit Klosterfrau durchgeführte Category Management-Projekt mit dem Ziel, das Sortiment und die Warenpräsentation von apothekenpflichten Produkten kundenfreundlicher zu gestalten. „Unsere Kunden können ihre Wahl nun schneller und intuitiver treffen“, freut sich Medicon-Marketingleiterin Verena Schielein. „In den drei Projektapotheken konnten wir zwischen zehn und 22 Prozent mehr Abverkäufe erzielen und den Umsatz um bis zu 23 Prozent steigern.“ Diese Zahlen lagen zeitnah vor, da hier zugleich der eBusiness-Standard EANCOM ® für den elektronischen Austausch der Abverkaufszahlen eingeführt wurde. Neben den drei Preisträgern waren für ihre vorbildliche Projektumsetzung nominiert: Auger Autotechnik, Befestigungszentrum Reidl, FHF Funke + Huster Fernsig, KS Metallbearbeitung, NORRES Schlauchtechnik, ROWO FOOD, TSI, Verpackung24 und Voigtmann. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de