Veröffentlicht am 27.05.2010
Köln. Die neue Anwendungsempfehlung der Initiative Connecting Fashion Business, 2007 von GS1 Germany und IM+C gegründet, ist ein praxisorientierter Handlungsleitfaden, der alle Aspekte einer vertikalen Partnerschaft umfasst – von der Vereinbarung der Kooperation bis zur Abwicklung am Point of Sale. Zum ersten Mal werden die einzelnen Geschäftsmodelle und die dazu gehörigen Prozesse einheitlich definiert und detailliert beschrieben. Checklisten und Migrationsszenarien helfen bei der praktischen Umsetzung. Zudem sind für jeden Geschäftsprozess die entsprechenden EANCOM-Nachrichtenformate dargestellt, die einen effizienten elektronischen Datenaustausch ohne Medienbrüche ermöglichen. „Erstmals wissen wir in Deutschland, worüber wir reden, wenn wir vom Filial-depot oder von Concessions sprechen. Das ist ein Riesenfortschritt“, freut sich Ronald Mol, Leitung Projektmanagement bei Triumph. Hintergrund der Anwendungsempfehlung ist die Vielfalt an unterschiedlichen Flächenpartnerschaften. In diesem Jahr gibt es bereits über 56.000 solcher Kooperationen. Das Problem ist: Jeder definiert die Geschäftsmodelle anders, eine einheitliche Sprachregelung gibt es nicht. Falke-Manager Jürgen Fröhlich kennt die Hürden aus der Praxis: „Weil jeder Hersteller mit jedem Händler individuelle Partnerschaften eingeht, muss das Rad bei jeder Geschäftsbeziehung immer wieder neu erfunden werden.“ Die Anwendungsempfehlung ist zum einen gedacht für Unternehmen, die bereits Flächenpartnerschaften betreiben. Sie werden in die Lage versetzt, Prozesse zu vereinheitlichen, die heute sehr stark individuell ausgeprägt sind. Profitieren können aber auch Unternehmen, die noch keine Erfahrung mit Flächenpartnerschaften haben. Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Prozessmodelle – das erleichtert den Einstieg in eine Kooperation. Die Anwendungsempfehlung ist ab Anfang Juni 2010 bei GS1 Germany für 295,00 Euro erhältlich. Ansprechpartnerin ist Anja Olbertz, Branchenmanagerin Textil bei GS1 Germany, olbertz@gs1-germany.de . GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist die zweitgrößte von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Unternehmenskommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 21.09.2016
Veränderte Geschäftsmodelle und neue Absatzkanalstrukturen sind nur einige von vielen Folgen der rasanten Digitalisierung. Standards, Prozessempfehlungen und Services, die diesen Herausforderungen gerecht werden, bilden den Fokus der Geschäftstätigkeit von GS1 Germany. Heute stellte das Unternehmen seine neuesten Entwicklungen vor: vom suchmaschinenfreundlichen GS1 SmartSearch, dem relaunchten Gepir 4.0 über den schnelldruckenden Dot Code bis hin zu Logistik- sowie Nachhaltigkeitsprojekten. Weiteren Einblick gab GS1 Germany Geschäftsführer Jörg Pretzel zu beispielsweise dem Data Quality Programm sowie dem unsichtbaren DWCode. SmartSearch optimiert Produktsuche im Web Der neue Standard GS1 SmartSearch strukturiert Produkt- und Standortinformationen im Quellcode von Websites unter Verwendung der globalen Artikelnummer GTIN so, dass Suchmaschinen wie Google, Bing und Co. sowie Apps sie leicht finden und verwerten können. Das Ergebnis: Suchtreffer werden relevanter und Artikel lassen sich besser plattformübergreifend miteinander vergleichen. GS1 SmartSearch wirkt sich zudem positiv auf das Ranking in Trefferlisten aus. www.gs1-germany.de/smartsearch Service Gepir 4.0 optimiert Prüfbarkeit und Performance Immer mehr große Player des Onlinehandels, unter ihnen Amazon, Google und Ebay fordern die globale Artikelnummer GTIN zur Identifizierung. Vor diesem Hintergrund hat GS1 Germany seinen Prüfservice Gepir neu aufgesetzt und an die Anforderungen des Onlinehandels angepasst: Mit Gepir 4.0 lassen sich GS1 Idente wie die GTIN in beliebiger Anzahl validieren und fehlerhafte Daten vor der Aufnahme in Warenwirtschaftssysteme rechtzeitig erkennen. Außerdem finden Unternehmen über den Service Hersteller und Ansprechpartner über die Eingabe der GTIN. Die Folge: effizientere Prozesse etwa bei der Pflege von Lieferantendaten sowie schnellere Aufdeckung von GTIN-Missbrauch. www.gepir.de GS1 Dot Code: schnelldruckender Standard zur Rückverfolgbarkeit Die Europäische Tabakproduktrichtlinie (2014/40/EU) fordert ab 2019 ein System zur Rückverfolgbarkeit von Tabakprodukten. Der Dot Code bietet sich als Lösung für betroffene Unternehmen an. Ein globaler Arbeitskreis prüft derzeit dessen Einsatz. Mit dabei sind auch Unternehmensvertreter aus Deutschland, von beispielsweise der Metro und Lekkerland. In dem zweidimensionalen Code lassen sich sowohl globale Artikelnummer GTIN als auch Seriennummer verschlüsseln – die Grundlage für Rückverfolgbarkeit von Produkten. Zudem ist der Code in sehr hoher Geschwindigkeit druckbar, was für die Tabakindustrie notwendige Voraussetzung ist. Die Aufnahme des Dot Codes in das GS1 Portfolio ist für Ende 2016 geplant. Projekt für Mehrwergtransportverpackungen (MTV) Unter dem Dach von GS1 Germany arbeiten Handel und Industrie gemeinsam an einem Projekt für ein unternehmensübergreifendes Mehrwegsystem zur Handelsbelieferung. Im Fokus steht der Einsatz von Mehrweg-Transportbehältern auf dem Weg vom Hersteller bis ins Handelslager. Die Ziele sind unter anderen die Verschlankung der Prozesse in der Kommissionierung, eine höhere Auslastung von Transporteinheiten wie etwa LKW-Laderäumen, aber auch die Reduzierung von Verpackungsmaterial. Ein besonderer Erfolgsfaktor ist die Bereitschaft der Branche, die Vorteile einer unternehmensübergreifenden Prozessoptimierung nicht nur zu erkennen, sondern auch in die Umsetzung zu bringen. Der nächste Schritt ist die Entwicklung der Behälter-Prototypen. Für die Zukunft denkt GS1 Germany an die Adaption für den Onlinehandel. Gerade hier könnten effizientere Lieferketten, reduzierte Abfallmengen und ein optimaler Leergut- und Rückführprozess echte Potenziale entfalten. GS1 Germany standardisiert Datenbeschaffung zur EU-Berichtspflicht Die EU-Ergänzungsrichtlinie 2014/95/EU fordert ab 2017 von Unternehmen mit mehr als 40 Million Euro Umsatz bzw. 20 Million Euro Bilanzsumme und über 500 Mitarbeitern Nachhaltigkeitsberichte. Direkt betroffen sind zwar nur rund 6.000 Firmen, indirekt sind es jedoch weitaus mehr: Denn alle Geschäftspartner entlang der Supply Chain müssen diese Informationen an die direkt betroffenen Unternehmen liefern. Für einheitliche Mindestkriterien sowie für eine standardisierte Datenabfrage entlang der Supply Chain startete eine Projektgruppe mit Vertretern aus Handel und Industrie ihre Arbeit auf der Plattform von GS1 Germany. Weitere Informationen zu GS1 Germany unter www.gs1-germany.de und im Onlinemagazin Standards: www.magazin.gs1-germany.de. Abbildung: Pressekonferenz „GS1 Standards für die Zukunft“ im Rahmen des ECR Tags 2016 in Berlin - vlnr: Sandra Wagner (Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Ulrich Schäfer (Bereichsleiter Standards + Products), Birgit Mahler (Teamleiterin Product Management GS1 Complete), Thomas Niebur (Leiter Competence Center Supply Chain Management) und Jörg Pretzel (Geschäftsführer) - alle GS1 Germany (Bildhinweis: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Verena Bankamp Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526, Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: bankamp@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 24.03.2020
Die Bundesregierung wird ab 2021 den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids für die Bereiche Wärme und Verkehr bepreisen, das ist seit Ende 2019 beschlossene Sache. Was bedeutet das für die Logistikbranche? Maßnahmen zur CO2-Reduktion in Transport und Logistik bekommen damit eine neue strategische Bedeutung. Die Antwort auf diese Bepreisung und den Nachhaltigkeitsfragen in der Logistik sind Maßnahmen zur Senkung der Emissionen wie Unternehmen sie zum Beispiel in der Initiative Lean and Green umsetzen. GS1 Germany zeichnete jetzt im Rahmen der Initiative erneut Logistikfirmen für ihre nachhaltigen Maßnahmen und ehrgeizigen Ziele gegen das Treibhausgas aus. Höchstleistung: Lean and Green 2nd Star Eckes-Granini erreicht mit dem Lean and Green 2nd Star die aktuell höchste Zertifizierungsstufe der Initiative. Sie ehrt eine relative CO2-Reduktion von mindestens 30 Prozent bezogen auf das logistische Volumen in einem Zeitraum von maximal acht Jahren. Weitere Kriterien für die Auszeichnung sind ein Kooperations- und ein soziales Projekt. Die mit Kaufland bereits erfolgreich umgesetzte Kooperation wurde 2019 mit dem ECR Award gekürt. Sozial engagiert sich Eckes-Granini mit dem „Team Rynkeby – hohes C“. Das europäische Charity-Fahrradteam unternimmt jedes Jahr eine Fahrradtour nach Paris, um Geld für schwerkranke Kinder und ihre Familien zu sammeln. 2019 spendete Team Rynkeby für diesen Zweck 10,6 Millionen Euro. Davon gingen über 160.000 Euro an die Deutsche Kinderkrebsstiftung. „Mit Unterstützung der Initiative von GS1 Germany ist uns ein beachtlicher Erfolg gelungen, der sich nachhaltig auf den Klimaschutz und soziale Verantwortung auswirkt. Jeder noch so kleine Schritt für die Nachhaltigkeit zahlt sich aus und lohnt sich zudem vor dem Hintergrund der beschlossenen CO2-Bepreisung auch im unternehmerischen Kontext“, weiß Steffen Riedel von Eckes-Granini. Wichtige Etappe erreicht: Lean and Green 1st Star Die Unternehmen L.I.T Speditions, Lorenz Snack-World und Thermotraffic haben in ihren Prozessen eine CO2-Reduktion von mindestens 20 Prozent erreicht und wurden dafür mit dem Lean and Green 1st Star ausgezeichnet. Dabei setzten sie auf unterschiedliche Maßnahmen und Methoden. L.I.T. stellte zum Beispiel die Fahrzeugflotte auf Ultralight-Fahrzeuge um und sparte so rund sechs Liter Treibstoff auf 100 Kilometer. Der Spediteur nutzt außerdem eine auf ihn zugeschnittene App, um Leer- und Umwegkilometer zu verringern. Ziel dieser App ist neben anderen Features eine genauere Überwachung der zu fahrenden Route. Bei Lorenz Snack-World führte vor allem ein neues Belieferungskonzept zum Erfolg. Das familiengeführte Unternehmen, das als erster Snack-Hersteller diese Auszeichnung erhält, konnte durch die Umstellung auf Zentralbelieferung und Gespräche mit strategischen Kunden Kleinstsendungen sowie Sammelguttransporte signifikant reduzieren. Die Volumenauslastung stieg an, der Ausstoß des Treibhausgases ging zurück. Thermotraffic setzt auf Ladungsoptimierung per Doppelstockverladung: Durch die höhere Palettenanzahl auf den Fahrzeugen spart das Unternehmen Touren ein und reduziert gleichzeitig die Menge an CO2-Emissionen. Herausforderung angenommen: Lean and Green Award Ökologische Verantwortung übernehmen ebenfalls die Unternehmen B&S GmbH Logistik Dienstleistungen und Meyer Quick Service. Sie bilanzierten ihren CO2-Fußabdruck und definierten einen Maßnahmenplan, um ihre Kohlendioxid-Emissionen innerhalb von fünf Jahren um mindestens 20 Prozent zu senken. Hierfür überreichte GS1 Germany den Lean and Green Award. Der Auditpartner TÜV NORD hat diese Pläne geprüft und freigegeben. Die Lean and Green Initiative zeichnet bereits seit 2014 Unternehmen für ihr nachhaltiges Engagement in den Bereichen Transport und Logistik aus. Wie die konkreten Aktionen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes aussehen, bleibt den Unternehmen überlassen. Angefangen beim Einsatz von modernen Telematiksystemen über Logistikkooperationen bis hin zu spritsparendem Fahren zählt alles, was das Klima schont. „Immer mehr Unternehmen erkennen die strategische Relevanz, treten der Lean and Green Initiative bei und schätzen vor allem den Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten“, erklärt Oliver Püthe, der bei GS1 Germany die Lean and Green Community begleitet. www.gs1.de/lean-and-green Pressefoto: Eckes-Granini und weitere Unternehmen setzen mit Lean and Green Maßnahmen zur CO2-Reduzierung um. (Bild: Eckes-Granini Deutschland) GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Manager Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de
Veröffentlicht am 08.10.2013
UDI, Unique Device Identification, heißt die kürzlich von der US-amerikanischen Behörde FDA (Food and Drug Administration) verabschiedete Richtlinie. Sie regelt die Kennzeichnung von Medizinprodukten. Ihr Ziel ist es, die Patientensicherheit durch die weltweit eindeutige Identifikation der Produkte zu erhöhen. Was genau kommt jetzt auf die Unternehmen zu? Was fordert UDI von Ihnen? Für die Hersteller heißt das: Wollen sie ihre Produkte weiterhin in die USA exportieren, müssen sie die Auflagen der UDI erfüllen und das innerhalb von einem bis zu fünf Jahren, je nach Risikostufe ihrer Produkte. „UDI bedeutet einen hohen Sicherheitsgewinn im Gesundheitswesen, weil es Transparenz in der Versorgungskette schafft und Rückrufe effizienter durchgeführt werden können“, erklärt Sylvia Reingardt, Branchenmanagerin Gesundheitswesen bei GS1 Germany. Die Lösungen dafür stehen bereit: Identifikation, Kennzeichnung und Datenaustauch können bereits heute mit den GS1 Standards gemäß UDI erfolgen. Die globale Artikelnummer GTIN identifiziert die Produkte, mit einer Seriennummer geht das so eindeutig wie bei einem Personalausweis. Die Barcodes GS1 DataMatrix und GS1-128 können alle geforderten Informationen verschlüsseln und die Medizinprodukte kennzeichnen. Über das weltweite Netzwerk zum Datenaustausch GDSN können die Hersteller die Produktinformationen an die UDI-Datenbank liefern. „Diese Lösungen sind erprobt: Mittlerweile nutzen sie weltweit mehr als 2.600 Unternehmen des Gesundheitswesens. Hersteller, Großhändler und Krankenhäuser können damit Vorteile für ihre eigenen Prozesse und die gesamte Versorgungskette realisieren“, betont Reingardt. Die Richtlinie sieht vor, dass Medizinprodukte und auch In Vitro Diagnostic (IVD) über eine weltweit eindeutige Nummer identifiziert werden – das gilt für alle relevanten Verpackungsstufen. Dazu müssen die Hersteller ihre Produkte mit einem maschinenlesbaren Strichcode oder 2D-Code, der die Identifikations-nummer und weitere Produktionsangaben, wie Chargennummer und Verfallsdatum, verschlüsselt. Darüber hinaus muss der Hersteller alle relevanten Produktinformationen in eine UDI-Datenbank einstellen. Der Zugriff auf diese Informationen erfolgt über die eindeutige Identifikationsnummer. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-556 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de , Homepage: www.gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING .
Veröffentlicht am 01.07.2014
Investition in die Zukunft: Für 1.500 Quadratmeter zusätzliche Fläche mit neuen multimedialen Räumlichkeiten, aktuellster Konferenztechnik und einem innovativen Creative Lab investierte GS1 Germany 7,5 Millionen Euro. Auf dem Kölner Firmengelände entstanden auf insgesamt 2.500 Quadratmetern nicht nur hochmoderne Konferenzräume, sondern vor allem eine beispiellose Wissensplattform für innovative Business-Lösungen und unternehmens- sowie branchenübergreifende Zusammenarbeit. „Als Ort der Kommunikation und Zusammenarbeit vermittelt das erweiterte Knowledge Center den Unternehmen, wie sie dem rasanten Wandel der Wertschöpfungsketten durch den Einsatz von Standards effizient und nachhaltig begegnen können“, erläutert Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. Gemeinsam mit Karl-Heinz Merfeld, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Köln, und über 300 Gästen sowie Mitarbeitern von GS1 Germany wurde der Neubau feierlich eingeweiht. Branchenspezifische Live-Komponenten vermitteln zudem die konkreten Einsatzmöglichkeiten und den Nutzen der GS1 Standards. So lassen etwa die Bereiche Healthcare, Cash Management und Fashion live! die Anwendung von Barcode & Co. in den jeweiligen Branchen lebendig werden. Einen Blick in den Supermarkt der Zukunft – inklusive Food- und Nonfood-Produkten, Self Checkout und virtuellem Supermarktregal – erlaubt die Installation PoS live! „Wir setzen mit den Live-Komponenten auf ganz neue Formen der interaktiven Informationsvermittlung. Wichtig ist uns vor allem die praktische Lernerfahrung in realitätsnahen Umgebungen“, so Pretzel weiter. Dafür haben insbesondere die über 80 Sponsoren und GS1 Germany Solution Provider gesorgt, die vom Geldautomaten bis zum Patientenarmbanddrucker zu dieser außergewöhnlichen Location beigetragen haben. Auch die weltweit bislang einzigartige Value Chain live! wurde überarbeitet und um neue Komponenten ergänzt. Sie zeigt auf einer originalen Produktionsstraße unterstützt durch multimediale Effekte die Lieferkette eines Wasserkastens von der Quelle bis zur Flaschenrücknahme. Seit 2009 hat sich das GS1 Germany Knowledge Center als Kongress- und Weiterbildungsstandort bei Unternehmen unterschiedlicher Branchen etabliert. Mit der Erweiterung kommt GS1 Germany den Anforderungen seiner Kunden entgegen und unterstreicht seine Lösungskompetenz für effiziente Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das bereits 2011 als Top Location ausgezeichnete Knowledge Center beheimatet als Know-how- und Business-Center eigene Veranstaltungen, kann aber auch von interessierten Unternehmen gebucht werden. Weitere Informationen unter www.gs1-germany.de . Pressebilder downloaden Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Wagner Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-7543 E-Mail: wagner@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 07.08.2024
Veröffentlicht am 16.09.2024
Veröffentlicht am 19.08.2015
Win-win-win: Von Category Management, richtig umgesetzt, profitieren Kunden, Händler und Hersteller. Das zeigte eine fünfmonatige Testphase von Dezember 2014 bis April 2015 in ausgewählten Cap-Frischemärkten. In Zusammenarbeit mit den Franchisenehmern sowie den Industriepartnern Intersnack und CFP Brands hat der Kooperationsgeber GDW in vier Testmärkten die Kategorien Salzige Snacks, Zuckerwaren und die Kassenzone optimiert. CFP Brands vertreibt einige Top-Marken der Süßwaren-Branche wie Mentos, Chupa Chups, Fisherman’s Friend und Smint. Zum Portfolio von Intersnack gehören unter anderem Funny-Frisch, Chio und Pom-Bär. Begleitet wurde die Umsetzung von GS1 Germany. Ziele und Erwartungen aller Partner wurden übertroffen: Neben einer verbesserten Visibilität der Waren für den Shopper konnte auch die Performance aller Testmärkte gesteigert und im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum bis zu 96 Prozent erreicht werden. „Insbesondere das Potenzial einer optimierten Kassenzone hat überrascht“, sagt Justine Lauer, Consultant Category Management bei GS1 Germany. Hier wurden unter anderem Industriemöbel gegen neutrale Kassenmöbel ausgetauscht. „Ein Umbau, der zunächst ein Investment mit sich bringt, sich aber am Ende auszahlt“, weiß Lauer. So verzeichneten allein die optimierten Kassenzonen einen Umsatzzuwachs bis zu 88 Prozent. Für ein erfolgreiches Category Management spielen viele Faktoren zusammen: „Die regionsspezifische Optimierung der Sortimente ist eine wesentliche Stellschraube“, so Lauer. Besondere Herausforderung war es dabei, die Sortimentsoptimierung auf kleinster Fläche zu schaffen – immer unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von Mitarbeitern und Kundschaft, die oftmals älter oder körperlich eingeschränkt sind. Angestoßen hat das Projekt Thomas Heckmann, Geschäftsfeldleiter Consumer-Projekte bei GDW Süd, einer Genossenschaft anerkannter Einrichtungen der Behindertenarbeit. „Unser Ziel war und ist es, noch mehr Orientierung und Zufriedenheit für Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Dem sind wir nun bereits einen großen Schritt näher gekommen.“ Aber die Arbeit ist noch nicht vorbei: „Das A und O sind nun die anhaltende Disziplin bei der Sortimentspflege und die weitere Kommunikation mit und an die Mitarbeiter“, so Heckmann. Intersnack und CFP Brands haben ihre weitere Unterstützung bereits zugesagt. Die Testmärkte in Rostock, Mannheim, Stuttgart und Saarbrücken stehen repräsentativ für alle Cap-Filialen in Deutschland. Bei ihrer Auswahl wurden eine möglichst breite geografische Aufteilung berücksichtigt sowie Unterschiede in Kunden, Kaufkraft, soziodemografischen Merkmalen und Marktgröße. Die über 100 Cap-Märkte in Deutschland haben nun die Möglichkeit, das neue Konzept ab November 2015 auf ihre Märkte zu übertragen. Der Roll-out soll im Juni 2016 abgeschlossen werden. Schon bald wird auch eine weitere Testphase beendet sein: Mit CM-Partner Bahlsen wird derzeit die Süßgebäck-Kategorie optimiert. Folgen werden die alkoholfreien Getränke in Zusammenarbeit mit Coca Cola. Weitere Kategorien sind nicht ausgeschlossen. Pressebild: Umsatzsteigerung in den Cap-Testmärkten bis zu 96 Prozent (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Verena Bankamp Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526 Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: bankamp@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 12.01.2021
Den Ausstoß klimafeindlicher Treibhausgase, wie CO2, zu senken und gleichzeitig mehr Effizienz in logistische Abläufe zu bringen, das ist machbar – wie das Engagement der Nagel-Group im Rahmen der Initiative Lean and Green beweist. Das Logistikunternehmen hat in den vergangenen fünf Jahren die CO2-Emissionen in seinen Transport- und Logistikprozessen um mehr als 20 Prozent pro transportierter Tonne Sendungsgewicht gesenkt. GS1 Germany zeichnet den Anbieter für Lebensmittelogistik dafür jetzt mit dem Lean and Green 1st Star aus. Die Initiative zertifiziert und würdigt ökologisches Verantwortungsbewusstsein mit konkretem Bezug zu Lager- und Logistikprozessen. „Unser Konzept hat nicht nur im Audit überzeugt, sondern sorgt jeden Tag dafür, dass wir weniger Emissionen produzieren“, erklärt Peter Jockenhövel, Leiter Sustainabilty der Nagel-Group. „Der Lean and Green 1st Star ist eine tolle Bestätigung für unseren Einsatz zur Schonung von Ressourcen, aber auch Ansporn für weitere Verbesserungen“, so Jockenhövel weiter. Maßnahmenpaket vom Fuhrpark bis zum Kombiverkehr Um die Emissionen in diesem Ausmaß zu verringern, setzte die Nagel-Group auf eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen. Einen wichtigen Anteil an dem Erfolg hatte die kontinuierliche Modernisierung des Fuhrparks. Das Logistikunternehmen stellte hier vollständig auf EURO-6-Sattelzugmaschinen um, passte den Fahrzeugmix im Nahverkehr hinsichtlich Nutzlasten an und optimierte die Tourenplanung. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor sind die permanenten Schulungen des Fahrpersonals in puncto verbrauchsoptimiertem und vorausschauendem Fahren durch das Fahrer- und Fuhrparkteam in den Standorten. Um Leerkilometer zu vermeiden, überwacht die Nagel-Group ihre bundesweit täglich betriebenen Linienverbindungen und stellt „One-Way-Verkehre“ auf optimierte Begegnungs- bzw. Rundlaufverkehre um. Der Aktionsplan umfasst außerdem die Umstellung auf LED-Beleuchtung in den Standorten und Investitionen in Photovoltaik-Anlagen. So nahm das Unternehmen vor kurzem in der Niederlassung Bochum die größte Dach-Photovoltaikanlage des Ruhrgebiets in Betrieb. „Wir beglückwünschen die Nagel-Group herzlich zu diesem ausgezeichneten Erfolg. Wir freuen uns, mit jeder Auszeichnung – sei es mit dem Lean and Green Award, dem 1st oder dem 2nd Star – Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Logistik effizient voranzubringen“, gratuliert Oliver Püthe, verantwortlich für Lean and Green bei GS1 Germany. Der 1st Star ist bereits die zweite Anerkennung für das nachhaltige Engagement der Nagel-Group. 2016 erhielt das Unternehmen für ihren Maßnahmenplan zur Einsparung von Treibhausgasen bereits den Lean and Green Award. www.gs1.de/lean-and-green Pressefoto: Auszeichnung der Nagel-Group mit dem Lean and Green 1st Star (v.l.n.r.: Thomas Pütter/Head of Special Projects, Peter Jockenhövel/Project Manager Sustainability, Carsten Taucke/Chief Executive Officer), Quelle: Nagel-Group Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de
Veröffentlicht am 12.04.2012
Was sind die zentralen Nachhaltigkeitsthemen und -herausforderungen der Konsumgüterwirtschaft? Wo ergeben sich Anhaltspunkte und in welchen Bereichen sind bereits gute Initiativen entstanden? Konkrete Antworten liefert die neue Studie „Nachhaltigkeit in der deutschen Konsumgüterwirtschaft. Themen, Trends und Initiativen“ von GS1 Germany. Der Kölner Dienstleister für Identifikations- und Prozessstandards zeigt der Branche damit Handlungsoptionen für effiziente, praxistaugliche Nachhaltigkeitsinitiativen auf. „Wir wollen die Konsumgüterindustrie unterstützen, ihr Leistungsportfolio effektiv auf Sustainability auszurichten“, sagt Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Mit der Studie leistet GS1 Germany wichtige Pionierarbeit, um dem Thema bei Industrie, Handel und Dienstleistung die nötige Trennschärfe zu verleihen.“ Gemeinsam mit dem CSCP (UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production) hat GS1 Germany Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbraucherorganisationen befragt und die wichtigsten Themen und Handlungsfelder für die Branche ermittelt. Kernergebnis der Untersuchung: Produkttransparenz ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um mehr Nachhaltigkeit in der Konsumgüterwirtschaft geht. Als Basis dafür, wurde die Notwendigkeit identifiziert, ein gemeinsames Verständnis über die relevanten Nachhaltigkeitsthemen einer Produktkategorie in den Produktionsketten zwischen Industrie und Handel zu erzielen. Dies bildet die Grundlage für Leistungstransparenz und eine relevante Kommunikation, die für alle Beteiligten bis hin zum Konsumenten hilfreich sind. Denn auch die Förderung nachhaltiger Konsummuster und Lebensstile hängt laut Studie von offener Kommunikation und validen Daten ab: Nur wenn die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Produkten deutlich erkennbar sind, können Konsumenten ihre Kaufentscheidung bewusst danach ausrichten. Als zentraler Hebel für Nachhaltigkeit trägt Produkttransparenz somit in hohem Maß dazu bei, übergeordnete Ziele wie Klimaschutz und nachhaltige Ressourcen- und Landnutzung langfristig zu erreichen. Zugleich warnen die Experten: Zu viele oder unstrukturierte Produktangaben könnten nachhaltige Entscheidungen auch erschweren – egal ob in der Produktionskette oder am Ladenregal. Hier spricht GS1 Germany klare Empfehlungen aus: Wesentlich ist es demnach für Unternehmen zunächst, die Produktlebenszyklen ganzheitlich in Bezug auf ökologische, soziale und Nutzenaspekte zu beleuchten. Im zweiten Schritt gilt es dann, die wirklich relevanten Punkte herauszuarbeiten und damit die Angaben auf eine handhabbare Menge zu reduzieren. So spielen etwa in der Herstellung von T-Shirts soziale Nachhaltigkeitskriterien wie Kinderarbeit eine zu beachtende Rolle, während in der Produktionskette eines Waschmittels die Nutzung durch den Verbraucher wichtiger ist, weil er mit niedrigeren Waschtemperaturen und einer ausgelasteten Waschmaschine zum Klimaschutz beitragen kann. Die Suche nach diesen Kriterien sollte für definierte Produktkategorien im direkten Austausch aller Stakeholder geschehen, um so letztlich zu einem übergreifenden, branchenweiten Konsens zu gelangen. Das GS1 Germany Advisory Board Sustainability prüft derzeit gemeinsam mit den Marktteilnehmern bestehende Ansätze und Initiativen für die Identifizierung dieser kategoriespezifischen Kriterien. Die komplette Studie „Nachhaltigkeit in der deutschen Konsumgüterwirtschaft. Themen, Trends und Initiativen“ ist bei GS1 Germany erhältlich. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing und Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel.: 0221 94714-543 Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de Homepage: www.gs1-germany.de