Veröffentlicht am 07.03.2019
Die Produkte der deutschen Süßwarenindustrie sind auch international begehrt: Über die Hälfte der in Deutschland produzierten Süßwaren werden im Ausland vernascht. Ein Global Player in diesem Segment, der zudem auch weltweit Produktionsstandorte besitzt, ist Haribo. Die Produkte des Weltmarktführers für Süßigkeiten aus Fruchtgummi und Lakritz sind in über 100 Ländern erhältlich. Um das Potenzial in den internationalen Märkten noch besser auszuschöpfen, setzt Haribo beim Thema Category Management auf die Zusammenarbeit mit den Spezialisten von GS1 Germany, die bereits seit mehreren Jahren Haribo-Mitarbeiter aus Deutschland und Österreich zu zertifizierten GS1 Category Managern ausbilden. Im vergangenen Jahr wurde die Zusammenarbeit auf die internationalen Vertriebsstrukturen von Haribo ausgeweitet. „Das ‚Denken-in-Kategorien‘ und den daraus resultierenden Mehrwert für den Handel und unsere Shopper hat für uns sowohl strategisch als auch operativ eine hohe und weiterhin zunehmende Bedeutung. Dies gilt für alle Märkte in unterschiedlicher Art und Weise“, hebt Sebastian Uhle, Global Head Research & Category Management bei Haribo, hervor. Unterschiedliche Konsumgewohnheiten müssen beachtet werden Insgesamt wurden europaweit fünf Trainings mit Teilnehmern aus Ländern wie z.B. China, USA, Russland, Polen, Türkei, Spanien und Australien durchgeführt. Die Heterogenität der Gruppen war für Mirko Schmidt, Senior Manager Category Management + Shopper Marketing bei GS1 Germany, eine spannende Herausforderung: „Bei nationalen Trainings können wir von weitgehend einheitlichen Rahmenbedingungen ausgehen. Das war in diesem Fall natürlich nicht möglich, da Süßwaren in den verschiedenen Ländern eine ganz unterschiedliche Marktbedeutung haben und die Märkte sich in verschiedenen Reifegraden befinden. Außerdem spielen natürlich auch das Konsum- und Shopperverhalten sowie kulturelle Unterschiede eine große Rolle." Im ersten Schritt ging es zunächst erst einmal darum, die Teilnehmer für das Thema Category Management zu sensibilisieren. Also für den strategischen Ansatz, Kaufentscheidungsprozesse zu analysieren, Potenziale zu bewerten und darauf aufbauend gemeinsam mit den Handelspartnern optimale Lösungen für eine Sortimentsgestaltung zu finden. Und zwar optimal in dem Sinne, dass sowohl die Bedürfnisse der Shopper als auch die Interessen des Handels und der Industriepartner bestmöglich berücksichtigt sind (Triple-Win). „Diese ganzheitliche Sichtweise war für viele Teilnehmer ein spannender Ansatz. Ein wichtiges Ziel unseres Trainings war deshalb, ihnen sowohl die Perspektive der Händler zu vermitteln als auch Strategien aufzuzeigen, wie sie die Wünsche und Bedürfnisse der Shopper ermitteln und in ihrer operativen Arbeit berücksichtigen können“, so Schmidt. Praktische Übungen veranschaulichen die Lösungsansätze Neben der theoretischen Wissensvermittlung standen auch viele praktische Übungen auf dem Programm. Sie gaben Antworten auf die folgenden Fragen: Wie sieht der Kaufentscheidungsbaum innerhalb der Kategorie aus? Ist die Kategorie im Markt richtig positioniert? Entspricht die Verteilung der Subkategorien im Regal ihrem jeweiligen Potenzial? Enthält das Sortiment die richtigen Produkte in der erforderlichen Breite und Tiefe? Wie werden die Produkte im Regal richtig angeordnet? Dabei standen nicht nur Artikel aus dem Haribo-Sortiment im Fokus, sondern entsprechend dem übergeordneten Ansatz alle Produkte, die zur vorher definierten Kategorie zählen. „Dies kann in den verschiedenen Auslandsmärkten voneinander abweichen. Deshalb ist es bei jedem Category-Management-Projekt wichtig, im ersten Schritt die Kategorie abzugrenzen, die analysiert und optimiert werden soll“, erklärt Schmidt. Dass es dem Team von GS1 Germany gelungen ist, die richtige Mischung zwischen Theorie und Praxis zu finden und die Inhalte so zu vermitteln, dass jeder Teilnehmer für sich etwas mitnehmen konnte, zeigt das Feedback der Haribo-Mitarbeiter. „In Summe waren die Teilnehmer mit dem Seminar sehr zufrieden. Sie haben ein gemeinsames Verständnis für die optimale Strukturierung und Präsentation des Süßwarensortiments am POS mitgenommen, welches sie im Alltag einsetzen können“, beschreibt Laura Stupp, Senior Management Global Research & Category Management bei Haribo. Im laufenden Jahr soll die Zusammenarbeit zwischen dem Süßwarenspezialisten und GS1 Germany fortgesetzt werden. Und zwar sowohl im Bereich International Category Management als auch bei den regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter zu zertifizierten GS1 Category Managern. Bildunterschrift: Geschafft! Diese Teilnehmer von Haribo haben in Kopenhagen erfolgreich am internationalen Category Management Training von GS1 Germany teilgenommen. (Foto: Haribo) Pressekontakt: Verena Krick Pressereferentin Marketing + Kommunikation GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 526 F +49 (0)221 94714 7526 E verena.krick@gs1.de www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 22.03.2018
Bremerhaven an einem heißen Hochsommertag: Der Container mit den Airbag-Sensoren wartet in der prallen Sonne auf seine Verschiffung in die USA. Die temperaturempfindlichen Bauteile können jetzt leicht Schaden nehmen. Fallen die Schäden erst im US-amerikanischen Werk auf, droht wegen der unbrauchbaren Bauteile die Produktion ins Stocken zu geraten. Es muss schnell Ersatz her. Zusätzliche Kosten entstehen. Dagegen schützt der Einsatz von Sensoren und die automatisierte Kommunikation der erfassten Werte wie Temperatur oder Luftfeuchtigkeit während des Transports. Erreichen zum Beispiel Temperatur oder Luftfeuchtigkeit kritische Werte, werden die Informationen weitergegeben und die Partner können sofort darauf reagieren. Für den Austausch der Daten entlang einer gesamten Wertschöpfungskette bedarf es standardisierter Schnittstellen zwischen den verschiedenen IT-Systemen. Um das zu ermöglichen, erweitert GS1 Germany im Rahmen des Forschungsprojekts SaSCh (Digitale Services zur Gestaltung agiler Supply Chains) den Schnittstellenstandard EPCIS um sensorbasierte Qualitätsdaten. Unternehmen, die an dieser Weiterentwicklung mitwirken möchten, wenden sich bei GS1 Germany an Roman Winter, Projektmanager GS1 Standards und Products: winter@gs1-germany.de . Wie kommunizieren Bauteile mit den Transportverantwortlichen? Zur Verfolgung und Beobachtung des Materials in Echtzeit ist eine intelligente Verknüpfung zwischen Materialnummern, Sensor-Identifikation sowie Positions- und Qualitätsdaten nötig. Nur so können die per Sensor ermittelten Werte sowie weitere Informationen zum Produkt und zum Transportprozess entlang der ganzen Lieferkette fehlerfrei und zeitnah weitergegeben werden. Hier greifen GS1 Standards für die eindeutige Identifikation der Produkte und der Ladungsträger sowie für den schnittstellenübergreifenden Austausch der Informationen und Daten. Die Airbag-Sensoren zum Beispiel tragen per GS1 DataMatrix eine Seriennummer mit sich, die sie wie eine Art Personalausweis unverwechselbar macht. Sie werden auf einer Palette transportiert, die mit der Nummer der Versandeinheit gekennzeichnet ist. Durch das GPS-Signal der Sensoren erfolgt unter anderem die Dokumentation des Standorts. Melden die Sensoren zu hohe Temperaturen im Container, erhalten die Verantwortlichen über die per ECPIS verbundenen IT-Systeme eine Warnung. Sie können nun dank genauer Standortkenntnis schnell eingreifen, um Qualitätsmängeln vorzubeugen. Ist es für solche präventiven Maßnahmen bereits zu spät, weil die Ware schon gelitten hat, kann durch die frühzeitige Information automatisch eine Nachproduktion angestoßen werden. Diese digitalen Services ermöglichen es, Puffer entlang der Supply Chain sowie kostenintensive und umweltbelastende Sonderlieferungen, zum Beispiel per Luftfracht, zu reduzieren und im besten Fall zu vermeiden. So steht dem termingerechten Einbau der Airbag-Sensoren im Automobilwerk nichts im Wege. Hintergrund Das Projekt SaSCh steht für Digitale Services zur Gestaltung agiler Supply Chains. Ziel des Projektvorhabens ist es, die technischen und methodischen Voraussetzungen für einen unternehmensübergreifenden Austausch von Sensor- und Qualitätsdaten der transportierten Güter, wie zum Beispiel Zulieferteile in der Automobilindustrie, zu validieren und zu schaffen. Die Daten werden in digitalen Services mit Tracking- und Tracing-Informationen kombiniert und stehen den Partnern der Supply Chain zur weiteren Verarbeitung sowie Analyse zur Verfügung. Projektpartner sind BLG Logistics, Bosch, das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA), GS1 Germany und queo. Als Teil des Förderprogramms „PAiCE“, das wichtige Impulse für die Digitalisierung der Wirtschaft setzen soll, wird SaSCh von 2016 bis 2019 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Pressefoto: Vernetzte Kommunikation in der Lieferkette (Quelle: Bosch) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 31.05.2011
„Von der neuen Generation des Barcodes versprechen wir uns mehr Datentiefe und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette – vom Produzenten bis zum Point of Sale“ erläutert Metro-Manager Jürgen Matern die Entscheidung für den GS1 DataBar. Das Handelsunternehmen will den Strichcode in sein Gesamtkonzept zum Thema Rückverfolgbarkeit einbinden. Im Rahmen eines Pilotprojekts, das die Metro in Kooperation mit der niederländischen Branchenorganisation FrugiCom und GS1 Germany durchführt, wurden zunächst in Deutschland Tomaten für die Großmärkte Metro Cash & Carry mit dem GS1 DataBar gekennzeichnet. Bei den anschließenden Kassiervorgängen zeigte sich: Die Codes waren gut lesbar, die Integration in die Kassensysteme funktionierte reibungslos, ebenso wie die Übernahme der Daten in die Rechnung. Im nächsten Schritt plant Metro die Ausweitung auf alle Cash & Carry-Märkte und die Einzelhandelssparten in Deutschland. Im Gegensatz zum klassischen EAN-13-Barcode, der ausschließlich die globale Artikelnummer GTIN verschlüsselt, enthält der GS1 DataBar mehr Informationen auf weniger Raum. So kann er relevante Daten für die Rückverfolgbarkeit direkt auf dem Preisetikett codieren, zum Beispiel die Chargennummer oder die Seriennummer eines Produktes (SGTIN) sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum. Die automatische Identifikation der betroffenen Produkte und ihres Distributionswegs beschleunigt die Prozesse bei einer Warenrücknahme. Zukünftig soll der Kunde im Falle eines Warenrückrufs per GTIN und Chargennummer auf der Rechnung leichter erkennen, ob er von diesem betroffen ist. Ebenso ist es der Metro somit möglich, ihre Kunden direkt über aktuelle Rückrufe zu informieren. Dazu Matern: „Die hohe Datenqualität auf dem Produkt kommt Unternehmen und Verbrauchern gleichermaßen zugute“. Um von den Effizienzvorteilen entlang der gesamten Lieferkette zu profitieren, erwägt die Metro daher mittelfristig den internationalen Einsatz des GS1 DataBar als einen einheitlichen, global abgestimmten Standard, der in jedem Land und auf alle Lebensmittel anwendbar sei. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 01.03.2022
Ambitionierte Nachhaltigkeitsziele und nicht zuletzt das ab Januar 2023 in Kraft tretende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) benötigen transparente Liefernetzwerke. Unter die rechtlich bindenden Vorschriften des LkSG fallen im ersten Schritt alle in Deutschland ansässigen Unternehmen mit mindestens 3.000 Beschäftigten. Indirekt wirkt sich das Gesetz jedoch aufgrund der Informationspflicht auf sämtliche Teilnehmenden der Liefernetzwerke aus. Mit F-Trace Transparency existiert nun eine cloudbasierte Lösung, die Unternehmen dabei unterstützt, die sowohl gesetzlichen als auch individuellen Ansprüche nach transparenten Liefernetzwerken zu erfüllen. Das Full-Service-Konzept ermöglicht, Transparenzdaten im Rahmen eines standardisierten und dezentralen Ansatzes gemeinsam mit Partnerfirmen zu nutzen und eignet sich für alle Teilnehmenden der Supply Chain – unabhängig ihrer Branchenzugehörigkeit (FMCG, Fashion, Healthcare), Unternehmensgröße und ihres IT-Reifegrades. Im Rahmen von Pilotierungen unter anderem mit Edeka und Lidl werden die jeweiligen Anforderungen gemeinsam definiert und mit bis zu elf Produkten in einem Proof of Concept verprobt. Betrachtet werden in einem ersten Schritt die Produktkategorien Kaffee, Molkereiartikel und Tiefkühlkost. Die Pilotteilnehmer erhoffen sich nicht nur valide Kenntnisse über etwaige Risiken in ihren Liefernetzwerken, sondern streben mittels der Transparenz eine Bestätigung ihres Produktversprechens bzgl. formulierter Nachhaltigkeitskriterien an. Mit F-Trace Transparency sind Unternehmen somit in der Lage, individuelle Fragestellungen zur Transparenz ihres Liefernetzwerks zu jeder Zeit zu beantworten. Der gesamte Datentransfer findet effizient über die Plattform statt und bietet Schnittstellen von und zu eigenen ERP-Systemen sowie zu Zertifizierungsdatenbanken für eine optimierte Datenintegrität. Damit erfüllt F-Trace zahlreiche Anforderungen aus dem LkSG wie beispielsweise die Einführung datengestützter Präventionsmaßnahmen, Sorgfaltspflichten gegenüber allen Vorstufen, Datenerhebung für das Risikomanagement oder Berichterstattungen und Dokumentation. Sie erhalten belastbare Informationen zur Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung innerhalb der Supply Chain und können damit glaubwürdig gegenüber Behörden, Kunden und anderen Stakeholdern kommunizieren. Mittels eines integrierten Rechtemanagements verbleibt die Datenhoheit hierbei stets bei den dateneingebenden Unternehmen – bei gleichbleibender Transparenz vom Erzeuger bis zum fertigen Produkt. Durch die Standardisierung der Fragebögen in allen Produktkategorien wird zudem der Aufwand innerhalb des globalen Liefernetzwerkes deutlich reduziert. Für Thomas Fell, Lead GS1 Germany, steht fest: „Kein Unternehmen kann die Anforderungen aus dem LkSG alleine erfüllen. Dazu braucht es Standards und kollaborative Plattformen.“ Ein zentrales Instrument, welches Effizienz und Transparenz in puncto Nachhaltigkeit entlang globaler Liefernetzwerke erzeugt, bietet deshalb F-Trace an, ein Tochterunternehmen von GS1 Germany. Das Unternehmen hat über viele Jahre die neutrale, cloudbasierte Plattform F-Trace Traceability Lösung zur chargengenauen Rückverfolgbarkeit von Produkten in enger Abstimmung mit Industrie und Handel erfolgreich etabliert. Diese wurde nun mit dem neuen, umfangreichen Produkt „Transparency“ um eine Unternehmens-, Produkt- und Zutateneben erweitert. „Wir nehmen kontinuierlich das Feedback unserer Kunden auf und haben die bestehende Traceability-Lösung um weitere Anwendungsszenarien erweitert. Mit dem neuen Produkt können Unternehmen nun für Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement relevante Daten effizient und strukturiert abfragen, visualisieren und analysieren“, sagt Mark Zeller, Lead F-Trace. Und er ergänzt: „Damit schließen wir den Kreis von Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Verantwortung und werden den Anforderungen zur Nachhaltigkeit in Unternehmen mehr als gerecht.“ F-Trace – The global language of transparent supply chains. Die F-Trace GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der GS1 Germany GmbH. Mit F-Trace können Unternehmen Transparenz und Rückverfolgbarkeit für ihre Liefernetzwerke implementieren. Das System basiert auf globalen GS1 Standards – damit sind sämtliche Teilnehmenden der Supply Chain in der Lage, Informationen innerhalb der Liefernetzwerke effizient und sicher auszutauschen. Als neutrale Lösung stärkt F-Trace das Vertrauen aller Akteure der Liefernetzwerke. www.ftrace.com Pressekontakt: Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de
Veröffentlicht am 15.06.2022
Verbraucher:innen und Gesetzgeber verlangen zunehmend Transparenz sowie verlässliche Informationen über die Herkunft und Qualität von Erzeugnissen – bestenfalls in Echtzeit. Ethische und ökologische Aspekte wie Tierwohl, faire Produktionsmethoden und Nachhaltigkeit rücken bei allen Beteiligten immer weiter in den Fokus. Bei Fleisch- und Milchprodukten der Eigenmarke „REWE Bio“ haben Kund:innen nun die Möglichkeit, solche ganzheitlichen Informationen zu erhalten. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden ab sofort schrittweise insgesamt 36 Rewe Bio-Fleisch- und zwei REWE Bio-Milchartikel integriert. Damit schafft der Lebensmitteleinzelhändler noch mehr Transparenz und macht aus einem Qualitätsversprechen einen nachvollziehbaren Qualitätsbeweis. Möglich wird dies durch den Einsatz der cloudbasierten Lösung „ftrace“. Die gleichnamige Tochtergesellschaft von GS1 Germany hat über viele Jahre eine neutrale Plattform zur chargengenauen Rückverfolgbarkeit von Produkten entwickelt und kürzlich mit Blick auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) um ein zusätzliches Modul erweitert. „Mit dem neuen Modul ‚Transparency‘ schließen wir den Kreis von Rückverfolgbarkeit und Verantwortung. So werden wir sowohl den Anforderungen zur Nachhaltigkeit in Unternehmen als auch dem gesellschaftlichen Konsens gerecht“, sagt Mark Zeller, Lead F-Trace. Über einen QR-Code auf der jeweiligen Produktverpackung gelangen Verbraucher:innen zu einer Online-Plattform. Dort können sie zu jeder Zeit produktindividuelle Angaben beispielsweise über Herkunft, Haltungs- oder Produktionsmethoden abrufen. Dadurch werden Informationen transparent und chargengenau sichtbar, ganz konkret bei Rewe Bio Hähnchen-Schenkel zum Beispiel in welchen Betrieben das Tier geschlachtet, zerlegt und verarbeitet wurde. Weitere Identitätsdaten zur Rückverfolgbarkeit einzelner Produktionsstufen sowie die Haltungsformkennzeichnung ergänzen die nutzerfreundlichen Portalinhalte. Schließlich ist die Herkunft und Regionalität, insbesondere bei Lebensmitteln mit tierischem Ursprung, den Verbraucher:innen wichtig. „Deshalb ist es uns von Rewe eine Herzensangelegenheit, bei ausgewählten Eigenmarkenprodukten die Rückverfolgbarkeit von der Erzeugung bis zum Regal zu gewährleisten“, beschreibt Pia Schnück, Head of Sustainability REWE Group Buying GmbH, den Start der neuen Online-Plattform mit den weitergehenden „REWE Bio“ Produktinformationen. Der entsprechende QR-Code lässt sich bequem via Smartphone scannen. Nach anschließender Eingabe einer sogenannten LOT-Nummer werden den Kund:innen produktspezifische Informationen angezeigt und die einzelnen Stationen des Produkts bis zu seinem Ausgangsort offengelegt. F-Trace Die F-Trace GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der GS1 Germany GmbH. Mit F-Trace können Unternehmen Transparenz und Rückverfolgbarkeit für ihre Liefernetzwerke implementieren. Das System basiert auf globalen GS1 Standards – damit sind sämtliche Teilnehmenden der Supply Chain in der Lage, Informationen innerhalb der Liefernetzwerke effizient und sicher auszutauschen. Als neutrale Lösung stärkt F-Trace das Vertrauen aller Akteure der Liefernetzwerke. www.ftrace.com REWE Mit einem Umsatz von 26,7 Mrd. Euro (2021), bundesweit 161.000 Mitarbeitern und 3.700 Märkten gehört die REWE Markt GmbH zu den führenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die REWE-Märkte werden als Filialen oder durch selbstständige REWE-Kaufleute betrieben. Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von rund 77 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren mehr als 380.000 Beschäftigten in 20 europäischen Ländern präsent. www.rewe.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Maarweg 133, 50825 Köln E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de
Veröffentlicht am 05.12.2018
Die Deutschen essen immer weniger Fleisch. 2017 sank die Verzehrmenge laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf rund 59 Kilogramm pro Kopf – davon etwa 36 Kilo Schwein. Doch wer glaubt, der Trend ließe auch auf die globale Entwicklung des Fleischkonsums schließen, der irrt: Laut Weltagrarbericht hat sich die globale Fleischproduktion in den letzten 50 Jahren mit 308 Millionen Tonnen Fleisch pro Jahr vervierfacht. Und der Trend hält an: Die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) erwartet sogar eine Steigerung der Fleischproduktion auf 455 Millionen Tonnen bis 2050. Für die Fleischindustrie weltweit eine Herausforderung, denn zugleich fordern Gesetzgeber und Verbraucher zunehmend mehr Nachhaltigkeit, Tierwohl und Qualität. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Internet of Food & Farm 2020“ (IoF2020) haben sechs Unternehmen nun ein Teilprojekt ins Leben gerufen, das genau hier ansetzt: Gemeinsam wollen die Universität Wageningen, das Netzwerk für nachhaltige Schweinezucht Keten Duurzaam Varkensvlees (KDV), der Zertifizierer De Hoeve, der Schlachthof Westforst – alle in den Niederlanden – GS1 Germany und das European EPC Competence Center (EECC) eine Basis schaffen, um mehr Tierwohl und eine höhere Fleischqualität bei gleichzeitig effizienteren Arbeitsprozessen zu gewährleisten. Seit Juli 2018 arbeiten sie dafür an einem Pilotsystem für eine nachhaltigere und transparentere Schweinefleischproduktion. Relevante Daten vollständig und digital managen Konkretes Ziel des Vorhabens ist zum einen, die Historie eines individuellen Schweins von der Geburt bis zur Schlachtung transparent und nachvollziehbar abzubilden – für alle beteiligten Partner in der Lieferkette, vom Bauern bis zum Schlachthof. Um darüber hinaus den Zertifizierungsprozess der Schweinezüchter weiter zu optimieren, setzt De Hoeve zukünftig auf eine zuverlässige und reibungslose Erfassung und Weiterverarbeitung der aggregierten Daten auf Betriebsebene. „Für die meisten Schweinezüchter und Schlachthäuser ist das heute noch Zukunftsmusik“, sagt Sabine Kläser, Managerin Identification und Data Carrier bei GS1 Germany. „Es fehlt zum einen an entsprechenden Daten über den Zustand und die Historie eines jeden Schweins. Zum anderen ist die Technologie für die digitale Datenerfassung und den unternehmensübergreifenden Datenaustausch zwar vorhanden, aber längst nicht überall integriert.“ So erfassen viele Schweinezüchter die Daten, die für den Beleg des Tierwohls relevant wären, entweder nicht vollständig oder noch nicht konsolidiert. Die niederländischen Partnerunternehmen sind jedoch bereits gut aufgestellt: Die dem KDV angeschlossenen Schweinebauern halten hohe Nachhaltigkeitsstandards ein und werden von De Hoeve regelmäßig auditiert. Zum Beispiel dürfen die Ferkel länger als der Durchschnitt bei der Muttersau verbleiben. Auch erfassen die Bauern für die Messung des Tierwohls relevante Daten wie etwa das Wachstum betreffend, die Transportzeiten oder die Medikamentenabgabe. Dies tun sie bereits digital und teilweise auf Einzeltierebene, sprich: individuell für jedes einzelne Schwein. Einige Farmer bringen dafür sogar schon RFID-Chips an den Schweineohren an, mit denen sie jedes Tier elektronisch identifizieren können. Die Krux: Die zusammenhängende Historie eines Einzeltieres lässt sich heute noch nicht abbilden. Bislang können die Bauern ihren Geschäftspartnern ausschließlich Daten zu einzelnen Teilprozessen zur Verfügung stellen, wie etwa das Datum der letzten Medikamentengabe. Eine konsolidierte Darstellung der Datensätze ist nicht möglich. Auf Knopfdruck den Zustand eines einzelnen Tieres nachvollziehen Im Rahmen des Projekts arbeiten die Unternehmen gemeinsam an einer Lösung dafür. „Ziel ist es, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass alle relevanten Daten digital und standardisiert zur Verfügung stehen und damit unter anderem auch die Durchführung der Audits von De Hoeve weiter zu optimieren“, so Kläser. Im ersten Schritt erarbeiten die Projektpartner eine Übersicht über die Prozessschritte und Ereignisse während der Schweineaufzucht, die relevant sind, um das Tierwohl zu belegen. Neben RFID-Technologie zur Identifikation des einzelnen Tieres wollen sie den Schnittstellenstandard EPCIS nutzen, mit dessen Hilfe sich die Prozessschritte und Ereignisse entlang der Lieferkette standardisiert erfassen, elektronisch speichern und kommunizieren lassen. Auf diese Weise können die Unternehmen inklusive des Schlachthofes zukünftig auf Knopfdruck jederzeit nachvollziehen, dass zum Beispiel ein bestimmtes Tier während seiner gesamten Lebenszeit kein Antibiotikum bekommen musste oder wie lange es wohin transportiert wurde. „Nur mit zuverlässigen und individuellen Daten ist es möglich, das Tierwohl von Schweinen zu tracken und zu belegen. Das ist für die Landwirte und die nachgelagerten Prozessbeteiligten zukünftig unverzichtbar, um die Ansprüche der Institutionen und Verbraucher zu erfüllen“, sagt Dr. ir. Ayalew Kassahun, Projektleiter an der der Universität Wageningen. Das Teilprojekt wird wie einige andere Initiativen im Rahmen von IoF2020 bis Ende 2020 laufen. Die Projektpartner wollen die Ergebnisse im Anschluss der Öffentlichkeit zugänglich machen. Unter anderem soll bis Sommer 2020 ein entsprechender Demonstrator entwickelt werden. 19 Pilotprojekte in der europäischen Land- und Ernährungswirtschaft Das Projekt „Internet of Food & Farm 2020“ wird durch die EU im Rahmen von Horizon 2020 gefördert, dem Programm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Konsortialführer ist die Universität Wageningen. Projektstart war im Januar 2017. Innerhalb von vier Jahren sollen insgesamt 19 Fallstudien in den fünf Bereichen Ackerbau, Milch-, Fleisch-, Gemüse- und Obstproduktion umgesetzt werden. Die rund 70 Partnerunternehmen kommen aus unterschiedlichen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette: von Landwirten über Genossenschaften, Lebensmittelhersteller und Logistikunternehmen bis hin zu Verbraucherorganisationen. Weitere Informationen finden sich auf www.iof2020.eu . Pressekontakt GS1 Germany: Verena Krick Pressereferentin GS1 Germany GmbH T +49 (0)221 94714 526 E verena.krick@gs1.de Kontakt Teilprojektleitung: Dr. ir. Ayalew Kassahun Wageningen University T +31 628477861 E ayalew.kassahun@wur.nl www.wur.nl/en/wageningen-university.htm Über das Projekt „Internet of Food & Farm 2020“ (IoF2020) Im Rahmen des multinationalen Projekts „Internet of Food & Farm IoF2020“ prüfen und fördern über 70 Partnerunternehmen seit Januar 2017 die Umsetzung des Internet of Things im europäischen Land- und Ernährungswirtschaftssektor. Innerhalb von vier Jahren sollen 19 Fallstudien in den Bereichen Ackerbau, Milch-, Fleisch-, Gemüse- und Obstproduktion umgesetzt werden. GS1 Germany ist an zwei Fallstudien beteiligt. Ziel ist es, Prozesse zu digitalisieren und damit die Grundlage für mehr Produktivität und Nachhaltigkeit zu schaffen. IoF2020 wird im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 von der Europäischen Union gefördert (Grant Agreement-Nummer 731884).
Veröffentlicht am 13.04.2015
Sicherheit hat Vorfahrt: Von Bauteilen und Komponenten, die für die Bahn-, Kraft- und Nutzfahrzeugproduktion verwendet werden, wird einiges abverlangt. Sie sollen nicht nur belastbar und zuverlässig sein, sondern auch jederzeit eindeutig identifiziert wie rückverfolgt werden können. Entsprechend hoch und vielfältig sind die Anforderungen an die Zulieferer, wie zum Beispiel ContiTech Luftfedersysteme, einer der weltweit führenden Anbieter von technischen Elastomerprodukten und Spezialist für Kunststofftechnologie. Das Unternehmen setzt jetzt für die eindeutige Identifizierung und Rückverfolgbarkeit seiner Produkte auf GS1 Standards. Gemeinsam mit GS1 Germany hat ContiTech eine zweistufige Lösung konzipiert: Zum einen sollten die automatisch auslesbaren Produktinformationen spezifiziert und in einem geeigneten Datenträger codiert werden. Eine wesentliche Anforderung von ContiTech war es dabei, einen einheitlichen Standard zur Kennzeichnung seiner Produkte zu etablieren. So will der Zulieferer unterschiedlichste Kundenanforderungen mit einem einzigen Schema erfüllen, um die Implementierung genauso wie das Handling interner Hard- und Software zu vereinfachen. Die Basis dieser Lösung bildet die Globale Artikelnummer (GTIN), die ContiTech neben der Hersteller- und Artikelkennung um das Herstelldatum und die Seriennummer ergänzt und auf dem Luftfederbalg vulkanisiert. Diese Informationen verschlüsselt der Hersteller in dem 2D-Code GS1 DataMatrix. Um seine Produkte mit dem Code zu kennzeichnen, hat ContiTech ein Standardproduktetikett entwickelt, das bereits im Produktionsprozess aufgebracht wird. „Die serialisierte Produktkennzeichnung auf Basis der GS1 Standards ist für unser Unternehmen ein Erfolgsmodell. Wir sehen darin enorme Prozessvorteile – damit sind wir bestens für die Zukunft und die Anforderungen unserer Kunden gerüstet“, erklärt Hendrik Neumann, Leiter Logistik für das Segment Railway Engineering bei ContiTech Luftfedersysteme. Interessenten können sich auf der Hannover Messe über das Projekt mit ContiTech informieren. Experten von GS1 Germany stehen vom 13. bis 17. April 2015 in Halle 8 am Stand D08, dem Gemeinschaftsstand der AG protect-ing des VDMA, Rede und Antwort. Das Unternehmen ContiTech präsentiert sich in Halle 6 am Stand F18. Foto: ContiTech vulkanisiert alle wichtigen Artikelinformationen im GS1 DataMatrix auf dem Luftfederbalg. (Bildquelle: ContiTech) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 10.10.2014
Bargeld hat seinen Preis: Acht Milliarden Euro bringt die Branche dafür jährlich auf. Kostentreiber sind unter anderem die Versicherungssummen, das Vorhalten großer Mengen an Wechselgeld sowie der Personal- und der Transportaufwand. Mit den GS1 Standards Prozesse optimieren und gleichzeitig noch mehr Sicherheit schaffen: Das ist der Ansatz der „Cash Community“ unter dem Dach von GS1 Germany, einem Netzwerk aus Banken, Sparkassen, Handel und Dienstleistern. Gemeinsam entwickeln sie Standards für mehr Transparenz, verknüpfen ihre Prozesse über einheitliche Schnittstellen für ein höheres Maß an Effizienz. Jetzt starten sie dazu Pilotprojekte. Namhafte Unternehmen wie Metro und dm-drogerie markt auf Handelsseite, die Commerzbank und weitere Geldinstitute sowie Werttransportdienstleister wie Koetter und Prosegur gehören zu den insgesamt 16 Projektteilnehmern. „Kosten und Risiken des Bargeldhandlings lassen sich mit den Lösungen von GS1 Germany sowohl für den Handel als auch für Banken gleichermaßen optimieren. Es ist an der Zeit, zukunftsweisende Konzepte zur Automatisierung und Standardisierung im Bargeldkreislauf gemeinsam zu realisieren“, erklärt Stefan Scheiwe, Director of Cash Management der METRO AG. Die Projektpartner wollen ihre Systeme über einheitliche GS1 XML Schnittstellen verbinden, Nachrichten zur Bargeldlogistik elektronisch austauschen und Aufträge sowie Sendungen durchgängig mit den GS1 Identifikationsstandards verfolgen. „Insbesondere das Risikomanagement ist in der Branche noch eine Herausforderung. Dazu gehören zum Beispiel die ordnungsgemäße Auftragsvergabe und -steuerung“, weiß Christian Fischer, Senior Branchenmanager Cash Logistics bei GS1 Germany. In den Pilotprojekten wollen die Partner daher folgende Informationen transparenter machen: Wie können Wechselgelder über Artikelnummern bestellt werden? Wann wurde der Geldbehälter wo an wen übergeben? Und kommen die avisierten Gelder rechtzeitig an? Erste Ergebnisse der Projekte sollen bis Ende 2014 vorliegen und werden auf dem Deutschen Bargeldlogistik Kongress am 27. und 28. Januar 2015 in Wiesbaden vorgestellt. Grundlage für diese Pilotprojekte ist eine Branchenempfehlung, die die Cash Community unter dem Dach von GS1 Germany entwickelt und darin die Hauptprozesse für den kommerziellen Bargeldkreislaufs definiert hat. Im nächsten Schritt, voraussichtlich im Frühjahr 2015, soll die Branchenempfehlung um weitere Komponenten ergänzt und damit vervollständigt werden. Dann sind zum Beispiel die automatische Bestandsüberwachung und das Reporting von Geldautomaten und Zählmaschinen möglich. Bild: Live-Komponente Cash Management im GS1 Germany Knowledge Center (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 16.06.2014
Mehr Raum für das Konferenz- und Weiterbildungsangebot: Ab dem 1. Juli 2014 stehen im erweiterten GS1 Germany Knowledge Center auf zusätzlichen 1.500 Quadratmetern, also auf insgesamt 2.500 Quadratmetern, moderne Konferenzräume zur Verfügung. Es bietet dann Platz für Veranstaltungen mit bis zu 350 Teilnehmern. Den Auftakt bei den Veranstaltungen in der erweiterten Location macht der Branchentag Fleisch + Wurst. Branchentag Fleisch + Wurst Um erfolgreich am Markt zu bestehen, gewinnen effiziente Prozesse und Logistikkonzepte sowie unternehmensübergreifende Kommunikationsstandards immer mehr an Bedeutung. Darüber hinaus schaffen Regional- und Nachhaltig-keitskonzepte, zusätzliche Produktinformationen und einheitliche Warenrück-rufsysteme Verbrauchervertrauen und Investitionssicherheit. Wie all dies in der Praxis aussehen kann, zeigt der Branchentag Fleisch + Wurst am 2. und 3. Juli 2014 in Köln. ECR Tag 2014 – Konsum im Wandel: anybody. anytime. anywhere Mobile Technologien verändern die Verbrauchergewohnheiten so rasant wie unumkehrbar. Smartphone, Tablet und Co. machen es möglich: Verbraucher können jederzeit und überall Informationen über Produkte abrufen, Bewertungen generieren oder Artikel online bestellen. Während immer mehr Konsumenten die Gelegenheit nutzen, überall und jederzeit zu shoppen, sind die Unternehmen der Konsumgüterindustrie gefordert: Wie können sie mit dem beschleunigten Paradigmenwechsel Schritt halten? Antworten suchen führende Köpfe aus Industrie, Handel und Dienstleistung auf dem diesjährigen ECR Tag am 10. und 11. September 2014 in Nürnberg. Deutscher Obst & Gemüse Kongress Vom Saatgut bis zum Point of Sale: Der Deutsche Obst & Gemüse Kongress (DOGK) ist eine eintägige Veranstaltung mit Vorträgen im Plenum sowie parallelen Foren zu allen wichtigen und aktuellen Themen und Fragen der gesamten Lieferkette. Diskutiert werden unter anderem die aktuellen Trends Regionalität und Nachhaltigkeit. Der Kongress wird veranstaltet von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), dem Fruchthandel Magazin sowie GS1 Germany und findet am 19. September 2014 in Düsseldorf statt. Am Vorabend trifft sich die Branche zu einem Get-together, ebenfalls in Düsseldorf. Seminare „Die neue Lebensmittelinformations-Verordnung“: Das Seminar beleuchtet die vielfältigen Herausforderungen für Industrie und Handel im Kontext der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV), zeigt mögliche Lösungsansätze und aktuelle Umsetzungsbeispiele aus der Praxis. 24. September 2014 im GS1 Germany Knowledge Center, Köln „Nachhaltigkeit im Jahresgespräch“: Das Seminar liefert Vorteile einer systema-tischen Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Strategie und Tagesgeschäft und konkrete Hilfestellungen, um eigene Handlungsfelder und -prioritäten zu identifizieren. Das Seminar findet am 16. und 17. September 2014 im GS1 Germany Knowledge Center, Köln, statt. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networking rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community.
Veröffentlicht am 18.06.2012
Auf 7,9 Milliarden Euro beziffert der VDMA aktuell den Schaden durch Produktpiraterie für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. GS1 Germany möchte Unternehmen stärker im Kampf gegen Fälschungen unterstützen und ist deshalb der Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz (Protect-ing) des VDMA beigetreten. „Von der Zusammenarbeit mit GS1 Germany erhoffen wir uns mehr standardisierte Lösungen gegen Produktpiraterie, die durchgängig für Produkte, Maschinen und Anlagen einsetzbar sind“, begründet Rainer Glatz, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Protect-ing, die Kooperation. Der VDMA empfiehlt zum Schutz vor Plagiaten unter anderem eindeutige Kennzeichnung, Authentifizierung mit Barcodes und RFID sowie den Aufbau von Tracking und Tracing-Systemen, um Produkte bis zum Hersteller zurückzuverfolgen. Die Standards des internationalen Netzwerks Global Standard One (GS1) – zu denen unter anderem der EAN-Barcode und der Elektronische Produktcode (EPC) gehören, ermöglichen nicht nur eine serialisierte Kennzeichnung, sondern sind eine sinnvolle und notwendige Ergänzung der aktuellen Empfehlungen von Protect-ing. „Globale Standards sind die Basis, um ein weltweites und unternehmensunabhängiges System zum Schutz vor Plagiaten aufzubauen“, so Glatz weiter. „Die im Maschinen- und Anlagenbau bereits etablierten Maßnahmen sind sehr wirkungsvoll. Problematisch wird es jedoch, wenn jeder Hersteller oder Lieferant seine Anlagen und Produkte anders kennzeichnet. Das macht es umso schwerer, die Echtheit zu prüfen und Produkte tatsächlich über die gesamte Wertschöpfungskette an jedem Punkt zurückverfolgen zu können. Identifikationsstandards wie der EPC bieten hier übergreifende Lösungen für alle Prozessbeteiligten“, beschreibt Daniel Dünnebacke, Branchenmanager Technische Industrien bei GS1 Germany, die Ansätze von GS1 Germany. Anstatt immer wieder neue Tracking- und Tracing-Systeme zu entwickeln, mache es Sinn, auf etablierte Lösungen zurückzugreifen, erklärt Dünnebacke. Die GS1-Standards böten die Sicherheit einer weltweit sofort einsatzfähigen und von international tätigen Herstellern und Händlern getragenen Lösung. So sei der EPC nicht nur eine Identifikationsnummer, sondern ermöglicht Tracking und Tracing über eine globale Datenbank. Unternehmen wie Daimler und Thyssen Krupp setzen bereits Tracking- und Tracing-Systeme auf Basis des EPC ein. Sie profitieren dabei nicht nur von der hohen Transparenz in der Lieferkette. Gleichzeitig haben sie ihren Aufwand für die Pflege der Systeme minimiert. Anwendungsempfehlungen und Dokumente zur technischen Spezifikation sind bereits von GS1 Germany vordefiniert und werden regelmäßig aktualisiert. Anwender von GS1-Standards sind auch flexibler bei der Auswahl ihrer Dienstleister, da standardbasierte Software Kompatibilität zu anderen Systemen sicherstellt. „Wir sehen uns in der AG Protect-ing als Motivator der Branche, nicht nur der Produktpiraterie den Kampf anzusagen, sondern an gemeinsamen, standardisierten Lösungen zu arbeiten“, so Dünnebacke weiter. Die Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz des VDMA bündelt die Interessen der Anbieter von Technologien und Dienstleistungen zum Produkt- und Know-how-Schutz entlang der gesamten Wertschöpfungskette gefährdeter und plagiierter Produkte und Prozesse. Tracking und Tracing ist dabei eines der Kernthemen. Die Arbeitsgemeinschaft klärt betroffene industrielle Branchen auf – auch über den Maschinen- und Anlagenbau hinaus – und erarbeitet Lösungsansätze im Kampf gegen Produktpiraterie und Know-how-Verlust. Weitere Informationen unter www.gs1-germany.de. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437 Fax: 0221 94714-591 E-Mail: kroll@gs1-germany.de Homepage: www.gs1-germany.de