Veröffentlicht am 28.09.2011
Auf dem GS1 Germany-Stand im Retailforum erleben die Anuga-Besucher live, wie das mobile Internet für mehr Transparenz in Sachen Herkunft, Produktion und Zusammensetzung von Lebensmitteln sorgt. In einem „Supermarkt“ mit verschiedenen Warenbereichen können sie Smartphone-Apps wie GS1 iGepir, barcoo von Check-it mobile oder fTrace ausprobieren. Solche Apps machen Mobiltelefone zu Barcode-Scannern, mit denen Verbraucher Informationen zu Inhaltsstoffen und Nachhaltigkeitsaspekten oder auch zur Herkunft von Produkten erhalten. So können sie mit der Smartphone-Applikation fTrace Fleisch- und Wurstwaren schon heute bis zum Landwirt oder zum Fleischlieferanten zurückverfolgen. Sie erfahren, woher die Tiere stammen, wann und wo sie geschlachtet wurden und die Ware verpackt wurde. Außerdem wird über Allergene, Inhaltsstoffe und andere Produktdetails informiert. Die Angaben zu den einzelnen Produkten liefert fTrace über eine Datenbank, die bereits auch andere Hersteller nutzen. Weitere Datenbanklösungen können auf dem GS1 Germany-Stand ausprobiert und angeschaut werden: Die Halal-Datenbank von GS1 Malaysia gibt Auskunft zu den zertifizierten Lebensmitteln, eine weitere Datenbank von GS1 Frankreich enthält Informationen zu Allergenen. Ganz gleich, aus welcher Datenbank die Produktinformationen abgerufen werden, ist es wichtig, dass diese Daten vertrauenswürdig sind. Laut einer Studie, die die GfK im Auftrag von GS1 Germany durchgeführt hat, ist für knapp drei Viertel der Befragten die Quelle maßgeblich, aus der die Produktinformationen stammen. 83 Prozent verlassen sich am ehesten auf die Aussagen der Verbraucherzentralen. Abgeschlagen dagegen sind Industrie und Handel: Ihre Informationen gelten nur bei 30 beziehungsweise 39 Prozent der Befragten als glaubwürdig. Um diese Vertrauenslücke zu schließen, benötigen die Unternehmen eine gemeinsame, neutrale Plattform für den zuverlässigen Konsumentendialog, die kontrollierte und authentifizierte Daten bzw. Datenquellen zur Verfügung stellt. Im Rahmen seiner MobileCom-Strategie setzt sich GS1 Germany für den Aufbau einer Trusted Data Infrastruktur ein, über die Hersteller gesuchte Informationen verbraucherfreundlich und wahrheitsgetreu im Sinne der Produkthaftung verfügbar machen können. Für eine globale Infrastruktur steht ein Pilot kurz vor der Implementierung. Interessierte Besucher der Anuga finden GS1 Germany im Retailforum des BVL in der Mitte des Messeboulevards zwischen Halle vier und zehn. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler, Referentin Presse- und öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig - die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR - Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute.
Veröffentlicht am 04.10.2011
Auf eine gemeinsame Empfehlung für eine kooperative, transparente Palettenbewirtschaftung in Deutschland verständigten sich Industrie, Handel und Dienstleister unter dem Dach von GS1 Germany. Damit ist es erstmals gelungen, branchen- und sektorenübergreifend Palettenqualitätsklassen zu definieren – eine erhebliche Erleichterung besonders in der Beschaffung und der Kommunikation zwischen den Prozessbeteiligten. Der Branche liegen nun ein standardisierter Qualitätsbegriff und klar abgestimmte Spielregeln für faires Palettenhandling vor. Eine Chance, den Konflikt um Qualität, Prozesse und Tauschrisiko zwischen den beteiligten Wirtschaftszweigen nach nunmehr 50 Jahren beizulegen. Diese neue ECR-Anwendungsempfehlung gilt für die Europalette und fokussiert die definierten Qualitätsklassen und die Ergebnisse aus der Prozessbetrachtung. Grundlage sind gemeinsam erarbeitete Prozesse, Klassifizierungen und Erkenntnisse. Sie verdeutlicht weiterhin Stärken und Schwächen von verschiedenen Palettenabwicklungssystemen, wie Palettenschein, Kauf und Verkauf oder Tausch im offenen Pool. Unternehmen finden darin außerdem Hilfe zu Fragen über Vertragsvereinbarungen, zu Rechten und Pflichten im Rahmen der Palettenbewirtschaftung oder auch zum Ausgleich von Palettenschulden. Europaweit wird die Logistikwelt dominiert vom offenen EUR-Palettenpool mit der Europalette im Format 800 x 1200 mm. Es gibt kaum eine Branche in Industrie, Handel und Logistik, die nicht mit der Tauschpalette vertraut ist. Im offenen Kreislauf wechseln die Beteiligten aus Industrie, Handel und Logistik ihre Paletten untereinander aus, sodass es zu einer ständigen Rotation der Ladungsträger kommt. Allgegenwärtig ist jedoch auch die Kritik am System: Nicht ausreichende gesetzliche Bestimmungen und fehlende abgestimmte Standardprozesse führen beim Palettentausch zu Konflikten zwischen den Beteiligten bezüglich der Qualität sowie der Kostenverteilung. "Für die Lösung dieser Problematik und ihre Umsetzung ist in diesem Projekt die Grundlage geschaffen worden. Wenn alle beteiligten Sektoren sich an diesen gemeinsam erarbeiteten Lösungen orientieren, steht einer kooperativen Palettenbewirtschaftung in Deutschland nichts im Wege", prognostiziert Sebastian Krug, Projektleiter ECR bei GS1 Germany. Über die genauen Inhalte der Anwendungsempfehlung und ihre praxisorientierte Umsetzung informiert der Workshop " Europalettenmanagement in der Praxis " am 24. Oktober 2011 im GS1 Germany Knowledge Center, Köln. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist die zweitgrößte von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 10.10.2011
Ausbau der Kundenbeziehung, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Qualitätssteigerung in der Datenübermittlung sind Ziele der PSL GmbH. Zusammen mit Toorank Distilleries, einem Abfüllunternehmen für Spirituosen, führte das mittelständische Unternehmen PSL den elektronischen Datenaustausch auf Basis der GS1-Standards ein. PSL spart dadurch nicht nur Kosten, sondern freut sich gleichzeitig über gesteigerte Produktivität, zufriedenere Kunden und zusätzliche Marktpotenziale. „Durch die erfolgreiche Umsetzung des Prozeus-Projekts ist die PSL GmbH zu einer authentischen Botschafterin für den Einsatz von eBusiness-Standards in der eigenen Supply Chain geworden“, resümiert Carsten Campe aus dem Bereich Vertrieb/Sales bei der PSL GmbH. PSL beabsichtigte, die unternehmensübergreifenden Prozesse zunächst mit Toorank Distilleries effizienter zu gestalten. Der Verpackungsdekorateur entschied sich daher für eine elektronische Verknüpfung mit der Supply Chain seines Kunden. Die bestehende Warenwirtschaft eignete sich jedoch nicht zur Anbindung an das EDI-System. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Prozessoptimierung bestand darin, dass PSL noch vor der eBusiness-Einführung in die notwendige Infrastruktur investierte. Damit ist das Unternehmen in der Lage, auf Basis des EANCOM®-Standards Nachrichten wie Bestellungen (ORDERS) und Liefermeldungen (DESADV) mit seinem Kunden elektronisch auszutauschen. Mithilfe des elektronischen Datenaustauschs erhöht das Unternehmen den Automatisierungsgrad signifikant; von der Bestellung über die Warenentnahme bis hin zur Rechnungsstellung. Ressourcen lassen sich besser nutzen und Fehler durch manuelle Eingaben vermeiden. „Wir sind überzeugt: Je mehr Teilnehmer die gemeinsame Sprache im elektronischen Datenaustausch sprechen, desto besser lassen sich die Potenziale an den Schnittstellen der Wertschöpfungskette ausschöpfen. Zugleich werden die Geschäftsbeziehungen durch die EDI-Anbindung intensiver“, prognostiziert Campe. Die Ergebnisse des Projekts wurden jetzt in einer kostenlosen Broschüre veröffentlicht. Die Broschüre kann bei PROZEUS bestellt oder unter www.prozeus.de heruntergeladen werden. Foto: Scannen des GS1-Transportetiketts bei Warenentnahme, Quelle: PROZEUS/GS1 Germany PROZEUS – auf einen Blick Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt PROZEUS die eBusiness-Kompetenz mittelständischer Unternehmen durch integrierte PROZEsse Und etablierte eBusiness-Standards. PROZEUS wird betrieben von GS1 Germany – bekannt durch Standards und Dienstleistungen rund um den Barcode – und IW Consult, Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. PROZEUS versteht sich als zentrale Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen der Industrie sowie der Konsumgüterwirtschaft und des Handels. Von PROZEUS empfohlene eBusiness-Lösungen sind zukunftsfähig und investitionssicher, da sie auf kostengünstigen, neutralen und international akzeptierten eBusiness-Standards basieren. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler, Referentin Unternehmenskommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221/94714-543, Fax: 0221/94714-591 eMail: osweiler@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 16.10.2015
Wann wurde eine Lieferung an welchem Ort erfasst und was genau passierte dort mit der Ware? Ob steigende Komplexität im Logistikmanagement, gesetzliche Auflagen oder wachsende Informationsbedürfnisse der Verbraucher – Unternehmen stehen aus unterschiedlichen Gründen vor der Herausforderung, den Warenfluss entlang der Wertschöpfungskette transparenter abzubilden. Dabei hilft der EPC Information Service – kurz: EPCIS. Der offene Schnittstellen-Standard von GS1 macht es möglich, in Echtzeit Informationen über beliebige Objekte wie etwa Produkte, Transporteinheiten oder Sendungen entlang der Wertschöpfungskette zu erfassen und zu kommunizieren. Das Ergebnis: Effizientere, sicherere und rechtskonforme Prozessketten. Praktische Hilfe bei der Einführung und Nutzung von EPCIS GS1 Germany stellt seinen Kunden ab sofort kostenfrei ein interaktives Werkzeug zur Verfügung, das Endanwender und IT-Dienstleister bei der Einführung des EPCIS-Standards und insbesondere in der Startphase entsprechender Projekte hilft. Typische Beispiele sind Systeme zur Rückverfolgung von Objekten, zur Dokumentation kritischer Prozesse oder zur Sicherstellung der Produktechtheit. Zudem unterstützt es Unternehmen bei der Anbindung an Traceability-Plattformen wie fTrace. „Anwender sind mit dem Tool unter anderem in der Lage, auch ohne tiefgreifendes technisches Verständnis EPCIS-Ereignisse einfach selbst zu erstellen und EPCIS XML-Nachrichten auf Fehler zu überprüfen“, sagt Dr. Ralph Tröger, Senior Manager Identification/Data Carrier bei GS1 Germany. „Zudem lassen sich auch eigene Daten-Abfragen generieren, zum Beispiel zur Ausgabe aller produzierten Artikel in einem bestimmten Zeitraum.“ Weitere Informationen zum EPCIS Hands-On Tool und zur Einführung von EPCIS finden Sie unter https://www.gs1-germany.de/fileadmin/gs1/basis_informationen/Posterbroschuere-EPCIS-final.pdf und https://www.gs1-germany.de/gs1-standards/datenaustausch/epcis/ . Pressebild: Das EPCIS Hands-On Tool auf einen Blick (Bildquelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Verena Bankamp Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526, Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: bankamp@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 21.02.2011
Mit der Einführung des elektronischen Datenaustauschs (EDI) hat der Parfümeriefilialist Mußler ein deutliches Plus in puncto Wirtschaftlichkeit und Produktivität erzielt. Seit der Umstellung vom manuellen Geschäftsverkehr auf automatische und papierlose Business-Kommunikation konnte das Unternehmen die jährlichen Bearbeitungskosten um 50 Prozent senken. Die in Stuttgart mit fünf Filialen ansässige Mußler GmbH schloss das PROZEUS-Projekt „Einführung des elektronischen Datenaustauschs im Parfümeriefachhandel“ erfolgreich ab. Gemeinsam mit dem auch in Deutschland ansässigen New Yorker Kosmetikkonzern Coty Inc. wurden die manuellen Vorgänge soweit reduziert, dass mit Einsparungen von rund 12.500 Euro die Kosten Euro halbiert wurden. Verluste durch Out-of-Stock-Situationen konnten ebenfalls um 50 Prozent verringert werden. Gerade kleine Fachhandelsbetriebe der Parfümeriebranche stehen unter enormem Wettbewerbsdruck. Um anderen Vertriebsformen und Handelsformaten die Stirn zu bieten, lag es für Geschäftsführer Mattias Mußler nahe, möglichst viele Effizienz- und Kostensenkungspotenziale zu mobilisieren. Mit Abschluss des PROZEUS-Projekts kam man diesem Ziel ein Stück näher. „Durch den Einsatz des elektronischen Datenaustauschs erzielen wir ein deutliches Plus in puncto Wirtschaftlichkeit und Produktivität. Sowohl Fehler als auch Kosten werden reduziert“ erläutert Mußler. Vor der Projektumsetzung mit PROZEUS liefen beispielsweise die Bestellprozesse zwischen den Geschäftspartnern vollständig manuell ab. So gab Mußler die Bestellungen per Fax auf und erhielt nach einer Woche die gewünschte Ware. Anmerkungen wurden dabei häufig handschriftlich vermerkt, was zu Nachfragen oder sogar Missverständnissen führte. Heute erfolgen der Bestell-, Liefer- und Rechnungsprozesse auf Basis der standardisierten GS1- Nachrichtentypen EANCOM ® voll automatisch und damit effizient: Die Bestellung (ORDERS) wird direkt aus dem Warenwirtschaftssystem ausgelöst und per File Transfer Protocol (FTP) an Coty übermittelt. Hier steuert die Liefermeldung (DESADV) den Versand in allen Einzelheiten. So ist Mußler stets im Bild, was wann in welcher Filiale eintrifft und kann seinen Wareneingang optimal vorbereiten. Insgesamt sorgte die Einführung von EDI für schnellere Lieferzeiten, weniger Out-of-Stock-Situationen und reduzierten Bearbeitungsaufwand. Für diesen Meilenstein in der Kosmetikbranche wurde Mußler mit dem dritten Platz des PROZEUS Unternehmerpreises 2010 ausgezeichnet. Die Ergebnisse des Projekts wurden jetzt in einer kostenlosen Broschüre veröffentlicht. Die Broschüre kann bei PROZEUS bestellt oder unter www.prozeus.de heruntergeladen werden. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 11.03.2011
Ab dem 1. Januar 2013 soll kein Geldtransport mehr ohne CashEDI erfolgen. Das hat die Deutsche Bundesbank im Juni 2009 verabschiedet. Ein stichhaltiges Argument für diese Maßnahme geht auf das Jahr 2006 zurück. Seinerzeit erschütterte ein beispielloser Skandal die Bargeldlogistik in Deutschland. Köln. Im Jahr 2006 zahlte das Geldtransport-Unternehmen Heros Gelder seiner Kunden verspätet ein. Durch die damit verbundene Veruntreuung summierten sich die Schäden für Kreditinstitute und Kunden, wie Rewe oder Tengelmann, auf dreistellige Millionenbeträge. Um die Sicherheit zu erhöhen und kriminelle Möglichkeiten in der Bargeldlogistik einzudämmen, bietet die Deutsche Bundesbank seit Mitte 2007 allen Bargeldakteuren an, Daten des Geldverkehrs elektronisch auszutauschen. Ab dem 1. Januar 2013 wird diese elektronisch unterstützte Geschäftsabwicklung, kurz CashEDI, mit der Bundesbank grundsätzlich verpflichtend sein. „Indem Ein- und Auszahlungsprozesse mit elektronischen Nachrichten respektive Statusmeldungen unterlegt werden, erhöhen sich neben Transparenz und Sicherheit auch die Effizienz im Bargeldkreislauf“, erläutert die CashEDI-Produktbeauftragte Kerstin Hammer von der Deutschen Bundesbank. Die Chance, schon heute die Vorteile von CashEDI zu nutzen, haben große Institute erkannt. Während die Commerzbank bereits seit 2009 am Verfahren teilnimmt, soll bei der Deutschen Bank die elektronische Optimierung ab April dieses Jahres erfolgen. „Um pünktlich an den Start gehen zu können, sollten sich die Banken und Werttransportunternehmen zeitnah mit CashEDI befassen“, empfiehlt Torsten Erlebach aus dem Zentralbereich Bargeld bei der Deutschen Bundesbank. „Es kann problematisch werden, wenn sich viele unserer Kunden erst relativ spät für einen Wechsel zu CashEDI entscheiden. Dabei ist der zeitliche Aufwand für die Implementierung von CashEDI nicht zu unterschätzen“, so Erlebach weiter. Schließlich müssten über 2.000 Kreditinstitute ab 2013 ihre Bargeldtransaktionen mit der Deutschen Bundesbank über CashEDI vornehmen. Zeit kostet dabei vor allem die Analyse und Optimierung des Geschäftsprozesses rund um das Bargeld, weniger die Anmeldung zum Verfahren und der Erwerb der dazu benötigten globalen Lokationsnummer (GLN). Die GLN ist Bestandteil des Leistungspakets GS1 Complete, wird von GS1 Germany vergeben und dann mit den Bundesbank-eigenen Kundennummern gekoppelt. Mithilfe dieser GLN kann jede einzelne Geldmenge, jeder Safebag oder Behälter anhand einer eindeutigen Nummer der Versandeinheit (NVE/SSCC) identifiziert werden. Zeitgleich, aber physisch voneinander getrennt, sorgen elektronische Lieferavisierung, Übernahmebestätigung und Finalitätsmeldung für eine prompte Bestätigung des Geldeingangs. Veruntreuungen und sei es nur für Stunden gehören damit der Vergangenheit an. Auf dem Bargeldlogistik-Kongress am 22. und 23. März 2011 informieren Experten zum Thema CashEDI. Die Gemeinschaftsveranstaltung des EHI Retail Institute, GS1 Germany und des Management Forums findet im Frankfurter Sheraton Hotel statt. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute.
Veröffentlicht am 15.03.2011
Köln. Qualifizierte Ausbildung und Fachberatung sind die Schwerpunkte des neuen Kompetenzzentrums CMBT von GS1 Germany. Category Management Beratung und Training (CMBT) sind hier Name und Programm zugleich. GS1 Germany bündelt darin umfassendes Fachwissen aus vielen Jahren der CM-Beratung bei Industrie und Handel sowie der Ausbildung von mittlerweile knapp 600 zertifizierten Category Managern. Das Angebot des Kompetenzzentrums reicht vom Basisseminar über den Lehrgang zum zertifizierten Category Manager bis hin zum Umbau einzelner Ladengeschäfte nach CM-Gesichtspunkten. Standards und Prozesse für CM in enger Zusammenarbeit mit unserem ECR-Bereich und unter Berücksichtigung von Trends und Kundenbedürfnissen weiter zu entwickeln und breiter im Markt umzusetzen, sind laut Thorsten Pollmüller, Leiter des Bereichs, die Ziele von CMBT. Das soll in Kooperation mit der Wirtschaft geschehen. Dabei tragen die Experten von GS1 Germany aktuellen Entwicklungen wie zum Beispiel der Analyse des Käuferverhaltens und rechtlichen Aspekten Rechnung und bieten Seminare etwa zu den Themen Shopper Research und Kartellrecht an. Category Management hat vor allem in der Konsumgüterwirtschaft in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. So bildete GS1 Germany allein in 2010 über 150 Mitarbeiter aus Industrie und Handel zu zertifizierten ECR D-A-CH Category Managern aus. Aber auch andere Branchen erkennen die Chancen der Gruppierung von Warengruppen nach Kundenbedürfnissen. Das zeigt zum Beispiel das Projekt der PBS-Unternehmen Soennecken und Prisma unter dem Dach von GS1 Germany, die gemeinsam Fachhändler beraten und die Geschäfte nach den Erkenntnissen von Category Management umbauen. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 14.03.2011
Die SKL-Lose EURO-JOKER und TRAUM-JOKER werden demnächst mit dem EAN-Barcode von GS1 gekennzeichnet. Die Süddeutsche Klassenlotterie hat sich dazu im Rahmen einer alternativen Gestaltung der Lose für die beiden Jokerspiele EURO-JOKER und TRAUM-JOKER entschlossen, um vor allem die Prozesse im terrestrischen Vertrieb zu vereinfachen. Der Barcode auf den zukünftig auch in Scheckkartengröße ausgegebenen Losen beschleunigt durch ein schnelles Auslesen per Scannerkassen den Verkaufsvorgang. „Durch das neue Format und die Kennzeichnung mit dem EAN-Barcode sind die Lose leichter in der Handhabung. Kauf und Registrierung können damit automatisiert erfolgen, was unsere Produkte sehr viel benutzerfreundlicher im Vertrieb gestaltet“, erklärt Katja Russwurm vom Marketing und Vertrieb der SKL die Entscheidung. Der Strichcode EAN-13 ist der Klassiker unter den GS1-Symbologien und aus der Wirtschaft nicht mehr weg zu denken. Nahezu jedes Konsumgut ist mit ihm ausgezeichnet. Der Name ist hier Programm: Der EAN-13 enthält stets eine 13-stellige GTIN-Artikelnummer. Die Global Trade Item Number (GTIN) verschlüsselt Land, Hersteller und Nummer des Artikels. Wird sie per Scan ausgelesen, können zusätzliche Informationen wie Preis, Inhaltsstoffe, Volumen etc. zum Beispiel über das Warenwirtschaftssystem angezeigt werden. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 22.02.2011
Köln. Eine eindeutige Kennzeichnung der Verpackung und ein geregelter Rückruf für bereits an Patienten abgegebene Arzneien sind Bestandteile des kürzlich vom EU-Parlament beschlossenen Gesetzes zum Patientenschutz. Das könne laut Beschluss unter anderem über Sicher-heitsmerkmale auf der Verpackung erfolgen. Denkbar sei zum Beispiel eine Serialisierungsnummer. Hier greifen die Kennzeichnungsstandards von GS1 Germany, bekannt durch Produkte und Dienstleistungen rund um den Bar-code. Der 2D-Code GS1 DataMatrix etwa kann neben der Artikelnummer GTIN (Global Trade Item Number) weitere Informationen verschlüsseln, wie die Chargennummer, das Verfallsdatum oder eine Seriennummer. Er kann beim Hersteller aufgebracht, in der gesamten Versorgungskette gelesen und zuletzt beim Apotheker vor Abgabe des Produkts an den Patienten gescannt werden. Der Apotheker erhält dann über eine Datenbank die Informationen zur Echtheit des Medikaments. Damit ist der Weg jedes einzelnen Produktes an jeder Station, sei es zum Beispiel Logistikdienstleister oder Großhandel, nachvollziehbar. In die Versorgungskette eingeschleuste Fälschungen fallen so spätestens in der Apotheke auf. Das zeigte bereits im vergangenen Jahr ein Praxistest des europäischen Verbands der Pharmazeutischen Industrie EFPIA. 25 Apotheken im schwedischen Stockholm testeten vier Monate lang ein System zum Schutz von Patienten vor gefälschten Medikamenten. Über die Kennzeichnung der Verpackungen mit dem GS1 DataMatrix verifizierten die Apotheker die Echtheit der Medikamente und identifizierten ablaufende und zurückgerufene Arzneien. Insgesamt durchliefen knapp 100.000 Arznei-packungen von insgesamt 14 Herstellern den Prozess. Medikamente, die in Frankreich auf den Markt gebracht werden, müssen seit Anfang dieses Jahres mit dem GS1 DataMatrix gekennzeichnet sein. Für einen schnellen, wirksamen Rückruf von Produkten, also auch von Arz-neien, entwickelt GS1 Germany derzeit den neuen sogenannten GS1 Ger-many Recall Service. Das ist ein webbasierter B2B-Kommunikationsservice, der es Handelspartnern erlaubt, die Informationen für Produktrückrufe stan-dardisiert, sicher und korrekt auszutauschen. Das schließt Medienbrüche und damit Fehlerquellen aus. Dabei gelten hohe Sicherheitsstandards, die gewährleisten, dass Dritte die Informationen nicht einsehen können. Alle Rückrufinformationen und Aktualisierungen sollen rund um die Uhr zu jedem Zeitpunkt „live“ verfügbar sein. In Amerika und Kanada ist dieser Service bereits in Betrieb. In Australien steht er kurz vor der Einführung für medizini-sche Produkte und Pharmazeutika. Die jeweiligen GS1-Länderorganisationen fungieren hierbei als sogenannte Trust Center, also neutrale Anbieter. Mittelfristig wollen sie die länderspezifischen Recall-Services zu einem Netzwerk verbinden und somit grenzüberschreitende Rückrufaktionen optimieren. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 17.03.2011
Das webbasierte B2B-Kommunikationstool GS1 Germany Recall Service ermöglicht es Handelspartnern, die Informationen für Produktrückrufe standardisiert, sicher und korrekt auszutauschen. „Langsame, ineffiziente Warenrückrufe wirken sich signifikant auf das Image und den Umsatz von Industrie und Handel aus und nicht zuletzt mindern sie den Verbraucherschutz. Mit dem neuen GS1 Germany Recall Service ermöglichen wir unseren Kunden in Deutschland zukünftig Warenrückrufe einfacher, sicherer und zeitnah umsetzen zu können“, kündigte Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany heute auf dem Food Safety Kongress in Berlin an. Hat ein Hersteller über den GS1 Germany Recall Service einen Rückruf initiiert, informiert das System automatisch per E-Mail die betroffenen, teilnehmenden Händler. Sie können dann die erforderlichen Informationen auf dem Webservice abrufen und entsprechend den Rückruf umsetzen. Der Weg über diese B2B-Plattform schließt Medienbrüche und damit Fehlerquellen aus. Er reduziert außerdem den Aufwand und schafft Zuverlässigkeit: Der Hersteller muss nicht jeden einzelnen seiner Händler kontaktieren und der Händler wiederum erhält aktuelle, korrekte und vollständige Daten. Dabei gelten hohe Sicherheitsstandards, die gewährleisten, dass Dritte die Informationen nicht einsehen können. Alle Rückrufinformationen und Aktualisierungen sollen rund um die Uhr zu jedem Zeitpunkt „live“ verfügbar sein. Der Service wird bereits von anderen GS1-Länderorganisationen angeboten, z.B. in Kanada und in Kürze auch in Australien, und von dort ansässigen Unternehmen genutzt. Die jeweiligen GS1-Länderorganisationen fungieren hierbei als neutrale Trust Center. Mittelfristig wollen sie die länderspezifischen Recall-Services zu einem Netzwerk verbinden und somit grenzüberschreitende Rückrufaktionen optimieren. 30 weitere GS1 Organisationen überprüfen zurzeit weltweit die Einführung eines lokalen GS1 Recall Service. Allein 2010 seien, laut der Unternehmensberatung AFC Risk & Crisis Consult, knapp 5.000 Waren in Europa aus dem Handel zurückgeholt worden. Bei 63 Prozent davon hätte es sich um Lebensmittel gehandelt. Pressekontakt: Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de