Veröffentlicht am 30.03.2021
Vor fünfzig Jahren, am 31. März 1971, verständigten sich führende Vertreter der größten Unternehmen aus Konsumgüterindustrie und Handel auf eine 13-stellige Nummer: die Global Trade Item Number (GTIN). Diese sollte den Preisaufkleber ablösen und Produkte künftig eindeutig identifizieren, um Informationen zum Produkt zur Verfügung stellen zu können. Was sie damals nicht wussten: Diese Nummer legte den Grundstein für die Digitalisierung des globalen Handels. Die Geschichte der Global Trade Item Number (GTIN) ist eine der großen, unerzählten Erfolgsstorys der Wirtschaft. Am 31. März 1971 beschlossen in New York Vertreter der damals bedeutendsten Unternehmen im Lebensmittel-, Einzelhandels- und Konsumgüterbereich, darunter Heinz, General Mills, Kroger und Bristol Meyer, Produkte künftig mit einer eindeutigen Nummer zu identifizieren. Sie hielten es für möglich, dass die GTIN auch über den Lebensmittelladen hinaus in den kompletten Liefernetzwerken durch die Steigerung von Geschwindigkeit und Effizienz von Transaktionen und Prozessen positiv wirken könne. Über den Barcode sollte die GTIN maschinell auslesbar werden. So wurde 1974 in einem Supermarkt in Ohio der erste Barcode auf einer Packung Kaugummis gescannt und somit die GTIN maschinell erstmalig erfasst. Das damit verbundene Beep ist heute aus dem Handel nicht mehr wegzudenken – und so wird die Nummer unter dem Barcode mittlerweile über sechs Milliarden Mal am Tag weltweit gescannt. Bis 2009 hieß die GTIN in Europa übrigens noch EAN (kurz für europäische Artikelnummer). Der globale Warenaustausch machte es erforderlich, ein einheitliches, Kontinente übergreifendes Artikelnummernsystem zu etablieren. Die GTIN ist also der Nachfolger der EAN. Auch im Onlinehandel spielt die GTIN eine immer bedeutendere Rolle. So fordern immer mehr Markplätze wie Amazon, Ebay, Google und Otto die Kennzeichnung der Artikel mit der GTIN von ihren Händlern ein. Denn die Produkte können so u. a. in Suchmaschinen und auf Marktplätzen besser durch den Shopper gefunden werden. Egal, ob im stationären Handel oder online: Die GTIN identifiziert Artikel eindeutig und weltweit überschneidungsfrei. Das heißt, dass die mit der GTIN verknüpften Stammdaten des Produkts auch genau diesem Produkt zugeordnet werden können – wie eine Art Fingerabdruck. Denn der Shopper will immer mehr wissen über die Artikel, die er kauft, wie zu Allergenen und Nährwerten, ob es bio ist oder welchen CO2-Footprint das Produkt hat. Viele neue shopper-zentrierte Angebote macht die GTIN erst möglich, wie z. B. Apps, die dem Shopper zeigen, in welchem Geschäft er das gesuchte Produkt finden kann. Die GTIN – ein wahrer Hidden Champion. Die GTIN ist einer von 24 Standards des weltweit vertretenen Netzwerks GS1. In Deutschland ist GS1 Germany mit Sitz in Köln offizieller Anbieter der GTIN. Rund 80.000 Kunden nutzen die Angebote von GS1 Germany und entwickeln mit der Not-for-Profit-Organisation zukunftsfähige Lösungen – und schreiben so die Erfolgsgeschichte fort. Pressefoto: 50 Jahre GTIN Weitere Informationen zur GTIN: Film über de GTIN: https://youtu.be/Xabmo8BVPBc Film zum 50-jährigen Geburtstag der GTIN: https://www.youtube.com/watch?v=-Rky65UIsIw Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Julia-Verena Lerch Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-546 E-Mail: julia-verena.lerch@gs1.de
Veröffentlicht am 26.06.2014
Ob Wareneingang oder kleiner Supermarkt, ob Konsument oder Mitarbeiter in der Supply Chain der Konsumgüterwirtschaft: Weltweit hören Menschen fünf Milliarden Mal täglich das vertraute Piepen beim Scannen von Barcodes. Heute vor 40 Jahren piepte es zum ersten Mal. Am 26. Juni 1974 scannte Sharon Buchanan als erste Kassiererin in einem Marsh Supermarkt in Troy (Ohio, USA) einen Barcode. Clyde Dawson, damals Direktor für Forschung und Entwicklung bei Marsh, war der erste Käufer des Produktes, dessen Preis über das Barcode-Etikett aufgerufen wurde. Es handelte sich um eine Zehnerpackung Wrigley’s Juicy Fruit Kaugummi für 67 Cent. Heute kann sie jeder Besucher des Smithonian Institution’s National Museum of American History in Washington in einer Vitrine bestaunen. „Unser Supermarkt in Ohio lag damals in der Nähe der Einrichtungen für Scannerstudien und Entwicklung des Technologieanbieters NCR“, erläutert Tom O‘Boyle, CEO und Präsident von Marsh Supermarkets. „Gemeinsam mit IBM und Spectra Physics haben wir eng zusammengearbeitet, um unsere Idee in die Tat umzusetzen. Es ist unglaublich, dass ein einzelnes Ereignis in Troy, Ohio, eine technologische Revolution ausgelöst hat, die heute jegliche Geschäfte rund um die Welt berührt.“ Barcodes sind die bekanntesten und überall akzeptierten Bausteine des GS1 Systems. GS1 Standards sind die verbreitetsten Standards für die Wertschöpfungskette. Das System optimiert branchen- und unternehmensübergreifend Geschäftsprozesse und macht Lieferketten transparenter. GS1 Lösungen ermöglichen es, Unternehmen, Produkte, Sendungen aber auch Standorte oder Paletten weltweit eindeutig zu identifizieren. Heute ist GS1 ein Netzwerk von unabhängigen Not-for-Profit Organisationen in über 110 Ländern der Erde. In Deutschland unterstützt GS1 Germany Unternehmen aller Branchen dabei, GS1 Standards in der Praxis einzusetzen. Neben Barcodes stehen inzwischen auch Themen wie Mobile Payment, Multichanneling oder Nachhaltigkeit im Fokus. Was mit Barcodes in 40 Jahren alles möglich wurde, zeigt GS1 Germany in den multimedialen Live-Komponenten seines erweiterten Knowledge Center, das am 1. Juli 2014 eröffnet wird. Barcodes sind heute beispielsweise der Schlüssel für virtuelle Regale zum Online-Shopping. Daneben werden sie für Geldtransporte oder sichere Medikation in Krankenhäusern eingesetzt. Ob fälschungssichere Produkte oder Patientensicherheit: GS1 Barcodes liefern heute weit mehr als Preisinformationen an der Supermarktkasse. Pressebild: Eine Zehnerpackung Wrigley’s Juicy Fruit war am 26. Juni 1974 das weltweit erste in einem Supermarkt gescannte Produkt. (Modell des Produkts, mit freundlicher Genehmigung von Wrigley’s), Quelle: GS1 Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 22.06.2017
Pressegutscheine sollen in Zukunft elektronisch erfasst und abgerechnet werden können. Im vergangenen Jahr wandten sich Verleger, Grossisten und Verbände mit diesem dringenden Anliegen an GS1 Germany. Daraufhin entwickelte das Kölner Unternehmen eine Lösung, um Pressegutscheine auf Basis des EAN-13 identifizieren und demnächst auch elektronisch verarbeiten zu können. Hintergrund ist, dass die bei Verlagen für die Kundengewinnung und Leserblattbindung gerne genutzten Coupons, dem Handel zwar durch zusätzliche Umsatz- und Erlöspotenziale Vorteile verschaffen, ihn aber auch vor Herausforderungen stellen. Denn bisher konnten die Pressecoupons nicht von den Kassensystemen gelesen werden. Dafür fehlte der passende Identifikationsstandard. „Grundsätzlich bietet sich dafür die Global Coupon Number (GCN) an. Aus technischen Gründen kann die GCN jedoch im Fall der Presseerzeugnisse derzeit nicht genutzt werden“, erläutert Mercedes Schulze, Senior Managerin GS1 Standards + Products bei GS1 Germany. Die GCN ist eine GS1 Identifikationsnummer, mit der sich Gutscheine schnell und eindeutig verarbeiten lassen – egal ob digital oder auf Papier. Bisher musste die Kassenkraft den Gutschein manuell eingeben, um ihn im System zu verbuchen. „Ein Verfahren, das aufwendig und zugleich fehleranfällig ist. Mit der neuen Lösung hingegen kann der Handel die Gutscheine jetzt einfach abscannen“, beschreibt Schulze den Vorteil. Schnelle Einigung Auf die gemeinsame Lösung einigte sich nahezu die komplette Branche in nur einer Sitzung. Daran beteiligt waren 13 Repräsentanten der Einzelhandels- und Presselandschaft, darunter auch die Bundesverbände des Presse-Grosso (BVPG), der Zeitungsverleger (BDVZ), der Lottoannahmestellen (BLD-Lotto) und die Zeitschriftenverleger (VDZ). „Mit diesem Ergebnis sind die Voraussetzungen für eine kurzfristige Umsetzung gegeben“, freut sich Udo Schlaghecken vom BVPG. „Wir sind GS1 Germany sehr dankbar, dass durch eine zielgerichtete Beratung schnell eine effiziente Branchenlösung erarbeitet werden konnte, die von einer breiten Basis getragen wird und die Interessen aller Marktpartner hinreichend erfüllt.“ Elektronische Prozessabwicklung: Mitmacher gesucht Mit der Festlegung der Identifikationsnummer für Pressegutscheine ist der Grundstein für das automatisierte Handling gelegt. Im nächsten Schritt wird die Branche unter dem Dach von GS1 Germany den Prozess dazu entwickeln. Dann können die Daten der aktuell im Umlauf befindlichen Gutscheine und ihre Attribute, etwa der Wert, zwischen dem Dienstleister für den Presse-Grosso und dem Einzelhandel elektronisch und ohne manuelle Eingriffe ausgetauscht werden. Davon würden alle Prozessbeteiligten profitieren. „Wer an der Entwicklung mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen, sich in unserer Projektgruppe zu engagieren“, betont Schulze. Kick-off des Projekts ist am 5. Juli 2017, und wenn alles wie geplant läuft, startet die Umsetzung schon Ende des Jahres. Pressefoto: Das schnelle Kassieren von Zeitungen und Zeitschriften ist längst Usus. Bald lassen sich auch Pressecoupons per EAN-Barcode einscannen. (Quelle: Alexander Heimann) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 17.10.2018
Die Logistik beschäftigt drei Millionen Menschen und ist laut der Bundesvereinigung Logistik (BVL) mit einem Umsatz von rund 267 Milliarden Euro in 2017 der drittgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands. Hinter dieser Leistung steckt zum einen der Dienstleistungssektor, der die Güter bewegt. Zum anderen wird sie von Menschen erbracht, die in Unternehmen Logistik planen, steuern und umsetzen. Diese Experten zu vernetzen, um Lösungen für eine zukunftsfähige Handelslogistik zu diskutieren und voranzutreiben, ist das Leitmotiv des Handelslogistik-Kongresses Log. Die Veranstaltung transportiert Expertise für die Optimierung von Prozessen und fördert das kollaborative Miteinander in der Supply Chain. Jetzt begrüßen das EHI Retail Institute (EHI), GS1 Germany und der Markenverband die Bundesvereinigung Logistik als weiteren Veranstalter in ihrer Mitte. Gemeinsames Ziel dieser Kooperation ist es, die Bedeutung der Log für die Handelsbranche weiter auszubauen und Entscheidern aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Politik zusätzliche Impulse für eine schlagkräftige Supply Chain zu liefern. Dazu lässt die Bundesvereinigung Logistik unter anderem wegweisende Beispiele aus anderen logistischen Bereichen in den Kongress einfließen. Im kommenden Jahr werden die vier Partner erstmalig die Log gemeinsam ausrichten. Sie findet am 26. und 27. März 2019 in Köln statt und bietet den Teilnehmern durch die Zusammenarbeit ein noch breiteres Spektrum an Themen und Referenten. Die Veranstalter versprechen zum Beispiel zusätzliche Dynamik durch ein breiteres Diskussionsangebot. Für Thomas Fell, Geschäftsführer von GS1 Germany, ist das Bündnis ein Symbol für die Schlagkraft von Kooperationen und damit ein Signal an die Partner der Handelslogistik: „In einem Zeitalter, in dem sich neue Technologien exponentiell entwickeln und die analoge Welt mit der digitalen verschmilzt, brauchen Wertschöpfungsnetzwerke von morgen mehr denn je eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten. Wir freuen uns daher sehr auf die Ausrichtung der Log zusammen mit der Bundesvereinigung Logistik als weiteren kompetenten Partner.“ Professor Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesvereinigung Logistik, betont die Synergieeffekte der Partnerschaft: “Logistik ist eine Querschnittsdisziplin, die ihre Stärke aus der Expertise vieler Partner schöpft. Gemeinsam mit dem EHI, GS1 Germany und dem Markenverband bündeln wir unser Know-how für die Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik, um den Wissenstransfer auf der Log weiter auszubauen und zukunftsweisende Konzepte wie Lösungen für logistische Herausforderungen zu präsentieren. Hiermit bieten wir zudem unseren Mitgliedern ein erweitertes Portfolio.“ Als führende Veranstaltung mit dem speziellen Fokus auf die Handelslogistik und angrenzende Themen, bringt die Log Entscheider aus den Bereichen Logistik und Verpackung in Handel und Industrie sowie deren Dienstleistungspartner zusammen. Die rund 350 Kongressgäste teilen Anregungen und Lösungsvorschläge zur Umsetzung künftiger Strategien sowie zum Einsatz innovativer Technologien in der Handelslogistik. Eine wichtige Grundlage hierfür sind Studienergebnisse und Kennzahlen sowie Hintergrundinformationen zum Status quo der Handelslogistik. Pressefoto: Gedankenaustausch auf der Log 2018 zu den Lösungen für eine zukunftsorientierte Handelslogistik (Quelle: EHI/GS1 Germany/Axel Schulten) Weitere Informationen: www.handelslogistik.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de
Veröffentlicht am 17.12.2013
Bis der Lidschatten im Display oder die Zahncremetube in der Schütte liegt, braucht es viele einzelne Arbeitsschritte – oft mehr als den deutschen Handelsunternehmen lieb ist. Eine Ursache liegt in zu großen Abgabeeinheiten seitens der Hersteller. Sie enthalten mehr Produkte als die einzelne Filiale benötigt und müssen entweder mühevoll vereinzelt, also auf die Filialen aufgeteilt werden. Oder sie werden einfach an die Filiale durchgereicht und verursachen dort Probleme, zum Beispiel beim Verräumen. Damit soll jetzt Schluss sein: Unter dem Dach von GS1 Germany haben sich Industrie und Handel auf eine Lösung geeinigt: Die abverkaufsgerechten Handelseinheiten, die auf den tatsächlichen Mengenbedarf einer Filiale abgestimmt sind. Der Vorteil: Diese optimierte Handelseinheit kann vom Zentrallager direkt an die Filiale durchgereicht und dort optimal in das Regal geräumt werden. Die gemeinsame Lösung beschränkt sich derzeit auf Drogeriemarktartikel, die die beteiligten Unternehmen aufgrund der Sortimentstiefe und -breite zuerst betrachtet haben. Eine Anwendungsempfehlung beschreibt die Methodik, mit der die abverkaufsgerechten Handelseinheiten ermittelt werden. Sie ist ab Ende Januar 2014 unter www.gs1-germany.de verfügbar. Industrie und Handel planen außerdem gemeinsam mit GS1 Germany diese Methodik in 2014 auf weitere Sortimente der Konsumgüterbranche auszuweiten. „Als neutrale Plattform unterstützt GS1 Germany Industrie und Handel bei der Ermittlung der jeweils optimalen Verpackungsgröße für die abverkaufsgerechte Handelseinheit. Zusätzlich zur neuen Anwendungsempfehlung bieten wir diese Leistung in einem kostenpflichtigen Serviceangebot an“, erklärt Matthias Haubenreißer, Senior Projektmanager ECR bei GS1 Germany. Um die optimale Handelseinheit zu ermitteln, clustern die Handelsunternehmen die Produkte bestimmter Kategorien zunächst nach ihrem Verwendungszweck. Anschließend berechnet GS1 Germany auf Basis der Abverkaufsdaten die Reichweite dieser Produktgruppen. Das heißt, es wird ermittelt, wie lange der geplante Lagerbestand einer Filiale für die Bedienung der erwarteten Kunden-nachfrage ausreicht. So lassen sich die benötigten Bestellmengen planen und entsprechend die Größe der Handelseinheit feststellen. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-565 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING .
Veröffentlicht am 26.06.2012
Verbesserungen in puncto Haltbarkeit und Plagiatschutz von Verpackungen zählen zu den drängendsten Aufgaben der Verpackungsindustrie. Pünktlich zur Pack 2012 geht GS1 Germany mit einem umfassenden Qualitätssicherungssystem für H1-Hygienepaletten an den Start. Mit strengeren Vorgaben etwa für verwendete Werkstoffe oder die Stabilität entspricht das neue Prüfsystem den steigenden Anforderungen der Fleischbranche. Darüber hinaus sind erstmals interne Kontrollen während der Produktion sowie die regelmäßige Überwachung der Hersteller durch unabhängige Zertifizierungsstellen vorgesehen. Unternehmen, die alle Tests erfolgreich durchlaufen, erhalten eine eindeutige GS1-Zulassungsnummer und dürfen das GS1 Germany-Logo auf ihren Produkten aufbringen. „Palettenhersteller profitieren davon mehrfach“, erläutert Angela Schillings-Schmitz, Branchenmanagerin Fleisch bei GS1 Germany. „Durch die eindeutige Kennzeichnung sind sie besser vor Plagiaten geschützt. Zudem ist für jeden Anwender auf einen Blick erkennbar, dass diese Paletten den neuesten Marktanforderungen entsprechen.“ Leistungsfähig, lange haltbar, hygienisch: Die besonderen Eigenschaften der H1-Hygienepaletten mit GS1 Germany-Logo sind unter anderem für Unternehmen aus der Fleischbranche, der Zulieferindustrie, anderen Frischebereichen oder der Backwarenindustrie relevant. Für gleichbleibend hohe Qualität sorgen unter anderem eine spezielle Materialauswahl sowie eine vorgegebene Konstruktion. So dürfen nur Kunststoffe für den Lebensmittelkontakt verwendet werden, die der EU-Richtlinie 2002/72/EG sowie der EU-Rahmenverordnung 1935/2004/EG in der jeweils geltenden Fassung entsprechen. Gemäß GS1-Anforderungsprofil ist daher der Einsatz von sogenannten Post-Consumer-Rezyklaten untersagt. Die klar definierten Zulassungs- und Überwachungsregeln bürgen dafür, dass die Qualitätsstandards auch tatsächlich eingehalten werden. Dabei legt GS1 Germany großen Wert auf Transparenz: Auf der GS1 Germany-Homepage werden die Namen aller Zeichennutzer veröffentlicht. Darüber hinaus können Interessenten zukünftig über die GEPIR-Datenbank prüfen, ob die auf der H1-Hygienepalette angegebene GS1-Zulassungsnummer für ein Produktionswerkzeug noch gültig ist. Entwickelt wurde das neue Qualitätssicherungssystem für H1-Hygienepaletten gemeinsam mit Anwendern aus der Fleischbranche, mit Fachverbänden sowie Herstellern und Anbietern von Mehrweg-Transportverpackungen. Es löst das bislang vom EHI Retail Institute e.V. herausgegebene Anforderungsprofil ab. „Als Bindeglied zwischen Handel und Industrie kennt GS1 Germany die spezifischen Bedürfnisse der beteiligten Wirtschaftskreise sowie die branchenübergreifenden Strukturen am besten“, so Thomas Kempcke vom EHI Retail Institute. „Daher freuen wir uns, dass GS1 Germany nun die Federführung für diese wichtige Aufgabe übernommen hat.“ Weitere Informationen hier . Hintergrundinformation Verbraucherschutz (H1-Palette, Traceability, Recall) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: kroll@gs1-germany.de , Homepage: www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 18.03.2015
Wer seine Logistik auf Ökoeffizienz trimmt, schont das Klima und senkt zugleich seine Transportkosten. BLG Handelslogistik, Eckes Granini Deutschland, Lidl und Wepa haben dieses Prinzip erkannt und konkrete Aktionspläne erarbeitet. Im Rahmen der Lean and Green-Initiative von GS1 Germany wollen die Unternehmen ihren logistikbezogenen CO2-Ausstoß innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent senken. Für ihre wegweisenden Konzepte erhielten sie jetzt den Lean and Green Award. Der Preis für nachhaltige Logistik wurde auf der Log 2015 vergeben, dem Handelslogistik Kongress von EHI Retail Institute, Markenverband und GS1 Germany. „Wir freuen uns zu sehen, dass die in den Niederlanden gestartete Initiative Lean and Green auch immer mehr deutsche Unternehmen überzeugt“, so Christophe Campe, Vice President Chep Deutschland und Botschafter von Lean and Green in Europa. „Mit ihren ausgefeilten Maßnahmenplänen demonstrieren die Gewinner eindrucksvoll, wie Unternehmen sich auf die Herausforderung Klimaschutz einstellen und langfristig auch ihre Kosteneffizienz verbessern können. Von dem wachsenden Know-how und dem regen Austausch im Lean and Green Netzwerk profitieren alle Parteien entlang der Value Chain.“ Bis zu 15 Prozent Ersparnis durch Mitarbeiterinformation Der Kontraktlogistiker BLG Handelslogistik setzt in seinem prämierten Konzept vor allem auf die Sensibilisierung der Belegschaft für ein energie- und umweltschonendes Verhalten am Arbeitsplatz. Auf diesem Weg können Unternehmen zwischen fünf und 15 Prozent der Energie einsparen, so schätzt die Deutsche Energie-Agentur. Eckes-Granini Deutschland, ebenfalls Preisträger, will seine Treibhausgasemissionen durch eine breit angelegte Modernisierung des Fuhrparks um rund zehn Prozent verringern. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Umstellung auf ein automatisches Schaltgetriebe, eine vorausschauende Geschwindigkeitsregelung sowie Windabweiser und ein umfassendes Monitoring der gesamten Flotte. Ebenfalls werden alle Transportdienstleister von Eckes Granini Deutschland in die Maßnahmen mit einbezogen und über den green check der Logistik Akademie Janz gemessen. Mehr Paletten pro Ladung, weniger Leerfahrten Optimierte Tourenplanung, die Reduktion von Leerfahrten oder die Vermeidung kleinteiliger Nachlieferungen – darauf setzen die Preisträger Lidl Stiftung und Wepa Hygieneprodukte. Bei Lidl soll ein passgenauer Maßnahmenmix die Auslastung der Lkw erhöhen und zusätzlich durch Umstellung auf alternative Verkehrsträger wie Bahn und Binnenschiff der CO2-Ausstoß reduziert werden. WEPA wiederum will die Produktmaße und die Belegung der Paletten modifizieren, um die bestmögliche Nutzung des LKW-Laderaums zu erreichen. Neben vielen weiteren Maßnahmen wird zudem an der Reduzierung der Transportkilometer durch optimierte Standort-Allokationen gearbeitet. Stephan Schaller, Senior Manager Nachhaltigkeit bei GS1 Germany: „In jedem Unternehmen existieren Ansatzpunkte für eine nachhaltigere Logistik. Der Lean and Green Award schafft einen zusätzlichen Anreiz, die Optimierung zum Nutzen der Umwelt und der eigenen Bilanz in Angriff zu nehmen. Mit dieser Auszeichnung stärken die Teilnehmer ihr Profil als verantwortungsbewusstes Unternehmen und punkten zugleich im Wettbewerb.“ Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networking rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community .
Was sind sekundäre Produktabbildungen? Überblick zu Bildkategorien wie Detail, Anwendung, Größenvergleich, Sustainability und Montage im E-Commerce.
Veröffentlicht am 07.07.2011
Die Großmetzgerei nutzte den Neubau ihrer Produktionsstätte, um die Prozesse bei der Kommissionierung und im Versand von Grund auf neu zu organisieren, mit dem Ziel die Prozesseffizienz nachhaltig zu steigern. Nachdem ein Brand die Produktionsanlage der Großmetzgerei komplett zerstört hatte, errichtete Gruninger innerhalb weniger Monate ein neues Produktionswerk. Im Zuge der Neu- und Umbaumaßnahmen wurden auch die logistischen Abläufe entschlackt und bestehende, fehleranfällige Prozesse durch eine effiziente Intralogistik ersetzt. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und den erforderlichen Neubau unserer Produktion zur Modernisierung der gesamten Infrastruktur genutzt“, so Michael Gruninger, Geschäftsführer und Janek Plätzsch, Leiter EDV der Eugen Gruninger Großmetzgerei GmbH & Co. KG. Gemeinsam mit dem Handelspartner setzte das Unternehmen das Prozeus-Projekt „Neubau der Produktionsanlage sowie damit einhergehende Rationalisierung von Kommissionierung und Versand in einem fleischverarbeitenden Betrieb“ erfolgreich um. Hauptziel war es, die Produktion vom Warenversand zu entkoppeln. Erreicht wurde das mithilfe eines automatisch geführten Hochregallagers, in dem die Fleisch- und Wurstwaren in E2-Kisten – das sind standardisierte Transportmittel der Fleischware – gelagert werden. Damit Gruninger die Ware sicher steuern und kontrollieren kann, sind die einzelnene Paletten über ein Transportetikett mit der Nummer der Versandeinheit NVE (SSCC) versehen. Die NVE (SSCC) ermöglicht es, jedes Gebinde auf seinem Weg durch die logistische Kette eindeutig zu identifizieren. Mit Hilfe des neuen Hochregallagers und durchgängig standardisierter Prozesse kann Gruninger die Kundenaufträge künftig noch schneller und zuverlässiger bearbeiten. Zudem ist das Unternehmen für die wachsenden Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit gerüstet. „Derzeit nutzen wir Barcodes, wir können aber jederzeit auf die RFID-Technologie umsteigen – die Flexibilität schätzen wir an den GS1-Standards besonders. Mit der gewonnenen Prozesseffizienz steht unserem Wachstum nichts mehr im Wege“, resümieren Gruninger und Plätzsch. Die Ergebnisse des Projekts wurden jetzt in einer kostenlosen Broschüre veröffentlicht. Die Broschüre kann unter www.prozeus.de – Publikationen heruntergeladen werden. PROZEUS – auf einen Blick Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt PROZEUS die eBusiness-Kompetenz mittelständischer Unternehmen durch integrierte PROZE sse U nd etablierte eBusiness- S tandards. PROZEUS wird betrieben von GS1 Germany – bekannt durch Standards und Dienstleistungen rund um den Barcode – und IW Consult, Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. PROZEUS versteht sich als zentrale Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen der Industrie sowie der Konsumgüterwirtschaft und des Handels. Von PROZEUS empfohlene eBusiness-Lösungen sind zukunftsfähig und investitionssicher, da sie auf kostengünstigen, neutralen und international akzeptierten eBusiness-Standards basieren. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel.: 0221/94714-543, Fax: 0221/94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 31.05.2016
GS1 Germany und 1Worldsync melden die erfolgreiche weltweite Umsetzung des GDSN Major Release 3, einem Update des Global Data Synchronisation Network (GDSN)-Standards. Der Standard bietet ab sofort neue Möglichkeiten zur Steigerung von Effizienz und Flexibilität beim Austausch von Produktinformationen für Konsumgüter weltweit. Das GDSN ist ein Netzwerk von über 30 Datenpools für den Produktdatenaustausch. Fast 40.000 Unternehmen nutzen es für den automatischen, direkten Austausch vertrauenswürdiger Produktinformationen mit ihren Geschäftspartnern. Über das GDSN werden produktspezifische Daten wie unter anderem Logistikinformationen, Inhaltsstoffe und Verpackungsinformationen von über 20 Millionen Produkten eingespeist und abgerufen. Der Standard sichert den schnellen und zuverlässigen Transfer dieser Daten zwischen Industrie und Handel. „Die Umsetzung dieses großen Updates war eine Herkulesaufgabe, die wir gemeinsam mit allen Usern, also Handel, Industrie, den Solution Providern und Dienstleistern sowie unseren Tochterunternehmen 1Worldsync und Smart Data One gestemmt haben“, so Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Dieses Projekt ist ein großartiges Beispiel dafür, dass fokussierte Kollaboration zu einem exzellenten Ergebnis führt und dass alle Hürden, die IT-Projekte generell bergen, überwunden werden können“, so Pretzel weiter. 1.500 Optimierungen erhielt das GDSN mit dem Major Release 3 – von der Unterstützung neuer Produktattribute bis hin zum konsistenten Austausch von Produktbildern. Diese Weiterentwicklungen tragen insbesondere den gestiegenen Anforderungen Rechnung – vor allem aus dem Omnichannel- und E-Commerce-Bereich. Darin sind sich Handel und Industrie international einig: Mit dem Release wurde die Basis für die vielfältigen Anforderungen des Omnichannel-Kunden gelegt. Denn gerade hier ist hohe Informationsvielfalt, Aktualität und Vollständigkeit von Informationen von den Konsumenten besonders gefragt. Neben den bereits bekannten Funktionen wie beispielsweise der rechtskonformen Darstellung der Lebensmittelinformations-Verordnung EU1169/2011 (LMIV) profitieren nun auch die Gesundheits- oder DIY-Branche von branchenspezifischen Funktionalitäten und den damit verbundenen verbesserten Möglichkeiten des Datenaustauschs. Das erfolgreiche Update GDSN Major Release 3 am 26. Mai 2016 ist das Resultat einer ausgezeichneten Zusammenarbeit der gesamten Community bestehend aus Industrie, Handel, GS1 Organisationen und den Solution Providern. Dem Release widmeten sich in Deutschland maßgeblich GS1 Germany, 1Worldsync sowie Smart Data One. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Wagner Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-7543 E-Mail: wagner@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networking rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community.