Veröffentlicht am 09.01.2017
„Alle reden von Digitalisierung. Für kleine und mittelständische Unternehmen bleibt sie aber nach wie vor abstrakt und eine unsichere Investition“, resümiert Dennis Schiemann vom Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen zum Abschluss des Projekts eStep Mittelstand. Ende Dezember wurden offziell die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Vorhabens vorgestellt. Um kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) den Einstieg in das E-Business und die Digitalisierung ihrer Prozesse zu vereinfachen, haben die Partner eCl@ss, FIR an der RWTH Aachen, Grün Software, GS1 Germany und Tapas drei Jahre lang verschiedene Lösungen entwickelt. Die entstandenen Anwendungen unterstützen bei der strategischen Frage, wie weit und in welche Richtung die eigene Digitalisierung vorangetrieben werden soll. Das Self-Assessment-Tool beantwortet dabei die Frage „Wo stehe ich?“, der Entscheidungsbaum „Was ist mein Ziel?“ und die Middleware „Wie gehe ich vor?“ Klaus Kaufmann von GS1 Germany: „Wir haben einen Werkzeugkasten für den Einstieg ins E-Business erstellt. Er basiert auf anerkannten Standards. Mithilfe der Anwendungen werden Unternehmen begleitet vom Status quo bis zur Umsetzung von standardbasierten, elektronischen Prozessen.“ Alle Ergebnisse stehen ab sofort zur kostenfreien Nutzung auf der Webseite www.estep-mittelstand.de bereit. Reif für E-Business? Bereits seit 2015 können Unternehmen das Self-Assessment-Tool von eStep Mittelstand nutzen. Es hilft herauszufinden, wie stark die eigenen Prozesse im Branchenvergleich tatsächlich digitalisiert sind. In 20 Minuten können Interessenten ihren E-Business-Reifegrad ermitteln. Das Unternehmen wird auf Grundlage einer Selbsteinschätzung ausführlich bewertet und erhält konkrete Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte. Digitale Ziele definieren Um Geschäftsprozesse zu digitalisieren, gibt es eine Fülle an Möglichkeiten. „Standards bieten für KMU ein enormes Potenzial, die eigenen Prozesse zu verschlanken und kostengünstiger zu gestalten. Darum müssen sie strategisch sinnvoll gewählt werden,“ appelliert Dennis Schiemann vom FIR. Der Entscheidungsbaum von eStep Mittelstand unterstützt dabei, den eigenen Weg ins E-Business zu definieren. Mit dem kostenfreien Online-Tool können die potenziell geeigneten Standards ausgewählt werden. Es wurde mithilfe von Expertenbefagungen entwickelt und erlaubt eine individuelle Gewichtung. Ergänzend dazu beschreibt die im Projekt veröffentlichte DIN SPEC 91334 die Methodik, um E-Business-Standards zu analysieren und auszuwählen. E-Business nach dem Plug-and-Play Prinzip Ist ein strategisches Vorgehen für den Weg in die Digitalisierung definiert, gilt es in die Umsetzung zu kommen. Hierfür stellten die Partner die eStep Mittelstand Middleware vor. „Die Middleware ist ein absolutes Novum für den Einsatz von E-Standards. Wir haben durch die Zusammenarbeit mit den Experten von eCl@ss und GS1 Germany erstmals eine Open Source Lösung für die Umwandlung – zu technikdeutsch „Konvertierung“ – von Daten in unterschiedlichste Standardformate geschaffen. Das gab es so bisher noch nicht“, berichtet Ralph Backes, der das Projekt bei Grün Software koordinierte. In einem einzigen Schritt können zum Beispiel eine Rechnung im ZUGFeRD-Format und ein Artikelstamm für den Katalogaustausch mit eCl@ss erzeugt werden. „Unternehmen können sich mit Plugins künftig ihren eigenen individuellen und dennoch standardbasierten Konverter zusammensetzen“, so Backes. Die Middleware basiert auf dem internationalen, offenen Standard UN/CEFACT. Marktübliche Konverter basieren in der Regel auf einem geschlossenen Quellcode. Heißt: Wer den Konverteranbieter wechselt, musste bisher sämtliche Schnittstellen komplett neu programmieren lassen. Mit der eStep Mittelstand Middleware entfällt dieser Aufwand. Unternehmen, die ein weiteres Standardformat bedienen möchten, brauchen künftig nur ein weiteres Plugin für die Middleware. Bei einem Anbieterwechsel, muss nicht die komplette Middleware ausgewechselt werden, sondern lediglich das betreffende Plugin. Im Förderprojekt eStep Mittelstand wurden bei der Entwicklung der Middleware prototypisch die Prozesse Rechnungen und Artikelstammdaten betrachtet. „Es gilt jetzt, die Middleware in Pilotprojekten einzusetzen und so in einen Live-Betrieb zu überführen“, so Klaus Kaufmann von GS1 Germany. Die Open Source Lösung steht ab sofort allen Unternehmen und Dienstleistern, die daran interessiert sind, sie weiterzuentwickeln und zu pilotieren, kostenfrei zum Download unter www.estep-mittelstand.de bereit. eStep Mittelstand war Teil der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wurde. Video: Digitalisierung einfach erklärt (Quelle: eStep Mittelstand) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de Über eStep Mittelstand eStep Mittelstand steht für „Modulare Lösungen für den Mittelstand zur Stärkung der eigenständigen Integration von eBusiness-Standards in komplexe Lieferketten-Prozesse“. Das Ende 2016 beendete Proiekt war Teil der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wurde. eStep Mittelstand unterstützt gezielt kleine und mittlere Unternehmen sowie das Handwerk, moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu entwickeln und anzuwenden. Beteiligt waren das Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. (FIR) an der RWTH Aachen, der eCl@ss e.V., die GRÜN Software AG, die GS1 Germany GmbH sowie die tapas GmbH.
Veröffentlicht am 12.04.2016
Das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 der Bundesregierung sieht vor, dass allein im Verkehr bis zu 7 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Der Energieverbrauch soll um 10 Prozent sinken. Viele Unternehmen in Deutschland haben die Weichen inzwischen auf Klimaschutz gestellt. Unterstützt werden sie dabei durch die Initiative Lean and Green von GS1 Germany. Im Rahmen von Lean and Green verpflichten sich Unternehmen, ihre Treibhausgas-Emissionen in der Logistik innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent zu senken. Zwei Unternehmen haben dieses Ziel jetzt erreicht und wurden dafür auf dem Handelslogistik Kongress 2016 mit dem Lean and Green Star prämiert. Zu den zertifizierten Vorreitern gehören die Unternehmen Rigterink Logistik und VS Heibo Logistics. Helge Rigterink zieht positive Bilanz: „Es war nicht nur eine Maßnahme sondern die Kombination aus mehreren Aktionen. Zum Beispiel: Durch gezielte Anreizsysteme für Fahrer, modernes Equipment, Kontrolle und intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten entstand eine Win-Win-Situation für die Fahrer, das Unternehmen und unsere Umwelt.“ Jens Nitzpon, Geschäftsführer bei VS Heibo, berichtet aus den letzten Jahren: „Unser Umdenken zum bewussten Umgang mit Energie ist vielfältig. Einige CO2-Reduzierungen konnten ohne kostenintensiver Anschaffungen realisiert werden, beispielsweise durch geradlinige Prozesse und durch motiviertes Energiebewusstsein. Positive Unterstützungen haben wir von unseren Mitarbeitern bekommen, die den Weg der Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und den nachfolgenden Generationen engagiert vorangehen. Ergänzt mit Anschaffungen und Umrüstungen in moderne Techniken investieren wir so in unsere Zukunft.“ Vier weitere Lean and Green Awards verliehen Gleichzeitig zur Zertifizierung der beiden Unternehmen starten mit Aldi Süd, Mars, Rubetrans und Zeh Internationale Spedition vier weitere Unternehmen ihre Klimaschutz-Aktionspläne. Sie wurden auf der LOG mit dem Lean and Green Award gewürdigt. Mit dem Lean and Green Award werden Unternehmen ausgezeichnet, deren Aktionspläne geeignet sind, die Klimaschutzziele zu erreichen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden die Emissionswerte regelmäßig geprüft. Sobald die Ziele erreicht sind, wird das Unternehmen für den Lean and Green Star nominiert. Lean and Green Aktionstage bei Mars und Reemtsma Unternehmen, die sich für Lean and Green interessieren, können in diesem Jahr Botschafter der Initiative sowie deren Aktionspläne live und vor Ort kennenlernen. Am 3. Mai findet ein Aktionstag bei Mars in Viersen statt. Am 28. Juni lädt Reemtsma nach Hannover ein. Anmelden können sich Interessierte bei Dr. Bahar Cat-Krause ( cat-krause@gs1-germany.de ). Pressebild: Auf der LOG 2016 wurden die ersten Lean and Green Stars verliehen (Quelle: GS1 Germany/Peter Nierhoff) Weitere Pressebilder von der Preisverleihung stehen ab 13. April 2016, 10 Uhr, unter www.gs1-germany.de zum Download bereit. (Bildquelle: EHI/GS1 Germany/Steffen Hauser) Hintergrund Lean and Green Im Rahmen von Lean and Green können Unternehmen ihre Erfolge bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Logistik prämieren lassen. Die Non-for-Profit Initiative verfolgt damit das Ziel, die Treibhausgas-Emissionen in den Logistikprozessen der teilnehmenden Unternehmen innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent zu reduzieren. Wie die konkreten Aktionen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes aussehen, bleibt den Unternehmen überlassen. Angefangen von elektronischer Kommunikation über Logistikkooperationen bis hin zu spritsparendem Fahren zählt alles, was das Klima schont. Lean and Green wurde ursprünglich von Connekt in den Niederlanden ins Leben gerufen, in Deutschland steht GS1 Germany hinter Lean and Green. Die Initiative engagiert sich für ökologisches Verantwortungsbewusstsein und eine nachhaltigkeitsaffine Umwelt. Lean and Green zeichnet den Aktionsplan zur Reduzierung der CO2-Emissionen aus, welchen die Unternehmen bei GS1 Germany einreichen. Der Aktionsplan wird auf Basis vorgegebenen Kriterien erarbeitet. Der TÜV Nord begutachtet anschließend im Auftrag von GS1 Germany, ob die Klimaschutzziele auf diesem Weg tatsächlich zu erreichen sind. Durchläuft ein Aktionsplan diese Prüfung erfolgreich, wird das Unternehmen mit dem Lean and Green Award ausgezeichnet. Innerhalb der nächsten fünf Jahre überprüft GS1 Germany regelmäßig die Emissionswerte. Sind die Ziele erreicht, wird das Unternehmen für den Lean and Green Star nominiert. Ein Vor-Ort-Audit durch einen externen Prüfer soll die Zielerreichung dann mit messbaren Ergebnissen belegen. Bei Erfolg zertifiziert GS1 Germany das Unternehmen mit dem Lean and Green Star. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 12.04.2016
„Wenn Unternehmen das Haufenprinzip überwunden haben und die Infrastruktur im Lager nicht älter als zehn Jahre ist, dann ist die Logistik kein hoffnungsloser Fall“, weiß Oliver Püthe, Senior Branchenmanager Logistik bei GS1 Germany. Insbesondere auch die von der Bundesregierung getriebenen Themen im Rahmen der Digitalisierung konfrontieren die Unternehmen mit zusätzlichen Herausforderungen. Oft fehle die Zeit, um das entsprechende Know-how für die Logistik aufzubauen. Daher gibt GS1 Germany jetzt Tipps, mit denen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen ihr Lager digitalisieren können. „Ich empfehle Unternehmen auf jeden Fall, auf Artikelebene zu scannen und auch im Wareneingang und –ausgang auf scannerbasierte Prozesse zu setzen, regelmäßig abc-Analysen durchzuführen, Methoden der permanenten Inventur zu nutzen und Lieferungen per EDI zu avisieren“, fasst Püthe fünf Empfehlungen zusammen. Er rät auch, auf einen neutralen Blick von außen zu setzen, um innerbetriebliche Potenziale aufzudecken. Hier setzt ein neues Beratungsangebot von GS1 Germany an: der Warehouse Quick Check. In einem zweitägigen Vor-Ort-Termin überprüfen die Experten von GS1 Germany, wo der Einsatz von Standards die Prozesse schlanker gestalten kann. Daneben führen sie Laufwegeanalysen durch, stellen die Einlagerstrategien und die Kommissionierung auf den Prüfstand. Interessierte Unternehmen, die sich bis zum 13. Mai 2016 bei GS1 Germany melden, haben die Möglichkeit, einen Warehouse Quick Check zu gewinnen (E-Mail mit dem Stichwort „Verlosung“ an puethe@gs1-germany.de ). Die ausführlichen Tipps von Oliver Püthe und weitere Informationen zur Verlosung unter http://magazin.gs1-germany.de/nachgefragt Pressebild: GS1 Standards sorgen an vielen Stellen für effiziente Prozesse im Lager (Quelle: GS1) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 09.03.2016
Die digitale Realität ist Fakt und Omnichannel kein Fremdwort mehr. Laut EHI setzte der Onlinehandel im Jahr 2015 rund 47 Milliarden Euro um – Tendenz steigend. Services wie Instore-Return, Click and Collect oder Online-Verfügbarkeitsanzeigen von Waren im stationären Handel sind für viele Unternehmen heute nicht mehr bloß eine Vision: Laut Deloitte-Studie beeinflussen digitale Technologien mittlerweile rund 30 Prozent der Umsätze in Ladengeschäften, und knapp 90 Prozent der Konsumenten sucht vor oder während des Kaufs auf einem digitalen Gerät nach Produktinformationen. Angekommen in der digitalen Realität – und jetzt? Kurz gesagt: Immer mehr Unternehmen sind in der digitalen Realität angekommen. Doch die Branche steht nicht still. Verbraucher fordern mehr und mehr Produkttransparenz, Nachhaltigkeit und innovative Services. Nachdem der ECR Tag im Jahr 2014 unter dem Motto „Konsum im Wandel“ den Paradigmenwechsel in der FMCG-Branche thematisierte, forderte das Motto 2015 auf: „Transform now!“ In diesem Jahr zieht die Branche eine kritische Bilanz und formuliert die nächsten Schritte: Wie viel digitale Innovation ist für welches Unternehmen sinnvoll? Welche Trends sind wirklich nutzbringend? Welche Chancen liegen in Kooperationen? Und was will der Verbraucher? Diesen Fragen widmen sich die Vorträge der Referenten. Weitere Themen sind zum Beispiel die aktuelle Herausforderungen für die Logistik, die eine Gratwanderung zwischen Ökonomie und Ökologie schaffen muss, die Anforderungen und Chancen für ein erfolgreiches Datenmanagement sowie Transparenz in der Lieferkette. Vertiefende Fachforen greifen darüber hinaus Themen wie Category Management, Shopper Marketing oder Big Data auf und bieten Raum zu Diskussion und Austausch mit den Referenten. Es referieren unter anderem Stephan Füsti-Molnár (Geschäftsführer, Henkel), Dr. Jens Uwe Intat (Vice President Hardlines, Amazon EU, Niederlassung Deutschland), Petra Schäfer (Geschäftsführerin Marketing und Multichannel, Globus Holding), Claudia Willvonseder (Global Marketing und Communication Manager, Ikea Group) und Dr. Werner Wolf (Sprecher der Geschäftsführung, Bitburger Braugruppe). Der zweitägige Kongress mit über 60 Vorträgen und mehr als 80 Top-Referenten findet am 21./22. September 2016 im Estrel Congress und Messe Center in Berlin statt. Frühbucher sichern sich die Teilnahme bis zum 31. Mai 2016. Diese und weitere Informationen sowie Angebote etwa für Studenten und Startups finden interessierte Unternehmen unter www.ecrtag.de . Abbildung: „Channel-Wirbel“ auf dem ECR Tag 2016 – die Verschmelzung der Online- und Offlinekanäle vollzieht sich temporeich und birgt vielfältige Möglichkeiten für die Konsumgüterbranche (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Verena Bankamp Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526, Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: bankamp@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 07.03.2016
Wenn Smartphonehersteller den Uhrenmarkt erobern, Internetgiganten Autos herstellen oder eine Onlineplattform jeden, der gern Auto fährt, zum Taxifahrer macht, spricht man von disruptiven Innovationen. Sie haben im letzten Jahrzehnt viele etablierte Geschäftsmodelle infrage gestellt. Ähnliches könnte der Branche der Kurier-, Express- und Postdienste (KEP) drohen, wenn Onlinehändler plötzlich zum Logistikdienstleister werden und woanders schon fahrerlose Zustellung getestet wird. Um mit der Konkurrenz aus der Internetwelt mithalten zu können, empfiehlt GS1 Germany, auf offene Identifikationsstandards wie NVE/SSCC und GS1-128 Barcode zu setzen. Auch Andreas Schumann vom Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP) plädiert für einen Paradigmenwechsel in der KEP-Branche: „Je mehr Player aus der KEP-Branche auf die weltweit offenen GS1 Standards setzen, desto stärker können sie sich auf ihre Dienstleistung konzentrieren, anstatt sich über unternehmensinterne geschlossene Standards zu differenzieren.“ „Ganz abgesehen von neuen Wettbewerbern ist die aktuelle Situation für die KEP-Branche schon herausfordernd genug“, ist Oliver Püthe, Senior Branchenmanager Logistik bei GS1 Germany, überzeugt. Verbraucher wünschen sich eine immer flexiblere Zustellung. Empfänger greifen in die Abläufe der Dienstleister ein und steuern Pakete aktiv. Das Sendungsaufkommen schwankt saisonal stark. Innerstädtische Verkehrsnetze sind zunehmend überlastet. Kurz, die Hochkonjunktur des Onlinehandels bringt die Dienstleister an ihre Grenzen. Bewältigen lässt sich die Lage, wenn Sendungen über Unternehmensgrenzen hinweg verfolgt und zwischen Dienstleistern getauscht werden können. Und wer kleine und mittlere KEP-Dienste effektiv in den Logistikprozess einbindet, schafft neue Freiräume für Innovationen. „Die technischen Voraussetzungen und die Infrastruktur existieren schon heute“, erklärt Püthe. Basis für automatisierte, transparente Prozesse ist die Nummer der Versandeinheit (NVE/SSCC). Verschlüsselt in einem GS1-128 Barcode lassen sich damit Sendungen weltweit eindeutig und überschneidungsfrei identifizieren, sortieren und dienstleisterunabhängig bis zum Empfänger steuern. Wichtig sei für KEP-Dienstleister, den standardisierten Barcode immer am unteren Rand des Transportetiketts zu platzieren. So ist er weltweit als eindeutiges Ident für Anwender erkennbar. Darüber sei ausreichend Platz für zusätzliche Barcodes, die für unternehmensinterne Prozesse genutzt werden, sagt Püthe. Auf der Logimat 2016 erklärt GS1 Germany vom 8.-10.03.2016 in Stuttgart, wie KEP-Dienstleister auf standardisierte Barcodes umsteigen können. Am Stand 4D08 in Halle 4 stellen die Experten von GS1 Germany außerdem den neuen Service „Prüfziffernliste“ zur Erstellung der NVE/SSCC vor. Weitere Informationen unter www.gs1-germany.de/gs1-solutions/supply-chain-management/ Pressebild: GS1 Standards in der KEP-Branche (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 02.03.2016
Wo Kundenzufriedenheit den Umsatz steigert, wirkt Efficient Consumer Response (ECR) – ob in der Konsumgüterwirtschaft, der DIY-Branche oder im Finanzsektor. Der ECR Award zeichnet zukunftsweisende Konzepte aus, die den ECR-Gedanken vorbildlich umsetzen und dabei Verbraucherwünsche punktgenau erfüllen. Im Rahmen einer feierlichen Gala mit rund 400 Gästen aus dem Top-Management von Industrie und Handel wird die Trophäe bereits zum 14. Mal verliehen – in diesem Jahr am 20. September 2016 in Berlin. Einsendeschluss für die Bewerbung in der Kategorie „Unternehmenskooperation“ ist der 6. Mai 2016. Vergeben werden zwei Awards: einer für die Supply Side und einer für die Demand Side. Die Gewinnerunternehmen gelten als Vorreiter in ihrer Branche und können so ihr Image als innovative und technisch versierte Unternehmen festigen. „Der ECR Award ist wie ein Sechser im Lotto“, bestätigt Andreas Kup, Lorenz Snack-World, Gewinner Demand Side 2015. „Die größte Bestätigung, unsere ECR-Visionen konsequent weiterzuverfolgen.“ Als Bewertungsgrundlage für die Jury dienen eine Kurzfassung sowie eine ausführliche Darstellung des erfolgreichen ECR-Projekts als Powerpoint-Präsentation per E-Mail an Stefanie Leigeber: leigeber@gs1-germany.de . Weitere Informationen zur Bewerbung sowie zu den Preisträgern des letzten Jahres finden interessierte Unternehmen unter www.ecraward.de . Hintergrundinformation: Die Preisträger des ECR Award 2015 Gewinner in der Kategorie Unternehmenskooperation Supply Side: Netto Marken-Discount, Edeka Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen, Artland Convenience, Euro Fine Fish, Erich Geiger Gruppe, Friki Döbeln, Vion Convenience, Eurofresh Logistics, G&P-Trans Gewinner in der Kategorie Unternehmenskooperation Demand Side: Rewe Group Buying, Lorenz Snack-World Gewinner in der Kategorie Einzelunternehmen: Mars Deutschland Gewinner in der Kategorie Unternehmenspersönlichkeit: Mark Rosenkranz, Sprecher des Vorstands der Edeka Minden-Hannover Pressebild: Die Preisträger des ECR Award 2015 (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Verena Bankamp Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526, Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: bankamp@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 11.02.2016
Immer mehr Hersteller und Händler vertreiben ihre Waren nicht nur in ihrem eigenen Onlineshop, sondern auch über Online-Marktplätze wie Ebay. Rund 47 Milliarden Euro setzte der Onlinehandel im Jahr 2015 laut EHI um. Um das vielseitige Angebot für Nutzer anwenderfreundlich zu strukturieren und eigene Prozesse effizienter zu gestalten, verlangen immer mehr Online-Marktplätze eine eindeutige Produktidentifikation der angebotenen Waren zum Beispiel mit der globalen Artikelnummer GTIN (ehemals EAN) von GS1 Germany. Auch Ebay führt für seine Verkäufer sukzessive die Produktkennzeichnung via GTIN ein. „Strukturierte Daten helfen uns dabei, ein besseres Kauferlebnis zu schaffen. Heute ist es in weiten Teilen noch so, dass wir Artikel im Ebay-Sortiment durch fehlende Daten nicht eindeutig bestimmten Produkten zuordnen können. Produktkennzeichnungen oder Katalogdaten helfen uns bei dieser Zuordnung. So können wir Käufern noch besser genau das anzeigen, was sie suchen“, sagt Gleb Loumer, Director Seller Experience und Cross Border Trade bei Ebay Deutschland. „Auch unsere Verkäufer profitieren: Ihre Angebote können besser beworben werden, die Sichtbarkeit in Suchmaschinen wird optimiert und damit steigen ihre Verkaufschancen.“ Dank GTIN können Produkte zudem zügig und ohne manuellen Aufwand in die eigenen Warenwirtschaftsprozesse übernommen werden. Darüber hinaus lassen sich Geschäftspartner eindeutig identifizieren. Denn die globale Artikelnummer beinhaltet auch eine GS1 Basisnummer, die nur auf ein einziges Unternehmen weltweit registriert ist. Damit wirkt sie wie ein Fingerabdruck im nationalen und internationalen Geschäftsverkehr. GTIN-Missbrauch gefährdet Warenwirtschaft Lizenzgeber zur Nutzung der globalen Artikelnummern ist in Deutschland GS1 Germany. Doch es gibt immer wieder Anbieter, die entweder einzelne oder mehrere GTIN illegal verkaufen. „Ein Missbrauch im stark wachsenden Onlinehandel hat enorme Abstrahleffekte“, sagt Frank Metz, Leiter E-Commerce bei GS1 Germany. „Mehrfach unberechtigt genutzte Identifikationsmerkmale gefährden ganze Warenwirtschaftssysteme sowie weltweite Warenflüsse.“ Die doppelte Nutzung einer GTIN für unterschiedliche Produkte etwa führt zu Störungen im Waren- und Datenverkehr zwischen Geschäftspartnern und Dienstleistern – zum Beispiel an Scannerkassen, in IT-Systemen oder bei der Lagerverwaltung. Die Konsequenzen reichen von fehlerhaften Einträgen in Produktkatalogen über steigende Kosten aufgrund manueller Fehlerbehebung bis hin zu einem unpassenden Angebot für Käufer. Unternehmen, die GTIN aus nicht autorisierten Quellen nutzen, können von Online-Marktplätzen ausgeschlossen werden. Praxistipps für den erfolgreichen und rechtssicheren Verkauf auf Online-Marktplätzen erhalten Onlinehändler am 19. April 2016 in dem kostenlosen Webinar „Expert Talk Special – How to sell on Marketplaces“ von GS1 Germany. Weitere Informationen unter www.gs1-germany.de . Hintergrund: Seit Juni 2015 ist bei Ebay in einigen Kategorien die Produktkennzeichnung von neuen und vom Hersteller generalüberholten Markenartikeln mit der globalen Artikelnummer GTIN Pflicht. Seit dem 31. Januar 2016 müssen in diesen Kategorien auch Artikel mit Varianten gekennzeichnet werden. Ab der Woche vom 29. Februar 2016 wird die Pflicht auf Angebote „Gültig bis auf Widerruf“ und weitere Kategorien erweitert. Bis dahin müssen alle betroffenen Angebote Produktkennzeichnungen enthalten. Informationen zum Thema erhalten interessierte Verkäufer direkt über das Ebay-Verkäuferportal oder in einem der vielen kostenfreien, extra zu diesem Thema eingerichteten Webinare. Pressebild: Mit strukturierten Produktdaten lassen sich Artikel kundenfreundlicher sortieren (Quelle: Denys Prykhodov - Fotolia.com) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Verena Bankamp Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526, Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: bankamp@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 14.01.2016
Warte- und Abfertigungszeiten, Zeitfensterverfügbarkeit, fehlende Begleitdokumente oder Rechte und Pflichten für die Entladung: Die Konfliktpotenziale an den Rampen des deutschen FMCG-Handels sind nach wie vor groß. Optimierungsmöglichkeiten bestehen auf allen Prozessstufen und über alle Prozessbeteiligten hinweg. Diesem Bedarf haben GS1 Germany und Experten aus Handel, Industrie, sowie Logistik-Dienstleistung jetzt Rechnung getragen und gemeinsam Lösungen für eine effiziente Wareneingangsabwicklung entwickelt. „Essentiell war es, zunächst die grundlegenden Voraussetzungen zu definieren, etwa klare und einheitliche vertragliche Vereinbarungen zwischen allen Prozessbeteiligten“, erklärt Matthias Haubenreißer, Senior Manager ECR Prozesse bei GS1 Germany. „Um Optimierungspotenziale zu identifizieren, haben wir uns beispielsweise gefragt, was genau eine logistikgerechte Bestellung ausmacht oder welche Ressourcen eine reibungslose Abwicklung beim Empfänger erfordert.“ Die Expertengruppe, der Unternehmen wie Globus, Kaiser’s Tengelmann, Dr. Oetker, Procter & Gamble, Dachser sowie Kraftverkehr Nagel angehören, verständigte sich auch auf Punkte, wie der Prozess der Wareneingangskontrolle optimal ablaufen kann. Fallbeispiele zeigen Best-Practice für die Rampe Nachzulesen sind die Lösungen jetzt in einer GS1 Anwendungsempfehlung. Sie zeigt praxisnah, wie mit Lieferabweichungen umgegangen oder die Störanfälligkeit entlang der Transportkette reduziert werden können. Beispielsweise macht die lückenlose Statusverfolgung von Sendungen auf Basis der Nummer der Versandeinheit (NVE/SSCC) und eine Dokumentation des Warenüberganges an allen Prozessschnittstellen die Transportlogistik effizienter und sicherer. Ein konkretes Fallbeispiel demonstriert den idealen Prozess zur durchgehenden Sendungsverfolgung. Es zeigt, wo und wie der Prozess gestört werden könnte, aber auch, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um elektronischen Datenaustausch zu ermöglichen. Ziel aller entwickelten Best-Practice-Szenarien ist eine einfache, reibungslose und transparente Abwicklung über alle Prozessstufen hinweg. „Die optimalen Prozesse am Wareneingang und die Möglichkeit Störrisiken zu verringern, sind erstmals klar herausgearbeitet worden. Für die erfolgreiche Umsetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette braucht es nun von allen Beteiligten die kooperative Bereitschaft an den eigenen Prozessen Veränderungen vor zunehmen. Gemeinsam lässt sich das Konfliktpotential an der Schnittstelle Rampe deutlich verringern“, ist Helge Reimers, Leiter Supply Chain Management bei der Globus SB-Warenhaus Holding GmbH& Co. KG, überzeugt.“ Die Anwendungsempfehlung „Effiziente Wareneingangsabwicklung im FMCG-Bereich“ steht für GS1 Complete-Kunden ab sofort kostenlos zum Download unter www.gs1-germany.de/gs1-solutions/supply-chain-management/ bereit. Pressebild: Der optimale Prozess für den einstufigen Wareneingang. (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 11.12.2015
Ob Verpackung, Distribution oder Category Management am Point of Sale – die digitale Transformation hat sämtliche Bereiche der Lieferkette erfasst. Für viele Unternehmen bedeutet das: Prozesse müssen angepasst und über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg effizient vernetzt werden. Einheitliche Standards und Kommunikationsstrukturen sind dafür eine wesentliche Voraussetzung. Wie es auf der Basis der GS1 Standards gelingt, Innovationen erfolgreich umzusetzen, zeigen neue Konferenzen und Seminare von GS1 Germany. Standards meet Innovation Praxiswissen aus erster Hand: Am Beispiel namhafter Unternehmen verdeutlicht die Konferenz „Standards meet Innovation“ in Köln, wie Standards dazu beitragen können, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und zugleich Investitionssicherheit zu schaffen. Unter anderem stehen am 8. März 2016 konkrete Lösungsvorschläge in den Bereichen „Forschung und Standardisierung“ sowie „Digitalisierung als Wegbereiter“ auf dem Programm. Das Angebot richtet sich branchenübergreifend an Unternehmensvertreter, die sich strategisch oder operativ mit dem digitalen Wandel auseinandersetzen – vom Geschäftsführer über den IT-Entscheider bis zum Marketing-Manager. Good Distribution Practice (GDP) für Pharma- und Medizintechnik Speziell für die Pharmabranche bietet GS1 Germany am 18. Februar 2016 erstmals ein Seminar zum Thema Good Distribution Practice (GDP) an. Vor allem Unternehmen, die Transport- und/oder Lagerdienstleistungen auslagern möchten, profitieren von den GDP-Kenntnissen. In zwei Veranstaltungs-Modulen erfahren sie, wie sie die Anforderungen an die Transport- und Lagerinfrastruktur richtig bewerten und eine erfolgreiche Auditierung nach GDP durchführen können. Die Module bauen aufeinander auf, sind aber auch getrennt voneinander buchbar. Packaging Aktiv! zu Gast bei Villeroy & Boch Offline oder Online: Welche Anforderungen stellen die unterschiedlichen Vertriebskanäle des modernen Handels an die Verpackung und das Handling der Produkte entlang der Wertschöpfungskette? Der Workshop „Packaging Aktiv!“ am 8./9. März 2016 greift aktuelle Entwicklungen auf und gibt einen praxisnahen Einblick in Herausforderungen und Chancen. Vor Ort bei Villeroy & Boch erfahren die Teilnehmer unter anderem, wie sie mit zerbrechlichen Produkten umgehen oder Retouren managen können. Experten aus unterschiedlichen Branchen vermitteln aktuelle Lösungsansätze. Log 2016 Unbedingt vormerken sollten sich Handelslogistiker, Hersteller und Dienstleistungspartner den 12./13. April 2016. Bei der 22. Auflage des Handelslogistik Kongress Log in Köln diskutieren Experten aus allen Bereichen der Supply Chain über die aktuellen Herausforderungen der Logistik-Branche. Ein Schwerpunkt der Log 2016, die gemeinsam von EHI, GS1 Germany und Markenverband veranstaltet wird, liegt folgerichtig auf zukunftsfähigen Omnichannel-Konzepten in der Handelslogistik. Weitere Informationen: www.gs1-germany.de/gs1-academy/ Übersicht der Veranstaltungen im 1. Quartal 2016 Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 10.12.2015
Deutschland muss bei der Digitalisierung an Tempo zulegen: Das attestierte jetzt der „Monitoring-Report Wirtschaft Digital 2015“, erstellt im Auftrag der Bundesregierung. Laut Sigmar Gabriel hat ein Drittel aller Unternehmen keine Digitalstrategie. Dabei ermöglicht erst diese, moderne Services wie Onlineshops, Same-Day-Delivery oder eine vernetzte Produktion umzusetzen. Investitionen in das ‚Electronic Business‘ sind selbst bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unerlässlich, um in puncto digitaler Wandel Schritt zu halten. Doch wie sinnvoll sind die einzelnen Investments? Werden die richtigen Anwendungen genutzt? Und welche E-Business-Standards sind dabei relevant? Antworten hierauf liefert das neue Self-Assessment-Tool von eStep Mittelstand, einem Forschungsprojekt des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Basierend auf einer Selbsteinschätzung erhalten kleine und mittlere Unternehmen unabhängige Empfehlungen, mit denen sie ihr eBusiness-Know-how erweitern und Prozesse effizienter gestalten können. Das Tool kann ab sofort kostenlos online genutzt werden. eBusiness-Reifegrad ermitteln Grundlage der Selbsteinschätzung ist ein von eStep Mittelstand entwickeltes Reifegrad-Modell für E-Business. Dabei berücksichtigt das Modell nicht nur, ob und in welchem Umfang E-Business mit Geschäftspartnern umgesetzt wird, beispielsweise im Stammdatenmanagement oder durch elekt-ronischen Austausch von Daten oder Katalogen. Gemessen wird auch, wie technologisch ausgereift die interne Organisation sowie das Datenmanagement verglichen mit einem Branchendurchschnitt sind. eStep Mittelstand definierte dazu fünf Ebenen der Integration von E-Business-Standards wie GTIN, eCl@ss, EANCOM® oder BMEcat. „Die Reifegrade ermöglichen erstmals, einzelne Unternehmen mit ihrer Branche zu benchmarken und gleichzeitig einzuschätzen, wie ausgeprägt sie E-Business tatsächlich nutzen. Im Self-Assessment-Tool wird der konkrete Handlungsbedarf ermittelt, um den digitalen Wandel zu ermöglichen“, sagt Dr. Richard Joachim Lehmann, Leiter Förderprojekte bei GS1 Germany. „Bei der Digitalisierung bestimmen zu häufig noch Forderungen von größeren Geschäftspartnern die Auswahl von E-Business-Anwendungen und Standards. Dabei sollten gerade KMU im Auge behalten, an welchen Stellen sie selber von elektronischen Prozessen profitieren können.“ Das Self-Assessment-Tool gibt unabhängige Empfehlungen dazu, in welchen Geschäftsbereichen sich Investitionen in E-Business lohnen und welche Standards in der Branche dabei gebräuchlich sind. Außerdem werden nächste logische Schritte skizziert und weiterführende Informationen gegeben. Das Self-Assessment-Tool von eStep Mittelstand ist online frei zugänglich unter www.estep-mittelstand.de. Die Selbsteinschätzung dauert circa 20 Minuten. Das Ergebnis kann als PDF heruntergeladen werden. Pressebild: E-Business-Reifegrade nach eStep Mittelstand (Quelle: Projekt „eStep Mittelstand“, gefördert vom BMWi) Über eStep Mittelstand eStep Mittelstand steht für „Modulare Lösungen für den Mittelstand zur Stärkung der eigenständigen Integra-tion von E-Business-Standards in komplexe Lieferketten-Prozesse“. Das Proiekt ist Teil der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. eStep Mittelstand unterstützt gezielt kleine und mittlere Unternehmen sowie das Handwerk, moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu entwickeln und anzuwenden. Beteiligt sind das Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. (FIR) an der RWTH Aachen, der eCl@ss e.V., die GRÜN Software AG, die GS1 Germany GmbH sowie die tapas GmbH. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de