Veröffentlicht am 02.12.2019
Zunehmende Produktvielfalt, Kundenzentrierung und wachsender E-Commerce gekoppelt mit Regulationen durch den Gesetzgeber stellen hohe Anforderungen an das Management von Produktstammdaten in Industrieunternehmen. Und auch der Konsument fordert vor seiner Kaufentscheidung immer mehr Informationen zu Produkten. Da bleibt es nicht folgenlos, wenn die Qualität der Produktstammdaten nicht stimmt. Daher haben Industrie- und Handelsunternehmen gemeinsam auf der Kollaborationsplattform von GS1 Germany eine Lösung für alle Marktteilnehmer entwickelt: den Datenqualitätsservice Data Quality Excellence (DQX). DQX prüft die Produktstammdaten auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Konsistenz sowie auf Einhaltung regulatorischer Vorgaben zum einen maschinell mithilfe automatisierter Validierungsregeln und zum anderen mittels einer manuellen Sichtprüfung von Daten und Produktbild, zunächst für die Sortimentsbereiche Food und Near-Food. „DQX zertifiziert die Qualität der Produktstammdaten im GDSN-Datenaustausch als eine ‚neutrale‘ Instanz und trägt somit dazu bei, die Konsumentenerwartungen besser zu erfüllen und Reklamationen über Datenqualitätsprobleme zwischen Handel und Hersteller zu reduzieren“, begründet Norbert Wielens, DACH IT Leader, Procter & Gamble, das Engagement des Unternehmens bei dem Aufbau des Datenqualitätsservice. Gekennzeichnet und gleichzeitig testiert werden die geprüften Produktstammdaten durch das DQX Siegel. Rot besiegelte Datensätze zeigen dem Händler einen Qualitätsmangel an, über den der Dateneinsteller mittels eines Reports informiert wird und die Korrektur vornehmen kann. Grün besiegelte Daten gelten als korrekt und werden durch den Händler ohne Vorbehalte übernommen. Bilaterale Abstimmungen lassen sich so signifikant reduzieren und Reklamationen sowie Rechnungskürzungen vermeiden. Gleichzeitig können B2B2C-Prozesse optimiert und der Informationsumfang der Artikelpässe reduziert werden. „Mit DQX wird das Bestreben von Industrie und Handel, exzellente Datenqualität entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zum Konsumenten sicherzustellen, konsequent weiterentwickelt“, so Sylvia Heidorn, Manager Customer Logistic Development & Customization Central Europe, Mondelez Deutschland. Dass diese Entwicklung richtig und notwendig ist, zeigen überraschende Erkenntnisse aus der Pilotphase von DQX: Über den Abgleich von Produktstammdaten aus dem GDSN mit den Referenzwerten auf den Produkten, wurden durch die Sichtprüfung bei vielen Attributen Abweichungen deutlich – und das bei Industrieunternehmen, die sich selbst eine gute Datenqualität attestieren. Besonders kritisch: Knapp 70 Prozent der Abweichungen bezogen sich auf LMIV-relevante Attribute, bei denen es aufgrund rechtlicher Vorgaben kaum Spielraum gibt, wie ‚Zutatenliste‘ und ‚Rechtlich vorgeschriebene Produktbezeichnung‘. Diese Abweichungen waren durch einen alleinigen Einsatz sogenannter Validierungsregeln nicht auszumachen, da diese vielfach nur Varianzen prüfen und weniger eine Eineindeutigkeit von Werten verifizieren können. Der Abgleich zwischen Datensatz und Produktbild mittels einer Sichtprüfung ist bei der Qualitätssicherung von Produktstammdaten folglich unabdingbar. „Unsere Teilnahme am DQX Piloten hat uns gezeigt, dass wir eine sehr gute Stammdatenqualität haben. Wir mussten aber auch feststellen, dass wir bei der textlichen Beschreibung dieser Daten, beispielsweise auf der Produktverpackung, noch Fehler machen“, rekapituliert Hermann Woebse, Head of Customer Development Operations, Unilever Deutschland. Dank der Teilnahme konnten Verbesserungspotenziale schnell und eindeutig identifiziert und bereits in die Umsetzung gebracht werden. Alle Pilotteilnehmer eint das Ziel: mit dem Datenqualitätsservice DQX dem Handel qualitätsgesicherte Produktstammdaten zur Verfügung zu stellen und den Dialog signifikant zu vereinfachen. „Durch den DQX Service von GS1 haben wir als Händler eine echte Chance, korrekte und verlässliche Artikelstammdaten im Zielmarkt Deutschland zu erhalten – dies ist schon lange überfällig“, so Michael Georgiev, Bereichsleiter Ware Zentrale Dienste, Rewe Group. Mit GS1 DQX ist das nun möglich. Early Adopters profitieren bis 31.03.2020 von einer kostenfreien Besiegelung ihrer Produkt-Neuanlagen durch den Datenqualitätsservice GS1 DQX. Weitere Informationen unter www.gs1.de/dqx . Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Julia-Verena Lerch Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln T +49 (0)221 94714 546 F +49 (0)221 94714 7546 E julia-verena.lerch@gs1.de www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 29.08.2023
Kunststoff ist ein zentraler Bestandteil der Wirtschaft und des täglichen Lebens, mit vielfältigen Vorteilen: Im Bereich der Verpackung trägt das Material zur Produktsicherheit bei und ermöglicht so beispielsweise die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Landen Kunststoffverpackungen jedoch nicht im Recycling, gehen wichtige Rohstoffe verloren, die wiederaufbereitet für neue Verpackungen zur Verfügung stünden. Shampooflaschen, Müslitüten und Co. haben oft eine komplexe Struktur aus verschiedenen Materialien. Damit Unternehmen diese im Wertschöpfungskreislauf erhalten können, benötigen sie Transparenz über Art, Herkunft und Verarbeitung der genutzten Rohstoffe. Genau diese Informationsbasis hilft, einerseits die gesetzlichen Anforderungen sowie Erwartungen von Verbraucher:innen in puncto Nachhaltigkeit erfüllen zu können und andererseits ein effizientes Recycling zur Gewinnung hochwertiger Rezyklate zu ermöglichen. Derzeit werden recyclingrelevante Informationen aus den Produktionsprozessen von Kunststoffen aber weder standardisiert erfasst noch strukturiert zur Verfügung gestellt. Um dies in Zukunft zu erleichtern und voranzutreiben, hat GS1 Germany in Zusammenarbeit mit Stakeholdern aus der Kunststoffbranche die Anwendungsempfehlung „Circular Plastics Traceability“ entwickelt. „Um ein hochwertiges Recycling und einen nachhaltigen Rohstoffkreislauf von Kunststoffverpackungen zu fördern, sind Anstrengungen aller beteiligten Akteure erforderlich“, erklärt Sarah Grede, Senior Manager Sustainability bei GS1 Germany. Gemeinsame Sprache für Rückverfolgbarkeit von Kunststoffen Ein gemeinsamer Datenrahmen ermöglicht es allen beteiligten Partnern, einheitliche Daten untereinander auszutauschen und die Rückverfolgbarkeit von Kunststoffen im Kreislaufsystem abzubilden. Das Dokument beschreibt die einzelnen Prozessschritte des Datenaustausches im Verpackungskreislauf und listet die recyclingrelevanten Informationen für den Datentransfer auf. Dabei handelt es sich um Attribute, die Einfluss auf die Erzeugung von hochqualitativen Rezyklaten oder deren Rückverfolgbarkeit in Verpackungskomponenten haben. „Dies ist ein wichtiger Grundstein für das datenbasierte Management von Materialströmen“, erklärt Benedikt Brenken, Direktor R-Cycle. „Als Entwicklungspartner und Anwender der neuen GS1 Germany Guideline bieten wir mit R-Cycle eine standardisierte IT-Infrastruktur für den Datenaustausch und die Transparenz entlang des gesamten Lebenszyklus von Kunststoffen an. Die Daten werden dabei gemäß der ‚Circular Plastics Traceability‘ Anwendungsempfehlung automatisiert gespeichert und können mit allen Teilnehmern der Wertschöpfungskette ausgetauscht werden.“ Die Anwendungsempfehlung adressiert alle am Lebenszyklus von Kunststoffverpackungen beteiligten Akteure. Besonderes Augenmerk liegt auf den Prozessschritten von Maschinenherstellern sowie deren Kunden, insbesondere für Verpackungen von Konsumgütern. Das Dokument steht in englischer Sprache kostenfrei zum Download bereit: www.gs1.de . Optimiertes Recycling durch Abbildung dynamischer Prozesse Da beispielsweise die Herstellung von Kunststoffverpackungen einen dynamischen und sich ständig ändernden Einsatz von Rohstoffen und Rezyklaten mit sich bringt, empfehlen die Expert:innen, die zugrundeliegenden Geschäftsprozessschritte über den GS1 Schnittstellenstandard EPCIS (Electronic Product Code Information Services) zu erfassen. Im Vordergrund steht hierfür die Sammlung strukturierter Informationen durch Datenerfassungspunkte in Maschinen, die im Produktions- und Recyclingprozess von Kunststoffverpackungen eingesetzt werden. Sie sind die Grundlage für primäre Lebenszyklusdaten, die Hersteller für nachfolgende Geschäftsprozesse und Handelspartner benötigen. Es wurden sechs EPCIS-Ereignisse identifiziert, um mehr Transparenz entlang der physischen Materialflüsse von Kunststoffverpackungen zu schaffen. Das entsprechende Attribute-Set zielt darauf ab, die Rezyklatqualitäten und -mengen durch verbesserte Kenntnisse über die Zusammensetzung dieses Sekundärrohstoffes zu erhöhen. Auf dieser Informationsbasis soll ein effizienteres und anwendungsorientiertes Recycling ermöglicht sowie die Mengenanteile von rezyklierten Inhalten in Kunststoffanwendungen verfolgt, optimiert und nachvollziehbar werden. „Eine gemeinsame Geschäftssprache sowie strukturierte Daten zu Beginn der Verpackungslebenszyklen bringen auch den Geschäftspartnern in den späteren Lebenszyklusstadien Vorteile. Zudem können sie zur Einhaltung von Rechtsvorschriften beitragen“, erklärt Thomas Walther, Leiter Application & Process Development beim Spritzgussmaschinenhersteller Arburg. EPCIS – Der GS1-Kernstandard für mehr Transparenz EPCIS ist zusammen mit dem dazugehörigen Datenstandard CBV (Core Business Vocabulary) der Kernstandard von GS1 zur Verbesserung der Transparenz in Unternehmen oder Wertschöpfungsnetzwerken. Vereinfacht ausgedrückt, bietet er eine gemeinsame Sprache für die Erfassung und den Austausch der so genannten EPCIS-Events, die Unternehmen Aufschluss über das Was, Wann, Wo, Warum und Wie von Objekten geben, die Geschäftsprozesse durchlaufen. Pressegrafik: Stoffstrom von Rohstoffen und Materialien im Verpackungskreislauf – vom Rohstoff bis zum Recycling (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 30.08.2024
Bestrebungen hin zu Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft sind heutzutage in vielen Unternehmensstrategien verankert. Der EU Green Deal beschleunigt diese Bestrebungen nun durch entsprechende Regulierungen und kann für manche Unternehmen zur Herausforderung werden. Die Forderung nach mehr Transparenz hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten und -leistungen beschäftigt Unternehmen täglich: Kund:innen interessieren sich für Herkunft und Umweltauswirkungen von Produkten, Investoren fordern Details zu möglichen Umweltrisiken und Gesetzgeber definieren Anforderungen an die Unternehmensberichterstattung, Sorgfaltspflichten in Lieferketten und Konsumentenkommunikation. EU Green Deal treibt Nachhaltigkeitsaktivitäten von Unternehmen voran Zu solchen Anforderungen zählen beispielsweise die EU Deforestation Regulation (EUDR) und die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Die EUDR ist eine Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten und tritt am 30. Dezember 2024 in Kraft. Bei der CSRD handelt es sich um eine EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Unternehmen dazu verpflichtet, regelmäßige Reports über ihre sozialen und ökologischen Risiken zu veröffentlichen. Vorangetrieben werden diese Anforderungen durch den EU Green Deal, dessen übergeordnetes Ziel die Erreichung der Klimaneutralität der EU bis zum Jahr 2050 ist. Keine leichte Aufgabe für Unternehmen, denn der Zeitraum für die Umsetzung ist kurz und die Vorgehensweise teilweise unklar. Parallele Anfragen mit unterschiedlichen Herangehensweisen an die Lieferkettenteilnehmer können zu vermeidbarer Mehrarbeit führen. Zudem spielt die wachsende Komplexität von unternehmensübergreifendem Datenaustausch eine große Rolle. Denn die benötigten Auskünfte können in den meisten Fällen nicht von einem Unternehmen allein gegeben werden. Damit die Informationen aussagekräftig sind und eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Unternehmen gewährleistet werden kann, bedarf es außerdem einheitlicher Definitionen, Mess- und Berechnungsvorgehen. Um diese Herausforderungen zu meistern, müssen Unternehmen kooperieren und einen gemeinsamen Ansatz verfolgen. „Hier kommt das GS1 Programm Data for Sustainability zum Einsatz. Mit dem Programm bietet GS1 Germany als Plattform und Multiplikator einen kollaborativen Lösungsansatz“, erklärt Christian Przybilla, Programmleiter und Lead Master Data and Data Exchange bei GS1 Germany. Er fügt hinzu: „Ziel des Programms ist die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache auf Basis von GS1 Standards für Nachhaltigkeitsinformationen, die die Transformation innerhalb der Unternehmen ermöglicht und kooperative Ansätze über die Unternehmensgrenzen hinweg vereinfacht.“ Das Data for Sustainabiity Programm ist auf mehrere Jahre ausgerichtet. Konkret geplant ist bisher die aktuell laufende Phase 1, in der die EUDR und CSRD behandelt werden. Mehr als 30 Vertreter aus der FMCG-Branche sowohl aus Industrie als auch Handel und Dienstleistung sind beteiligt. Darunter namhafte Unternehmen wie dm-drogerie markt GmbH & Co. KG, REWE Group Buying GmbH, Henkel AG & Co. KGaA oder Alfred Ritter GmbH & Co. KG. „Händler können seit 2019 den Rezyklatanteil in Verpackungen am POS hervorheben. Dadurch wurden nachweislich nachhaltigere Verpackungen gefördert. Dies wurde durch die Implementierung des Datenattributs ‘Recycling-Materialanteil‘ im GDSN erreicht. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie wichtig die Datenstandardisierung ist, um den gesamten Wertschöpfungsprozess effektiv hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu transformieren. Deshalb setzen wir uns weiterhin aktiv in diesem Bereich ein“, berichtet Dagmar Glatz, Produktmanagement, Nachhaltigkeit/Verpackungen bei dm-drogerie markt. Dr. Arndt Scheidgen, Director Product Stewardship, Henkel Consumer Brands erklärt: „Wir halten die Teilnahme am GS1-Programm „Data for Sustainability“ (D4S) für essenziell, weil derzeit sehr viele Gesetzgebungen in Kraft treten oder in Vorbereitung sind, die ein Zusammenspiel aller Akteure der Lieferkette erfordern. Jeder Akteur ist dabei auf belastbare Nachhaltigkeitsdaten der vorgelagerten Lieferkette und auf eine standardisierte Übertragung angewiesen. Nachhaltigkeitsdaten sind das größte Arbeitsfeld von Industrie und Handel in den 2020er Jahren.“ Nach CSRD und EUDR stehen weitere EU Green Deal Verordnungen auf dem Plan Für das Jahr 2024 konzentriert sich Data for Sustainability zunächst auf die EU Green Deal Verordnungen EUDR und CSRD . In einem ersten Arbeitspaket werden relevante, unternehmensübergreifende Datenpunkte semantisch beschrieben, um ein gemeinsames Verständnis mit Fokus auf die FMCG-Branche zu schaffen. Anschließend sollen die Datenpunkte in die jeweils passenden GS1 Standards zur Weitergabe zwischen den Partnern in der Supply Chain gemappt werden. Fehlen Angabe-Möglichkeiten in den GS1 Standards, sollen diese in die globalen Standards aufgenommen werden. Perspektivisch steht eine Automatisierung durch Digitalisierung im Vordergrund, die eine langfristige Steigerung der Nachhaltigkeitsperformance innerhalb von Unternehmen ermöglicht. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 27.06.2017
Durch verbesserte Produktinformationen können Handel und Industrie enorme Einsparungen erzielen. Fehlerhafte Stammdaten – das hat eine Studie des Marktforschungsinstituts Gartner ergeben – kosten die Top-Unternehmen aus Handel und Industrie durchschnittlich 8,2 Millionen US-Dollar pro Jahr. Grund genug für GS1 Germany mit seinem Tochterunternehmen Smart Data One die Qualität der Stammdaten genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis: Fast 50 Prozent aller Produktinformationen sind fehlerhaft. Daraus folgen unter anderem Zeitverluste im Vertrieb und bei der Listung von Produkten, ineffiziente Logistikprozesse sowie falsche oder unvollständige Informationen für Verbraucher. Gemeinsam mit Smart Data One und 1Worldsync steuert GS1 Germany dagegen. Im vergangenen Jahr haben die Unternehmen eine beispiellose Datenqualitätsoffensive ins Leben gerufen, an der sich namhafte Industrie- und Handelsunternehmen wie Amazon, Beiersdorf, dm, Dr. Oetker, Edeka, Henkel, Markant, Mars, Metro, Mondelez, Nestlé, Rewe sowie Procter & Gamble und Unilever beteiligt haben. Ihrer Bereitschaft zur Kooperation, dem starken Commitment des Aufsichtsrats von GS1 Germany und einer strukturierten Vorgehensweise in allen Phasen des Projekts ist es zu verdanken, dass das „Data Quality Gate“ als großer Erfolg gewertet werden kann und jetzt flächendeckend ausgerollt wird. Data Quality Gate: Pilotprojekt bringt deutliche Verbesserungen Ein wesentliches Element der Datenqualitätsoffensive sind klare und einheitliche Regeln für die Prüfung der Produktdaten. So wurden erstmals Berechnungsmethoden auch auf Basis der künstlichen Intelligenz entwickelt, mit denen sich die Vollständigkeit, Konsistenz und Richtigkeit von Daten objektiv feststellen lässt. Möglich macht dies ein Softwaresystem, das die Produktdaten automatisiert auf Basis der Validierungsregeln prüft. Zudem führen die Experten von Smart Data One eine Sichtkontrolle durch, erstellen Prüfberichte und identifizieren mögliche Fehler ganz konkret. Durch den aktiven Support der Experten sind die Industriepartner in der Lage, ihre Stammdaten nachhaltig zu verbessern. Die Zahlen sprechen für sich: In der dreimonatigen Pilotphase mit 200 Lieferanten und 18.000 Artikeln lautete die Aufgabe zunächst, die Qualität der 40 verpflichtenden Angaben im Rahmen der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) deutlich zu verbessern. Immerhin 91 der 200 Lieferanten konnten die Fehlerquote bei den LMIV-relevanten Attributen mithilfe des Data Quality Gate auf null Prozent gemäß der neuen Validierungsregeln senken. Im Rahmen des Pilotprojekts konnte die Anzahl der ursprünglich 10.250 fehlerhaften Artikel somit um 5.600 reduziert werden. Dies entspricht einer Qualitätssteigerung der Artikelstammdaten von 54 Prozent. Systematische Qualitätsprüfung für 2.500 Unternehmen des 1WorldSync-Datenpools Über die nächste Stufe der Datenqualitätsoffensive hat der Aufsichtsrat von GS1 Germany bereits entschieden: Seit Mai 2017 wird das Data Quality Gate auf weitere 2.500 Industrieunternehmen ausgeweitet, die ihre Produktdaten über den Datenpool von 1Worldsync bereitstellen. Mit einer Anschubfinanzierung von ca. 3 Millionen Euro unterstützt GS1 Germany den Roll-Out und den Start des Regelbetriebs. In einem nächsten Schritt soll die Anzahl der geprüften Attribute allein im Bereich FMCG von derzeit 40 auf 500 ausgeweitet werden. Aber auch andere Wirtschaftsbereiche, wie z.B. die DIY- oder Healthcare-Branche, sollen von dem neuen Konzept profitieren. Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany, ist von der erfolgreichen Umsetzung überzeugt: „Qualitativ hochwertige Produktinformationen haben sich zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor über alle Branchen hinweg entwickelt. Ohne vertrauenswürdige Daten ist im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung kein Unternehmen mehr handlungsfähig. Das Data Quality Gate ist der Schlüssel zum Öl des 21. Jahrhunderts.“ Die Anwendungsempfehlung „Datenqualität im deutschen GDSN-Zielmarkt sichern“ steht unter www.gs1-germany.de/gs1-solutions/stammdaten/data-quality-gate/ zur Verfügung. Unternehmen, die an der Nutzung des Data Quality Gate interessiert sind, können sich an Smart Data One wenden: dqg@smartdataone.de Pressebilder: Häufigste Fehler in den Artikelstammdaten 91 Hersteller lieferten nach dem Pilotzeitraum des Data Quality Gates fehlerfreie Artikeldaten 5.600 der identifizierten fehlerhaften Artikelstammdaten konnten im Pilotzeitraum des Data Quality Gates korrigiert werden (Quelle: Smart Data One) GS1 Germany unterstützt Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1 Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und zur standardisierten elektronischen Kommunikation (EDI). Im Fokus stehen außerdem Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response) und Trends wie Mobile Commerce, Multichanneling, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit. GS1 Germany gehört zum internationalen GS1 Netzwerk und ist nach den USA die zweitgrößte von mehr als 110 GS1 Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter sind das EHI Retail Institute und der Markenverband. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 09.09.2014
GS1 Germany gibt den Startschuss zum zweitägigen Treffen der Top-Entscheider aus Industrie und Wirtschaft am 10./11. September in Nürnberg. Beim Rennen um Märkte und Umsätze präsentiert der ECR Tag unter dem Motto „Konsum im Wandel – anybody. anytime. anywhere“ die schnellsten Wege zum Kunden. Warum in der Konsumgüterbranche ähnliche Spielregeln gelten wie im Rennsport, beschreibt Formel-1-Experte Florian König. Weiterhin diskutieren rund 800 Teilnehmer und etwa 100 Referenten bei 70 Vorträgen in 13 Foren unter anderem die rasanten Veränderungen durch Smartphone & Co. So will der Kunde beim Einkauf zu jeder Zeit, an jedem Ort und auf allen Kanälen rundum informiert werden. Das ist eine große Herausforderung für die Unternehmen der Branche. Zusätzlichen Druck erzeugt die EU Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV). Sie verlangt ab dem 13. Dezember 2014 transparente Informationen für die Verbraucher. „Die Umsetzung der LMIV bereitet vielfältige Probleme, weil Durchführungsvorschriften fehlen. Leider ist auch zu erwarten, dass Informationsfehler ab dem Stichtag sofort wettbewerbsrechtlich abgemahnt werden, was mit hohen Kosten verbunden sein kann“, warnt der Lebensmitteljurist Dr. Markus Grube, Leiter der Gesprächsrunde Verordnete Transparenz auf dem ECR Tag. Weitere Vorträge zum Beispiel von Unilever, Procter & Gamble, Deutsche Post oder Rewe befassen sich mit den Themen Category Management, Nachhaltigkeit sowie Handelslogistik: Wie helfen neue Ladenkonzepte dem Kunden und steigern den Umsatz? Welche Lieferkonzepte sorgen für weniger Verkehr auf der Straße? „Der ECR Tag von GS1 Germany bietet eine erstklassige Gelegenheit sich zu den aktuellen Themen und Lösungen für Probleme mit allen relevanten Größen der Branche auszutauschen. Die Konsumgüterwirtschaft erhält hier die neusten Impulse für den Erfolg“, sagt Jürgen Fletemeyer, Head of Customer Develop-ment/Service bei der Beiersdorf AG. „Hochkarätiges Networking und inhaltlicher Austausch bringt die Branche insgesamt voran.“ Der zweitägige Kongress zu Efficient Consumer Response (ECR) findet im NCC Ost, Nürnberg Convention Center, am 10. und 11. September 2014 statt. Alle Informationen zum Kongress wie Vorträge, Workshops und Programm: http://www.ecrtag.de/ Abbildung: ECR Tag 2014 in Nürnberg. Führendes Branchentreffen der Top-Entscheider der Konsumgüterwirtschaft (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Karim Moustafa Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln, Germany Tel.: + 49 221 94714-526, Fax: + 49 221 94714-7526 E-Mail: moustafa@gs1-germany.de
Zugegeben, ganz ausgereift ist das Metaverse noch nicht. Aber schon jetzt ist klar: Es eröffnet dem Handel Geschäftsmodelle, die es so noch nie gab.
Veröffentlicht am 16.11.2011
Die Metro Group bietet im real,- Future Store in Tönisvorst die Möglichkeit, Einkäufe kontaktlos und per Funk zu bezahlen. Bei diesem Praxistest werden erstmals Standardisierungsansätze der GS1-Arbeits¬gruppe „Mobile Payment“ eingesetzt. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung eines branchen-übergreifenden und einheitlichen Bezahlverfahrens auf Basis von NFC (Near Field Communication), das national wie international einsetzbar sein soll. „Viele Unternehmen experimentieren derzeit mit der Technik des kontaktlosen Bezahlens, wir erleben einen regelrechten Wettlauf der Systeme“, erklärt Dr. Gerd Wolfram, Mitglied der Geschäftsführung der Metro Systems und Projekt¬leiter der Metro Group Future Store Initiative. Die Metro Group hatte die NFC-Technologie bereits seit 2008 im Future Store erfolgreich getestet. „Uns geht es jetzt darum, weg von Insellösungen hin zu einem Standard zu kommen, der branchenübergreifend einsetzbar ist – unabhängig von Anbieter, Plattform und Geräten“, so Dr. Gerd Wolfram, Geschäftsführer der Metro Systems. „Das Bezahlen per Funk muss für den Kunden genauso einfach sein wie das Bezahlen mit der Kreditkarte, sonst wird es sich nicht durchsetzen“, ergänzt Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Das Pilotprojekt im real,- Future Store setzt Maßstäbe für die Zukunft des kontaktlosen Bezahlens und ist somit für die weitere Einführung des Standards ein wichtiger Meilenstein. So können wir in der Praxis zeigen, wie sicher und komfortabel das Bezahlen per Funk ist.“ Beim kontaktlosen Bezahlen im real,- Future Store müssen Kunden lediglich eine entsprechend ausgestattete NFC-Karte, wie beispielsweise eine Payback Maestro-Karte, an ein Lesegerät an der Kasse halten. Der zu zahlende Betrag wird dann automatisch vom Konto abgebucht. Für Beträge über 25 Euro ist zusätzlich die Eingabe einer PIN erforderlich. Im nächsten Schritt soll die Technologie auch in Smartphones integriert werden, sodass der Kunde nur noch sein Handy als Portemonnaie bei sich tragen muss. Das neue Bezahlverfahren wird nun auf seine Praxistauglichkeit getestet und kontinuierlich ausgewertet. Nach Abschluss der Testphase prüft die Metro Group die Möglichkeit einer operativen Einführung in ihren Märkten. Die 2002 gegründete METRO GROUP Future Store Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, den Modernisierungsprozess der Handelsbranche voranzutreiben und praxistaugliche Konzepte für das Einkaufen von morgen zu entwickeln. Zahlreiche Partner aus IT- und Konsumgüterindustrie der Dienstleistungsbranche und der Wissenschaft sind in dem Verbund zusammengeschlossen. Zu den Partnern gehören unter anderem SAP, Intel, IBM, T-Systems und Cisco Systems sowie ein Konsortium, bestehend aus Fujitsu und Siemens. Die zentrale Plattform der METRO GROUP Future Store Initiative ist der im Mai 2008 eröffnete real,- Future Store in Tönisvorst. In dem SB-Warenhaus der Zukunft testen die Partner neue Technologien und Konzepte unter realen Bedingungen und entwickeln diese zur Marktreife weiter. Weitere Informationen unter www.future-store.org GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 07.05.2015
Seit Jahrzehnten werden Artikeldaten zwischen Händlern und Herstellern der DIY-Branche via Excel bilateral ausgetauscht. Was früher der Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerb diente, behindert heute im Online-Zeitalter: Zu viele Ressourcen, unstimmige Produktinformationen bis hin zu Lieferfehlern sind die Folge. Auch für Online-Shops sind die Daten oft ungeeignet. Für Händler hieß das doppelter Aufwand bei der Datenpflege. Um die DIY-Branche fit zu machen für Multichannel startet im Mai eine breitangelegte Produktdaten-Umsetzungsinitiative unter dem Dach von GS1 Germany. Obi und Toom beginnen mit dem Pilotpartner Gardena sowie einer großen Zahl weiterer Lieferanten: Die Unternehmen tauschen Produktinformationen künftig standardisiert über den Datenpool von 1Worldsync aus. „Der standardisierte Austausch von Produktinformationen bedeutet für die Branche das Ende des Excel-Wahnsinns“, ist Tobias M. Koerner, Vice President Global Sales bei Gardena überzeugt. „Baumärkte haben im Schnitt über 100.000 Artikel im Sortiment, weit mehr als der klassische Lebensmitteleinzelhändler. Insgesamt enthält GDSN für die Branche rund 230 Attribute vor. Komplexe Artikel wie Rasenmäher müssen mit bis zu 50 Attributen beschrieben werden. Heute hat niemand mehr die Ressourcen, um für 20 bis 30 Händler individuelle Artikelpässe auszufüllen“, so Koerner weiter. „Verbraucher entscheiden sich nicht auf Basis von Produktinformationen für den einen oder anderen Baumarkt, für online oder stationär. Im Gegenteil: Sie erwarten zuverlässige, transparente, qualitativ hochwertige und aktuelle Informationen in allen Kanälen“, fasst Jochen Ludwig, Geschäftsführer Obi Corporate Center die Herausforderung zusammen. Möglich wurde die Umsetzungsinitiative durch einen gemeinsamen B2B-Standard für den elektronischen Austausch von Produktdaten inklusive Gefahrgut- sowie Gefahrstoffangaben. Eine Arbeitsgruppe führender DIY-Händler und Industrieunternehmen hat sich erstmals unter dem Dach von GS1 Germany darauf verständigt, wie diese Informationen über den Datenpool von 1Worldsync ausgetauscht werden sollen. Der Pool ist an das Global Data Synchronization Network (GDSN) angeschlossen, ein Verbund von weltweit 30 zertifizierten Datenpools. Damit entfällt für die Unternehmen nicht nur der bilaterale Datenaustausch, sondern ermöglicht auch weltweite Kommunikation zwischen Handels- und Industrieunternehmen. Das GDSN ist außerdem in der Lage, Daten in Echtzeit sowohl an stationäre Händler als auch an Online-Shops weiterzugeben. „Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass Verbraucher auf allen Kanälen sichere und verlässliche Produktinformationen erhalten“, erklärt Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Sie sind der Grundstein, um im nächsten Schritt Herkunft und Nachhaltigkeit transparenter zu machen. Denn auch der Baumarktkunde will heute wissen, wo das Holz herkommt, das er auf seiner Terrasse verbaut“, so Pretzel weiter. Unternehmen, die jetzt mit dem elektronischen Produktdatenaustausch starten, erhalten von GS1 Germany als auch von 1Worldsync ein umfangreiches Informationspaket zur Umsetzung. Beim Erfassen und Validieren der Daten unterstützt die GS1 Germany-Tochter Smart Data One umfassend mit ihren Services. Die DIY-Anwendungsempfehlung für GDSN inklusive der Basisattribute für das Listungsgeschäft steht GS1 Complete Kunden von GS1 Germany ab sofort kostenfrei zum Download zur Verfügung unter: https://www.gs1-germany.de/gs1-solutions/stammdaten/ Pressebild: Der Austausch von Stammdaten über GDSN ersetzt künftig Artikelpässe in Excel (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 14.08.2014
Industrie und Handel stehen mit dem Rücken zur Wand. Die EU-Lebensmittelinformations-Verordnung 1169/2011 (LMIV) fordert mit dem 13. Dezember 2014 umfassende Angaben, doch vier Monate vorher sind die meisten Lebensmittellieferanten noch nicht bereit. „Mit unvollständigen oder fehlerhaften Produktinformationen setzt die Branche nicht nur das Vertrauen der Verbraucher aufs Spiel; sie riskiert auch ernste rechtliche Konsequenzen bis hin zu Verkaufsverboten“, warnt Edeka-Vorstand Dr. Michael Wulst. „Für Zehntausende von Produkten müssen viele wichtige Informationen zusätzlich aufbereitet, erfasst und termingerecht in höchster Qualität zur Verfügung gestellt werden, damit diese rechtskonform einsetzbar sind“, ergänzt Michael Friebel, Head of Information and Data Management DACH bei Unilever. „Ich bin überzeugt, dass sich die Mühe lohnt und jeder Hersteller von Industrie- und Eigenmarken die Herausforderungen meistern wird, wenn nicht allein dann auf jeden Fall mit Hilfe der LMIV-Initiative der GS1“, konstatiert Stephan von Seydlitz, Bereichsleiter Stammdaten-Management bei der Rewe Group. „Letztlich zahlt diese Arbeit nicht nur auf rechtliche Anforderungen, sondern auch auf Verbrauchervertrauen und Nachhaltigkeit ein“, so von Seydlitz weiter. Vor diesem Hintergrund forcieren GS1 Germany, 1Worldsync und Smart Data One ihre Aktivitäten und starten eine gemeinsame Initiative, die alle Services und Lösungen für ein LMIV-konformes Stammdatenmanagement bündelt. Ziel ist es, Unternehmen umfassend durch die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zu begleiten. Auf der Website www.lmiv-services.de oder auch an der Experten-Hotline 02 21 / 300 61 888 erfahren Hersteller und Händler, wie sie ihre individuellen Anforderungen aus der LMIV erfüllen. Per Online-Analyse wird der Status quo ermittelt. Weiterführende Informationen, Tools und Ansprechpartner stehen auf einen Blick zur Verfügung. „Mit der Initiative geben wir den Unternehmen die Möglichkeit, das sehr komplexe Thema bestmöglich anzugehen“, erläutert Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Berücksichtigt wird hier außerdem die GDSN-Migration. Sie ist eine Voraussetzung zur Erfüllung der LMIV, da nur hier – im Gegensatz zum Sinfos-Pool – die zusätzlichen Attribute eingepflegt werden können“, sagt Pretzel. Die Grundlage für die umfassende Erfüllung der LMIV hatte GS1 Germany bereits 2012/2013 geschaffen: Gemeinsam mit Rechts- und Datenexperten aus Industrie und Handel wurden die Anforderungen der LMIV in Bezug auf rele-vante Stammdaten im GDSN (Global Data Synchronization Network) analysiert und die Ergebnisse in einer LMIV-GDSN-Mappingtabelle veröffentlicht. Der Artikelstammdatenpool der 1Worldsync wurde entsprechend aufgerüstet und die Kunden sind zur Migration in GDSN aufgefordert. Abbildung: Screenshot der Webseite www.lmiv-services.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Wagner Abteilungsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-7543 E-Mail: wagner@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 01.06.2011
Das Consumer Goods Forum hat Nachhaltigkeit als eine der größten Notwendigkeiten für die Konsumgüterbranche identifiziert und treibt die Entwicklung einheitlicher Standards in diesem Bereich voran. Mehr als 650 Händler, Hersteller und Dienstleister aus 70 Ländern arbeiten in der internationalen Organisation zusammen – seit 2011 bringt auch GS1 Germany sein Know-how mit ein. So zum Beispiel im „Global Packaging Project“: Die Projektpartner haben einheitliche Kennzahlen definiert, mit denen sich die Nachhaltigkeit von Verpackungen messen lässt. Diese Key Performance Indicator, kurz KPI, beinhalten zum Beispiel Angaben über Verpackungsgewicht, Wasserverbrauch, Schadstoffe, Wiederverwertbarkeit bis hin zu Faktoren wie Kinderarbeit und Sicherheitsstandards bei der Produktion. Der Kriterienkatalog, der bislang mehr als 50 verschiedene ökologische, ökonomische und soziale Indikatoren beinhaltete, hat nun den Versionsstand 2.0 erreicht. „Die Praxis in unseren Pilotprojekten ergab, dass lediglich 34 von 50 Metriken wirklich genutzt werden. Die Reduktion des Katalogs war somit ein wichtiger Schritt in Richtung Alltagstauglichkeit“, erläutert GS1 Advisory Board Mitglied und Henkel-Manager Franz Speer. Für Handel und Industrie schaffen diese einheitlichen Metriken die Ausgangsbasis für nachhaltige Optimierungen in der Supply Chain. Möchte beispielsweise ein Hersteller das Papiergewicht seiner Produktverpackungen reduzieren, um positiv auf den CO 2 -Ausstoß einzuwirken, oder auch auf eine Umverpackung verzichten, um beispielsweise Shelf Ready Packaging zu realisieren, kann er die entsprechenden Verpackungs-Kennzahlen zur Diskussion mit seinen Handelspartnern nutzen. Beide sprechen die gleiche „Sprache“ – das vereinfacht und beschleunigt positive Veränderungen. Zum Austausch der entsprechenden Kennzahlen könnte die bestehende Infrastruktur des Global Data Synchronization Network GDSN dienen. GS1 Germany treibt die Entwicklungen in diesem Bereich voran und veranstaltet aus diesem Grund gemeinsam mit dem EHI Retail Institut zum vierten Mal in Folge die Pack – den Packaging Kongress für Handel und Konsumgüterindustrie. Die diesjährige Pack findet am 28. und 29. Juni 2011 im Dorint an der Messe Köln statt. Weitere Informationen unter www.gs1-germany.de . GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de