Veröffentlicht am 11.09.2017
Geht es nach der Europäischen Zentralbank, könnte das Verfahren Sepa Instant Payments schon Ende 2017 bei ersten Banken laufen. Mit dieser Methode sind Überweisungen in Echtzeit möglich. Das funktioniert bei Transaktionen von einer Person zur anderen (Person-to-Person), bietet aber auch Potenzial für den Handel. GS1 Germany bat in der ersten Jahreshälfte 37 große stationäre und Online-Handelsunternehmen, die Chancen und Herausforderungen einzuschätzen, die das neue Zahlverfahren mit sich bringt. Fazit: Händler erwarten mehr Schnelligkeit, weniger Kosten und das Ende des risikobehafteten Lastschriftverfahrens. Der Handel ist von den Vorteilen der Sepa Instant Payments überzeugt. „Die große Mehrheit schätzt, dass Gutschriften sofort erfolgen, Interchange-Gebühren wegfallen und das Geld garantiert verfügbar ist“, erklärt Ercan Kilic, Abteilungsleiter Mobile Commerce + Financial Services bei GS1 Germany. „Bei Überweisungen und Lastschriftverfahren liegen meist zwei bis drei Tage zwischen dem Bezahlen und dem Zeitpunkt, an dem das Geld auf dem eigenen Konto eingetroffen ist. Bis dahin gehen Händler in das Risiko, dass ein Konto nicht gedeckt ist oder der Kunde eine Zahlung zurückruft“, so Kilic. Bei Sepa Instant Payments entfallen diese Risiken. Handel und Banken setzen auf gemeinsame Standards Mehr als die Hälfte der Händler geht davon aus, dass Sepa Instant Payments das Ende des Lastschriftverfahrens einläuten. Am stationären Point of Sale könnte das für Kunden bedeuten, dass es keine Maestro/ec-Kartenzahlung mit Unterschrift mehr gibt. „Stattdessen wird dann das Mobiltelefon gezückt und per Klick eine Echtzeitüberweisung angestoßen“, ist Kilic überzeugt. Damit das möglich wird, sind allerdings noch einige Hausaufgaben auf Seiten des Handels und der Banken zu erledigen. In der Befragung von GS1 Germany waren sich alle Händler einig, dass es ohne Standards nicht geht. Daher haben sich die am Paymentprozess beteiligte Banken und Händler bereits Anfang 2017 gemeinsam mit GS1 Germany getroffen und drei Arbeitsgruppen mit dem Ziel ins Leben gerufen, Standards für die verschiedenen Prozesse zu vereinbaren. Im Fokus stehen dabei Standards für die Schnittstellen „Handel – Geschäftsbank“, „Mobiltelefon – Kassenterminal/System am POS“ sowie „Mobiltelefon des Verbrauchers – Hausbank des Verbrauchers (App)“. Eine erste Version der Schnittstellenbeschreibungen soll bis Ende 2017 vorliegen. Sepa Instant Payments müssen vor allem einfach sein Doch nicht nur vorhandene Standards und die Ausstattung mit der passenden Technologie entscheiden darüber, ob sich Echtzeitzahlungen durchsetzen. „Am Ende hat es der Konsument in der Hand“, gibt Kilic zu bedenken. „Über die Hälfte der Händler sehen sich in der Pflicht, die Kommunikation zum Endkunden gemeinsam mit den Banken zu treiben. Verbraucher müssen über die Vorteile und das Verfahren von Sepa Instant Payments aktiv informiert werden.“ Die Erfahrung mit anderen im Handel eingeführten Zahlverfahren zeigt auch, dass Sepa Instant Payments in erster Linie einfach sein müssen, damit sie angenommen werden. Dieser Herausforderungen stellen sich Handel und Banken gemeinsam auf der Plattform von GS1 Germany. Am 13. und 14. September 2017 informiert GS1 Germany auf der dmexco in Köln über Möglichkeiten, sich über Mobile Commerce und Sepa Instant Payments mit anderen Unternehmen auszutauschen und an Standards zu arbeiten: dmexco, KölnMesse, Halle 7.1, Gang E, Stand Nr. 045. Pressebild: Infografik „Händlerbefragung Sepa Instant Payments – 10 Kernergebnisse“ (Bildquelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 22.04.2015
Nachhaltiger Konsum steht hoch im Kurs. Doch was steckt wirklich hinter Werbebotschaften wie „ökologisch“, „klimaneutral“ oder „kompostierbar“? Welche der Begriffe sind überhaupt für die Kommunikation geeignet? Vielen Verbrauchern, aber auch Unternehmensvertretern, ist dies nicht klar, denn bislang mangelt es oft an Transparenz und eindeutigen Definitionen. Im Rahmen der Konferenz „Sustainability – Wege zum nachhaltigen Markenerfolg“ hat GS1 Germany jetzt eine praxistaugliche Anleitung für alle Unternehmen vorgestellt, die mit einer verantwortungsvollen Produktpolitik punkten möchten. Erstmals haben sich Vertreter aus Industrie und Handel gemeinsam darauf verständigt, wie Begriffe rund um das Thema Nachhaltigkeit korrekt und sinnvoll eingesetzt werden sollten, damit sie nicht zu Missverständnissen beim Verbraucher führen. Neben einer allgemeinen Einführung zur Nachhaltigkeitskommunikation bietet das interaktive Dokument ein übersichtliches, nach Kategorien wie „Treibhausgasemissionen“, „Energie“ und „Ressourcen“ gegliedertes Glossar. In Tabellenform sind alle wichtigen Botschaften aufgeführt, die derzeit zur Beschreibung von Produktnachhaltigkeit verwendet werden. Die Nutzer erfahren, wie die einzelnen Begriffe definiert sind, wo sie zum Einsatz kommen und was es zu beachten gilt, damit sie vom Verbraucher richtig verstanden werden. Zudem verweisen Direkt-Verlinkungen auf die jeweils wichtigsten Quellen. „Die Marketingmanager erkennen auf einen Blick, auf welchen Fakten eine Aussage basiert und ob die Definition wasserdicht ist“, so Andreas Zöppig, Sustainability Manager bei Lorenz Snack-World. „Die Empfehlung bündelt Anforderungen führender globaler, europäischer und nationaler Standards – ein neuartiges Tool, das Händlern und Herstellern hilft, glaubhaft und verständlich mit Unternehmenspartnern und Konsumenten zu kommunizieren.“ Das Dokument „Nachhaltigkeit von Produkten richtig bewerben – ein Leitfaden von A bis Z“ steht für interessierte Unternehmen kostenlos zum Download zur Verfügung unter www.gs1-germany.de/gs1-solutions/nachhaltigkeit/richtige-produktkommunikation/ Hintergrundinformation "Nachhaltigkeit - genau genommen" Pressebild: Nachhaltigkeits-Botschaften richtig kommuniziert, schafft Klarheit beim Verbraucher (Bildquelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7347 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 10.09.2013
Wie Shopper Marketing in Deutschland und in Österreich von Unternehmen gelebt wird, zeigt jetzt die neue Studie der Hochschule RheinMain und GS1 Germany. Dazu wurden ca. 300 Industrie- und Handelsunternehmen der Konsumgüterbranche befragt. „Dadurch ist es gelungen, wertvolle Erfahrungen aus der Praxis mit der organisatorischen Einbindung von Shopper Marketing in den Unternehmen zu gewinnen. Wir haben aufschlussreiche Informationen zu der Durchführung, dem Nutzen und der Zukunft von Shopper Marketing gesammelt und aufbereitet“, erklärt Prof. Susanne Czech-Winkelmann von der Hochschule RheinMain. Die Kernergebnisse der Studie „Shopper Marketing – Best Practice und Benchmarks“ lauten: Für rund 73 Prozent der befragten Industrie- und knapp 66 Prozent der befragten Handelsunternehmen ist zwischen den beiden Parteien nicht ausreichend geklärt, was unter Shopper Marketing überhaupt verstanden wird. Gleichzeitig steht für die Industrie mit 61,8 Prozent und für den Handel mit 74,3 Prozent der Nutzen von Shopper Marketing für Wachstum und Ertrag außer Frage. Die Mehrheit der Befragten (Industrie: 65,9 Prozent, Handel: 58,8 Prozent) ist außerdem der Meinung, dass der Stellenwert von Shopper Marketing in der gemeinsamen Arbeit erheblich zunehmen wird. Die Ergebnisse aus Deutschland sind mit denen aus Österreich vergleichbar, auch wenn sich hier Shopper Strukturen und die Einzelhandelslandschaft in Teilen unterscheiden. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse hat GS1 Germany gemeinsam mit Vertretern der Konsumgüterbranche eine einheitliche Definition des Begriffs „Shopper Marketing“ und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Darin wird das Zusammenspiel existierender Funktionsbereiche mit Shopper Marketing und die kooperative Umsetzung geregelt. Diese Definition, die Handlungsempfehlungen und die Studie stehen den GS1 Complete-Kunden von GS1 Germany kostenfrei zum Download unter www.gs1-germany.de zur Verfügung. „Die rasanten Veränderungen der Net-Generation, der demographische Wandel und der erkennbare Trend zu nachhaltigem Konsumverhalten machen es für Handel und Industrie zwingend erforderlich, Käuferentscheidungen besser verstehen und bedienen zu können“, empfiehlt Andreas Zillgitt, Senior Projektmanager ECR bei GS1 Germany. „Denn 70 Prozent der Kaufentscheidungen für schnelldrehende Konsumgüter werden am Point of Sale getroffen“, so Zillgitt weiter. Pressebild herunterladen Bildunterschrift: Mit gezielten Marketingmaßnahmen Kaufentscheidungen am Point of Sale direkt steuern, dabei hilft Shopper Marketing. (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-565 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de , Homepage: www.gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING
Veröffentlicht am 03.05.2017
Jörg Pretzel, Geschäftsführer der GS1 Germany GmbH, informierte in der vergangenen Woche den Aufsichtsrat, dass er seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht nochmals verlängern wird. Die Nachfolge tritt der Handels-IT-Experte Thomas Fell an, der zum 1. Oktober 2017 bei GS1 Germany seine Tätigkeit aufnimmt und zum 1. Januar 2018 die Geschäftsführung von Jörg Pretzel in voller Verantwortung übernehmen wird. „Nach 15 erfolgreichen und intensiven Jahren an der Spitze von GS1 Germany wird es für mich Zeit, sich ein Stück mehr den privaten Dingen des Lebens zu widmen und darüber hinaus, die ein oder andere interessante Business-Aktivität zu begleiten“, so Pretzel. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen von einer reinen Standardisierungsorganisation zu einem marktorientierten Dienstleistungsunternehmen und wurde zu einer höchst anerkannten Kooperationsplattform für die unterschiedlichsten Stakeholder. Der Aufbau des weltweit größten Datenpools für Produktinformationen in der Tochtergesellschaft 1Worldsync, der internationale Rollout des Rückverfolgbarkeitsservice F-Trace und das einzigartige Knowledge Center für eine praxisnahe Demonstration der GS1 Lösungen sind weitere bedeutende Meilensteine in der 15-jährigen Amtszeit Pretzels. „Jörg Pretzel steht maßgeblich für die erfolgreiche, strategische Neuausrichtung und die damit verbundenen kontinuierlich hervorragenden Geschäftsergebnisse von GS1 Germany“, so Aufsichtsratsvorsitzender Stephan Füsti-Molnár. Unter seiner Führung verdoppelte sich die Kundenzahl des Unternehmens von 30.000 auf 60.000, was gleichzeitig die strategisch wichtige Durchdringung weiterer Branchen neben dem FMCG-Sektor mit sich brachte. Zudem baute GS1 Germany seine internationale Führungsrolle aus und ist neben GS1 US die bedeutendste GS1 Organisation. „Mit Thomas Fell konnten wir einen ausgewiesenen Experten für die Nachfolge gewinnen. Ich bin überzeugt, dass wir die stets professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Jörg Pretzel auch mit Herrn Fell fortsetzen werden“, versichert Füsti-Molnár. Thomas Fell arbeitete nach dem Studium 16 Jahre bei der IBM Deutschland, wo er unter anderem den Geschäftsbereich Handel, Dienstleistung, Transport und Touristik leitete. Zuletzt verantwortete er bei IBM Deutschland als Geschäftsführer das Mittelstandsgeschäft und die Betreuung der Geschäftskunden. Nach zwei Jahren als Vorstand der Pironet NDH AG wechselte er als Bereichsvorstand zur Wincor Nixdorf AG, wo er in den letzten sieben Jahren den weltweiten Retail Bereich erfolgreich verantwortete. Während dieser Zeit trug er wesentlich zum Ausbau des Geschäfts und der Internationalisierung des Retail-Segments bei. Zudem ebnete er den Weg für die nahtlose Integration des Segments Retail in die neue Diebold Nixdorf-Organisation. Pressebilder: Jörg Pretzel, Geschäftsführer GS1 Germany GmbH (Quelle: GS1 Germany) Thomas Fell, Geschäftsführer GS1 Germany GmbH ab dem 1. Januar 2018 (Quelle: Diebold Nixdorf) Pressekontakt: Kristina Wegner Leiterin Marketing + Kommunikation GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 535 F +49 (0)221 94714 7535 E wegner@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 26.11.2013
„Mit einer Quote von 49 Prozent weiterbildungsaktiver Erwachsener ist der in Deutschland bisher höchste Wert gemessen worden“, so die Adult Education Survey 2012 (AES) im abschließenden Bericht. GS1 Germany kann den Anstieg an Weiterbildungsbedarf von Erwachsenen bestätigen. Allein die Lehrgänge zum zertifizierten Category Manager sowie die Basisschulungen verzeichneten in den letzten zwei Jahren einen Zuwachs um das Doppelte. Waren es in 2011 noch rund 320 Teilnehmer, entschieden sich in 2012 und 2013 jeweils an die 600 Weiterbildungswillige für mehr Know-how und größere Chancen in ihrer beruflichen Entwicklung. „Wir freuen uns über die große Nachfrage und damit über den Erfolg unseres Schulungsangebotes“, sagt Thorsten Pollmüller, Bereichsleiter Category Management Beratung und Training bei GS1 Germany. „Um unsere Absolventen jederzeit fit für die Zukunft zu machen, arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Lehrgänge und berücksichtigen dabei aktuelle Trends wie Shopper Marketing oder effiziente Promotions“, so Pollmüller. Gerade das Thema Shopper Marketing erfährt zurzeit viel Beachtung. Fragen wie, was ist Shopper Marketing, wie grenzt sich Shopper Marketing von Category Management, Trade Marketing oder Shopper Research ab und wie sieht eine erfolgreiche Shopper Marketing-Strategie in der Praxis aus, sind Bestandteile des neu aus der Taufe gehobenen Lehrgangs Shopper Marketing Basic. Das zweitägige Training findet erstmals am 3. und 4. Dezember 2013 in Köln statt, weitere Termine stehen bereits fest. GS1 Germany verfolgt damit ein funktionierendes Konzept: Das Unternehmen entwickelt nicht nur branchenübergreifende Standards und zukunftsfähige Prozesse, sondern gibt das Know-how auch in zahlreichen offenen sowie Inhouse-Lehrgängen weiter. Mehr dazu finden Interessierte unter www.gs1-germany.de unter GS1 Academy. Pressebild: Lehrgang Category Management bei GS1 Germany, Quelle: GS1 Germany Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Wagner Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-7543 E-Mail: wagner@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING .
Veröffentlicht am 16.07.2024
Welcome to our new section for service updates and new features. This is where you will find all the important information about the latest updates and planned changes to our GS1 Service Platform. You can expect to find the following here: Current updates: Learn immediately about the latest system updates and new features that have gone live on our platform. Planned changes: Stay informed about planned changes and improvements so that you can prepare for them in advance. Important announcements: This section also includes announcements about changes to interfaces or functionalities that in turn necessitate adaptations to your processes or interfaces. Here's why it's important to visit this section regularly: Avoid disruptions: By regularly visiting this section, you can be sure that you are informed of all important changes and can take appropriate measures to avoid downtime. More efficient use of the platform: Keep up to date on the functions and use the GS1 Service Platform more efficiently by familiarising yourself with all the new and improved features. Forward-looking planning: With information about planned updates, you can better plan and adapt your internal processes. Special notices: All critical changes that could impact the functionality of your systems are announced here and on the home page of the GS1 Service Platform. We recommend that you visit this section regularly to stay well informed at all times and make the best use of our platform. Thank you for using our GS1 Service Platform!
Veröffentlicht am 12.10.2017
Anlässlich des Weltnormentags 2017 am 14. Oktober, international bekannt als World Standards Day, veröffentlicht die globale Standardisierungsorganisation GS1 Zahlen und Fakten zum Nutzen der weltweit eindeutigen GS1 Standards im Gesundheitswesen. Sie belegen zum Beispiel, dass durch den Scan standardisierter Codes, wie dem GS1 DataMatrix, Fehlmedikationen vermieden, Medikamente schnell zuverlässig zurückverfolgt und Operationen sicherer durchgeführt werden können. Weniger Verwaltung, mehr Zeit für Patienten Lageroptimierung bei höchster Versorgungssicherheit ist das Ziel eines Projekts, das das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf gemeinsam mit dem weltweit größten Hersteller von Medizinprodukten Johnson & Johnson aufsetzte. Es geht dabei um Vendor Managed Inventory, kurz VMI, eine Form des Bestandsmanagements bei dem der Lieferant die Verantwortung über seine Bestände beim Kunden übernimmt. „Bei diesem Vorgehen melden die Kliniken die tatsächlichen Verbräuche und nicht die Entnahmen aus dem Lager“, erläutert Rüdiger Forster, Customer Connectivity & Project Manager bei Johnson & Johnson. Die Verbräuche werden erfasst, indem das Klinikpersonal die Barcodes der Produktverpackung scannt. Gegenüber manueller Eingaben konnte allein an dieser Stelle schon eine Reduktion der Aufwände um 90 Prozent erzielt werden. Die Projektpartner zogen darüber hinaus weiteren Nutzen aus dem Projekt, wie zum Beispiel einen um 40 Prozent reduzierten Lagerbestand und 44 Prozent weniger Anlieferungen. Der Patient profitiert von solchen Projekten, wenn durch die eingesparten Ressourcen mehr Zeit für seine Behandlung bleibt. Das richtige Medikament beim richtigen Patienten Welche Medikamente wurden wann welchem Patienten verordnet und verabreicht? Ein einziger Scanvorgang genügt, um sowohl den Patienten als auch seine Medikation eindeutig zu bestimmen. Das wird am Beispiel der Medius Kliniken deutlich.
Am Standort in Nürtingen, Baden-Württemberg, führte der Klinikverbund im vergangenen Jahr eine neue Lösung zur barcodegestützten Medikation ein. Dazu scannt die verantwortliche Pflegekraft jeweils den GS1 Barcode auf dem Medikamentendispenser und auf dem Medikament, das laut digitaler Medikamentenübersicht verschrieben wurde. So kann sie abgleichen, ob das Medikament mit der Verschreibung übereinstimmt und den Dispenser anschließend korrekt bestücken. Anschließend dokumentiert die Pflegekraft per Scan des Barcodes auf ihrem Ausweis, wer die Medikation gerichtet hat. „Medikamentenvorbereitung und -abgabe lassen sich nun deutlich effizienter realisieren, die Fehleranfälligkeit wird minimiert. Zudem konnten wir unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen und -wechselwirkungen reduzieren“, begrüßt Gertrud Türk-Ihli von der Informationstechnik der Medius Kliniken den Erfolg. Belgien, Japan, England: eine Reise zu den Erfolgen der GS1 Barcodes Diese Beispiele sind keine Ausnahmen. Das zeigen weitere Anwendungsfälle aus der ganzen Welt. Das belgische Universitätsklinikum ZU Leuven etwa bestätigt, dass durch die barcodegestützte Medikation die Prozesse um bis 50 Prozent weniger Fehler aufweisen. Auf Patientenseite ist das ein deutliches Plus an mehr Sicherheit. Die Erfolgsgeschichte der GS1 Barcodes setzt ihren Weg auch auf dem asiatischen Kontinent fort. Das japanische Fukui Hospital identifiziert seine 20.000 OP-Instrumente digital per Scan von Barcodes und gewinnt dadurch 500 Stunden Zeit pro Jahr bei der Vorbereitung von Operationen. In England konnte der Derby Teaching Hospitals NHS Foundation Trust mit dem Einsatz der GS1 Standards seine OP-Prozesse automatisieren. In erster Linie schafft das mehr Sicherheit bei den einzelnen Operationen. Darüber hinaus erzielte der Gesundheitsversorger eine jährliche Ersparnis von 300.000 britischen Pfund, also gut 336.000 Euro, allein für die Verbrauchsmaterialien in der allgemeinen Chirurgie. Und Keith Jones, der klinische Direktor der Chirurgie, berichtet von einem weiteren Erfolg: „Bisher benötigten wir bei einem Produktrückruf für die Identifikation der betroffenen Patienten etwa 50 Stunden. Wenden wir dabei die GS1 Standards an, wissen wir jetzt innerhalb von 30 Minuten, wer betroffen ist.“ Alles in allem sind diese beispielhaften Erfolge ein deutlicher Indikator für das Potenzial der GS1 Standards im globalen Gesundheitswesen. Weltweit nutzen bereits mehr als zwei Millionen Unternehmen unterschiedlichster Branchen die GS1 Barcodes. Die Interessen aller Beteiligten bringt die internationale Initiative GS1 Healthcare auf einer neutralen Plattform zusammen. In Deutschland setzt GS1 Germany Standards für die Anforderungen von Unternehmen und die Herausforderungen vor denen moderne Wertschöpfungsketten und neue Technologien sie stellen. Hintergrund Weltnormentag Der Weltnormentag, englisch World Standards Day, wird jährlich am 14. Oktober begangen. Es ist ein Gedenktag, der von der Internationalen Organisation für Normung (ISO), der International Electrotechnical Commission (IEC) und der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) ins Leben gerufen wurde. (Quelle: Wikipedia) Pressefotos: Dispenser mit GS1 Barcode und Scan von Medikamenten im Krankenhaus (Quelle: Medius Kliniken) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 16.03.2023
Am 18. März 2023 jährt sich der Weltrecyclingtag zum fünften Mal. An diesem von der Global Recycling Foundation ins Leben gerufenen Tag soll mit zahlreichen Aktionen weltweit deutlich gemacht werden, welche zentrale Rolle das Recycling für den Ressourcen- und Klimaschutz spielt. Das Forum Rezyklat mit seinen über 60 Mitgliedern aus dem Wertschöpfungskreislauf von Verpackungen schließt sich den Aktionen an. Mit speziell zu diesem Anlass entwickelten Werbemitteln will das Bündnis im Rahmen seiner jährlichen Informationskampagne Verbraucher:innen sensibilisieren, ihre leeren Verpackungen in das jeweils passende Wertstoff-Sammelsystem zurückzuführen: Papier zu Papier, Glas zu Glas und die übrigen Verpackungen in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne. Denn die sortenreine Sammlung ist für ein erfolgreiches Recycling maßgeblich. Nur durch sie können die Rohstoffe, die in den Verpackungen stecken, recycelt werden. Aber wie geht eigentlich richtige Mülltrennung? Zum Weltrecyclingtag geben die Partnerunternehmen des Forums ihren Kund:innen mit konkreten und unterhaltsamen Mülltrenn-Tipps eine Hilfestellung. Sie planen Posts zum Thema unter dem Motto „Lasst uns jeden Tag zum Weltrecyclingtag machen!“. Die insgesamt 12 Motive dieser rein digitalen Kampagne umfassen sowohl spezifische Inhalte für einzelne Einzelhandelssegmente, wie zum Beispiel Drogerie und Vollsortimenter, als auch generische Aussagen für alle anderen Partner. Mit der Entwicklung der Kampagne beauftragt wurde die Agentur Goodbye Schmidt. „Getreu dem Motto unseres Bündnisses ‚Gemeinsam recyceln, gemeinsam Werte schaffen‘ wollen wir auch mit dieser Aktion zusammen einen wertvollen Beitrag für ein besseres Wiederverwerten von Verpackungen und damit für mehr Umwelt- sowie Klimaschutz leisten,“ erklärt Sebastian Bayer, Sprecher des Lenkungsteams des Forum Rezyklat und Mitglied der Geschäftsführung von dm-drogerie markt. „Mit den einheitlichen, unterhaltsamen Motiven der Kampagne können wir einen hohen Wiedererkennungswert und mehr Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema erreichen“, so Bayer weiter. Im Rahmen seiner Informationskampagne 2023 plant das Forum Rezyklat neben der Aktion zum Weltrecyclingtag weitere Maßnahmen für Verbraucher:innen zum Klima- und Umweltschutz. Pressebilder: Motiv der Kampagne des Forum Rezyklat zum Weltrecyclingtag 2023 mit Deo-Spraydose , Motiv der Kampagne des Forum Rezyklat zum Weltrecyclingtag 2023 mit Putzmittel-Sprühflasche Weitere Informationen zum Forum Rezyklat: www.forum-rezyklat.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: presse@forum-rezyklat.de gs1./ueberuns gs1.de/newsroom Über das Forum Rezyklat Das Forum Rezyklat wurde 2018 von dm-drogerie markt initiiert und versteht sich als agiles Bündnis. Mehr als 60 Mitglieder bestehend aus Händlern, Produkt- und Verpackungsherstellern, dualen Systemen, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie Vertreter:innen der Wissenschaft und Politik, bilden die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Kreislaufwirtschaft ab. Gemeinsam arbeiten sie im Forum Rezyklat an praxis- und verbrauchernahen Strategien und Maßnahmen. Sie wollen das Bewusstsein der Menschen für Kreislaufwirtschaft fördern, um eine sortenreine Trennung der Wertstoffe zu erzielen. Dadurch können die Qualität von Recyclingmaterialien sowie der Recyclinganteil in Verpackungen erhöht werden. Des Weiteren strebt das Forum an, Verpackungen zu optimieren und schon im Entstehungsprozess neuer Verpackungen darauf zu achten, dass diese recyclingfähig sind, damit sie als Ressource dem Kreislauf erhalten bleiben. Um diese Ziele zu erreichen, engagieren sich die Mitglieder des Forum Rezyklat in Fachpaketen, die sich mit folgenden Themen befassen: Stammdatenmanagement, Technologie und Recyclingfähigkeit, Endverbraucher-Kommunikation und Verpackungsreduzierung.
Veröffentlicht am 14.04.2014
Mehr Versorgungssicherheit und Transparenz, Effizienzsteigerung statt Personalabbau – diese und weitere Vorteile der elektronischen Kommunikation im Gesundheitswesen haben sich längst in der Branche herumgesprochen. Aber wie können die Beteiligten entlang der gesundheitlichen Versorgungskette die automatisierte Kommunikation umsetzen? Lösungen dafür entwickelt die Branche unter dem Dach von GS1 Germany. Ein Beispiel ist die jüngst aktualisierte Anwendungsempfehlung zum elektronischen Datenaustausch im Gesundheitswesen auf Basis des GS1 Standards EANCOM ® . „Gemeinsam haben wir darin zusätzliche Anforderungen unseres Marktes aufgenommen, wie zum Beispiel gesetzliche Vorgaben für den elektronischen Rechnungsaustausch, Übermittlung von Kostenstellen und Anlieferadressen. Die Anwendungsempfehlung ist damit noch stärker auf die Bedürfnisse aller Betei-ligten ausgerichtet“, begrüßt Alexander Marx von HBS Health Business Solutions das Ergebnis. Ob Bestellungen, Bestellantworten, Liefermeldungen und Rechnungen, die aktualisierte Anwendungsempfehlung regelt den Datenaustausch zwischen den Geschäftspartnern. Damit können Hersteller, Großhändler, eProcurement-Plattformen und Krankenhäuser jetzt auf Basis der GS1 Standards eine ge-meinsame Sprache sprechen. „Sicherheit, Transparenz und Effizienz brauchen Regeln und Strukturen wie etwa die GS1 Standards sie schaffen“, erklärt Holger Clobes von B.Braun Melsungen. Die Partner entlang der Wertschöpfungskette vermeiden so Missverständnisse und damit unter anderem Fehllieferungen. Sie können sich effizienter austauschen, Waren schneller verfügbar machen sowie Lagerbestände und damit die Kosten der Lagerhaltung reduzieren. Und nicht zuletzt lassen sich finanziell und personell frei werdende Ressourcen für mehr Qualität bei der Patientenversorgung nutzen. Die neue Version der Anwendungsempfehlung steht Kunden von GS1 Complete kostenlos unter www.gs1-germany.de zur Verfügung. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-565 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING .
Veröffentlicht am 07.04.2011
Längst nutzen viele Unternehmen der Fleisch- und Wurstbranche die GS1-Standards, wie den EAN- oder den GS1-128-Barcode, in ihren Prozessen. Dabei fehlte bisher jedoch ein gemeinsames Verständnis, welche Standards und Informationen wie entlang der Lieferkette vom Hersteller bis zur Ladenkasse eingesetzt werden. Das haben die Geschäftspartner jetzt mit einer Anwendungsempfehlung durch das Branchengremium von GS1 Germany nachgeholt. „Damit minimieren Unternehmen den zusätzlichen Abstimmungsbedarf und Reibungsverluste, wie sie durch eine bilateral abgestimmte Kennzeichnung oder die Fehlinterpretation von Produkt-, Bestell- und Lieferdaten entstehen“, erklärt Angela Schillings-Schmitz, Senior Branchenmanagerin Fleisch bei GS1 Germany. Zudem böte die logistikgerechte Kennzeichnung bzw. Auszeichnung laut Schillings-Schmitz weitere entscheidende Vorteile: wie einen geringen Aufwand beim Handling, eine einfachere und schnellere Wareneingangskontrolle, eine höhere Transportsicherheit, die gesicherte Rückverfolgbarkeit und die effiziente Ausnutzung von Ladungsträgerkapazitäten. Das kostenlos unter www.gs1-germany.de verfügbare Dokument beschreibt unter anderem wann für SB-Fleisch und -Wurstwaren die Vergabe einer neuen Artikelnummer notwendig ist. Ein weiteres Kapitel widmet sich den Datenbezeichnern, also den Informationen, die im Strichcode GS1-128 verschlüsselt werden können. Zusätzlich zur Artikelnummer sind das Mengen- oder Gewichtsangaben, die Chargennummer, das Mindesthaltbarkeitsdatum oder das Verbrauchsdatum. Daneben stehen spezielle Datenbezeichner zum Beispiel für Herkunftsinformationen bei Frischfleisch sowie Betriebszulassungsnummern zur Verfügung. Die Empfehlung enthält außerdem eine Kennzeichnungsübersicht, die die für verschiedene Sortimentsbereiche und ihre Verpackungsstufen zu verwendenden Dateninhalte tabellarisch auflistet. Dabei wird nach optionalen und nach verpflichtenden Angaben unterschieden. Grafiken und Abbildungen von Etiketten visualisieren beispielhaft das jeweils empfohlene Vorgehen. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de