Veröffentlicht am 26.03.2014
AB InBev, Chep, Henkel, Rigterink und Unilever – sie alle wollen innerhalb von fünf Jahren den CO2-Ausstoß ihrer Logistikprozesse um mindestens 20 Prozent senken. Dazu haben die Unternehmen im Rahmen der Initiative Lean and Green von GS1 Germany individuelle Aktionspläne mit Maßnahmen im Transportwesen und der Lagerhaltung erstellt. Auf der Log 2014, einer Konferenz des EHI Retail Institutes, des Markenverbands und von GS1 Germany, erhielten sie dafür jetzt den Lean and Green Award. Oliver Wittig, Head of Logistics (Germany/Switzerland) des Unternehmensbe-reichs Laundry & Home Care von Henkel: „Die Initiative Lean and Green ermöglicht uns, Nachhaltigkeit nachweisbar, konkret und auf unsere individuellen Möglichkeiten angepasst umzusetzen. Das Ziel ist vorgegeben, die Maßnahmen bestimmen wir – ein optimaler Mix“. Bei Henkel umfassen die Maßnahmen zum Beispiel das Einsparen von Transportkilometern durch das neue Zentrallager Laundry & Home Care, die Umstellung der Transport-Fahrzeuge auf die Euro6-Norm und die Optimierung der Kunden-Bestellstruktur. AB InBev wiederum setzt unter anderem auf die Umstellung der Gabelstapler von Diesel- auf Gasmotoren, den Warentransport über die Schiene und auf mehr Lagerfläche, um den Verkehr zwischen externen und internen Lagern auf ein Minimum einzudämmen. „Die Suche nach Lösungen für mehr Nachhaltigkeit beschäftigt Unternehmen zunehmend. Wir spüren, dass Lean and Green genau die Bedürfnisse des Marktes trifft. Die Akzeptanz in der Wirtschaft ist hoch: Seit Start der Initiative im Oktober 2013 beteiligen sich bereits 18 Unternehmen. Wir freuen uns, jetzt die ersten auszeichnen zu können“, so Sebastian Krug, Projektleiter bei GS1 Germany. Kostenreduzierung durch Umweltentlastung ist das Grundprinzip der Initiative Lean and Green. Der TÜV Nord prüft, ob die von den teilnehmenden Unternehmen entwickelten Aktionspläne geeignet sind, die Klimaschutzziele zu erreichen. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Unternehmen den Lean and Green Award und nach gelungener CO2-Reduzierung um mindestens 20 Prozent innerhalb der fünf Jahre den Lean and Green Star. Lean and Green wurde ursprünglich von dem Unternehmensnetzwerk Connekt in den Niederlanden ins Leben gerufen. Jörg Pretzel, Sprecher der Geschäftsführung von GS1 Germany, (rechts im Bild) mit den Gewinnern des Lean and Green Awards , (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-565 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING .
Veröffentlicht am 27.03.2019
Mindestens 20 Prozent weniger CO2-Austoß in fünf Jahren lautet das Ziel der Lean and Green Initiative. Sie zertifiziert ökologisches Verantwortungsbewusstsein mit konkretem Bezug zu Lager- und Logistikprozessen. Zahlreiche Unternehmen wurden innerhalb dieser Initiative bereits für ihr erfolgreiches Engagement mit den Lean and Green Auszeichnungen geehrt. Gestern Abend vergab GS1 Germany an weitere Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik die Lean and Green Stars sowie Awards, die sich nach dem Grad der Umsetzung staffeln. Auf der Logistik-Nacht in Köln erhielt Chep als erstes Unternehmen in Deutschland den „Lean and Green 2nd Star“. Der „Lean and Green 1st Star“ ging an Mars sowie die Spedition Adam Serr, und den „Lean and Green Award“ gab es für das BTK Befrachtungs- und Transportkontor sowie den Anbieter von Premium-Feinfisch Gottfried Friedrichs. Die Logistik-Nacht fand in „Halle Tor 2“ im Rahmen des 25. Handelslogistik Kongress Log 2019 statt. Lean and Green 2nd Star: Noch weniger CO2-Ausstoß, Kooperation und Innovation, soziales Engagement Um als erstes Unternehmen in Deutschland den Lean and Green 2nd Star zu erhalten, musste Chep Deutschland mehrere Hürden nehmen. Das Gründungsmitglied der deutschen Lean and Green Initiative hat seine Treibhausgasemissionen im Vergleich zum 1st Star Level fortlaufend reduziert. Außerdem entwickelte der Anbieter von Ladungsträgern in einem Kooperationsprojekt mit einem Milchproduzenten in Süddeutschland ein Rundlaufszenario, mit dem Leerfahrten ab sofort der Vergangenheit angehören. Chep brachte des Weiteren ein soziales Projekt auf den Weg: Bei der Initiative „Chep macht sauber“ reinigen regelmäßig Mitarbeiter einen Bereich der nahegelegenen Rheinauen, einem beliebten Naherholungsgebiet. Chep gewährt allen festangestellten Mitarbeitern 24 Stunden „Freiwilligenzeit“ pro Jahr. Sie können diese Stunden nutzen, um gemeinnützige Organisationen oder Umweltprojekte zu unterstützen. „Lean and Green bedeutet für uns, gemeinsam an einer nachhaltigen Supply Chain arbeiten zu können. Mit unserem Konzept zum zweiten Lean and Green Star möchten wir zeigen, dass unsere Vision einer nachhaltigen Supply Chain möglich ist und wollen auch andere Unternehmen ermutigen, diesen gemeinsamen Weg zu gehen“, erklärt Kai Derda, Geschäftsführer bei Chep Deutschland. Lean and Green 1st Star: die 20 Prozent geknackt Unternehmen, die den Lean and Green Award erhalten und innerhalb von 5 Jahren Treibhausgasemissionen in ihren Transport- und Logistikprozessen um mindestens 20 Prozent gesenkt haben, werden dafür mit dem Lean and Green 1st Star ausgezeichnet. In diesem Jahr sind das Mars und die Spedition Adam Serr. Mars zum Beispiel hat dazu unter anderem im Transportbereich den Fuhrpark modernisiert und Fahrertrainings durchgeführt sowie im Lager Photovoltaikanlangen installiert. Lean and Green Award: CO2-Reduzierung auf den Weg gebracht Neu der Lean and Green-Initiative angeschlossen haben sich das BTK Befrachtungs- und Transportkontor sowie der Anbieter von Premium-Feinfisch Gottfried Friedrichs. Beide Unternehmen streben an, die Emission der Treibhausgase innerhalb von 5 Jahren um mindestens 20 Prozent zu senken. Sie haben dazu einen Aktionsplan erarbeitet und Maßnahmen angestoßen. Dafür zeichnete GS1 Germany sie mit dem Lean and Green Award auf der Log 2019 aus. Weitere Informationen: www.gs1-germany.de/gs1-solutions/nachhaltigkeit/lean-and-green Pressefoto: Preisträger der Lean and Green Auszeichnungen 2019 (Quelle: GS1 Germany/Axel Schulten) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de
Veröffentlicht am 12.03.2024
Durch die Einführung der neuen CO2-Mautkomponente und der Berichtspflicht im Rahmen der CSRD-Richtlinie rückt die Reduzierung der Treibhausgase aktuell noch stärker in den Fokus der Logistikbranche. Nicht nur Kostengründe sprechen dafür, sondern auch die Chance, sich langfristig erfolgreich als nachhaltig agierendes Unternehmen positionieren zu können. Viele Firmen haben sich schon seit längerem auf den Weg gemacht, um ihren Ausstoß an klimaschädlichem CO2 zu reduzieren. Die bei GS1 Germany verankerte Lean and Green Initiative unterstützt diesen Prozess und würdigt besonders erfolgreiche Projekte regelmäßig mit den international anerkannten Lean and Green Auszeichnungen. In diesem Jahr nahmen Lidl Deutschland und Tchibo im Rahmen des Handelslogistik-Kongress Log 2024 jeweils den Lean and Green 2nd Star entgegen. Cosnova Beauty sowie Edeka Minden Hannover wurden mit dem Lean and Green 1st Star ausgezeichnet. Nachhaltiges Bauen und soziale Projekte: 2nd Star für Lidl in Deutschland Der Frischediscounter Lidl setzt für einen geringeren Kohlendioxid-Ausstoß an den Lagerstandorten und in der Inbound Logistik sowie Distributionslogistik an. Der Erfolg: Rund 30 Prozent weniger absolute Treibausgasemissionen. Dazu tragen Maßnahmen wie die Umstellung des Strombezugs der Lagerstandorte auf 100 Prozent Grünstrom, der Austausch der Kältemittel, der Ausbau der Stromerzeugung mit Photovoltaik-Anlagen und die Modernisierung der Fahrzeugflotte beauftragter Transportunternehmen. Lidl in Deutschland hat sich entschieden, zur Erlangung des Lean and Green 2nd Stars zusätzlich ein Innovationsprojekt und ein soziales Projekt umzusetzen. Für das Innovationsprojekt strebte der Lebensmitteleinzelhändler erfolgreich die Platin-Zertifizierung seines Verwaltungs- und Warenverteilzentrum in Erlensee durch die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen an. Das soziale Engagement von Lidl erstreckt sich über vielfältige Projekte, unter anderem werden Schüler:innen deutschlandweit mit einem ausgewogenen Frühstück vor der Schule versorgt. Umstieg auf die Schiene und optimierte Logistikprozesse: Tchibo erhält 2nd Star Von 2020 bis 2022 konnte Tchibo den Ausstoß von Treibhausgasen um rund 18 Prozent senken und erhälthierfür den Lean and Green 2nd Star. Den größten Anteil an dieser Reduzierung erzielte Tchibo durch das Verlagern von Transporten zwischen dem Zentrallager in Bremen und den Standorten in Neumarkt und Cheb (Tschechien) auf Güterzüge, die auf einem Großteil der Strecke mit Grünstrom betrieben werden. Zudem optimierte das Handelsunternehmen seine Logistikprozesse: So werden zum Beispiel ausschließlich online verkaufte Produkte direkt in das Lager nach Cheb in Tschechien geliefert. Zuvor war ein Umweg über das Zentrallager in Bremen notwendig. Zur Erreichung des 2nd Stars hat Tchibo außerdem ein Innovationsprojekt und mehrere soziale Projekte umgesetzt. So wurde zum Beispiel auf einer Teststrecke der Einsatz von elektrischen LKW für Kaffeecontainer getestet. Mit Erfolg: Diese LKW-Transporte werden im Laufe dieses Jahres zu 50 Prozent elektrisch betrieben. Energieeinsparungen und Ökostrom: 1st Star für cosnova Beauty Mindestens 20 Prozent weniger CO2-Ausstoß in fünf Jahren lautet das Ziel für den Lean and Green 1st Star , das cosnova Beauty erfolgreich umsetzte. Seit Januar 2016 hat das Unternehmen die gesamte Beleuchtung im neuen Lager in Butzbach auf LED-Technik umgestellt. Sämtliche Leuchten sind zehn Stunden am Tag aktiv und das an 253 Arbeitstagen im Jahr. Die neuen Leuchtmittel führten zu einer Einsparung von rund 223 Tonnen CO2. Durch eine optimierte Gebäudetechnik für das neue Lager konnte zudem der Gasverbrauch für die Beheizung des Lagers deutlich gesenkt und damit die Kohlendioxid-Emissionen um rund 89 Tonnen reduziert werden. Bei der Stromversorgung setzt cosnova vollständig auf Ökostrom und vermied damit seit 2019 ca. 500 Tonnen Treibhausgase im Jahr. Grünstrombezug und LNG-LKWs: Neumitglied Edeka Minden-Hannover erhält 1st Star Gelungener Einstieg: Edeka Minden-Hannover ist erst seit Ende 2023 Lean and Green Mitglied und wird direkt mit dem 1star ausgezeichnet. Im Vergleich zum Basisjahr 2018 konnten die CO2-Emissionen bis 2022 um 32 Prozent pro ausgelieferte Einheit gesenkt werden. Herzstück der klimafreundlichen Transformation des Lebensmittelhändlers ist der Umstieg auf LKWs, die mit dem erneuerbaren Kraftstoff Bio-LNG betrieben werden. Aktuell sind bereits 80 LNG-Fahrzeuge im Einsatz, bis Ende 2025 will die Edeka Minden Hannover den gesamten Fuhrpark umstellen. Der Bezug von Grünstrom, die Umrüstung der Innen- und Außenbeleuchtung auf LED sowie weitere energieoptimierende Maßnahmen haben sich zusätzlich positiv auf die Klimabilanz der umsatzstärksten Regionalgesellschaft innerhalb des Edeka-Verbundes ausgewirkt. Pressefotos: Lean and Green-Initiative ehrt nachhaltiges Engagement von cosnova, Edeka, Lidl und Tchibo (Quelle:EHI/wolterfoto); weitere Fotos im GS1 Germany Newsroom ( gs1.de/newsroom ) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 20.04.2021
Nachhaltigkeit wird in der Logistik- und Transportbranche immer mehr zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor. Nicht zuletzt durch die seit Anfang dieses Jahres in Deutschland geltende CO2-Bepreisung im Segment Wärme und Verkehr spielen neben ökologischen Zielen auch ökonomische Aspekte eine Rolle. Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen bekommen vor diesem Hintergrund eine neue strategische Bedeutung. Dass es durch Prozessoptimierung und Nutzung neuer Technologien gelingen kann, den CO2-Fußabdruck deutlich zu verbessern, haben zuletzt diese vier Unternehmen im Rahmen der Initiative Lean and Green gezeigt: BLG Logistics, die Capri-Sun GmbH, die Spedition J. Greilmeier und die Nagel-Group. Sie wurden dafür von GS1 Germany mit dem Lean and Green 1st Star ausgezeichnet. Die offizielle Preisverleihung fand heute im Rahmen der Digital Edition des Handelslogistikkongresses Log 2021 statt. Der Lean and Green 1st Star wird vergeben, wenn der CO2-Ausstoß innerhalb von fünf Jahren nachweislich um 20 Prozent gesenkt werden konnte. BLG Logistics: Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor Die erste Etappe der Lean and Green Zertifizierung erreichte BLG Logistics bereits 2015 mit dem Maßnahmenplan zur Kohlendioxid-Einsparung und erhielt dafür den Lean and Green Award. Die BLG ist der erste Logistikdienstleister in Deutschland, dessen Klimaschutzzielsetzung wissenschaftlich anerkannt ist. Das international tätige Unternehmen will bis 2030 klimaneutral werden. „Der Gewinn des Lean and Green 1st Star zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, unser Ziel zu erreichen. Wir möchten demonstrieren, dass durch die Auswahl der richtigen Maßnahmen ökologische Nachhaltigkeit zu einer Stärkung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beiträgt“, so Thomas Krüger, Geschäftsführer der BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG. Um die Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase weiter zu senken, setzt BLG Logistics vor allem auf drei Hebel: 1. Steigerung der Energieeffizienz, 2. Nutzung regenerativer Quellen für die eigene Stromproduktion und 3. Zukauf von Ökostrom. Dieser Ansatz hat zum Beispiel am Standort des Tochterunternehmens BLG Sports & Fashion in Hörsel bereits zu einer deutlichen Reduzierung des Energiebedarfs geführt. Konkret wurden hier die Beleuchtung auf LED umgestellt, die Belüftungsanlage umgebaut, energiesparende Heizungspumpen installiert sowie die automatische Bügelanlage für Textilien modernisiert. Des Weiteren konnte durch die Inbetriebnahme eines Blockheizkraftwerks der Anteil zugekauften Stroms um 30 Prozent reduziert werden. Greilmeier: Mit modernem Fuhrpark und kontinuierlichen Optimierungen das Ziel erreicht Die Spedition J. Greilmeier setzt konsequent auf einen modernen Fuhrpark, der seit 2020 zu 96 Prozent aus Fahrzeugen der Schadstoffklassen EURO VI besteht. Mit einem Anteil von über 76 Prozent der im Jahr 2020 verursachten Treibhausgasemissionen nimmt der Eigenfuhrpark den größten Stellenwert innerhalb der Bilanzgrenzen ein. Neben den technischen Neuerungen der Fahrzeuge, trugen auch ein regelmäßiges Fahrertraining und ein interner Wettbewerb „Ökonomisches Fahren“ zu einem geringeren Dieselverbrauch bei. Bei dem Wettbewerb wurde speziell auf vorausschauende Fahrweise und hohen Einsatz des Tempomats geachtet. Auch der Einsatz von modernen Langtrailern im Kühl- sowie Trockenbereich und somit einem Transport von mehr Stellplätzen je Tour hat zur CO2-Reduzierung beigetragen. Darüber hinaus konnte die Spedition durch eine optimierte Planung die Anzahl der einzelnen Aufträge pro Tour erhöhen. So sank trotz steigender Aufträge die Anzahl der Touren. „Diese und weitere Optimierungsmaßnahmen haben dazu beigetragen, unsere Reduktionsziele und damit die Auszeichnung mit dem Lean and Green 1st Star zu erreichen. Wir freuen uns, dass sich der Einsatz auszahlt: für unser Unternehmen und vor allem für die Umwelt“, freut sich Sebastian Greilmeier. Capri-Sun GmbH: Zentrales Hochregallager reduziert CO2-Emission Der Anbieter des bekannten Fruchtsaftgetränks hat ehrgeizige Ziele: Das Unternehmen mit Sitz in Eppelheim bei Heidelberg will die nachhaltigste Kindergetränkemarke der Welt werden. Die bereits 2020 erreichte und kommunizierte Zertifizierung für den Lean and Green 1st Star ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin. Aktuell wird auch die Bewerbung um die Zertifizierung mit dem Lean and Green 2nd Star erwogen. Dreh- und Angelpunkt der Maßnahmen zur CO2-Reduktion ist das zentrale Hochregallager am Firmensitz, das vor sechs Jahren in Betrieb genommen wurde. Insgesamt konnte die Capri-Sun GmbH die CO2-Emissionen um 34 Prozent senken. Nagel-Group: Modernisierung des Fuhrparks und Vermeidung von Leerkilometern Die Nagel-Group hatte die Zielmarke, die für die Zertifizierung mit dem Lean and Green 1st Star gesetzt ist, ebenfalls bereits im vergangenen Jahr erreicht: Das Logistikunternehmen konnte die CO2-Emissionen pro transportierter Tonne Sendungsgewicht seit 2016 um ein Fünftel senken. Einen wichtigen Anteil an diesem Erfolg hat die kontinuierliche Modernisierung des Fuhrparks durch Umstellung auf EURO-6-Sattelzugmaschinen, die intensive Schulung des Fahrpersonals in puncto verbrauchsoptimierten Fahrens sowie die Vermeidung von Leerkilometern. Über Lean and Green Die Lean and Green Initiative zeichnet bereits seit 2014 Unternehmen für ihr nachhaltiges Engagement in den Bereichen Transport und Logistik aus. Wie die konkreten Aktionen zur Reduzierung der Treibhausgase aussehen, bleibt den Unternehmen überlassen. Angefangen beim Einsatz von modernen Telematiksystemen über Logistikkooperationen bis hin zu spritsparendem Fahren zählt alles, was das Klima schont. „Immer mehr Unternehmen erkennen die strategische Relevanz, treten der Lean and Green Initiative bei und schätzen vor allem den Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten“, erklärt Oliver Püthe, der bei GS1 Germany die Lean and Green Community begleitet. www.gs1.de/lean-and-green Pressebild: Lean and Green 1st Star an vier Unternehmen für die erfolgreiche Senkung von CO2-Emissionen in der Logistik vergeben (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de
Veröffentlicht am 13.09.2023
GS1 Germany vergab den prestigeträchtigen ECR Award diesmal in Frankfurt. In den Kategorien „ECR Operational Excellence”, „ECR Innovation Excellence” und „ECR Sustainability Excellence” gingen die begehrten Trophäen an unternehmensübergreifende Kooperationen mit Vorbild-Charakter für eine optimierte Wertschöpfung zur Steigerung des Kundennutzens. Bei der Verleihung des 21. ECR Awards von GS1 Germany wurde es am Ende nochmal spannend. Die geladenen Gäste konnten im Rahmen der Abendgala nach einem Live-Pitch von drei Projekten das Gewinnerteam im Nachhaltigkeitsbereich per Voting bestimmen. Doch der Reihe nach, die Jury, bestehend aus Vertreter:innen von Handel, Industrie, Wissenschaft und Medien, hatte im Vorfeld die Qual der Wahl und somit mehrere Entscheidungen im Sinne des ECR-Gedankens zu treffen. Schließlich steht ECR für Efficient Consumer Response und meint im Rahmen des gleichnamigen Awards eine herausragende strategische Zusammenarbeit für bessere, schnellere und kostengünstigere Lösungen zur Erfüllung von Kundenbedürfnissen. Und das sind die Gewinnerteams, die am Vorabend des ECR Tag ausgezeichnet wurden: ECR Award 2023 in der Kategorie „Operational Excellence“ Die digitale Inszenierung von Produkten ist ein zentraler Erfolgsfaktor im Omnichannel. Abbildungen nehmen dabei eine entscheidende Rolle ein. Gemäß Bildstandard müssen Dateneinsteller mindestens eine Produktabbildung pro Global Trade Item Number (GTIN) bei verpackten Konsumenteneinheiten für neue Produkte über das Global Data Synchronisation Network (GDSN) zur Verfügung stellen. Mars, Procter & Gamble und Rewe entwickelten gemeinsam mit eder sowie weiteren Unternehmen des sogenannten „Data Excellence Boards“ und der interdisziplinären Fachgruppe „Media Assets“ eben genau diesen Standard kontinuierlich bis zur Marktreife weiter. Sämtliche Anforderungen für Fotografie, Marketing, E-Commerce, Print- und Asset-Management wurden berücksichtigt. Dieser vom Expertenkreis aus Industrie und Handel gewählte ganzheitliche, branchen- und genreübergreifende Ansatz überzeugte die Jury und findet in der Praxis bereits vielfach Anwendung. Demnach handelt es sich um eine Erfolgsgeschichte für die effiziente Erstellung sowie automatisierte Übertragung von standardisierten Produktbildern auf allen Kanälen. ECR Award 2023 in der Kategorie „Innovation Excellence“ Ob online oder im stationären Handel, die Mediennutzung hat einen erheblichen Einfluss auf die Shopper Journey . Zumal sich potenzielle Kund:innen zunehmend vor dem tatsächlichen Kauf über die Produkte und deren Verfügbarkeit, Herkunft oder Zusammensetzung informieren. Beiersdorf, Rossmann, The Trade Desk und Carat setzten sich deshalb erstmals eine vollständige Messbarkeit und Vergleichbarkeit von Online-Werbeausgaben sowie deren Wirkung auf die Offline-Käufe zum Ziel. In einem konkreten Case wurde programmatisches Targeting mit First-Party-Daten bei definierten Käuferzielgruppen eingesetzt, um bei deren digitaler Mediennutzung relevante Werbung auszuspielen und sie zum Kauf am Point of Sale zu bewegen. So wurde die effiziente Kampagnenausgestaltung eines Closed Loops sichergestellt – vollständige Datentransparenz, hundertprozentige Messbarkeit und ein Triple-Win für Shopper, Händler und Hersteller in einer cookieless future. Dieser gesamtheitliche Blick auf die On- und Offline-Welten im partnerschaftlichen Austausch würdigt die Jury als zukunftsweisend. ECR Award 2023 in der Kategorie „Sustainability Excellence“ Das große Finale übernahmen die etwa 250 geladenen Gäste aus Industrie, Handel, Wissenschaft und Medien. Sie wählten live vor Ort ihren Favoriten aus den zuvor von der Jury ermittelten Top-3-Projekten für die Kategorie „Sustainability“. Beim Publikumspreis , der im letzten Jahr erstmals beim ECR Award vergeben wurde, setzten sich Interzero, Rewe und Sykell mit „Einfach Mehrweg“ gegen die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Hochwald Foods, Landwirt Frese und Nestlé Deutschland mit der „Klima-Milchfarm“ sowie die Kooperationsmarke „no planet b“ vom gleichnamigen Startup und dm durch. Unter Federführung der Rewe Group sowie Interzero und Sykell wurde ein ganzheitliches, auf dem deutschen Markt einmaliges Kreislaufsystem für Mehrwegbehälter entwickelt. Bei „Einfach Mehrweg“ sind weder Registrierung, Kundenkonto, App-Downloads oder Angaben persönlicher Daten erforderlich. Die Rückgabe der nachhaltigen Mehrweglösung erfolgt bequem über die bestehenden Leergutautomaten der bundesweit über 16.000 teilnehmenden Systempartner. Durch die Einführung des Einfach-Mehrweg-Systems wurde eine zukunftsfähige Alternative zu heutigen Einwegverpackungen geschaffen – ein smarter Standard für diverse Sortimente im Lebensmitteleinzelhandel , auch international. Eine großartige Teamleistung samt partnerschaftlicher Aufgabenteilung war maßgeblich für die reibungslose Implementierung. ECR Award – Efficient Consumer Response ist Programm Mit dem ECR Award zeichnet GS1 Germany alljährlich unternehmensübergreifende Kooperationsprojekte aus, in denen sich die Projektpartner:innen für die Prozessoptimierung innerhalb der Wertschöpfungsnetzwerke engagieren. Und zwar zugunsten einer höheren Zufriedenheit und Bedürfnisbefriedigung der Konsument:innen – also ganz im Sinne des ECR-Gedankens, in dessen unmittelbarem Fokus der Kundennutzen steht. www.ecraward.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Telefon: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 24.10.2024
Zum ersten Mal in neuer Location startete gestern die dreitägige BVL Supply Chain CX im ECC Berlin. Eines der Schwerpunktthemen der Veranstaltung lautet Sustainable Logistics. Im Bereich der nachhaltigen Logistik lassen sich weiterhin positive Entwicklungen erkennen. Durch Fokussierung auf alternative Antriebe und Kooperationsprojekte, um Synergien in der Logistik zu nutzen und Prozesse zu optimieren, lassen sich Treibhausgasemissionen weiter senken. So auch bei den diesjährigen Trägern der Lean and Green Auszeichnung, welche die Reduktion von Treibhausgasen in Transport und Logistik honoriert. GS1 Germany, Host der Initiative in Deutschland, überreichte heute im Rahmen der Veranstaltung drei 2nd Stars und einen 1st Star. EDEKA nimmt Lean and Green 2nd Star entgegen Erst im Jahr 2023 trat die Regionalgesellschaft EDEKA Minden-Hannover der Initiative bei und bereits heute erhielt das Unternehmen seinen 2nd Star. Insgesamt konnte der Großhändler seine Emissionen aus Transport und Logistik um über 40 Prozent reduzieren. Eine wesentliche Rolle spielte hierbei die Umstellung der LKW-Flotte auf Bio LNG und die Einrichtung einer separaten Tankstelleninfrastruktur. Bereits heute werden ca. 400 von insgesamt 700 LKWs mit dem klimafreundlichen Kraftstoff Bio-LNG zur Belieferung der EDEKA Filialen eingesetzt. Die weitere Umstellung der eigenen Schwerlastflotte ist bis Ende 2025 geplant. Zur Erreichung des Lean and Green 2nd Stars setzte EDEKA außerdem ein soziales Projekt um, bei dem Auszubildende kreative Ideen zu den Themen „Nachhaltigkeit und Regionalität“ entwickelten und umsetzten. Mars setzt auf mehrere Maßnahmen und erhält Lean and Green 2nd Star Mit einem effektiven Mix aus unterschiedlichen Maßnahmen konnte Mars eine relative Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen von über 30 Prozent verzeichnen. Fahrerschulungen, Fuhrparkmodernisierung, Joint Transport, Optimierung der Paletten-Stapelbarkeit, Optimierung der Lager-Transporte und eine Photovoltaikanlage am Lagerstandort in Minden trugen zur Reduktion der Emissionen bei. Bei Joint Transport handelt es sich um ein Kooperationsprojekt, bei dem gemeinsame Transportbündelungen zur Vermeidung von Leerfahrten im Fokus stehen. Zusätzlich rief das Unternehmen das „Mars Volunteer Programm“ ins Leben, bei dem Mitarbeitende die Möglichkeit haben, soziale Projekte oder gemeinnützige Arbeit an zwei Tagen im Jahr im Rahmen ihrer Arbeitszeit zu unterstützen. Mit diesen Maßnahmen erreichte Mars in diesem Jahr den Lean and Green 2nd Star. Alternative Kraftstoffe und gesteigerte Energieeffizienz: Melitta erhält 1st Star Melitta Europa erreichte eine relative Reduktion von über 22 Prozent ihrer CO₂-Emissionen. Zu den wesentlichen Maßnahmen, die zu diesem Erfolg führten, zählte der Einsatz alternativer Kraftstoffe im LKW-Güterverkehr. Zusätzlich wurden lagerbezogene Reduktionsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten der Bezug von Grünstrom, was die CO₂-Bilanz der Lagerstandorte deutlich verbesserte. Zur Erreichung des Lean and Green 1st Star wurde zudem die Effizienz der Lagerstandorte unter anderem durch optimierte Prozesse, umfassende Isolierungsarbeiten und weitere Modernisierungen gesteigert. Diese Maßnahmen führten nicht nur zu einer Reduktion der Emissionen, sondern auch zu einer verbesserten Energieeffizienz in Zeiten steigender Energiekosten. Langjähriges Mitglied der Initiative Rigterink erhält Lean and Green 2nd Star Der Logistikdienstleister Rigterink reduzierte seit seinem Beitritt seinen CO₂-Ausstoß um insgesamt 35 Prozent. Der Erfolg wurde durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen erreicht: ein Prämiensystem für spritsparendes Fahren, den Einsatz der neuesten LKW-Technik sowie eine dezentralisierte Disposition. Zur Erreichung des Lean and Green 2nd Star setzte Rigterink ein Innovations- und Kooperationsprojekt um. Dieses umfasste die Analyse unterschiedlicher Anforderungen, wie zum Beispiel die genutzten Fahrzeuge, Standorte und Telematiksysteme, die für den erfolgreichen Einsatz von E-LKWs notwendig sind. Gemeinsam mit Herstellern und Kunden wurden die notwendigen Prozesse analysiert und Erkenntnisse gesammelt. Mit Erfolg: Seit 2023 fährt Rigterink auf ausgewählten Routen fast emissionsfrei mit elektrischem Antrieb. Pressefotos: Lean and Green Auszeichnungen für EDEKA, Mars, Melitta und Rigterink auf der BVL Supply Chain CX in Berlin. (Quelle: BVL - Bundesvereinigung Logistik/Kay Herschelmann) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 10.07.2019
Die beiden Gesellschafter, GS1 Germany und GS1 US, der 1 World Sync Holding, einem 2012 gegründeten Joint Venture der Datenpools 1SYNC (GS1 US) und SA2 World Sync (GS1 Germany), haben entschieden, die Fusion aufzulösen. Während der US-amerikanische Teil des Unternehmens zu 100 Prozent durch den Investor Battery Ventures übernommen und weiterhin unter dem Namen 1 World Sync geführt wird, wird GS1 Germany einziger Gesellschafter der 1 World Sync GmbH, die ab sofort unter dem Namen „Atrify“ firmiert. Die Anbindung an das Global Data Synchronization Network (GDSN®) bleibt davon unberührt. Der Hintergrund für die Auflösung des Joint Venture ist die ungleiche Entwicklung der rasant wachsenden Märkte in den USA und Europa. Während in Deutschland und Europa die Harmonisierung der Anforderungen zum Austausch von Produktstammdaten weiter voranschreitet, ist der US-amerikanische Markt geprägt von vielfältigen und individuellen Anforderungen einzelner Händler für Produktdaten ohne einheitliche Zielmarktprofile. Die Anzahl der im Handel geforderten Informationen zu einem Produkt ist in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Dies ist eine Entwicklung, deren Ende vor dem Hintergrund erhöhter Kundenzentrierung, stärkerer Nutzung von Online-Kanälen und weiterer gesetzlicher Vorgaben zur Information des Konsumenten nicht absehbar ist. „In der Konsumgüterbranche beschreiben derzeit bereits knapp 450 Attribute ein Produkt. Die Bedeutung einheitlicher Zielmarktprofile wird für Hersteller und Händler gleichermaßen dementsprechend weiter steigen“, erklärt Christian Bodi, Aufsichtsratsvorsitzender von GS1 Germany. Umso wichtiger sei die Bedienung der Zielmärkte mit bedarfsgerechten Lösungen; Atrify sei nun in die Lage versetzt worden, dies unter dem Dach von GS1 Germany fokussierter und stringenter für den Markt Europa und für ausgewählte Länder im asiatischen Raum zu betreiben. „Die Bedeutung von verlässlichen und korrekten Produktstammdaten der Hersteller wird weiter zunehmen“, so Thomas Fell, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Unsere Vision für Atrify ist die Entwicklung hin zu einer Online-Plattform für relevante, vertrauenswürdige (trusted) und geprüfte (verified) Daten und Informationen zu sämtlichen Industrieprodukten – also eine Transformation vom reinen GDSN-Datenpool-Betreiber zu einem zukunftsfähigen Produktdaten und -information-Plattform-Provider.“ Als cloudbasierte Plattform für Product Content ermöglicht Atrify 20.000 Unternehmen aus Industrie und Handel in über 50 Ländern, korrekte und verlässliche Inhalte mit ihren Partnern und Konsumenten auszutauschen und nimmt somit eine führende Position im globalen Austausch von Produktstammdaten ein. Dies soll nachhaltig sichergestellt werden, um der Community die richtigen Rahmenbedingungen für effiziente und automatisierte Prozesse vom Hersteller über den Händler bis hin zum Konsumenten zur Verfügung stellen zu können. „Vor dem Hintergrund der Kundenzentrierung werden wir in Ergänzung zu unserem Kerngeschäft verstärkt in den Aufbau neuer Geschäftsfelder investieren und an völlig neuen Lösungen arbeiten, die relevante Kundenanforderungen fokussieren“, so Ulrich Blanke, Geschäftsführer von Atrify. „Unser Leistungs-Portfolio soll in der neuen Struktur technologisch massiv ausgebaut werden“, ergänzt Stefan Schweikart, ebenfalls Geschäftsführer von Atrify. „Wir wollen die Plattform und unsere Services in allen Aspekten weiterentwickeln, um Atrify für unsere Anwender zu der zentralen Anlaufstelle für alle Themen rund um Produktdaten zu machen.“ Pressekontakt: Julia Lerch Corporate Communications GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 546 M +49 (0)160 929 7070 5 E julia-verena.lerch@gs1.de GS1 Germany unterstützt Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1 Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und zur standardisierten elektronischen Kommunikation (EDI). Im Fokus stehen außerdem Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response) und Trends wie Mobile Commerce, Multichanneling, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit. GS1 Germany gehört zum internationalen GS1 Netzwerk und ist nach den USA die zweitgrößte von mehr als 110 GS1 Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter sind das EHI Retail Institute und der Markenverband. www.gs1-germany.de Atrify GmbH (vormals 1 World Sync GmbH) ist die cloudbasierte Plattform für Product Content, die von 20.000 Unternehmen aus Industrie und Handel in über 50 Ländern genutzt wird, um korrekte und verlässliche Inhalte mit ihren Partnern und Konsumenten auszutauschen. Mit ergänzenden Experten-Services liefert Atrify ein ganzheitliches Lösungsportfolio für Transparenz, Compliance und kanalübergreifenden Handel. Atrify ist eine 100-prozentige Tochter von GS1 Germany. www.atrify.com
Veröffentlicht am 02.05.2014
Ob im Online-Shop, auf Social Media, in Apps oder in klassischer Werbung: Produktabbildungen mit Wiedererkennungswert sind auf allen Kanälen gefragt. Marketingverantwortliche in Handel und Industrie stehen vor der Herausforderung, Produkte auch in digitalen Kanälen für den Verbraucher erlebbar zu machen. Bisher variieren dabei die Qualität der Bilder und die Darstellung der Produkte sehr. Die Abbildung nur einer Produktseite, zu geringe Auflösung, variierende Bilder in verschiedenen Kanälen: Verbraucher werden mit unterschiedlichsten Abbildungen zu ein und demselben Produkt konfrontiert. Damit hier in Zukunft mehr Einheitlichkeit herrscht, hat GS1 Germany jetzt einen Standard für Produktabbildungen veröffentlicht. Experten aus Handel, Industrie und von Bilddatendienstleistern haben ihn gemeinsam entwickelt. Der Standard regelt eine eindeutige Benennung für Abbildungen sowie einheitliche Vorgaben für Bildformat, Auflösung, Bildgröße, 3D-Turns und Nutzungsrechte. Er legt außerdem fest, wie Hintergrund und Farben gestaltet werden sollten. Damit ermöglicht er, Produkte unter gleichen Rahmenbedingungen digital zu inszenieren – zum Beispiel in Werbung, Onlineshops oder Apps. Die eindeutige Benennung von Abbildungen stellt der sogenannte Global Document Type Identifier (GDTI) – eine Identifikationsnummer von GS1 – sicher. Er soll künftig dafür sorgen, dass die Vielzahl der verschiedenen Produktabbildungen in Datenbanken und Ablagesystemen klar voneinander unterschieden und jederzeit gefunden werden können. „Der Bilddatenstandard unterstützt insbesondere das Marketing in der Konsumgüterbranche. Wer zukünftig Produktbilder von Anfang an im GS1 Standard erstellt, dem stehen umfassende und hochauflösende Abbildungen des Produkts für alle Anwendungen und Kanäle zur Verfügung“, erklärt Thomas Radziwill, COO von Smart Data One. Die GS1 Germany-Tochter hat sich auf Produktdatenmanagement und Qualitätsservices spezialisiert und maßgeblich den neuen Standard mitentwickelt. „Egal ob Händler oder Applikation: Standardisierten Produktabbildungen erfüllen die individuellen Bedarfe hinsichtlich Qualität, Auflösung oder Ansichten jedes Bildnutzers“, so Radziwill weiter. „Der Standard stellt gerade für die Werbemittelproduktion künftig die erforderliche Bilddatenqualität sicher“, ist auch Steffen Kujus, Funktionsbereichsleiter Print- und Assetmanagement der REWE Group, überzeugt. „Die Abbildungen eignen sich damit als einheitliche Basis für jegliche Verwendungsform in Print, digital auf dem Smartphone, im Onlineshop oder Instore TV.“ GS1 Complete-Kunden von GS1 Germany können sich die Empfehlung „Produktabbildungen und Media Assets“ kostenlos herunterladen unter http://www.gs1-germany.de/gs1-solutions/stammdaten/ Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 20.09.2016
Die Uhr tickt: Der konsolidierte englischsprachige Text zur EU-Medizinprodukteverordnung liegt vor. Damit rückt die Verabschiedung der Verordnung näher. Hersteller von Medizinprodukten müssen handeln. Denn wenn es soweit ist, haben sie maximal drei Jahre Zeit, ihre Prozesse anzupassen und Produkte beispielsweise nach den Vorgaben des Systems der einmaligen Produktnummer UDI (Unique Device Identification) zu kennzeichnen. Die Tübinger Erbe Elektromedizin GmbH sieht sich hierfür bereits gerüstet, sukzessive erhalten alle Erbe-Produkte diese Kennzeichnung. Das Unternehmen setzt auf GS1 Standards, um Prozesse effizienter zu gestalten und die regulatorischen Anforderungen zur Rückverfolgbarkeit nachhaltig umzusetzen. Das Beispiel Erbe zeigt, wie Unternehmen der Medizinproduktebranche UDI mithilfe von GS1 Germany gelassen entgegen blicken können. Das inhabergeführte Unternehmen Erbe entwickelt, produziert und vertreibt bereits in der fünften Generation chirurgische Systeme für den professionellen Einsatz in unterschiedlichen medizinischen Bereichen. „Da wir von Ärzten und Fachpersonal als verlässlicher und unverzichtbarer Partner geschätzt werden und Arbeitsprozesse im Operationssaal stets optimieren möchten, hilft uns das Angebot von GS1 Germany ungemein, diesem Anspruch gerecht zu werden“, erklärt Matthias Rapp, Projektleiter bei Erbe. Der Medizinprodukteanbieter nutzt die Global Trade Item Number von GS1 Germany, kurz GTIN, als Identifikationsnummer für sämtliche Produkte weltweit. Mit der GTIN lassen sich jeder Artikel und jede Dienstleistung international überschneidungsfrei identifizieren. Die GTIN bringt Erbe zusammen mit Herstell- und Verfallsdatum sowie Chargen- beziehungsweise Seriennummer verschlüsselt in GS1 Barcodes auf ihre Produkte auf. Damit sind die Informationen maschinenlesbar. So profitiert Erbe von effizienten und fehlerfreien Arbeits-, Daten- oder Transportprozessen. Sylvia Reingardt, Senior Branchenmanagerin Gesundheitswesen bei GS1 Germany, kommentiert: „Die Medizinprodukteverordnung sorgt für eine verbesserte Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten und Labordiagnostika in Europa – zum Wohl der Patienten. Die GS1 Standards unterstützen Unternehmen dabei, dieser strikten Verordnung zu entsprechen und zugleich ihre Prozesse effizienter zu gestalten.“ Oberstes Ziel der Medizinprodukteverordnung ist die lückenlose Rückverfolgbarkeit medizinischer Produkte vom Hersteller bis zum Patienten. Allein in Deutschland nutzen bereits über 50.000 Unternehmen GS1 Standards, die ihnen helfen, Vorgaben wie die neue EU-Medizinprodukteverordnung schneller und reibungsloser umzusetzen und zugleich Prozesse zu straffen und zu verbessern. Egal, ob es um Artikel, Standorte oder Transporteinheiten geht: Identifikationsnummern von GS1 Germany verbessern Workflows – von der Beschaffung über die Logistik bis zum Verkauf – indem sie Transparenz, Überprüfbarkeit und Sicherheit gewährleisten. Per Barcode oder RFID lassen sich die Informationen schnell und fehlerfrei erfassen. Zudem können Unternehmen die jeweiligen Informationen verlässlich austauschen sowie Prozesse unternehmensübergreifend effizient steuern. Konferenz Healthcare live! 2016 Auf der Healthcare live! bietet GS1 Germany Informationen zu UDI. Darüber hinaus zeigt das Unternehmen mittels Live-Demos Wege zur Umsetzung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV). Die Healthcare live! findet vom 28. bis 29. September im Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt am Main statt. Unterstützt wird GS1 Germany dabei von seinem Kooperationspartner, dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME). Pressefoto: Produktion des neuen Elektrochirurgiegeräts VIO 3 bei Erbe Elektromedizin Weitere Informationen: gs1-germany.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Wagner Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-7543 E-Mail: wagner@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networking rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community.
Veröffentlicht am 09.12.2014
Gesetzliche Auflagen im Ausland, zum Beispiel in Saudi Arabien, Korea und Argentinien, und die EU-Fälschungsrichtlinie nehmen Pharmaziehersteller immer mehr in die Pflicht. Insbesondere verschreibungspflichtige Arzneimittel müssen bis 2018 die von der EU geforderten Sicherheitsmerkmale tragen und bei der Abgabe an den Patienten auf Echtheit überprüft werden. „Die Einführung stellt erhebliche Anforderungen an Produktion, IT-Infrastruktur und das Prozessmanagement der Hersteller“, weiß Bettina Bartz, Senior Branchenmanagerin Gesundheitswesen bei GS1 Germany. „Damit die Umsetzung rechtzeitig gelingt, empfehlen wir den Herstellern jetzt das Projekt ‚Fälschungssicherheit durch Serialisierung‘ in ihren Unternehmen zu starten, auch wenn bis zum Inkrafttreten des delegierten Rechtsaktes – vermutlich im 1. oder 2. Quartal 2018 – für Europa noch drei Jahre Zeit sind. Außerhalb von Europa gelten sogar frühere Fristen“, so Bartz weiter. Doch wie lassen sich Fertigungslinien und Produktionsstraßen an die geforderten Kennzeichnungsmaßnahmen anpassen? Was ist bei der Zusammenarbeit mit Lohnfertigern zu beachten? Welche Produktinformationen müssen vorliegen? Und wie laufen die Datenströme mit diesen Informationen zusammen? Die Roadshow "Get Ready for Anti-Counterfeiting” zeigt Anfang 2015 an fünf Terminen quer durch Deutschland, wie die Hersteller regulatorische Vorgaben für fälschungssichere Arzneimittel umsetzen können. GS1 Germany und zehn Solution Provider bieten Vorträge, Diskussionsrunden und Besichtigungen zu Themen wie „nationale und internationale Anforderungen an die Arzneimittelserialiserung“, „technische Umsetzungen zur Arzneimittelserialisierung mittels GS1 DataMatrix“, „Einsatz von Sicherheitssiegeln und Hologrammen auf Faltschachteln“, sowie „Effiziente Roll-out Planung für Track & Trace“. Die Teilnehmer erhalten Tipps zur Umsetzung und können mit Experten Lösungen zur technischen Umsetzungen diskutieren. Die Roadshow hält am 20. Januar in Köln, am 22. Januar in Alsfeld (Hessen), am 28. Januar in Hamburg, am 3. Februar in Bensheim (Hessen) und am 19. Februar in Staufenberg (Niedersachsen). Die Veranstaltung richtet sich exklusiv an Entscheider der pharmazeutischen Industrie aus den Bereichen Qualitätssicherung, Produktion, IT, Logistik und Regulatory Affairs. Sie können sich auf dieser Webseite oder per E-Mail unter healthcare@gs1-germany.de kostenlos anmelden. GS1 Germany veranstaltet die Roadshow gemeinsam mit Bluhm Systeme, Domino, Hologram Company, Kurz, Laetus, Mettler Toledo, Movilitas, Opsec, SAP und STI Group. Weitere Informationen: gs1-germany.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networking rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community.