Die Empowering Consumers Directive (EmpCo) ist ein zentraler Bestandteil der EU-Gesetzgebung im Rahmen des EU Green Deal. Ziel ist es, Verbraucher:innen durch transparente, überprüfbare und nicht-irreführende Nachhaltigkeitskommunikation zu fundierten Kaufentscheidungen zu befähigen. GS1 Standards unterstützen dabei, diese Anforderungen effizient umzusetzen und eine konsistente Produktkommunikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen.
Die EmpCo-Richtlinie der EU (Empowering Consumers for the Green Transition Directive) verbietet irreführende Umweltkommunikation und stärkt Transparenz für Verbraucher:innen.
Sie regelt insbesondere:
Die Richtlinie wurde in nationales Recht überführt (Anpassung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb UWG) und ist ab Ende September 2026 verpflichtend umzusetzen.
Unternehmen stehen derzeit vor der Herausforderung, die Vorgaben der EmpCo-Richtlinie trotz erheblicher Interpretationsspielräume korrekt umzusetzen.
Einige Handlungsfelder, wie z. B. die (Neu-)Gestaltung von Verpackungen, benötigen eine nicht zu unterschätzende Vorlaufzeit, weshalb sich Unternehmen frühzeitig auf die regulatorischen Anforderungen vorbereiten müssen. Innerhalb der Fach-Community besteht daher ein ausgeprägter Bedarf an mehr Transparenz sowie an einem unternehmensübergreifenden Austausch, um ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und Unsicherheiten abzubauen. Dabei spielt auch ein möglichst hohes Maß an Rechtssicherheit und die damit verbundene richtige Auslegung der EmpCo für die Unternehmen eine große Rolle, um auf Seiten der Konsument:innen ebenfalls ein einheitlicheres Verständnis relevanter Begrifflichkeiten zu erreichen sowie zu mehr Transparenz beizutragen.
Um Unternehmen praxisnah zu unterstützen, erarbeiteten Expert:innen aus Industrie und Handel unter dem Dach von GS1 Germany die Anwendungsempfehlung „EmpCo in der Praxis: Transparente und rechtskonforme Produktkommunikation“
Hinweis: Die Inhalte sind rechtlich unverbindlich und ersetzen keine individuelle Prüfung.
Im Fokus stehen 29 klar definierte Begriffe aus zentralen Themenfeldern wie:
Kommunikation im Kontext von Nachhaltigkeit muss fundiert und belegbar sein. Verbraucher:innen erwarten nachvollziehbare Informationen, die über bloße Schlagworte hinausgehen. Ein zentraler Schlüssel dafür ist der Abruf zusätzlicher Daten über zweidimensionale Barcodes wie zum Beispiel QR-Codes.

Die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie lassen sich ideal mit weiteren regulatorischen Vorgaben verknüpfen – etwa mit dem Digitalen Produktpass (gemäß ESPR) oder der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR). Die dort geforderten Datenpunkte aus der Lieferkette können gleichzeitig dazu dienen, Umweltaussagen zu belegen und die Verifizierung zu erleichtern.
Zertifizierungsdaten lassen sich eindeutig über GS1 Idente mit Produkten (GTIN) oder Unternehmenseinheiten (GLN) verknüpfen. So können Informationen nahtlos über Marktplätze, Handel und Partner ausgetauscht werden – zuverlässig und standardisiert.
Dies erleichtert die Verifizierung von Nachhaltigkeitszertifikaten und deren eindeutige Zuordnung zu dem jeweiligen Produkt.

GS1 bietet bewährte Standards, um Nachhaltigkeitsinformationen effizient und interoperabel bereitzustellen:
Die Richtlinie betrifft alle Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen in der EU vertreiben und Umweltaussagen gemäß EmpCo tätigen. Und zwar unabhängig von Branche oder Größe.
Die Umsetzung in Unternehmen ist ab Ende September 2026 verpflichtend.
Unternehmen riskieren:
Die Einhaltung der EmpCo ist daher nicht nur regulatorisch, sondern auch strategisch relevant.
Ja, Plattformen, die Produkte in der EU vertreiben, müssen ebenfalls sicherstellen, dass die Umweltaussagen der gelisteten Produkte den Anforderungen entsprechen.
Daten sind zentral für die Umsetzung der EmpCo. Unternehmen müssen:
Digitale Lösungen wie GS1 Standards und 2D-Barcodes helfen dabei, diese Nachweise effizient bereitzustellen.
Eine erfolgreiche Vorbereitung umfasst:
Frühzeitiges Handeln ist entscheidend, da Anpassungen (z. B. Verpackungen) Zeit benötigen.
GS1 Standards ermöglichen:
Damit unterstützen sie Unternehmen bei einer skalierbaren Umsetzung der EmpCo.
Ansicht wechseln:
GS1 Germany Anwendungsempfehlung EmpCo Version 1.0 Stand 08.04.2026
Ein Glossar mit 55 nachhaltigkeitsbezogenen Produktaussagen zu Themenclustern wie „Klima”, „Recycling und Verwertung” sowie „Inhaltsstoffe” bildet das Herzstück des Dokuments.
A glossary containing 55 sustainability-related product claims on topics such as “climate,” “recycling and recovery,” and “ingredients” forms the core of the document.
