Veröffentlicht am 22.08.2022
Ist die Verpackung recyclingfähig? Wieviel Rezyklat wurde bei ihrer Herstellung verwendet und wie wird sie am besten entsorgt beziehungsweise getrennt? Darüber sollen die zahlreich verfügbaren Logos, Icons und Symbole auf Verpackungen Verbraucher:innen aufklären. Aber viel hilft nicht immer viel. Damit die Kund:innen am Point of Sale und später beim Trennen ihres Abfalls schnell und eindeutig die hinweisgebenden Informationen erfassen können, hat das Forum Rezyklat in dem von Interseroh+ geleiteten Arbeitspaket „Zielbild Logos/Icons/Symbole auf Verpackungen“ einen Leitfaden für die Kennzeichnung in puncto Recyclingfähigkeit, Einsatz von Rezyklat sowie Entsorgungs- und Trennhinweise entwickelt. Er zeigt, welche Kriterien Hersteller bei der Auswahl eines Logos ansetzen sollten. Die wesentlichen Kriterien sind: Verständlichkeit, Verlässlichkeit, allgemeine Zugänglichkeit, Transparenz und praktikable Verwendung. Das Dokument steht ab sofort hier zum kostenfreien Download bereit: forum-rezyklat.de . Mülltrennung und Recycling von Verpackungen erleichern Das Forum Rezyklat will damit den Teilnehmenden des Wertschöpfungskreislaufs von Verpackungen, interessierten Unternehmen sowie politischen Akteuren eine Orientierung für den Einsatz der Logos, Icons und Symbole geben. Die so verbesserte Transparenz soll zur harmonisierten und möglichst einheitlichen Kommunikation gegenüber den Endverbraucher:innen führen. „Ihr Bewusstsein für den Wert von Verpackungsmaterialen, das Recycling zum Erhalt der nachhaltigen Wertstoffe im Kreislauf und für ihren eigenen Beitrag dazu kann damit weiter erhöht werden“, erklärt Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer von Interseroh+ und ergänzt: „Die Empfehlungen zahlen damit auf das übergeordnete Ziel des Forums ein, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft von Verpackungen zu erreichen“. Die Expert:innen im Forum Rezyklat sichteten dazu im ersten Halbjahr 2022 zunächst die aktuell verfügbaren und verwendeten Kennzeichnungsmittel nach Themen. Anschließend haben sie verschiedene allgemeingültige wie themenspezifische Kriterien erarbeitet, die für eine erfolgreiche Kommunikation der Themen mittels Verpackungslogos und -icons maßgeblich sind. Anhand dieser wurden die gesammelten Logos von den Mitgliedern des Forum Rezyklat bewertet. Mit den entsprechend gestalteten Hinweisen auf den Verpackungen sollen Verbraucher:innen Klarheit darüber erlangen, ob diese nach Gebrauch im Recyclingprozess verarbeitet und aus ihnen wieder neue Verpackungen oder Produkte hergestellt werden können. Sie erfahren zudem, dass für deren Produktion Rezyklate eingesetzt wurden und können sie bestmöglich entsorgen beziehungsweise ihre Bestandteile voneinander trennen und so einem materialgerechten Recycling zukommen lassen. Zum Hintergrund Zum Zeitpunkt der Durchführung der Analyse gab es für den deutschen Markt keine konkreten oder verbindlichen rechtlichen Vorgaben zur Aufbringung von Logos, Icons und Symbolen zu den Themen Recyclingfähigkeit, Rezyklateinsatz sowie für Entsorgungs- und Trennhinweise. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich dies zukünftig ändern wird. Zu erwähnen sind hier insbesondere das von der deutschen Bundesregierung in der Legislatur 2021-2025 im Koalitionsvertrag aufgeführte „Recycling-Label“ zum Rezyklateinsatz sowie die Überarbeitungen der EU-Abfallrahmenrichtlinie und der EU-Verpackungsrichtlinie. Zu letzterer soll im November 2022 ein Entwurf vorgelegt werden. Dieser beinhaltet möglicherweise die Umstellung der Richtlinie auf eine Verordnung, um eine einheitliche Umsetzung in den Mitgliedstaaten sicherzustellen und wird voraussichtlich auch Regelungen zur Aufbringung von Entsorgungs- und Trennhinweisen enthalten. Die Vorgaben der europäischen Verpackungsgesetzgebung sind in Deutschland umzusetzen und wirken sich somit auch auf den deutschen Markt aus. Pressebild: Verpackungen richtig entsorgen und trennen – Dabei helfen einheitliche, leicht verständliche Logos, Icons und Symbole auf den Produkten. (Quelle: Initiative „Mülltrennung wirkt“/Marcella Merk) Über das Forum Rezyklat Das Forum Rezyklat wurde 2018 von dm-drogerie markt initiiert und versteht sich als agiles Bündnis. Mehr als 60 Mitglieder bestehend aus Händlern, Produkt- und Verpackungsherstellern, dualen Systemen, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie Vertreter:innen der Wissenschaft und Politik, bilden die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Kreislaufwirtschaft ab. Gemeinsam arbeiten sie im Forum Rezyklat an praxis- und verbrauchernahen Strategien und Maßnahmen. Sie wollen das Bewusstsein der Menschen für Kreislaufwirtschaft fördern, um eine sortenreine Trennung der Wertstoffe zu erzielen. Dadurch können die Qualität von Recyclingmaterialien sowie der Recyclinganteil in Verpackungen erhöht werden. Des Weiteren strebt das Forum an, Verpackungen zu optimieren und schon im Entstehungsprozess neuer Verpackungen darauf zu achten, dass diese recyclingfähig sind, damit sie als Ressource dem Kreislauf erhalten bleiben. Um diese Ziele zu erreichen, engagieren sich die Mitglieder des Forum Rezyklat in Fachpaketen, die sich mit folgenden Themen befassen: Stammdatenmanagement, Technologie und Recyclingfähigkeit, Endverbraucher-Kommunikation und Verpackungsreduzierung. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: presse@forum-rezyklat.de Homepage: www.forum-rezyklat.de
Veröffentlicht am 19.07.2010
Ob Belastungsanzeigen im Falle einer Reklamation oder Gutschriftverfahren – Unternehmen, die diese Prozesse per EDI (Electronic Data Interchange) abwickeln wollen, müssen hierfür laut Umsatzsteuergesetz eine gemeinsame Vereinbarung treffen. Für beide Fälle hat GS1 Germany jetzt Mustervereinbarungen entwickelt, die den Marktteilnehmern Rechtssicherheit bieten und aufwendige Prüfungen für jede einzelne Geschäftsbeziehung ersparen. Im Juni 2009 veröffentlichte die Branchenorganisation bereits eine Mustervereinbarung für Rechnungen auf Basis des Kommunikationsstandards EANCOM®. Diese gewährleistet nach Wegfall der Sammelabrechnung eine rechtssichere Abwicklung des digitalen Rechnungsverkehrs. Inzwischen haben sich alle großen Handelsunternehmen darauf verständigt, die GS1 Germany-Mustervereinbarung einzusetzen. Somit existiert jetzt für alle Unternehmen, die EDI-Rechnungen versenden oder empfangen, ein einheitlicher Rahmen, um vom elektronischen Datenaustausch zu profitieren. Neben den klassischen EDI-Rechnungen vom Lieferanten an den Kunden musste auch für weitere Prozesse eine Regelung gefunden werden. Dazu gehören Belastungsanzeigen im Falle einer Reklamation oder Retoure. Hierbei stellt der Kunde eine Rechnung an den Lieferanten. Ein zweiter Fall sind sogenannte Gutschriftverfahren, bei dem die Rechnung durch den Leistungsempfänger selbst ausgestellt wird. Für beide Fälle hat GS1 Germany jetzt entsprechende Mustervereinbarungen entwickelt, die auf der Empfehlung von 2009 basieren. Darüber hinaus wurde eine Empfehlung für WebEDI-Rechnungen ausgesprochen, der zufolge die reguläre Mustervereinbarung verwendet werden kann, da WebEDI als Verfahren zur Erzeugung von EANCOM®-Rechnungen anerkannt ist. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Referentin Unternehmenskommunikation Maarweg 133 · 50825 Köln Tel: 0221 94714-437 · Fax 0221 94714-591 E-Mail: kroll@gs1-germany.de Homepage: www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 03.12.2018
Weltweit fragen Verbraucher verstärkt nach der Herkunft von Lebensmitteln: Wo wurde der Fisch gefangen? Woher stammt das Steak? Und auch der Gesetzgeber fordert: Produzenten müssen die Herkunft ihrer Produkte offenlegen. So verlangt etwa die Verordnung 1337/2013 Angaben zur Herkunft von Fleisch sowie zum Aufzucht- und Schlachtort der Tiere. Die heutige Herausforderung für Hersteller und Händler: Sie müssen die Rückverfolgbarkeit in weltweiten Beschaffungsmärkten sicherstellen. Neue Technologien machen es möglich: F-Trace gewährleistet eine rechtssichere und chargengenaue Rückverfolgung vom Rohstoff bis auf den Teller des Verbrauchers. Aktuell nutzen über 500 Unternehmen aus mehr als 25 Ländern den Service, um Transparenz in der Lebensmittelbranche zu fördern. Nun bieten auch die GS1 Organisationen in Österreich und Kroatien den Rückverfolgbarkeitsservice für ihre Märkte an. Damit ist der globale Service F-Trace bereits in insgesamt acht Ländern durch entsprechende Anbieter lokal vertreten. Gregor Herzog, Geschäftsführer bei GS1 Austria, dazu: „Um die Kundenanforderungen sowohl produzenten- als auch händlerseitig nach einer standardisierten, lückenlos rückverfolgbaren Wertschöpfungskette abbilden zu können, setzt GS1 Austria beim Technologiepartner auf den etablierten Service F-Trace.“ Um F-Trace besser in das Serviceportfolio integrieren zu können, steht es österreichischen Kunden unter dem Namen GS1 Trace zur Verfügung. Historie eines Produktes jederzeit nachvollziehbar Mark Zeller, Chief Operating Officer (COO) von F-Trace, erläutert: „Wir haben F-Trace in den letzten Jahren von einem reinen Verbrauchertool zu einem umfassenden B2B2C-Service entwickelt, der lückenlose Rückverfolgbarkeit über die gesamte Supply Chain auch für komplexe Produkte ermöglicht. Das System liefert in Echtzeit alle relevanten Informationen auf Basis einer 100-prozentigen GS1 Standardkonformität. Händler und Hersteller erfüllen dabei alle rechtlichen Vorgaben und können jederzeit einfach prüfen, ob die Daten vollständig und korrekt sind.“ Aus diesen Gründen entscheiden sich immer mehr GS1 Organisationen, den Rückverfolgbarkeitsservice auch für Unternehmen aus ihren Ländern anzubieten. Neben Österreich und Kroatien haben auch die GS1 Organisationen in Hongkong, Irland, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und Ungarn den Service F-Trace in ihr Portfolio aufgenommen. Die Nachfrage von Handel und Industrie in weiteren Ländern wird durch die F-Trace-Zentrale in Köln direkt betreut. Verfügbar ist F-Trace bereits für die Rückverfolgung von Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse sowie von gemischten Produkten wie Cerealien. Auch an der Bedientheke ist die Lösung seit 2018 einsetzbar. Neben der weiteren Internationalisierung plant F-Trace für die Zukunft die Ausweitung auf weitere Warengruppen – zum Beispiel Feinkostprodukte wie im Markt zubereitete Salate und Convenience-Produkte. Weitere Informationen über F-Trace finden sich auf www.ftrace.com. Abbildung: Verbraucher erhalten direkt am Point of Sale per Touchscreen oder mit der F-Trace-App auf ihrem Smartphone Informationen zur Produktherkunft. (Bildhinweis: F-Trace / Reinhard Rosendahl) Hintergrund: So funktioniert F-Trace F-Trace ist eine neutrale, cloudbasierte Plattform zur chargengenauen Rückverfolgung von Produkten wie etwa Fleisch, Fisch und gemischten Produkten. Das System verknüpft statische Produktdaten in Echtzeit mit dynamischen Informationen zu einzelnen Verarbeitungsschritten in einer Lieferkette. Dazu gehören zum Beispiel das Erntedatum, die Methode des Fischfangs oder das Land der Verarbeitung. Jeder Akteur speist seine spezifischen Daten selbst in das System ein. Damit ist die Historie eines Produktes jederzeit nachvollziehbar. Die Eingabe erfolgt nach festgelegten Kriterien und auf Basis einheitlicher Standardschnittstellen. F-Trace stellt dabei sicher, dass Pflichtangaben gemacht werden und korrekt sind. Ein ausgeklügeltes Rechtemanagementsystem verhindert unerwünschte Datenzugriffe. Der Service basiert auf globalen GS1 Standards und ist international anwendbar. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Verena Krick Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526, Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: verena.krick@gs1.de Die F-Trace GmbH ist ein Unternehmen der GS1 Germany GmbH. Das Unternehmen bietet Lösungen für eine transparente und sichere Wertschöpfungskette. Kern seines Portfolios ist der Rückverfolgbarkeitsservice F-Trace, eine webbasierte Lösung, die eine chargengenaue Rückverfolgung auf Basis von statischen und dynamischen Daten ermöglicht. Transparenz, Sicherheit und Vertrauen sind die Kernnutzen. Der skalierbare Service F-Trace basiert auf GS1 Standards und ist für alle Branchen, Zielgruppen und Warenkategorien global einsetzbar.
Veröffentlicht am 13.08.2012
Kundenbindung durch direkte, zielgerichtete Kundenkommunikation wird für die Zukunft immer wichtiger. Für maximale Kundenorientierung sorgen digitale, personalisierte Coupons (eCoupons): Dieses innovative Konzept setzt die Metro-Tochter Real,- derzeit in allen deutschen Filialen um. „Unsere Kunden können ihre Punkte jetzt nicht nur schneller und direkter sammeln, sie können sich außerdem über auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Payback Coupons freuen,“ erläutert Bernd Hasenbank, Head of Point of Sale Solutions bei der Real,- Group das neue Plus an Kundenorientierung. Die technischen Anforderungen hinter diesem Projekt mit dem Real,- internen Projektnamen „Value Voucher Validation“ oder kurz 3V, sind die automatische und sehr schnelle Verarbeitung der eCoupons, um die sich daraus ergebenden Marketingpotenziale hinsichtlich Kundenfreundlichkeit und Aktualität von Werbekampagnen erschließen zu können. Kernstück der innovativen Lösung ist, dass jeder eCoupon mit einem EPC (Electronic Product Code) individuell identifiziert wird und alle von der Aktivierung bis zur Einlösung des eCoupons entstehenden Ereignisdaten mit dem modernen GS1-Standard EPCIS (EPC Information Services) ausgetauscht werden. Durch die digitale Übertragung der Coupondaten zwischen Kasse und Payback ohne manuelle Eingaben durch die Kassierer sind diese Informationen extrem schnell verfügbar und der Checkout Prozess wird nicht beeinflusst. Außerdem eröffnen sich Möglichkeiten für ein kundenindividuelles Marketing, das gleichzeitig hilft, große Papiermengen zu sparen. Die eCoupons aktiviert der Kunde entweder im Online-Portal oder mit seiner App von Payback – an der Kasse reicht es weiterhin, nur die Payback Karte vorzuzeigen. In einem vor dem Rollout durchgeführten Belastungstest wurden Millionen von Coupons in kürzester Zeit „eingelöst“. So konnten sich die beteiligten Unternehmen von der extrem starken Performance des Systems überzeu-gen. „Wir haben diese Couponing-Lösung zusammen mit Payback auf Herz und Nieren geprüft. Diese Lösung wird sich in der Praxis bewähren und schnell vom Kunden akzeptiert werden“, ist Bernd Hasenbank überzeugt. „Der Ansatz ist außerdem bedeutend kostengünstiger als alternative Systeme, da etablierte Standards wie EPC und EPCIS zum Einsatz kommen“, ergänzt Ralph Tröger, Projektmanager bei GS1 Germany. Das Projekt ist schon jetzt so erfolgreich, dass Metro bereits über den nächsten Schritt nachdenkt, wie etwa ein mögliches Management aller Leergut-Bons über EPCIS. Mehr zu diesem Projekt erfahren interessierte Unternehmen auf dem ECR Tag von GS1 Germany im Fachforum Mobile Commerce am 6. September 2012 in Wiesbaden: http://www.ecrtag.gs1-germany.de/ .
Veröffentlicht am 27.10.2015
Sicherheitsrelevante Bauteile von Schienenfahrzeugen wurden bislang häufig nicht eindeutig identifiziert. „Die Rückverfolgbarkeit und eine turnusmäßige Wartung werden damit erheblich erschwert“, berichtet Daniel Dünnebacke, Senior Branchenmanager Technische Industrien bei GS1 Germany. Eine beispielhafte Lösung hat jetzt die HFG Transport-Technik umgesetzt. Das Unternehmen serialisiert ab sofort mithilfe von globalen GS1 Standards sicherheitsrelevante Bauteile parallel zur Instandhaltung der Schienenfahrzeuge. „Die serialisierte Kennzeichnung von aufbereiteten Komponenten stellt eine große Herausforderung dar, bietet aber auch enorme Potenziale“, ist Frank Wachendorf, Leiter Vertrieb bei der HFG Transport-Technik überzeugt. Das Unternehmen ist Europas führender Spezialist für die Revision und Rekonditionierung von Wälzlagern für Schienenfahrzeuge. HFG prüft und überarbeitet Radsatzlager für verschiedene europäische Bahnbetreiber und Wagenhalter. Die Mitarbeiter zerlegen die Produkte in ihre Einzelteile und sammeln Informationen zum Zustand und zu möglichen Schäden. Das Problem: Zahlreiche Komponenten sind über Jahrzehnte im Einsatz und wurden von den Herstellern nicht in jedem Fall eindeutig gekennzeichnet. Eine zweifelsfreie Rückverfolgbarkeit im Schadens- oder Rückruffall ist so nicht möglich. Auch die erfassten Zustandsdaten können nicht mit Betriebsdaten der Schienenfahrzeuge, wie Laufleistung, Streckenprofil oder Wagenladung, verknüpft werden. Das System lässt sich nun ganzheitlich optimieren, indem alle relevanten Komponenten – egal ob neu oder gebraucht – im Rahmen der Wartung nachträglich serialisiert gekennzeichnet werden. Möglich macht das bei HFG die Globale Artikelnummer (GTIN), die neben der Hersteller- und Artikelkennung auch eine zufällig erzeugte Seriennummer beinhaltet. Damit wird jedes Bauteil weltweit eindeutig identifizierbar und jederzeit rückverfolgbar. Die serialisierte GTIN wird als maschinenlesbarer, zweidimensionaler GS1 DataMatrix Code auf das Bauteil aufgebracht. „Das Unternehmen hat einen Weg gefunden, um neu eingesetzte und gebrauchte Teile im laufenden Instandhaltungsprozess mit einer serialisierten Kennzeichnung zu versehen“, erklärt Dünnebacke das Novum an der Lösung. So könne HFG sicherstellen, dass sich die Bauteile im „Rolling Stock“, die zum Teil 60 Jahre und mehr im Einsatz sind, flächendeckend nach- und rückverfolgen lassen. Die komplette Erfolgsstory von HFG finden interessierte Unternehmen unter: https://www.gs1-germany.de/gs1-standards-in-den-technischen-industrien/ Pressebild: Bei HFG Transport-Technik werden GS1 DataMatrix Codes bei der Instandhaltung gelasert (Bildquelle: HFG Transport-Technik) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 06.12.2010
Köln. Die Veranstaltung von GS1 Germany in Kooperation mit dem BTE und der TextilWirtschaft hatte den Einsatz von RFID als Kernthema. Schon beim Get-together am Abend zuvor trafen sich Referenten und Teilnehmer aus der Branche, um den Einsatz von RFID live beim Gastgeber Gerry Weber zu erleben. Dieser Live-Eindruck zu Einsatz- und Optimierungsmöglichkeiten mit RFID wurde am nächsten Tag durch anschauliche Präsentationen ergänzt. Über ihren erfolgreich abgeschlossenen Piloteinsatz referierte beispielsweise die s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG. Ihr Proof of Concept hat gezeigt, dass Out-of-Stock-Situationen reduziert und der Umsatz signifikant erhöht werden konnten. Eine Umfrage unter s.Oliver-Kunden hat außerdem gezeigt, dass im Falle von RFID keine Befürchtungen in Richtung Verletzung von Datenschutz seitens der Kunden besteht. Zu diesem Thema informierte während der Anwendung von RFID ein entsprechend gestalteter Flyer. George Gina & Lucy haben in ihrem Vortrag erörtert, was sich alles hinter der Identifikation mit der RFID-Technologie verbirgt und wie diese konkret im Projekt eingesetztwurde. Doch nicht nur die Herstellerseite, auch der Handel kam zu Wort und begrüßte einheitlich den Einsatz von RFID. Vom kleinen Unternehmen, wie Multichannel-Vertrieb Trends & Brands, über das mittelständische Textilhaus Hagemeyer aus Minden bis zur Kaufhauskette Karstadt, RFID hilft in jeder Größenordnung, Liefer-, Lager- und Warenprozesse zu optimieren. Dass Funkchips und Elektronischer Produktcode (EPC) sowie Radiofrequenzidentifikation (RFID) lange nicht so sexy sind, wie das Modebusiness selbst, sei eventuell der Hauptgrund, warum es nicht schon längst überall Standard ist. Dies stellte zumindest der Mindener IT-Geschäftsführer von Hagemeyer, Martin Heinzmann, fest. Dies läge womöglich an den zu schlicht designten Handscannern und der äußerst pragmatischen Ausführung. Aus diesem Grund hob er insbesondere die Entwicklungen in Richtung farbige Handhelds und Weiterverarbeitung der Daten via iPhone, iPod & Co. hervor. Die Technologie funktioniert über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg und die Tagpreise sind mittlerweile attraktiv geworden. Insgesamt konnte man die Veranstaltung als Aufruf an die gesamte Branche verstehen, sich das Leben im Modebusiness mit EPC/RFID leichter zu machen. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler Referentin Unternehmenskommunikation Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de Homepage: www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 02.11.2011
Der Duschkabinen-Hersteller Tardis rüstet sich für die Zukunft und nutzt ein standardisiertes Datenmanagement, um Kundenanfragen schnell und effizient bearbeiten zu können. Vor Projektbeginn war eine zeitnahe und rechtssichere Datenauskunft nicht möglich. Um besonders besorgniserregende chemische Stoffe (SVHC) eindeutig zuordnen zu können, musste das Unternehmen zunächst für jedes einzelne Produkt eine Bestandsaufnahme vornehmen und verlässliche Informationen abfragen. Die Recherche war mit großem organisatorischen und personellen Aufwand verbunden. Um diese Abläufe zu vereinfachen, hat das Unternehmen im Rahmen des Prozeus-Projekts ein effizientes System implementiert, mit dem es gemeinsam mit dem Handelspartner Gottfried Stiller jederzeit Auskunft über SVHC in den Produkten geben kann. Dazu hat der Duschkabinen-Hersteller zunächst alle Vor- und Fertigprodukte mit einer weltweiten überschneidungsfreien Artikelidentnummer (GTIN) gekennzeichnet, um eine eindeutige Identifikation der Produkte zu gewährleisten. Die Daten zur chemischen Zusammensetzung wurden anschließend in der Evaluatierungsplattform CS Solutions hinterlegt. Hier können die Informationen automatisch aktualisiert werden. „Es ist heute weitaus weniger Personalaufwand für SVHC-Anfragen erforderlich, da die Informationen gesammelt zur Verfügung stehen und nicht mühsam beschafft werden müssen“, erklärt Thomas Breuer, Geschäftsführer der Tardis GmbH & Co. KG. „Durch das neue System sind verlässliche SVHC-Daten für alle Tardis-Duschkabinen unmittelbar abrufbar. Bei Anfragen können wir unsere Kunden und den Behörden unverzüglich die gewünschten Informationen zusenden“, erläutert Georg Mückenhausen, Leiter Einkauf bei der Gottfried Stiller GmbH. „Erfreulich war auch, dass keine einzige Duschkabine im Tardis-Sortiment SVHC enthält“, resümiert Breuer. Die Ergebnisse des Projekts wurden jetzt in einer kostenlosen Broschüre veröffentlicht. Sie kann bei Prozeus bestellt oder unter www.prozeus.de heruntergeladen werden. Zum Hintergrund: Seit Oktober 2008 besteht für alle Unternehmen eine gesetzliche Informationspflicht darüber, ob ihre Produkte SVHC enthalten. Nach der Europäischen Chemikalienverordnung REACH dürfen innerhalb der Europäischen Union nur noch chemische Stoffe in Verkehr gebracht werden, die bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA registriert oder vorregistriert sind. PROZEUS – auf einen Blick Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt PROZEUS die eBusiness-Kompetenz mittelständischer Unternehmen durch integrierte PROZEsse Und etablierte eBusiness-Standards. PROZEUS wird betrieben von GS1 Germany – bekannt durch Standards und Dienstleistungen rund um den Barcode – und IW Consult, Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. PROZEUS versteht sich als zentrale Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen der Industrie sowie der Konsumgüterwirtschaft und des Handels. Von PROZEUS empfohlene eBusiness-Lösungen sind zukunftsfähig und investitionssicher, da sie auf kostengünstigen, neutralen und international akzeptierten eBusiness-Standards basieren. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler, Referentin Unternehmenskommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 17.08.2012
2.000 Fragen zu Gift und Chemikalien in Konsumgütern stellten Verbraucher in den letzten zwei Monaten über einen neuen „Anfrage-Generator“ des Umweltbundesamtes (UBA). Über die Eingabe der Artikelnummer aus dem EAN-Barcode werden die Anfragen dabei direkt an Hersteller oder Händler weitergeleitet. Das standardisierte Auskunftsformular ermöglicht allen Beteiligten, die von der europäischen Chemikalienverordnung REACH gesetzlich geforderten Informationspflichten schneller und zielgerichteter zu bearbeiten. „Das Informationstool des UBA vereinfacht die REACH-Auskunftspflicht erheblich. Voraussetzung ist lediglich, dass die Produkte mit der globalen Artikelnummer GTIN und dem EAN-Barcode, wie im stationären Handel üblich, gekennzeichnet sind“, erklärt Frank Michel, Leiter Produkt und Corporate Compliance bei GS1 Germany. Die Anfragen würden dann über die weltweite Datenbank Gepir, betrieben von den GS1-Organisationen, direkt an den Hersteller weitergeleitet. In Gepir sind sämtliche Hersteller weltweit registriert, die am System des EAN-Barcodes teilnehmen. Stellen Verbraucher über diesen Weg eine Frage zu bedenklichen Inhaltsstoffen, erhalten sie Informationen aus erster Hand vom Hersteller und können somit sichergehen, dass diese auch verlässlich sind. „Wir sprechen hier von Trusted Data, da Verbraucher die Informationen direkt vom Hersteller oder Inverkehrbringer bekommen“, so Michel weiter. Das Online-Tool wende sich an Produktverantwortliche, die damit Prozesse rund um die REACH-Auskunftspflicht erheblich schlanker gestalten könnten. Als die Chemikalie Bisphenol A, die häufig in Babyfläschchen verwendet wurde, negative Schlagzeilen machte, nahmen viele Anbieter diese Fläschchen aus dem Markt. Das Gift wirkt ähnlich wie Östrogen und kann unter anderem das Gehirn von Kleinkindern schädigen und die Fruchtbarkeit von Männern beeinträchtigen. Dies ist nur ein Beispiel von Chemikalien, die immer wieder zu Verunsicherungen seitens der Verbraucher führen. Mit der europäischen Chemikalienverordnung REACH wurden Hersteller vor fünf Jahren verpflichtet, Verbrauchern innerhalb von 45 Tagen auf Anfrage Auskunft über Chemikalien in Konsumgütern zu erteilen. In der Regel wenden sich Konsumenten mit ihren Anfragen jedoch zunächst an den Händler, wo das Produkt gekauft wurde. Folglich waren die Antwortzeiten extrem lang oder es wurden zum Teil aus Unwissenheit falsche Auskünfte erteilt. „Gerade für Versandhandelsunternehmen, die ein großes Spektrum an verschiedenen Produkten haben, ist die Überwachung von zulässigen Höchstmengen je Stoff und Wirtschaftseinheit pro Jahr eine große Herausforderung“, bestätigt Katrin Triebel, Leiterin des Netzwerks Nachhaltigkeit beim Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh). Das Internetportal www.reach-info.de wurde gemeinsam mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und mit Unterstützung von GS1 Germany und SA2 Worldsync entwickelt. GS1 Germany informiert auf der Messe für Multichannel-Handel Neocom am 26. und 27. September 2012 in Wiesbaden über die Vorteile des EAN-Barcodes im Online- und Versandhandel.
Veröffentlicht am 08.05.2025
Ob stationär oder online, die Qualität von Produktstammdaten ist für die Prozesse in den Liefernetzwerken bis hin zur effektiven Kommunikation am Point of Sale elementar. Um den steigenden Anforderungen des deutschen Zielmarktes nach einer notwendigen Erhöhung der Datenqualität gerecht zu werden, sind die Prüfvorgaben gemäß GS1 DQX (Data Quality Excellence) bereits seit dem 20. Mai 2023 verpflichtend anzuwenden. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Gremien-Beschluss von Industrie und Handel bei GS1 Germany. „Wir brauchten unbedingt einen Gamechanger, um auf ein höheres Qualitätslevel zu gelangen“, betonte seinerzeit stellvertretend Christian Bodi, Geschäftsführer Ressort Logistik dm-drogerie markt GmbH + Co. KG. Branchenstandard für exzellente Qualität von Produktstammdaten Seit diesem Zeitpunkt wurden nur noch qualitätsgesicherte Produktstammdaten neuer Konsumenteneinheiten im Sortimentsbereich Food und Near-Food über das Global Data Synchronisation Network (GDSN) an die Handelsunternehmen weitergeleitet. Mit großem Erfolg wurde dadurch die Stammdatenqualität von Produkten hinsichtlich Vollständigkeit, Richtigkeit und Konsistenz signifikant verbessert. „Dieser Qualitätsstandard ist sowohl ein wesentlicher Baustein zur Verbesserung der Customer Experience als auch interner Potenziale“, sagt Head of Product Data Management DACH bei Unilever Deutschland, Katrin Niehoff. Toller Meilenstein von mehr als 250.000 geprüften GTIN erreicht Mittlerweile prüfen mehr als 1.350 Unternehmen ihre Produktstammdatenqualität mittels GS1 DQX. In Anlehnung an das ehemalige GfK-Haushaltspanel von YouGov entspricht dies fast vier Fünftel des Gesamtumsatzes im FMCG-Markt in Deutschland ohne Handelsmarken . Darin sind unter anderem 97 der Top-100 umsatzstärksten Unternehmen im Sektor der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) enthalten. Zudem wurde die Schallmauer von 250.000 geprüften Global Trade Item Numbers (GTIN) durchbrochen – Tendenz weiter steigend, unter anderem durch eine hochmoderne Infrastruktur und den Einsatz fortschrittlicher Technologien. Zumal die Daten dank der Besiegelung keiner weiteren Prüfung bedürfen. Die Datenqualität von einzelnen FMCG-Segmenten in Zahlen Zur Wahrheit gehört, dass die einzelnen Segmente teils große Unterschiede aufweisen. Bei „Brot- und Backwaren“ liegt die Marktdurchdringung in Bezug auf den Umsatz der Unternehmen bei 94 Prozent, dicht gefolgt von „Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel“ mit 92 Prozent sowie „Süßwaren“ mit 90 Prozent. Es reihen sich „Molkereiprodukte“, „Tiefkühlkost“ sowie „Alkoholfreie Getränke“ (jeweils 86 Prozent) dahinter ein. Zu „Beauty & Healthcare“ (79 Prozent), „Sonstige Nahrungsmittel“ (73 Prozent) und „Alkoholhaltige Getränke“ (71 Prozent) klafft eine kleine Lücke. Die größten Zuwächse sind daneben beim Schlusslicht „Fleisch, Wurst & Geflügel“ (52 Prozent) zu erwarten. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Warum exzellente Datenqualität für Produktstammdaten entscheidend ist und wie GS1 DQX Handel und Industrie bei der Qualitätssicherung unterstützt.