Veröffentlicht am 19.09.2014
Die digitale Welt der Industrie 4.0 und Produktpiraterie fordern den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Die globale technologische Vernetzung birgt zunehmend die Gefahr von Plagiaten. Der Stellenwert des Know-how-Schutzes steigt entsprechend. Vor diesem Hintergrund haben der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und GS1 Germany im September eine breitangelegte Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, gemeinsam Standards weiterzuentwickeln und zu etablieren – unter anderem zur serialisierten Identifikation. „Nur im Schulterschluss mit Wirtschaft, Politik und Verbänden kann es gelingen, der Produktpiraterie die Stirn zu bieten“, ist Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany überzeugt. Erst Anfang 2014 hatte die aktuelle VDMA-Studie zur Produktpiraterie gezeigt, dass sich der geschätzte Schaden allein für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau auf 7,9 Milliarden Euro beläuft. 71 Prozent aller Unternehmen sind von Plagiaten betroffen. „Oft reicht der klassische Markenschutz nicht aus. Unternehmen können sich mit zivilrechtlichen Verfahren nur begrenzt vor Produktpiraterie schützen“, erläutert Steffen Zimmermann, Geschäftsführer der AG protect-ing beim VDMA. „Umso wünschenswerter wäre der Einsatz von Standards – zum Beispiel zur Serialisierung“, so Zimmermann weiter. GS1 Germany steht seit 40 Jahren für Standards zur Identifikation und elektronischen Kommunikation entlang der Wertschöpfungskette. Allein in Deutschland nutzen über 50.000 Unternehmen GS1 Standards wie den EAN-Barcode oder EANCOM. „Durch die zunehmende Digitalisierung spüren wir über alle Branchen einen Wandel beim Einsatz der GS1 Standards“, so Pretzel weiter. Wurden die Barcodes anfänglich zu reinen Produktidentifikation genutzt, seien es heute Themen wie Rückverfolgbarkeit und Fälschungssicherheit, die die Unternehmen bewegen – egal ob Maschinen- und Anlagenbau, Gesundheitswesen oder Fashionbranche. Konkret haben GS1 Germany und VDMA vereinbart, vorhandene Identifikationsstandards auszugestalten und kooperativ Anwendungsempfehlungen zu erarbeiten. Mit ersten Ergebnissen rechnen beide bereits Anfang 2015. Weitere Informationen: http://www.gs1-germany.de/gs1-standards-in-den-technischen-industrien/ Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 09.10.2014
Ab Dezember 2014 gilt die Lebensmittelinformations-Verordnung 1169/2011 (LMIV). Ob Wurst, Backwaren oder Gastronomie: Die LMIV gilt für alle Lebensmittelbetriebe gleichermaßen. Die Anforderungen unterscheiden sich zum Teil gravierend. „Als Herausforderung habe ich zum Beispiel mitgenommen, dass die bisherigen Etiketten zu klein sind“, erklärt Kornelia Nürnberger, Qualitätsmanagerin beim Kölner Familienunternehmen GS Schmitz. „Aber der Kunde soll ja auch die Ware noch sehen können. Jetzt versuchen wir, die geforderten Inhalte und die Größe der Etiketten in Einklang zu bringen.“ Neue Kennzeichnungsregeln gelten insbesondere für Nährwertangaben und Informationen zu Allergenen. Aber auch für die Herkunftskennzeichnung bei Frischfleisch ändert sich einiges: Hier sind nicht mehr nur für Rindfleisch, sondern auch für Schwein, Ziege, Schaf und Geflügel genaue Angaben fällig. „Belastend ist für Hersteller, dass ganz unterschiedliche Vorstellungen von der Bereitstellung der Produktdaten existieren“, sagt Kornelia Nürnberger. Noch fehle ein einheitliches Anforderungsprofil des Handels. LMIV birgt Chancen für Verbraucherkommunikation Neue Etikettierung, intensiveres Stammdatenmanagement – die LMIV bringt viel mehr Aufwand, aber auch Positives: „GS Schmitz ist ein qualitätsbewusstes Unternehmen, das nur ausgesuchte Rohstoffe verarbeitet“, sagt Kornelia Nürnberger. „Wir wissen, woher unsere Schweine kommen, und wenn wir das weitergeben können – umso besser.“ Zusatzinformationen für die Verbraucher zu liefern, ist dem Unternehmen auch unabhängig vom Gesetzgeber wichtig. „Großes Potenzial sehen wir in barcode-gestützten Rückverfolgbarkeitssystemen wie zum Beispiel fTrace. Je transparenter die gesamte Lieferkette wird, desto eher wird der Verbraucher hochwertige Fleisch- und Wurstprodukte erkennen und den Herstellern wieder mehr Vertrauen schenken.“ Unterstützung für die Fleischbranche GS Schmitz ist gut gerüstet für den 13. Dezember. Zahlreiche Unternehmen der Fleischbranche stehen aber noch ganz am Anfang in puncto LMIV-Umsetzung. GS1 Germany sowie die beiden Tochter-unternehmen 1Worldsync und Smart Data One bieten deshalb praxisnahe Soforthilfe. Auf der Website www.lmiv-services.de finden betroffene Unternehmen branchenspezifische Informationen, nützliche Tools und Ansprechpartner. Hier unterstützt GS1 Germany – bekannt durch den EAN-Barcode – mit Lösungen, die im Schulterschluss mit Wirtschaft und Rechtsexperten erarbeitet wurden. Zudem vermittelt das Seminar „LMIV-Basics für die Fleischbranche“ das notwendige Know-how für Einsteiger. Nächster Termin: 13. November 2014, GS1 Germany Knowledge Center, Köln. Weitere Informationen: http://www.lmiv-services.de/aktuelles-trainings/ Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 09.10.2014
Ab Dezember 2014 gilt die Lebensmittelinformations-Verordnung 1169/2011 (LMIV) – und stellt Gastronomiebetriebe vor völlig neue Herausforderungen. Auch der Frankfurter Caterer Bumb Junior hat sich mit den anstehenden Aufgaben auseinandergesetzt. So muss der Gast künftig bereits vor der Bestellung erkennen können, was in einem Gericht steckt. Die Angaben sind schriftlich zu dokumentieren – spontane Rezeptänderungen scheiden damit aus. „Wir werden für jedes Gericht eine Rezeptur in einem elektronischen System hinterlegen“, erklärt Inhaberin Britta Hirsch, die in der Bankenmetropole ein Businessrestaurant betreibt. Die geforderten Angaben zu Inhaltsstoffen und möglichen Allergenen in Lebensmitteln will sie per iPad präsentieren, das für jeden zugänglich aufgestellt wird. „Interessierte Gäste können die Informationen dann aktiv abrufen, ohne dass jeder zwangsläufig damit konfrontiert wird.“ Arbeit mit Fertigprodukten setzt sichere Produktdaten voraus Doch woher stammen die benötigten Produktinformationen? Bumb Junior verarbeitet hauptsächlich frische Produkte und verzichtet auf Zusatzstoffe. Schwieriger wird es, sobald Halbfertig- oder Fertigprodukte ins Spiel kommen. Viele Gastronomen beziehen Vorprodukte von unterschiedlichen Lieferanten – Inhaltsstoffe und Deklarationen weichen nicht selten voneinander ab. „Die Lösung liegt in einer einzigen, sicheren und geprüften Quelle für Produktdaten“, sagt der Foodservice-Experte Michael Möhring – früher selber in Hotels und Gastronomie tätig, inzwischen als Berater der Branche unterwegs. „Das ist vielen Unternehmen bis heute nicht bewusst – in fast keinem Warenwirtschaftssystem der Gastronomie ist aktuell die Globale Artikelnummer GTIN hinterlegt.“ Mit dem Austausch von Stammdaten über das weltweite Produktinformations-Netzwerk von 1Worldsync könne die Foodservice-Branche eine durchgehende Datenqualität vom Erzeuger bis zum Verwender sicherstellen. LMIV umsetzen: Unterstützung für Gastronomen Da die Zeit drängt, hat GS1 Germany eine zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema LMIV-Umsetzung eingerichtet: Auf der Website www.lmiv-services.de finden Unternehmen praktische Hilfestellungen und Ansprechpartner. Hier unterstützt GS1 Germany – bekannt durch den EAN-Barcode – mit Lösungen, die im Schulterschluss mit Wirtschaft und Rechtsexperten erarbeitet wurden. Branchenspezifisches Know-how vermittelt zudem das Seminar „LMIV Basics für die Foodservice-Branche“. Termine: 31. Oktober 2014 und 21. November 2014, GS1 Germany Knowledge Center, Köln. Weitere Informationen: http://www.lmiv-services.de/aktuelles-trainings/ Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressreferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 10.10.2014
Bargeld hat seinen Preis: Acht Milliarden Euro bringt die Branche dafür jährlich auf. Kostentreiber sind unter anderem die Versicherungssummen, das Vorhalten großer Mengen an Wechselgeld sowie der Personal- und der Transportaufwand. Mit den GS1 Standards Prozesse optimieren und gleichzeitig noch mehr Sicherheit schaffen: Das ist der Ansatz der „Cash Community“ unter dem Dach von GS1 Germany, einem Netzwerk aus Banken, Sparkassen, Handel und Dienstleistern. Gemeinsam entwickeln sie Standards für mehr Transparenz, verknüpfen ihre Prozesse über einheitliche Schnittstellen für ein höheres Maß an Effizienz. Jetzt starten sie dazu Pilotprojekte. Namhafte Unternehmen wie Metro und dm-drogerie markt auf Handelsseite, die Commerzbank und weitere Geldinstitute sowie Werttransportdienstleister wie Koetter und Prosegur gehören zu den insgesamt 16 Projektteilnehmern. „Kosten und Risiken des Bargeldhandlings lassen sich mit den Lösungen von GS1 Germany sowohl für den Handel als auch für Banken gleichermaßen optimieren. Es ist an der Zeit, zukunftsweisende Konzepte zur Automatisierung und Standardisierung im Bargeldkreislauf gemeinsam zu realisieren“, erklärt Stefan Scheiwe, Director of Cash Management der METRO AG. Die Projektpartner wollen ihre Systeme über einheitliche GS1 XML Schnittstellen verbinden, Nachrichten zur Bargeldlogistik elektronisch austauschen und Aufträge sowie Sendungen durchgängig mit den GS1 Identifikationsstandards verfolgen. „Insbesondere das Risikomanagement ist in der Branche noch eine Herausforderung. Dazu gehören zum Beispiel die ordnungsgemäße Auftragsvergabe und -steuerung“, weiß Christian Fischer, Senior Branchenmanager Cash Logistics bei GS1 Germany. In den Pilotprojekten wollen die Partner daher folgende Informationen transparenter machen: Wie können Wechselgelder über Artikelnummern bestellt werden? Wann wurde der Geldbehälter wo an wen übergeben? Und kommen die avisierten Gelder rechtzeitig an? Erste Ergebnisse der Projekte sollen bis Ende 2014 vorliegen und werden auf dem Deutschen Bargeldlogistik Kongress am 27. und 28. Januar 2015 in Wiesbaden vorgestellt. Grundlage für diese Pilotprojekte ist eine Branchenempfehlung, die die Cash Community unter dem Dach von GS1 Germany entwickelt und darin die Hauptprozesse für den kommerziellen Bargeldkreislaufs definiert hat. Im nächsten Schritt, voraussichtlich im Frühjahr 2015, soll die Branchenempfehlung um weitere Komponenten ergänzt und damit vervollständigt werden. Dann sind zum Beispiel die automatische Bestandsüberwachung und das Reporting von Geldautomaten und Zählmaschinen möglich. Bild: Live-Komponente Cash Management im GS1 Germany Knowledge Center (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 16.10.2014
GS1 Germany und Mondelez Deutschland haben gestern Abend auf Europas größter Messe für Personal-Management, der „Zukunft Personal“ in Köln, den Internationalen Deutschen Trainings-Preis in Silber gewonnen. Das gemeinsam präsentierte Weiterbildungskonzept der innovativen Sales Academy überzeugte die Jury des Berufsverbandes für Trainer, Berater und Coaches. Der BDVT zeichnet seit über 20 Jahren herausragende Aus- und Weiterbildungskonzepte sowie betriebliche Qualifizierungsmaßnahmen aus. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und die Anerkennung der Qualität unseres neuen ganzheitlichen Trainingskonzeptes, das für Industriepartner und auch den Handel die Chance zu nachhaltiger Wertschöpfung auf Augenhöhe bietet“, erklärt Julia Levenig, Senior Projektmanagerin Training bei GS1 Germany. Inzwischen nehmen auch Handelspartner in gemischten Gruppen mit der Industrie an den Modulen der Sales Academy teil. „Der Konsumgütermarkt ist reif für eine gleichberechtigte Zusammenarbeit, die partnerschaftliches Denken in den Unternehmen und im Markt insgesamt fördert“, unterstreicht Levenig. Sales Academy bietet Mehrwert für Industrie und Handel Die Sales Academy steht für ein nachhaltiges Umdenken im Vertrieb. Was früher der klassische Verkäufer war, ist heute der kompetente Berater des Handels. „Das didaktische und inhaltliche Konzept von GS1 Germany überzeugt regelmäßig unsere Fortbildungsteilnehmer und bietet einen entscheidenden Mehrwert für unseren Vertrieb im Umgang mit den Handelspartnern“, sagt Michael von Seggern, Category & Customer Insights Manager bei Mondelez Deutschland. In Zusammenarbeit mit GS1 Germany bildet Mondelez Deutschland sämtliche Vertriebsmitarbeiter seit anderthalb Jahren im jetzt ausgezeichneten Trainingskonzept weiter. Sowohl Key Accounter als auch Außendienstmitarbeiter werden in drei Aufbaustufen mit einem ausgewogenen Mix aus Präsenztrainings, Live Streaming Sessions und E-Learning Einheiten geschult. Das Ziel: Die Teilnehmer in den Bereichen Category Management und Shopperwissen zu noch kompetenteren Beratern des Handels auszubilden. 45 Lehrgangsteilnehmer sind bereits zertifiziert worden, 15 weitere Mondelez-Mitarbeiter befinden sich aktuell in Lehrgängen. Hintergrund GS1 Germany und Mondelez Deutschland präsentierten sich als einer der 20 Finalisten für den Internationalen Deutschen Trainerpreis mit eigenem Messestand und Vorträgen den tausenden Fachbesuchern der „Zukunft Personal" vom 14-16. Oktober 2014 in Köln. Der Internationale Deutsche Trainingspreis wurde bei einer festlichen Preisverleihung mit Medienpräsenz und Ehrengästen durch den BDVT am Abend des 15. Oktober verliehen. Anhang: Flyer der Sales Academy inklusive QR Code für weitere Informationen und Videos auf der Smartphone-App der Sales Academy. Bilder: Fotos von der Preisverleihung erhalten Sie in Kürze auf der Webseite des BDVT . Pressekontakt: Karim Moustafa Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit GS1 Germany GmbH Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526 Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: moustafa@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 28.10.2014
Der europäische Gesetzgeber will Verbraucher besser schützen – auch beim täglichen Einkauf von Brot und anderen Backwaren. So müssen Bäckereien ihre Kunden laut Lebensmittelinformations-Verordnung 1169/2011 (LMIV) unter anderem über potenzielle Allergieauslöser wie glutenhaltiges Getreide, Ei, Soja oder Milch informieren – und die Inhaltsstoffe jedes einzelnen Croissants und Kuchenstücks dazu detailgenau dokumentieren. „Auf alle Bäcker kommt eine enorme Fleißarbeit zu“, sagt Frieder Francke, Inhaber mehrerer Bäckereifilialen im sächsischen Torgau. Allein in seinem Betrieb werden derzeit rund 200 Rezepturen elektronisch dokumentiert – eine Aufgabe, die Francke mithilfe eines Computerprogramms bewältigt. Das Online-Portal der Einkaufsgenossenschaft Bäko Nord vernetzt die Daten von Zulieferern, Herstellern und Händlern. „So wissen wir beispielsweise, aus welchen Einzelzutaten das Zitronat für unseren Torgauer Stollen zusammengesetzt ist. Und wenn sich bei den Lieferanten etwas an der Rohstoffkombination ändert, können wir das auf Knopfdruck aktualisieren.“ Die vielfältigen Produktinformationen müssen laut LMIV in schriftlicher Form bereitgehalten werden. Frieder Francke favorisiert die sogenannte Kladdenlösung, soll heißen: Die Daten werden ausgedruckt, in einem Hefter zusammengefasst und an die Filialen verteilt. „Auf Wunsch können die Kunden dann genau nachlesen, was in den Produkten steckt und ob eventuell Allergene enthalten sind.“ Wie genau nicht vorverpackte Ware wie Brot und Kuchen gekennzeichnet werden muss, regelt die nationale Durchführungsverordnung zur LMIV. Ihr Umsetzungstermin steht jedoch noch nicht fest. Sicher ist aber, dass eine ausdrückliche Kennzeichnung von Allergenen vorgesehen ist. Praktische Hilfestellung bei der LMIV-Umsetzung Bei allem Aufwand für die Unternehmen – die LMIV-Umsetzung bietet auch die Chance, in ein professionelles, effizientes Produktdatenmanagement einzusteigen. „Die Verfügbarkeit aktueller Artikelstammdaten wird für Akteure der Lebensmittelbranche zunehmend geschäftskritisch“, sagt Dr. Richard Joachim Lehmann, Projektmanager E-Business/GDSN bei GS1 Germany. „Gerade online sind die Anforderungen nur noch mithilfe automatisierter Systeme zu bewältigen.“ Die Bäko kooperiert bereits mit 1Worldsync, um Bäckereien den Zugriff auf vorhandene Artikelinformationen zu erleichtern. Das Tochterunternehmen von GS1 Germany stellt über seine Datenpools geprüfte und LMIV-konforme Herstellerinformationen zur Verfügung. Die Zeit bis zum 13. Dezember drängt. Für alle Unternehmen, die sich schnell und effektiv mit den Anforderungen und der Umsetzung der LMIV vertraut machen wollen, bietet GS1 Germany die Seminare „LMIV Basics“ (28.10.), „LMIV implementieren und umsetzen“ (31.10, 7.11., 11.11.) sowie „LMIV planen und steuern“ (27.10., 20.11.) an. Antworten auf Fragen rund um die Lebensmittelinformations-Verordnung finden interessierte Unternehmen zudem auf der Website www.lmiv-services.de . Pressebild: LMIV-Umsetzung für Backwaren: Bäcker Frieder Francke aus Torgau informiert Kunden künftig online und via Kladde in den Filialen über Zutaten und Allergene. (Bild: Croissanterie Frieder Francke GmbH) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 27.10.2014
Die Umfrage „Mobile Payment in Deutschland“ von GS1 Germany und Barcoo zeigt das große Potenzial von mobilem Bezahlen bei Smartphone-affinen Nutzern. Fast 70 Prozent der Befragten finden eine generelle Nutzung interessant. Laut der Ende Sommer durchgeführten Online-Befragung sehen knapp 90 Prozent Sofortrabatte auf den aktuellen Einkauf als attraktivsten Mehrwert an. Das Thema Mobilität – vom ÖPNV bis zum Parkticket – wiederum verspricht bei 67 Prozent der rund 300 Umfrageteilnehmer das größte Nutzungspotenzial für das mobile Bezahlen. Jeder Zweite kann sich den Griff zum Smartphone auch beim Einkauf im Supermarkt und bei Drogerien vorstellen. Sofortrabatte als Mehrwert beim mobilen Bezahlen „Wer die Mehrwerte für den Kunden beim Mobile Payment richtig erkennt und nutzt, kann seinen wirtschaftlichen Erfolg ausbauen und erhöht seine Kundenloyalität“, unterstreicht Ercan Kilic, Leiter MobileCom bei GS1 Germany, mit Blick auf die durchgeführte Umfrage. Als besonders attraktiven Mehrwert beim mobilen Bezahlen sehen 9 von 10 Befragten mögliche Sofortrabatte auf den aktuellen Einkauf. Sogar über 30 Prozent, der eigentlich dem Bezahlen mit dem Smartphone eher abgeneigte Per-sonen, können sich durch dieses Extra vorstellen, doch den Versuch des mobilen Bezahlens zu wagen. An zweiter Stelle der bevorzugten Mehrwerte folgen Angebote wie „zwei für eins“ – dass also der zweite Artikel kostenlos ist. Für 72 Prozent wäre dies beim Bezahlen mit dem Smartphone attraktiv. Thema Mobilität bietet großes Nutzungspotenzial „Wenn es schnell gehen muss und Kleingeld fehlt, bietet mobiles Bezahlen großes Potenzial von den Anwender in Zukunft angenommen zu werden“, beschreibt Barcoo-Gründer Benjamin Thym. Das größte Nutzungspotenzial beim mobilen Bezahlen verspricht laut der Online-Umfrage das Thema Mobilität: vom Kleingeld am Parktautomaten, über das Bezahlen im Taxi bis hin zum Ticketkauf im Öffentlichen Personennahverkehr: Zwei Drittel sehen hier eine konkrete Anwendungsmöglichkeit. Aber auch in Tankstellen, dem Supermarkt, beim Shoppen und in Restaurants kann sich über 50 Prozent das mobile Bezahlen vorstellen. Vertrauen und Sicherheit beim Geldtransfer Längst können per Smartphone-Apps auch „Person-to-Person“-Zahlungen vorgenommen werden. Was gerade in Afrika und Asien längst im täglichen Gebrauch angekommen ist, interessiert laut Umfrage ungefähr die Hälfte der Befragten hierzulande. Beim damit verbundenen Thema „Sicherheit der eigenen Kontodaten“ liegt das Vertrauen mit 80 Prozent eindeutig bei den Banken, gefolgt von den Mobilfunknetzbetreibern und den Anbietern von Online-Bezahlungen mit jeweils 33 Prozent. GS1 Germany hat mobiles Bezahlen mit dem Smartphone als ein Zukunftsthema bereits vor Jahren identifiziert. In einem ausgewählten Netzwerk von Entscheidern aus Industrie, Handel, Finanz- und Mobilfunkbereich begleitet GS1 Germany die aktuellen Entwicklungen und neusten Trends. Die Studie finden Sie hier auf der Internetseite von GS1 Germany. Grafik: "Mehrwerte beim Bezahlen mit dem Smartphone" Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Karim Moustafa Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-526, Fax: 0221 94714-7526 E-Mail: moustafa@gs1-germany.de , Homepage: www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 04.11.2014
Was genau ist eBusiness? Wie fit ist mein Unternehmen in Sachen elektronische Prozesse? Ist meine Software noch up-to-date und in der Lage, eBusiness-Standards zu nutzen? Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt eStep Mittelstand entwickelt Hilfswerkzeuge für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um elektronische Prozesse zu unterstützen. Die Tools helfen, den eigenen eBusiness-Status besser einzuschätzen. Außerdem sollen sie das unternehmerische Risiko einer Investition in eBusiness, zum Beispiel elektronisches Stammdatenmanagement, um bis zu 30 Prozent reduzieren. Dazu sucht das Team von eStep Mittelstand ab sofort KMU, die sich als Anwendungspartner oder Experte am Projekt beteiligen. Fokusbranche ist neben der Konsumgüterwirtschaft der Maschinen- und Anlagenbau. Exemplarisch betrachtet das Projekt, wie eBusiness-Standards eingesetzt werden können, um die Lebensmittelinformatinformations-Verordnung 1169/2011 und die Schaltanlagennorm DIN EN 61439 umzusetzen. Bewerben können sich als Partner beispielsweise Lebensmittelproduzenten, Verpackungs- oder Schaltanlagenhersteller sowie deren Anwender. „Ein eBusiness-Spezialist aus dem eStep-Mittelstand-Team wird die Anwendungspartner einen Tag lang im eigenen Unternehmen besuchen“, erläutert Mark Zeller, Leiter des Projekts eStep Mittelstand bei GS1 Germany. „Wir erheben dabei den aktuellen eBusiness-Status und identifizieren Prozesse, die optimiert werden können. Wir zeigen vor Ort Potenziale auf, wo Prozesse im Unternehmen durch eBusiness vereinfacht und beschleunigt werden könnte“, so Zeller weiter. Die Erkenntnisse aus dem Besuch im KMU fließen direkt in die Entwicklung eines Selbsteinschätzungs-Tools ein. Anwendungspartner können das Tool exklusiv und kostenfrei testen. Sie habe darüber hinaus die Chance, als eines der ersten Unternehmen die im Projekt entwickelten Software-Module einzusetzen. Die Module werden auf eBusiness-Standards wie EANCOM und eCl@ss basieren und sollen sich einfach in jede vorhandene Software integrieren lassen. Neben Anwendungspartnern sucht das Projektteam Experten zum Thema eBusiness, die ihre Erfahrungen über Befragungen einbringen. Unternehmen, die Interesse an einer Partnerschaft haben, können das Projekt eStep Mittelstand auf einer Roadshow von November 2014 bis März 2015 kennenlernen. Stationen der Roadshow sind unter anderem Aachen, Stuttgart, Hamburg und Schwerin. Die nächsten kostenfreien Veranstaltungen finden am 10.11., 18.11., 01.12.2014 und 20.01. sowie 03.03.2015 statt. Termine und Anmeldung unter: www.estep-mittelstand.de/Newsroom Pressefilm: Das Projekt eStep Mittelstand stellt sich vor. (Quelle: Mittelstand Digital/BMWi) Zum Video Weitere Informationen: www.estep-mittelstand.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de Über eStep Mittelstand eStep Mittelstand steht für „Modulare Lösungen für den Mittelstand zur Stärkung der eigenständigen Integration von eBusiness-Standards in komplexe Lieferketten-Prozesse“. Das Proiekt ist Teil der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. eStep Mittelstand unterstützt gezielt kleine und mittlere Unternehmen sowie das Handwerk, moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu entwickeln und anzuwenden. Beteiligt sind das Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. (FIR) an der RWTH Aachen, der eCl@ss e.V., die GRÜN Software AG, die GS1 Germany GmbH sowie die tapas GmbH.
Veröffentlicht am 13.11.2014
Jetzt gilt es: Die Übergangsfrist für die UDI-Richtlinie der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA ist seit dem 24. September 2014 abgelaufen. Das heißt, auch alle Hersteller von Medizinprodukten, die nach Amerika exportieren, müssen die Auflagen dieser Richtlinie erfüllen. UDI (Unique Device Identification) verlangt, dass Medizinprodukte, in den USA nach bestimmten Regeln gekennzeichnet und dadurch leichter identifizierbar sind. Zudem müssen bestimmte Informationen in einer öffentlich zugänglichen Datenbank der FDA hinterlegt sein. In Deutschland gehört der Hersteller Roche Diagnostics, Weltmarktführer bei In-vitro-Diagnostika, zu den Vorreitern bei der Umsetzung von UDI. „Ziel von UDI ist eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten, nicht zuletzt, um die Patientensicherheit zu erhöhen“, erklärt Dr. Ina Trapp, Global UDI Change Control Manager bei Roche Diagnostics. „Ein Anliegen, das wir zu hundert Prozent unterstützen. Zumal wir mit der UDI-Konformität unserer Produkte auf Basis der GS1 Standards die weltweite Rückverfolgbarkeit sicherstellen können.“ Roche Diagnostics liefert Produkte und Dienstleistungen zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten in der ganzen Welt. Wie von UDI vorgesehen, kennzeichnet der Hersteller jetzt jede neue Charge von Produkten der höchsten Risikoklasse, zum Beispiel HIV und Hepatitis-Tests, mit einem Device Identifier und einem Production Identifier. Dazu bringt er den zweidimensionalen Barcode GS1 DataMatrix auf. Darin verschlüsselt Roche Diagnostics als Device Identifier die globale Artikelnummer GTIN und als Production Identifier weitere Informationen, wie die Charge, die Seriennummer und das Verfallsdatum. Diese Informationen zu den Produkten stellt das Unternehmen außerdem in die globale UDI-Datenbank (GUDID) ein. „Hier zeigt sich einmal mehr, dass Unternehmen, die bereits GS1 Standards nutzen, die Umstellung rechtzeitig bewältigen können“, erklärt Sylvia Reingardt, Branchenmanagerin Gesundheitswesen bei GS1 Germany. „Wir haben ein wichtiges UDI-Etappenziel erreicht. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns“, erklärt Trapp. Denn Roche Diagnostics stellt auch noch rund 5.000 Produkte her, die in die Risikoklassen II und I fallen. Das sind neben Blut- und Gewebe-Tests auch die Point-of Care-Diagnostik und die Produkte der Diabetes Care Linie. Alles in allem müssen diese bis spätestens 24. September 2018 UDI-konform gekennzeichnet und ihre entsprechenden Daten in der GUDID bereit stehen. „Hier wird zum einen das Labeling, also das Aufbringen von Barcodes, spannend. Wir haben Diagnostiksysteme, die füllen einen LKW und ebenso Erzeugnisse, die haben nicht einmal genug Platz zum Aufbringen eines Barcodes. Zum anderem liegt die Herausforderung darin, auch für diese Produkte wieder die Daten zusammenzutragen und zu qualifizieren. Das zeigt: UDI ist mehr als nur ein Barcodelabel. Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir frühzeitig mit der Umsetzung begonnen haben“, so Trapp. Foto: „UDI ist mehr als nur ein Barcodelabel.“, Dr. Ina Trapp, Global UDI Change Control Manager bei Roche Diagnostics Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-7534 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networ-king rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community.
Veröffentlicht am 17.11.2014
Was passiert in der Übergangszeit, in der ein Lebensmittel bei veränderter Deklaration mit einer neuen Artikelnummer (GTIN) ausgezeichnet wird, es aber noch Lagerbestand mit Produkten der Vorgänger-GTIN bei der Industrie gibt? Wird dann dieser Bestand ausgeliefert, obwohl der Handel bereits Produkte mit neuer GTIN geordert hat? Oder aber anders herum: Erhält der Händler Produkte mit neuer GTIN, obwohl er noch mit alter GTIN bestellt hat, weil der Lagerbestand mit vorangegangener GTIN erschöpft ist? Beide Fälle können eintreten, obwohl die jeweiligen Stammdaten mindestens acht Wochen vor Lieferfähigkeit des Produktes mit veränderter Deklaration und damit neuer GTIN im Stammdatenpool eingepflegt sein sollten. Um dieser erhöhten Komplexität branchenweit begegnen zu können, hat das GS1 Advisory Board FMCG nun kurz vor Inkrafttreten der EU-Verordnung 1169/2011 eine Handlungsempfehlung verabschiedet. Das Gremium ist besetzt mit den Unternehmen Beiersdorf, dm drogerie-markt, Douglas, Dr. Oetker, Edeka, Henkel, Lekkerland, Markant, Metro, Nestle, Rewe, Transgourmet und Unilever. Die Empfehlung ist grundsätzlich verabschiedet, wobei es seitens Edeka nicht im vollen Umfang unterstützt wird. Das betrifft insbesondere die Punkte, dass ausschließlich durch LMIV-verursachte GTIN-Wechsel keine Umlistung des Produktes darstellen sowie die grundsätzliche Händlerakzeptanz der Lieferung von Produkten mit jeweils anders bestellter GTIN. Hier kann es innerhalb der Geschäftsbeziehungen gleichermaßen zu bilateralen Absprachen kommen. Diese Vorgehensweise stellt in sich auch keinen Widerspruch dar, da die Empfehlung keine Änderung an etablierten Verfahrensweisen zwischen Industrie und Handel beinhaltet und auch mögliche bilaterale Regelungen nicht einschränkt. Als „Best Practice“ soll sie Herstellern und Händlern helfen, einen kontinuierlichen Warenfluss sowie Warenverfügbarkeit für den Verbraucher zu gewährleisten. Das Dokument steht allen interessierten Unternehmen zum Download auf der Webseite www.lmiv-services.de zur Verfügung. Sie ist als Hilfestellung für alle Unternehmen zu verstehen, um das Thema Produktänderungen auf Basis der LMIV sowie allen anderen Produktänderungen, zum Beispiel Relaunches, bestmöglich umzusetzen. Pressegrafik: Informationspflichten durch die LMIV im Überblick Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Wagner Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-7543 E-Mail: wagner@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networking rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community.