Veröffentlicht am 09.01.2017
„Alle reden von Digitalisierung. Für kleine und mittelständische Unternehmen bleibt sie aber nach wie vor abstrakt und eine unsichere Investition“, resümiert Dennis Schiemann vom Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen zum Abschluss des Projekts eStep Mittelstand. Ende Dezember wurden offziell die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Vorhabens vorgestellt. Um kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) den Einstieg in das E-Business und die Digitalisierung ihrer Prozesse zu vereinfachen, haben die Partner eCl@ss, FIR an der RWTH Aachen, Grün Software, GS1 Germany und Tapas drei Jahre lang verschiedene Lösungen entwickelt. Die entstandenen Anwendungen unterstützen bei der strategischen Frage, wie weit und in welche Richtung die eigene Digitalisierung vorangetrieben werden soll. Das Self-Assessment-Tool beantwortet dabei die Frage „Wo stehe ich?“, der Entscheidungsbaum „Was ist mein Ziel?“ und die Middleware „Wie gehe ich vor?“ Klaus Kaufmann von GS1 Germany: „Wir haben einen Werkzeugkasten für den Einstieg ins E-Business erstellt. Er basiert auf anerkannten Standards. Mithilfe der Anwendungen werden Unternehmen begleitet vom Status quo bis zur Umsetzung von standardbasierten, elektronischen Prozessen.“ Alle Ergebnisse stehen ab sofort zur kostenfreien Nutzung auf der Webseite www.estep-mittelstand.de bereit. Reif für E-Business? Bereits seit 2015 können Unternehmen das Self-Assessment-Tool von eStep Mittelstand nutzen. Es hilft herauszufinden, wie stark die eigenen Prozesse im Branchenvergleich tatsächlich digitalisiert sind. In 20 Minuten können Interessenten ihren E-Business-Reifegrad ermitteln. Das Unternehmen wird auf Grundlage einer Selbsteinschätzung ausführlich bewertet und erhält konkrete Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte. Digitale Ziele definieren Um Geschäftsprozesse zu digitalisieren, gibt es eine Fülle an Möglichkeiten. „Standards bieten für KMU ein enormes Potenzial, die eigenen Prozesse zu verschlanken und kostengünstiger zu gestalten. Darum müssen sie strategisch sinnvoll gewählt werden,“ appelliert Dennis Schiemann vom FIR. Der Entscheidungsbaum von eStep Mittelstand unterstützt dabei, den eigenen Weg ins E-Business zu definieren. Mit dem kostenfreien Online-Tool können die potenziell geeigneten Standards ausgewählt werden. Es wurde mithilfe von Expertenbefagungen entwickelt und erlaubt eine individuelle Gewichtung. Ergänzend dazu beschreibt die im Projekt veröffentlichte DIN SPEC 91334 die Methodik, um E-Business-Standards zu analysieren und auszuwählen. E-Business nach dem Plug-and-Play Prinzip Ist ein strategisches Vorgehen für den Weg in die Digitalisierung definiert, gilt es in die Umsetzung zu kommen. Hierfür stellten die Partner die eStep Mittelstand Middleware vor. „Die Middleware ist ein absolutes Novum für den Einsatz von E-Standards. Wir haben durch die Zusammenarbeit mit den Experten von eCl@ss und GS1 Germany erstmals eine Open Source Lösung für die Umwandlung – zu technikdeutsch „Konvertierung“ – von Daten in unterschiedlichste Standardformate geschaffen. Das gab es so bisher noch nicht“, berichtet Ralph Backes, der das Projekt bei Grün Software koordinierte. In einem einzigen Schritt können zum Beispiel eine Rechnung im ZUGFeRD-Format und ein Artikelstamm für den Katalogaustausch mit eCl@ss erzeugt werden. „Unternehmen können sich mit Plugins künftig ihren eigenen individuellen und dennoch standardbasierten Konverter zusammensetzen“, so Backes. Die Middleware basiert auf dem internationalen, offenen Standard UN/CEFACT. Marktübliche Konverter basieren in der Regel auf einem geschlossenen Quellcode. Heißt: Wer den Konverteranbieter wechselt, musste bisher sämtliche Schnittstellen komplett neu programmieren lassen. Mit der eStep Mittelstand Middleware entfällt dieser Aufwand. Unternehmen, die ein weiteres Standardformat bedienen möchten, brauchen künftig nur ein weiteres Plugin für die Middleware. Bei einem Anbieterwechsel, muss nicht die komplette Middleware ausgewechselt werden, sondern lediglich das betreffende Plugin. Im Förderprojekt eStep Mittelstand wurden bei der Entwicklung der Middleware prototypisch die Prozesse Rechnungen und Artikelstammdaten betrachtet. „Es gilt jetzt, die Middleware in Pilotprojekten einzusetzen und so in einen Live-Betrieb zu überführen“, so Klaus Kaufmann von GS1 Germany. Die Open Source Lösung steht ab sofort allen Unternehmen und Dienstleistern, die daran interessiert sind, sie weiterzuentwickeln und zu pilotieren, kostenfrei zum Download unter www.estep-mittelstand.de bereit. eStep Mittelstand war Teil der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wurde. Video: Digitalisierung einfach erklärt (Quelle: eStep Mittelstand) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de Über eStep Mittelstand eStep Mittelstand steht für „Modulare Lösungen für den Mittelstand zur Stärkung der eigenständigen Integration von eBusiness-Standards in komplexe Lieferketten-Prozesse“. Das Ende 2016 beendete Proiekt war Teil der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wurde. eStep Mittelstand unterstützt gezielt kleine und mittlere Unternehmen sowie das Handwerk, moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu entwickeln und anzuwenden. Beteiligt waren das Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. (FIR) an der RWTH Aachen, der eCl@ss e.V., die GRÜN Software AG, die GS1 Germany GmbH sowie die tapas GmbH.
Veröffentlicht am 06.03.2017
Brauereien, Handel sowie Getränkefachgroßhandel einigten sich jetzt auf den Umgang mit der Flaschenvielfalt. Die Branche legt ein Positionspapier vor, mit dem die Prozesse zwischen allen Beteiligten kooperativ und fair verbessert und das Mehrwegsystems gestärkt werden soll. Als zentrale Punkte wurden die Verantwortlichkeiten bei der Rücknahme eindeutig definiert und die Typisierung eines Leergut-Ersatzgebindes beschlossen. Unterstützt wird das von GS1 Germany veröffentlichte Positionspapier auf Seiten der Brauereien von Anheuser Busch Inbev, Bitburger, Carlsberg, Krombacher, Radeberger, Veltins und Warsteiner. Auf Handelsseite tragen A. Kempf Getränkegroßhandel, Edeka, Kaufland sowie Rewe die Entscheidung mit. Der Getränkefachgroßhandel war vertreten durch den Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels, Gekopa, Getränke Essmann, Nordmann, Trinks sowie Winkels Getränke Logistik. Die Vertreter aus Industrie und Handel arbeiteten seit Januar 2015 an Vorschlägen für die Zukunft des Mehrwegpools. „Das Positionspapier ist ein Meilenstein für die Getränkebranche in puncto Umgang mit Mehrweggebinden“, erklärt Thomas Niebur, Leiter Competence Center Supply Chain Management bei GS1 Germany. „Unser gemeinsames Ziel war es, die Material- und Informationsflüsse für das Mehrwegsystem von Bier und alkoholfreien Getränken weniger komplex zu gestalten“, so Niebur weiter. Auch die Einführung einer einheitlichen, braunen 0,5-Liter-Flasche sei intensiv diskutiert worden. Da jedoch nicht alle Teilnehmer zum aktuellen Zeitpunkt eine Umsetzung realisieren können, wurde hiervon vorerst Abstand genommen. „Gerade weil die Entscheidung gegen eine Neuetablierung einer Poolflasche im Markt getroffen wurde, war es umso dringender erforderlich, den Schwerpunkt auf die Organisation der Leergutsortierungs- und Rückführungsprozesse zu legen“, ist Rolf Lange, Leiter Unternehmenskommunikation der Edeka AG, überzeugt. Einzelhandel und Brauereien haben sich mit Beteiligung des Getränkefachgroßhandels daher auf elf Punkte verständigt, die sowohl den Anforderungen des Handels als auch der Brauereien gerecht werden. Industrie für Rücknahme alter Poolflaschen verantwortlich Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Leergut-Sortierung in der Kette und den Umgang mit Leergut-Überhang. So erklären sich die Brauereien dafür verantwortlich, im Umlauf befindliche Pool-Flaschen nachweislich zurück zu nehmen, wenn Individualflaschen eingeführt werden. Die Rücknahme wird gegenüber GS1 Germany nach etwa 18 Monaten nachgewiesen. Auch die Prozess- und Kostenverantwortung für die Tiefensortierung des Leerguts liegt bei den Herstellern. Der Lebensmitteleinzelhandel erklärt sich im Gegenzug dafür verantwortlich, keine Flaschen zurückzuführen, die nicht dem deutschen Mehrwegsystem entstammen. Leergut-Ersatzgebinde wird typisiert Darüber hinaus wurden auch Positionen formuliert, deren Ziel effiziente logistische Prozesse sind. Unter anderem soll auch bei künftigen Ladungsträgern stets gewährleistet sein, dass Gebinde modular und stapelbar bleiben. Eine weitere wichtige Entscheidung der Initiative Getränke-Mehrweg ist die Typisierung eines standardisierten Leergut-Ersatzgebindes durch GS1 Germany. Es soll der Rückführung von überzähligen leeren Flaschen vom Handel an die Hersteller dienen. Das System soll außerdem die Möglichkeit bieten, ohne Umweg über einen Dienstleister direkt an die Industrie zurückzuliefern oder Multipacks in einem neutralen Kasten an den Handel zu liefern. Ein Standard-Leergut-Ersatzgebinde wird für alle gängigen Flaschentypen (0,5 und 0,33 Liter) voraussichtlich schon bis Ende März 2017 in einer Typbeschreibung definiert. Das vollständige Positionspapier steht zum kostenlosen Download bereit. Pressebild: Vielfalt Getränke-Mehrweg - Branche einig über Rücknahme und Leergut-Handling (Quelle: Edeka) Pressekontakt: Steffi Kroll Pressereferentin Marketing + Kommunikation GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 437 F +49 (0)221 94714 7437 E kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 09.03.2017
Obwohl der Nutzen der Digitalisierung für die Patientensicherheit unumstritten ist, hat das Gesundheitswesen im Vergleich mit anderen Industrien Aufholbedarf: Deutsche Krankenhäuser zum Beispiel kommen bei der Digitalisierung nur langsam voran. Das ergab 2016 eine Befragung von 380 Führungskräften an deutschen Krankenhäusern im Auftrag der Personalberatung Rochus Mummert. Dabei liegen die Vorteile der Digitalisierung für das Gesundheitswesen auf der Hand: Krankheiten früher erkennen, eine bessere Behandlung ermöglichen und Kosten auf Seiten der Marktteilnehmer reduzieren. Mit dem Ziel, die Digitalisierung auf Basis von GS1 Standards, wie dem Barcode, voranzutreiben und so die Patientensicherheit zu erhöhen, treffen sich nun vom 4. bis zum 6. April 2017 rund 300 Healthcare-Experten aus 40 Ländern in Berlin. Ansatzpunkte für mehr Sicherheit und Effizienz in der Gesundheitsbranche durch digitale Technologien gibt es viele: Sei es zum Schutz vor gefälschten Medikamenten, zur lückenlosen Rückverfolg-barkeit von Medizinprodukten oder der sicheren Medikation im Krankenhaus. Auf der GS1 Global Healthcare Conference diskutieren die Fachleute, wie sie diese Technologien umsetzen und wo die Hemmnisse, aber auch die Potenziale liegen. Unternehmen wie Pfizer, Bayer, B. Braun Melsungen oder BioMeriux, Kliniken aus dem In- und Ausland, die EU-Kommission, Gesundheitsbehörden wie die US-amerikanische FDA und Ministerien, zum Beispiel das Bundesministerium für Gesundheit, stellen die Referenten. Teilnehmer aus Krankenhäusern erhalten kostenlosen Zugang zur Konferenz. Krankenhauspraxis erleben Zusätzlich zu den über 30 Vorträgen und Diskussionsrunden, die Standardisierungs-Vorhaben und Pilotprojekte rund um die Welt beleuchten, gewährt die Konferenz ausführliche Einblicke in die Praxis: Auf Live-Visits können sich die Teilnehmer über die Logistikprozesse bei der Paul Gerhardt Diakonie Services GmbH und der Krankenhaus-Apotheke der St. Hedwig-Kliniken sowie über die Implementierung von RFID-basierten Workflows in einem der größten kommunalen Klinikbetriebe Berlins informieren. Public Policy Sessions: Exklusiver Zutritt zu geschlossenen Gruppen Eine einzigartige Gelegenheit, um mit sonst nichtöffentlich tagenden Gruppen zu sprechen, bieten die Public Policy Sessions für Medizinprodukte sowie für Pharmazeutika und Impfstoffe. Sie geben auf der Tagung Einblicke in internationale gesetzliche Vorgaben und Regulierungsinitiativen zur Kennzeichnung dieser Produktgruppen. Gelungene Digitalisierung wird belohnt Im Rahmen der Konferenz wird zudem der Healthcare Provider Advisory Council (HPAC) Award vergeben. Mit dem internationalen Preis werden Unternehmen und Einzelpersonen geehrt, die sich in besonderem Maße um die Einführung und die Weiterentwicklung von GS1 Healthcare-Standards verdient gemacht haben und so einen Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit leisten. Weitere Informationen zur Konferenz: www.gs1-germany.de Pressekontakt: Michaela Freynhagen Pressereferentin Marketing + Kommunikation GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 534 F +49 (0)221 94714 7534 E freynhagen@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 13.03.2017
Finanzmarktakteure müssen sich in Deutschland mit dem sogenannten Legal Entity Identifier (LEI) ausweisen. Diese Pflicht gilt seit 2016 auch für Versicherer und Anleihe-Emittenten. Beantragt werden kann der LEI bei einer sogenannten LOU (Local Operating Unit). Das ist eine Vergabestelle, die von der Global LEI Foundation (GLEIF) autorisiert wird. Jetzt erhielt GS1 Germany den offiziellen Status als LOU in Deutschland. Das dürfte insbesondere die Unternehmen interessieren, die ihre Waren mit dem EAN-Barcode handelsfähig machen und Derivate etwa im Risikomanagement nutzen. Denn warum sollten sie auf einen neuen Partner für die Implementierung des neuen Standards setzen, wenn sie seit über 40 Jahren auf GS1 Germany vertrauen? „Eine eindeutige Identifikation von Produkten ist für Unternehmen inzwischen auf allen Ebenen relevant – egal, ob es um die Rückverfolgbarkeit von Fleisch, die Fälschungssicherheit von Originalbauteilen oder die Transparenz im Finanzmarkt geht“, erläutert Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Als LOU unterstützen wir die Finanzmarktakteure dabei, ihrer Pflicht nachzukommen. Darüber hinaus kann eine eindeutige Identifikation mit dem LEI zum Beispiel eigene Prozesse sehr viel schlanker und effizienter gestalten und so für mehr Wirtschaftlichkeit und Kundenzufriedenheit sorgen“, so Pretzel weiter. Als erfahrener Standardisierer ist GS1 Germany in der Lage, den LEI zu besonders günstigen Konditionen anzubieten. Die Antragstellung erfolgt über das Online-Portal www.lei.direct . Die Übertragung einer bestehenden LEI-Nummer zu GS1 Germany ist kostenlos. Auch die Massenübertragung ist ab zehn LEI schnell und einfach möglich. Zum Hintergrund: Der LEI wurde in Folge der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 eingeführt. Die Insolvenz der Investmentbank Lehmann Brothers löste eine Kettenreaktion an den Finanzmärkten aus. Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) verständigten sich darauf, für mehr Transparenz und Sicherheit im außerbörslichen Handel mit Finanzderivaten zu sorgen. Eine entscheidende Rolle dabei spielt der LEI, ein neuer Standard, um Marktteilnehmer und Geschäftspartner weltweit eindeutig zu identifizieren. Der LEI soll ein öffentliches Gut sein, dem keine privaten Eigentums- oder Lizenzrechte entgegenstehen. Aufgrund europäischer Vorgaben ist der LEI zukünftig auch gegenüber der Aufsicht zu verwenden. Aufgebaut wird das System durch die GLEIF. Weitere Informationen unter: www.lei.direct Pressebild: Aufbau eines Legal Entity Identifiers (LEI) (Bildquelle: GS1 Germany) Pressekontakt: Steffi Kroll Pressereferentin GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 437 F +49 (0)221 94714 7437 E kroll@gs1-germany.de www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 14.03.2017
Der Kunde bleibt König: Zum 15. Mal prämiert der ECR Award zukunftsweisende Konzepte, die den Gedanken des Efficient Consumer Response (ECR) vorbildlich umsetzen und dabei Verbraucherwünsche punktgenau erfüllen. Im Rahmen einer feierlichen Gala mit rund 400 geladenen Gästen aus dem Top-Management von Industrie und Handel wird die Trophäe in diesem Jahr am 19. September 2017 in München verliehen. Einsendeschluss für die Bewerbung in der Kategorie „Unternehmenskooperation“ ist der 12. Mai 2017. Vergeben werden in dieser Rubrik zwei Awards: einer für die Supply Side und einer für die Demand Side. Ob neue Ansätze im Rahmen von Omnichannel, Ideen für den Einsatz mobiler Technologien entlang der Wertschöpfungskette, kooperativer Umgang mit Big Data oder innovative Kooperationen in Sachen Nachhaltigkeit – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Die Gewinnerunternehmen gelten als Vorreiter in ihrer Branche und können so ihr Image als innovative und technisch versierte Unternehmen festigen. „Der ECR-Gedanke macht den Unterschied“, bestätigt Alexander Knabe, Manager Order-to-Cash Deutschland bei Mondelēz International und Gewinner Supply Side 2016. „Nur durch unternehmensübergreifende Kooperationen kann substanzieller Mehrwert für unsere Kunden und Konsumenten geschaffen werden.“ Als Bewertungsgrundlage für die Jury dienen eine Kurzfassung sowie eine ausführliche Darstellung des ECR-Projekts als Powerpoint-Präsentation per E-Mail an Stefanie Leigeber: leigeber@gs1-germany.de . Weitere Informationen zur Bewerbung und zu den Preisträgern der letzten Jahre finden interessierte Unternehmen unter www.ecraward.de . Hintergrundinformationen: Alle Preisträger des ECR Award 2016 Gewinner in der Kategorie „Unternehmenskooperation Supply Side“: Chep Deutschland, Mondelēz International, Real und Payback Gewinner in der Kategorie „Unternehmenskooperation Demand Side“: Edeka Hessenring, Jacobs Douwe Egberts Gewinner in der Kategorie „Einzelunternehmen“: Coca-Cola Gewinner in der Kategorie „Unternehmenspersönlichkeit“: Stephan Füsti-Molnár, Geschäftsführer bei Henkel Laundry & Home Care Deutschland/Schweiz Abbildung: Preisträger des ECR Award 2016 (Bildquelle: GS1 Germany) Pressekontakt: Verena Bankamp Pressereferentin GS1 Germany GmbH Maarweg 133, 50825 Köln T +49 (0)221 94714 526 F +49 (0)221 94714 7526 E bankamp@gs1-germany.de www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 17.03.2017
Immer mehr Händler verkaufen immer mehr Produkte online. Laut IFH Köln hat die Branche 2016 rund 52 Milliarden Euro umgesetzt, nach 47 Milliarden Euro im Turnus zuvor. Beliebter Vertriebskanal insbesondere für kleinere Hersteller und Startups ohne eigenen Online-Shop sind Marktplätze wie Amazon, Ebay oder Hitmeister. Diese fordern vermehrt den Einsatz der globalen Artikelnummer GTIN (ehemals EAN), um ihr Angebot für Nutzer anwenderfreundlich zu strukturieren. Erste Anlaufstelle für angehende Online-Händler ist darum GS1 Germany, alleiniger Lizenzgeber in Deutschland für die GTIN-Nutzung. Darüber hinaus helfen der neue Service GTIN-Manager und das Web-Vokabular GS1 Smart Search beim einfachen Einstieg ins Online-Business. GTIN-Manager: einheitliche Daten für Online-Marktplätze und Geschäftspartner Wer möchte, dass seine Artikel von Suchmaschinen leicht gefunden werden, kommt an elektronischen Produktdaten nicht vorbei. Mit Hilfe der webbasierten Datenbank GTIN-Manager lassen sich diese ab sofort strukturiert aufbereiten. Zu jedem Artikel können neben der zugehörigen GTIN bis zu 20 Produktattribute wie Herstellername, Artikelbezeichnung, Gewicht und Preis über ein Online-Formular erfasst werden. Auch ein Bild und eine Werbebotschaft sind möglich. Das Ergebnis ist eine webtaugliche Artikelseite, die als eigenständige Produkt-Landingpage funktioniert. Die Daten lassen sich per Klick exportieren und für den Verkauf der Ware auf verschiedensten Online-Marktplätzen und Plattformen wie Amazon, Ebay, Google und Co. nutzen – aber auch für einen eigenen Online-Shop oder den Datenaustausch mit Geschäftspartnern. Der Vorteil: einheitliche Daten für alle Kanäle. „Zudem müssen Artikellisten auf diese Weise nicht mehr händisch auf Papier geführt werden“, sagt Birgit Mahler, Teamleiterin Product Management GS1 Complete bei GS1 Germany. „Die Fehlerquote bei der Datenverwaltung reduziert sich erheblich.“ GS1 Smart Search fördert Auffindbarkeit im Netz Ein verbessertes Ranking bei Suchabfragen unterstützt zudem GS1 Smart Search, den auch der GTIN-Manager nutzt. Der neue Standard strukturiert Produkt- und Standortinformationen im Quellcode von Websites basierend auf der GTIN und macht sie für Suchmaschinen leichter interpretierbar. Statt Artikelbeschreibungen im Freitext zu durchforsten, greifen Google, Bing und Co. lieber auf strukturierte Merkmale zu. So sichern sie die Qualität der Suchergebnisse. Gewünschter Nebeneffekt: Internetseiten mit dieser Darstellung können im Ergebnisranking leichter nach oben steigen. „Das ist eine wesentliche Grundvoraussetzung, um bei der immensen Masse an Artikeln im Internet gut gefunden zu werden“, so Mahler. „Selbst ohne eigene Homepage.“ Weitere Informationen zum GTIN-Manager finden Sie unter www.gs1-germany.de/gs1-consult/services-tools/gtin-manager Abbildung: Mit dem GTIN-Manager lassen sich Produktdaten strukturiert erfassen und für verschiedenste Online-Marktplätze nutzen (Bildhinweis: GS1 Germany GmbH / Profi Werbetechnik GmbH) Pressekontakt: Verena Bankamp Pressereferentin GS1 Germany GmbH Maarweg 133, 50825 Köln T +49 (0)221 94714 526 F +49 (0)221 94714 7526 E bankamp@gs1-germany.de www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 23.03.2017
Ein Großteil der Unternehmen in Deutschland versuchen laut aktueller Bitkom-Umfrage die Digitalisierung gemeinsam zu meistern. So haben rund vier von fünf Unternehmen Partnerschaften mit Firmen aus der Digitalwirtschaft oder klassischen Branchen geschlossen, um die Transformation zu beschleunigen. Die wichtigsten Gründe dafür: Wissenstransfer ins eigene Unternehmen (48 Prozent) sowie Kostensenkung (45 Prozent). Denn Fakt ist: Digitalisierung bedeutet, Geschäftsmodelle zu überdenken sowie in qualifiziertes Personal und neue Lösungen zu investieren. Insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen ist das eine Herausforderung. Der aktuelle Digitalisierungsindex Mittelstand der Telekom bestätigt: Viele Unternehmen befinden sich noch in einem frühen Stadium der digitalen Transformation. Der Digitalisierungsgrad unterscheidet sich dabei abhängig von der Branche und der Größe eines Unternehmens. „Viele Mittelständler tun das, was sie schon seit Jahren und Jahrzehnten auszeichnet: Sie passen sich flexibel an neue Entwicklungen an und schaffen es, durch innovative Produkte ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. Einige könnten jedoch den Anschluss verlieren“, sagt auch Ernest & Young-Chef Hubert Barth. „Es droht eine digitale Zweiklassengesellschaft.“ Der ECR Tag diskutiert das Thema mit rund 80 Referenten und Querdenkern unter dem Motto „Kooperation – Gemeinsam den digitalen Wandel gestalten“ weiter. Denn die Zusammenarbeit mit Startups, wissenschaftlichen Einrichtungen, IT-Providern oder anderen Unternehmen bietet die Chance, voneinander zu lernen und Investitionen gemeinsam zu schultern. Zu den Referenten gehören Top-Speaker wie Patrick Steppe, Chief Executive Officer von Lekkerland, Dr. Jean-Jacques van Oosten, Chief Digital Officer bei der Rewe Group, und Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender von Pro Sieben Sat 1 Media. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen Fragen wie: Welche Herausforderungen entstehen auf organisatorischer, operativer und kultureller Ebene? Welche Strategien sind erfolgversprechend für unternehmensübergreifende Kooperationen? Vertiefende Fachforen greifen darüber hinaus Themen wie Category Management, Shopper Marketing, Logistik, Product Information Management und neue Technologien auf und bieten Raum für Diskussion und Austausch mit den Referenten. Erwartet werden über 800 Entscheider, 110 Aussteller und Partner aus Handel, Industrie und Dienstleistung. Frühbucher sichern sich bis zum 31. Mai 2017 einen vergünstigten Tarif für den Kongress. Weitere Angebote für Studenten und Startups sowie Informationen rund um den ECR Tag unter www.ecrtag.de . Da der ECR Tag parallel zum Oktoberfest stattfindet, sollten Interessierte frühzeitig mit der Reiseplanung beginnen. Abbildung: Der ECR Tag 2017 nimmt Kooperation als Schlüssel für die Digitalisierung in den Fokus (Bildquelle: GS1 Germany) Pressekontakt: Verena Bankamp Pressereferentin GS1 Germany GmbH Maarweg 133, 50825 Köln T +49 (0)221 94714 526 F +49 (0)221 94714 7526 E bankamp@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 29.03.2017
Um die Feinstaubproblematik in den Griff zu bekommen, verhängte Baden-Württembergs grün-schwarze Landesregierung ab 2018 in Stuttgart ein zeitweises Fahrverbot für alle Dieselfahrzeuge, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen. Die Entwicklung fordert auch Unternehmen, in grüne Konzepte für die Logistik zu investieren. Die Initiative Lean and Green von GS1 Germany unterstützt Unternehmen mit einem Netzwerk, das sich der Reduktion von Treibhausgasemissionen in Transport- und Logistikprozessen verschrieben hat. Auf dem Handelslogistikkongress LOG in Köln wurden gestern Abend wieder Unternehmen für ihr Klima-Engagement im Rahmen von Lean and Green ausgezeichnet. Lean and Green First Stars für 20 Prozent weniger CO2 Die Ertl Systemlogistik aus Minden (ESM) und Wepa Hygieneprodukte aus Arnsberg gehören zu den Unternehmen, die ihr erstes Klimaziel, 20 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid in der Logistik, jetzt erreicht haben. Sie wurden mit dem Lean and Green First Star prämiert. Insgesamt haben damit bereits acht Unternehmen innerhalb von fünf Jahren 20 Prozent der unternehmensbezogenen Treibhausgasemissionen reduziert. Sie haben die Vor-Ort-Prüfung des TÜV Nord Cert erfolgreich durchlaufen, haben so ihr nachhaltiges Engagement unter Beweis gestellt und wurden von GS1 Germany mit dem Lean and Green First Star ausgezeichnet. Darüber hinaus haben sich die Speditionen Adam Serr, Brüggemann, J. Greilmeier, Landwehr sowie Offergeld Logistik der Lean and Green Initiative angeschlossen. Sie haben ihren CO2-Ausstoß ermittelt und einen Aktionsplan zur Erreichung des Reduktionsziels von mindestens 20 Prozent zur Prüfung vorgelegt. Für ihr Engagement wurden die Unternehmen auf der LOG mit dem Lean and Green Award belohnt. Kooperation im Fokus bei fortgeschrittenen Lean and Green Teilnehmern Fernes Ziel für alle Teilnehmer der Initiative ist die klimaneutrale Logistik – ohne die Nutzung von Kompensationsprojekten wie der Aufforstung von Wäldern. Zur LOG veröffentlichte GS1 Germany das Konzept für den nächsten Meilenstein auf dem Weg dahin: den Lean and Green Second Star. Wer an dem erweiterten Lean and Green Programm teilnimmt, setzt den Fokus klar auf Unternehmenskooperationen. Erst sie ermöglichen es, über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Ganz konkret müssen zur Erreichung des Second Star zwei Pflichtkriterien und eins von zwei Wahlkriterien in der Praxis umgesetzt sein. „Dazu gehört auf jeden Fall die Umsetzung eines Kooperationsprojektes mit klarem Logistikbezug oder eines Innovationsprojektes mit einer CO2-Einsparung von mindestens 10 Prozent“, erklärt Oliver Püthe, Senior Branchenmanager Logistik bei GS1 Germany. „Wer den zweiten Stern anstrebt, muss darüber hinaus – ganz im Sinne einer Corporate Social Responsibility – auch ein soziales Projekt im Unternehmen umsetzen. Beispielsweise könnten dabei die Mitarbeiter eingebunden werden, um Treibhausgase einzusparen“, so Püthe weiter. Wie bereits beim Lean and Green First Star ist der TÜV Nord Cert als neutrale Prüforganisation mit an Bord und auditiert die Zielerreichung auf der Basis eines festgelegten Bewertungsbogens. Weitere Informationen zu Lean and Green: www.lean-and-green-germany.de Pressebild: Die Lean and Green Preisträger von der LOG 2017 (Bildquelle: GS1 Germany/Axel Schulten) Pressekontakt: Steffi Kroll Pressereferentin Marketing + Kommunikation GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 437 F +49 (0)221 94714 7437 E kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 29.03.2017
Insgesamt 6.000 wiederverwendbare Transportbehälter mit Artikeln aus dem langsamdrehenden Drogeriesortiment ersetzten im vergangenen Jahr vorübergehend die Belieferung des Handels mit Kartons. Das Resultat: Ein Umstieg von Einweg auf Mehrweg könnte die betrachteten logistischen Prozesse inklusive Rückführung um 20 Prozent günstiger machen und zudem die Umwelt schonen. Der Testlauf fand im Rahmen des Projekts „Mehrwegtransportverpackungen (MTV) zur Handelsbelieferung“ unter dem Dach von GS1 Germany statt. Von Seiten der Hersteller engagieren sich Beiersdorf, Cosnova Beauty, Henkel, L’Oréal, Procter & Gamble sowie Unilever. Auf Handelsseite sind dm-drogerie markt, Edeka, Kaufhof, Karstadt, Müller, Real und Rossmann beteiligt. Jetzt stellte GS1 Germany auf dem Handelslogistik Kongress 2017 das nächste Projektergebnis vor: den Prototypen eines standardisierten Kunststoff-Transportbehälters. Er soll nun in Pilotanwendungen weiter getestet werden. Ab der zweiten Jahreshälfte kann dann der Rollout geplant werden. Unnötige Prozessschritte und zuviel Verpackungsmüll Hintergrund für das Projekt sind die heute oft umständlichen und verpackungsmüllintensiven Prozesse bei der Belieferung des Handels durch die Industrie. Hersteller verpacken Ware für den Transport in Sekundär- und Tertiärverpackungen aus Karton und Plastik. Transportiert werden diese auf Paletten ins Zentrallager. Dort werden sie abgeladen, ausgepackt und in die händlereigenen Mehrwegboxen umverteilt. Dieser Prozessschritt verursacht einen hohen Ressourcen- und Entsorgungsaufwand der Einwegkartons. Im Projekt haben die Unternehmen den Beweis angetreten, dass sich ein unternehmensübergreifendes, standardisiertes Mehrwegtransportsystem lohnt. Die Vorteile eines einheitlichen Systems liegen auf der Hand: verschlankte Prozesse, geringere Kosten, weniger Verpackungsmüll, ein hoher Automatisierungsgrad entlang der gesamten Lieferkette und optimale Auslastung von Paletten und Laderaum, damit verbunden auch ein geringerer CO2-Ausstoß. Darüber hinaus können Mehrwegtransportbehälter durch den Einsatz von GS1 Standards als Informationsträger für Daten dienen, die in Echtzeit zur Verfügung ständen. Transportbox für alle gängigen Ladehöhen In der nächsten Projektphase wurden unterschiedliche Betreibermodelle mit dem Ziel betrachtet, ein effizientes Ladungsträgermanagement zu erreichen. MTV-Anbieter stellten erste Behälterkonzepte vor. Im Ergebnis wurde daraus der Prototyp mit dem Außenmaß 600 mal 400 Millimeter in drei Höhen entwickelt. Die Behälter sind so konzipiert, dass sie sowohl für die in Deutschland üblichen Palettenladehöhen genutzt werden können als auch der EUL-Norm entsprechen. „Mit einem standardisierten Behälter entfallen nicht nur unnötige Prozessschritte wie das Umpacken in den Zentrallägern des Handels. Auf Sandwichpaletten könnte verzichtet und damit der Laderaum im Lkw besser ausgenutzt werden. Im Endeffekt heißt das auch weniger Rampenkontakte“, ist Thomas Niebur, Leiter des Competence Center Supply Chain Management bei GS1 Germany, überzeugt. Die neuen Mehrwegtransportbehälter sollen künftig auch für andere Warengruppen wie das Trockensortiment oder Nonfood genutzt werden. GS1 Germany strebt nach der Standardisierung in Deutschland in absehbarer Zeit die Umsetzung in zahlreichen weiteren Unternehmen und einen europäischen Standard an. Interessierte Hersteller und Händler sind eingeladen, sich an den weiteren Projektphasen zu beteiligen und die Behälter in den eigenen Prozessen einzusetzen. Pressebild: Prototyp eines standardisierten GS1 Transportbehälters (Bildquelle: GS1 Germany) Pressekontakt: Steffi Kroll Pressereferentin Marketing + Kommunikation GS1 Germany GmbH Maarweg 133 50825 Köln T +49 (0)221 94714 437 F +49 (0)221 94714 7437 E kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 28.03.2017
Erntemaschinen, die sich miteinander vernetzen, selbstfahrende Traktoren, Sensorsysteme zur Ermittlung der Bodenbeschaffenheit – die Digitalisierung und das Internet der Dinge sind auch für die Landwirtschaft eine große Chance. Sensortechnik, Elektronik und Software bei Landmaschinen machen nach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure heute bereits rund 30 Prozent der Wertschöpfung aus. Doch es gibt noch einiges zu tun: High-Tech im Feld oder Stall setzt häufig ausreichend schnelles Internet voraus. Jedoch ist laut Deutschem Bauernverband gerade in vielen ländlichen Gebieten die Internetversorgung immer noch unzureichend. Eine weitere Hürde sind auch fehlende zukunftsfähige, elektronische Schnittstellen zur Datenübertragung zwischen Landmaschinen sowie offen zugängliche Informationen wie etwa Geo-Daten. Dabei hat die Digitalisierung der europäischen Landwirtschaft laut Experten einen hohen Einfluss auf ihre internationale Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit. Im Rahmen des Projekts „Internet of Food and Farm IoF 2020“ prüfen und fördern 71 europäische Partnerunternehmen seit Januar 2017 die Umsetzung des Internet of Things im europäischen Land- und Ernährungswirtschaftssektor. Innerhalb von vier Jahren sollen insgesamt 19 Fallstudien in den fünf festgelegten Bereichen Ackerbau, Milch-, Fleisch-, Gemüse- und Obstproduktion umgesetzt werden. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, Prozesse in der Branche zu digitalisieren, entsprechende Lösungen bereitzustellen und damit die Grundlage für mehr Produktivität und Nachhaltigkeit zu schaffen. GS1 Germany ist an zwei Fallstudien in den Bereichen Fleisch- sowie Gemüse- und Obstproduktion beteiligt. Unter anderem wird es um die Rückverfolgbarkeit von Transportboxen gehen. Die Standardisierungsorganisation bringt darum insbesondere ihre Expertise aus den Bereichen Rückverfolgbarkeit und Datenübermittlung ein. Mit ihrem Datenaustauschformat EPCIS können Unternehmen Objekte entlang der Wertschöpfungskette verfolgen und Ereignisse kommunizieren. Das multinationale Projekt wird durch die EU im Rahmen von Horizont 2020 gefördert, dem Programm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Konsortialführer ist die Universität Wageningen. Die Partnerunternehmen kommen aus unterschiedlichen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette: von Landwirten über Genossenschaften, Lebensmittelhersteller und Logistikunternehmen bis hin zu Verbraucherorganisationen. Weitere Informationen zum Projekt unter www.iof2020.eu . Abbildung: Das EU-Projekt „Internet of Food and Farm IoF 2020“ fördert die Umsetzung des Internet of Things in der Landwirtschaft (Bildquelle: IoF 2020) Pressekontakt GS1 Germany: Verena Bankamp Pressereferentin GS1 Germany GmbH Maarweg 133, 50825 Köln T +49 (0)221 94714 526 F +49 (0)221 94714 7526 E bankamp@gs1-germany.de Kontakt Projektmanagement IoF2020: Dr. ir. George Beers Projektmanagement Wageningen University & Research T +31 (0)70 3358337 E george.beers@wur.nl www.wur.nl Über das Projekt „Internet of Food and Farm 2020“ (IoF 2020) Im Rahmen des multinationalen Projekts „Internet of Food and Farm IoF 2020“ prüfen und fördern über 70 Partnerunternehmen seit Januar 2017 die Umsetzung des Internet of Things im europäischen Land- und Ernährungswirtschaftssektor. Innerhalb von vier Jahren sollen 19 Fallstudien in den Bereichen Ackerbau, Milch-, Fleisch-, Gemüse- und Obstproduktion umgesetzt werden. GS1 Germany ist an zwei Fallstudien beteiligt. Ziel ist es, Prozesse zu digitalisieren und damit die Grundlage für mehr Produktivität und Nachhaltigkeit zu schaffen. IoF2020 wird im Rahmen des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizont 2020 gefördert.