Veröffentlicht am 21.09.2011
Käufer brechen über ein Fünftel ihrer geplanten Einkäufe im Geschäft ab – genauso häufig greifen sie allerdings auch spontan ins Warenregal. Das hat eine aktuelle Studie der Universität zu Köln und der GfK Marktforschung in Zusammenarbeit mit GS1 Germany herausgefunden. Unter die Lupe genommen wurden 3.300 Einkäufe in Supermärkten, Großflächenmärkten und Discountern. „Die Ergebnisse dieser Studie rücken den Käufer in ein völlig neues Licht“, so Jörg Pretzel, Geschäftsführer GS1 Germany, auf dem 12. ECR-Tag in Berlin. „Die Untersuchung liefert neue wegweisende Erkenntnisse für alle künftigen Maßnahmen des Shopper Mar-keting.“ So zeigt die Studie beispielsweise, dass die Wahrscheinlichkeit eines Spontankaufs um knapp 30 Prozent steigt, wenn in stimmungsvollere Geschäftsatmosphäre investiert wird. Damit konnte der Store-Stimmung erstmals eine eindeutige verkaufssteigernde Wirkung nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler der Universität zu Köln fassen zudem den Durchschnittsshopper und sein Verhalten in belastbare Zahlen: Er ist mehrheitlich weiblich, im Durchschnitt 49 Jahre alt, verheiratet, hat ein Kind und ein Haushaltseinkommen von 2.350 Euro. Er geht ohne Begleitung zwei bis dreimal in der Woche einkaufen, benötigt dafür 24 Minuten und erwirbt ohne Einkaufsliste Waren im Wert von 29 Euro. Dabei treffen der durchschnittliche Shopper – hier bestätigt die Studie lang gehegte Vermutungen – 68 Prozent aller Kaufentscheidungen erst am Point of Sale; lediglich 32 Prozent der Käufe stehen bereits vor dem Shopping-Trip fest und sind bis hin zur Markenebene geplant. Der hohen Zahl spontaner Kauf-abbrüche (22 Prozent) stellen sich ganze 23 Prozent völlig ungeplanter Einkäufe entgegen – wie beispielsweise der impulsive Griff zur Schokolade. Die groß angelegte Shopper-Studie wurde auf dem 12. ECR-Tag in Berlin exklusiv den rund 1.200 teilnehmenden Experten und Managern aus Industrie und Handel vorgestellt. Weitere Hintergrundinformationen stehen über den FTP-Zugang ftp.gs1.de zum Download bereit: Login: presse, Passwort: GS1@Berlin2011. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutsch-land für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Kristina Wegner Leiterin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221/94714-535, Fax 0221/94714-191 E-Mail: kwegner@gs1-germany.de Web: www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 11.10.2012
Immer wieder machen gefälschte Medikamente oder schadhafte Medizinprodukte Schlagzeilen, wie zuletzt beim Thema Brustimplantate. Und Krankenhäuser bemängeln den oftmals hohen Aufwand, der nötig ist, um die Charge eines Produktes zu identifizieren. Eine europaweite Regelung soll für eine bessere Rückverfolgbarkeit und mehr Patientensicherheit sorgen. Grundlage ist ein Entwurf, den die Europäische Kommission Ende September 2012 vorstellte. Er umfasst Vorgaben, wie die derzeitige Medizinprodukteverordnung neu zu regeln ist. „Die Entscheidung, ein weltweites System zur Identifikation von Medizinprodukten einzuführen, ist damit gefallen“, kommentiert Sylvia Reingardt, Branchenmanagerin Gesundheitswesen bei GS1 Germany diese Entwicklung. Reingardt empfiehlt Herstellern daher, jetzt mit der Umstellung auf die kommenden neuen Kennzeichnungspflichten zu beginnen, die voraussichtlich ab 2015 greifen. Die Identifikation und Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten soll durch das sogenannte Unique Device Identifikation-System (UDI) international vereinheitlicht werden. UDI regelt zum einen die Kennzeichnung von Medizinprodukten mit global gültigen Standards, von der Direktkennzeichnung bis zur Kennzeichnung der verschiedenen Verpackungsebenen. Zum anderen umfasst das System eine Datenbank mit Informationen zum Produkt, zum Beispiel Handelsname, Größe, Lagerbedingungen. Für die Pflege dieser Datenbank sollen die Hersteller verantwortlich sein. Im Rahmen der Einführung von UDI berät GS1 Germany Unternehmen bei der Umsetzung der GS1-Standards, so auch vom 14. bis 17. November auf der Medica 2012 in Halle 15 der Messe Düsseldorf, Stand A26. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: freynhagen@gs1-germany.de Homepage: www.gs1-germany.de
Veröffentlicht am 24.08.2011
Wer kauft mein Produkt? Warum wird es im schlimmsten Fall ignoriert? Neue, belastbare Forschungsergebnisse zum Shopper-Verhalten verblüffen die Konsumgüterbranche – und überraschen selbst die Experten. Exklusiv auf dem diesjährigen ECR-Tag in Berlin präsentiert die Universität zu Köln Erkenntnisse aus der neuesten Verbraucher-Studie, die zusammen mit der GfK Marktforschung, GS1 Germany und sechs führenden Unternehmen aus der Konsumgüterbranche durchgeführt wurde – der Titel: „(Un)Geplantes Kaufverhalten – Erklären und Managen“. Weitere wegweisende Untersuchungen liefern den Kongressteilnehmern neuen Diskussionsstoff: So wagt der Softdrink-Gigant Coca-Cola einen Blick in die Zukunft der Getränkeversorgung und entwirft zwei mögliche Szenarien für das Jahr 2020. Auch Procter & Gamble stellt eine groß angelegte Zukunftsstudie zur Warenverfügbarkeit vor und beleuchtet unter anderem den Einfluss von e-Commerce auf die Konsumgüterbranche. Jedes Jahr diskutieren internationale Experten aus Industrie und Handel auf dem ECR-Tag aktuelle Möglichkeiten und Herausforderungen im Bereich Efficient Consumer Response. Der 12. ECR-Tag zum Thema „Kunden von morgen heute erreichen“ findet am 21. und 22. September im Berliner Estrel CC statt. Interessierte können das vollständige Programm unter www.ecrtag.gs1-germany.de abrufen und sich dort direkt anmelden. GS1 Germany hilft Unternehmen aller Branchen dabei, moderne Kommunikations- und Prozess-Standards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1-Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und bietet Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response). Das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit Sitz in Köln gehört zum internationalen Netzwerk „Global Standards One“ (GS1) und ist eine der größten von mehr als 100 GS1-Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter von GS1 Germany sind der Markenverband und das EHI Retail Institute. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Kristina Wegner Leiterin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-535, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: kwegner@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 13.12.2018
3,35 Mrd. Sendungen beförderten die Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) laut Bundesverband Paket und Expresslogistik (Biek) allein im Jahr 2017 bundesweit. Und für dieses Jahr rechnet der Biek für den gesamten KEP-Markt mit einem Zuwachs von bis zu 5,5 Prozent. Pro Zustelltag stehen die KEP-Unternehmen mit etwa 6 Millionen Kunden in Kontakt. Deren Anforderungen und Zustellwünsche rücken verstärkt in den Vordergrund. Das erfordert von der Branche nicht selten Mehrfach- sowie immer individuellere, flexiblere Zustellungen. Gleichzeitig sind die großen Paktdienste wie auch die deutschen Innenstädte am Rande ihrer Belastungsgrenze angelangt. Und im ländlichen Raum müssen die Paketdienstleister auf der letzten Meile oft große Entfernungen bewältigen. Alles das macht die letzte Meile zur teuersten Teilstrecke im gesamten Lieferprozess. Diese Herausforderungen geht das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt „Smile“ an. Es ist dieses Jahr gestartet und soll bis Februar 2021 Lösungen für kooperative und vernetzte Zustellszenarien entwickeln. Smile steht für “Smart-Last-Mile Logistik” in urbanen und ländlichen Räumen. In diesem Forschungsprojekt konzipieren die Unternehmen GoodsTag (Konsortialführer), GS1 Germany und Pickshare zusammen mit dem Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam und der Universität Leipzig kooperative Zustelllösungen für die letzte Meile. Bisher schließen individuelle IT-Systeme und geschlossene Zustelllösungen Kooperationen auf der letzten Meile in der Regel aus, was in der Vergangenheit bereits zahlreiche Citylogistik-Projekte scheitern ließ. Das Förderprojekt erforscht die Warenzustellung beim Endkunden zum Wunschtermin und am Wunschort auf Basis einer Plattformlösung für alle Prozessbeteiligten. Mögliche Zustelllösungen sind zum Beispiel Crowd Logistics, wie etwa die An- und Mitnahme von Paketen für Nachbarn, oder Kofferraumzustellungen über Mikrodepots sowie Multi-Label-Paketshops. Ziel dabei ist es, die Quote der erfolgreichen Erstzustellungen deutlich zu erhöhen. Im Smile-Projekt besteht die zentrale Herausforderung darin, Pakete und involvierte Parteien – wie zum Beispiel Carrier, Transporteure, Mikrodepots oder Empfänger – über alle Stufen der Lieferkette hinweg, eindeutig zu identifizieren und allen Beteiligten einen offenen Zugang zu neuen Zustellformen zu ermöglichen. Das erfordert unter anderem ein umfangreiches Management zur Identifikation und Authentifizierung der Beteiligten sowie einen reibungslosen Informationsfluss aller benötigten Daten. Basis ist eine noch zu realisierende Smart Service Plattform unter der Regie der GoodsTag und des Hasso-Plattner-Instituts. Sie soll so ausgebaut werden, dass zukünftig Sendungen unabhängig von der Wahl des KEP-Dienstleisters gesteuert und flexibel sowie individuell an den Kunden geliefert werden können. Dazu verknüpft die Plattform alle Akteure in der Transportkette diskriminierungsfrei miteinander und stellt einen einfachen Prozessablauf sicher. Sie bildet somit die technische Grundlage für echte Kooperationen in der Paketzustellung über Unternehmensgrenzen hinweg. Das ermöglicht zum Beispiel kleinen und mittleren KEP-Dienstleistern, die sich durch eine starke Kundenorientierung auszeichnen, auf der letzten Meile an der Auslieferung zu partizipieren. An der Entwicklung der Plattform wirkt auch die Universität Leipzig mit, die die Schnittstelle zu den Transportunternehmen gestaltet. GS1 Germany bringt die Expertise zu Identifikations-, Datenträger- und Datenaustauschstandards wie beispielsweise die Nummer der Versandeinheit (NVE/SSCC) und den Schnittstellenstandard EPCIS ein. Gemeinsam mit dem European EPC Competence Center (EECC) entwickelt GS1 Germany ein Sendungsinformationssystem, das allen beteiligten Parteien die benötigten Sendungsinformationen ebenfalls diskriminierungsfrei zur Verfügung stellt – egal ob global agierender Logistikkonzern oder Fahrradkurier in Berlin-Mitte. Das Praxis-Know-how zur Logistik sowie die kooperative Mikrodepot-Infrastruktur lässt parcelbox während des gesamten Projekts an allen Stationen einfließen. Das Start-up stellt außerdem mit seiner neu geschaffenen App-Lösung „pickshare®“ die Schnittstelle zum Empfänger bereit. Die Praxistauglichkeit der entwickelten Technologien und Services erproben die Partner in Pilotprojekten. Interessierte Unternehmen können sich über die Möglichkeiten der Mitarbeit an Smile bei den Projektpartnern informieren. Weitere Informationen: www.smile-project.de BU Pressefoto: Alles aus einer Hand: Kooperation auf der letzten Meile und innovative Prozesse vereinfachen die Zustellung. (Quelle: parcelbox GmbH) Pressekontakt: Universität Leipzig Professur Wirtschaftsinformatik, insb. Informationssysteme in der Logistik Dipl.-Ing. Michael Glöckner Wissenschaftlicher Mitarbeiter Grimmaische Str. 12, 04109 Leipzig T +49 341 97-33704, F +49 341 97-33729 E-Mail: gloeckner@wifa.uni-leipzig.de Homepage: www.wifa.uni-leipzig.de/iwi/islog GS1 Germany Michaela Freynhagen Pressereferentin Marketing+Communications Maarweg 133, 50825 Köln T +49 221 94714 534, F +49 221 94714 7534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de Smile ist ein Leuchtturmprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie BMWi im Zuge der Smart Services Welt II Ausschreibung. Ziel ist es, neue Anwendungsbereiche für digitale Dienste und Plattformen in diesem Bereich zu erforschen. Projektpartner sind die GoodsTag GmbH als Konsortialführer, die GS1 Germany GmbH, die Parcelbox GmbH, die Universität Leipzig, und das Hasso Plattner Institut. Assoziierte Partner sind Netzwerk Logistik Halle Leipzig, die Rako Group, sowie die Bundesvereinigung Logistik (BVL) und deren Regionalgruppen.
Veröffentlicht am 17.11.2014
Was passiert in der Übergangszeit, in der ein Lebensmittel bei veränderter Deklaration mit einer neuen Artikelnummer (GTIN) ausgezeichnet wird, es aber noch Lagerbestand mit Produkten der Vorgänger-GTIN bei der Industrie gibt? Wird dann dieser Bestand ausgeliefert, obwohl der Handel bereits Produkte mit neuer GTIN geordert hat? Oder aber anders herum: Erhält der Händler Produkte mit neuer GTIN, obwohl er noch mit alter GTIN bestellt hat, weil der Lagerbestand mit vorangegangener GTIN erschöpft ist? Beide Fälle können eintreten, obwohl die jeweiligen Stammdaten mindestens acht Wochen vor Lieferfähigkeit des Produktes mit veränderter Deklaration und damit neuer GTIN im Stammdatenpool eingepflegt sein sollten. Um dieser erhöhten Komplexität branchenweit begegnen zu können, hat das GS1 Advisory Board FMCG nun kurz vor Inkrafttreten der EU-Verordnung 1169/2011 eine Handlungsempfehlung verabschiedet. Das Gremium ist besetzt mit den Unternehmen Beiersdorf, dm drogerie-markt, Douglas, Dr. Oetker, Edeka, Henkel, Lekkerland, Markant, Metro, Nestle, Rewe, Transgourmet und Unilever. Die Empfehlung ist grundsätzlich verabschiedet, wobei es seitens Edeka nicht im vollen Umfang unterstützt wird. Das betrifft insbesondere die Punkte, dass ausschließlich durch LMIV-verursachte GTIN-Wechsel keine Umlistung des Produktes darstellen sowie die grundsätzliche Händlerakzeptanz der Lieferung von Produkten mit jeweils anders bestellter GTIN. Hier kann es innerhalb der Geschäftsbeziehungen gleichermaßen zu bilateralen Absprachen kommen. Diese Vorgehensweise stellt in sich auch keinen Widerspruch dar, da die Empfehlung keine Änderung an etablierten Verfahrensweisen zwischen Industrie und Handel beinhaltet und auch mögliche bilaterale Regelungen nicht einschränkt. Als „Best Practice“ soll sie Herstellern und Händlern helfen, einen kontinuierlichen Warenfluss sowie Warenverfügbarkeit für den Verbraucher zu gewährleisten. Das Dokument steht allen interessierten Unternehmen zum Download auf der Webseite www.lmiv-services.de zur Verfügung. Sie ist als Hilfestellung für alle Unternehmen zu verstehen, um das Thema Produktänderungen auf Basis der LMIV sowie allen anderen Produktänderungen, zum Beispiel Relaunches, bestmöglich umzusetzen. Pressegrafik: Informationspflichten durch die LMIV im Überblick Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Wagner Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-7543 E-Mail: wagner@gs1-germany.de Besuchen Sie GS1 Germany auf facebook , twitter und XING . Diskussion und Networking rund um Efficient Consumer Response (ECR) in der XING-Community.
Veröffentlicht am 16.04.2026
Mit Umsetzung der europäischen Empowering Consumers Directive, kurz EmpCo, in nationales Recht werden die wettbewerbsrechtlichen Anforderungen in Deutschland deutlich verschärft. So erhält das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) zusätzliche Regelungen, die die Kommunikation nachhaltigkeitsbezogener Produkte stärker regulieren. „Die neuen regulatorischen Vorgaben sind durch einen erheblichen Interpretationsspielraum geprägt. Viele Detailregelungen sind derzeit noch nicht finalisiert oder eindeutig ausgelegt. Gleichzeitig stehen Unternehmen unter hohem Zeitdruck: Maßnahmen wie die Gestaltung von Verpackungen erfordern lange Vorlaufzeiten“, erläutert Joanna Behrend, Manager Sustainability bei GS1 Germany. Vor diesem Hintergrund erarbeiteten Expert:innen aus Industrie und Handel unter dem Dach von GS1 Germany eine umfassende Anwendungsempfehlung, mit der Unternehmen die steigenden Anforderungen möglichst rechtssicher und praxisnah umsetzen können. Sie baut auf dem Leitfaden „Sustainable Product Claims 2.0“ aus einem Vorgängerprojekt auf und richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus Marketing, Unternehmenskommunikation und Produktdatenmanagement. Zur kostenfreien EmpCo-Publikation Praxisnahe Orientierung durch Positivbeispiele Ziel ist es, Interpretationsspielräume zu strukturieren und Unternehmen konkrete Hilfestellungen zu geben, um Fehlinterpretationen, Fehlauslegungen und mögliche Sanktionen zu vermeiden. Dazu Annika Haus, Institutional Affairs & Sustainability bei Ferrero: „Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten heute klare und glaubwürdige Informationen zu Nachhaltigkeit – gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen spürbar. Entscheidend ist deshalb, dass Unternehmen nicht nur compliant sind, sondern auch verständlich kommunizieren. Genau hier leisten gemeinsame Branchenansätze einen wichtigen Beitrag.“ Im Mittelpunkt der Publikation stehen daher praxisnahe Positivbeispiele zu zentralen Themenfeldern wie Klima, Recycling und Verwertung sowie Inhaltsstoffe. Dabei handelt es sich zum Beispiel und Begriffe wie: ökologisch (für Nahrungsmittel), Artenvielfalt, Energieeffizienz, refurbished/wiederaufbereitet, Mehrweg, nachfüllbar. Jede Aussage ist systematisch aufbereitet – mit klaren Definitionen, juristischer Einordnung, Anwendungsempfehlungen, Beispielen sowie den potenziell relevanten Nachweisen. Die Inhalte sind grundsätzlich branchenübergreifend anwendbar, auch wenn der Bereich Fast Moving Consumer Goods (FMCG) besonders stark vertreten ist. Die enthaltenen Begriffe, Definitionen und Kommunikationshinweise bieten Orientierung. Gleichzeitig handelt es sich ausdrücklich um rechtlich unverbindliche oder nicht abschließend geprüfte Claims. Für unternehmensspezifische Fragestellungen wird eine individuelle rechtliche Prüfung empfohlen. Informationen im Sinne der Verbraucher:innen „Für den Handel ist Transparenz entlang der gesamten Customer Journey entscheidend – von der Produktdetailseite bis zur Verpackung. Einheitliche Leitplanken helfen uns, Nachhaltigkeitsinformationen konsistent darzustellen und für Kund:innen verständlich zu machen, ohne sie zu überfordern“, ergänzt Lena Lohse, Senior Sustainability Managerin Compliance & Policies bei der Otto GmbH & Co. KGaA. Ein weiterer Mehrwert entsteht durch die Verknüpfung mit GS1 Standards . Diese fördern standardisierte Datenstrukturen und ermöglichen eine konsistente, vergleichbare und transparente Kommunikation nachhaltigkeitsbezogener Informationen. So eröffnen digitale Lösungen wie QR-Codes mit GS1 Digital Link zusätzliche Möglichkeiten: Sie erlauben es, weiterführende Informationen oder dynamische Inhalte direkt mit dem Produkt zu verknüpfen. Damit werden komplexe Nachhaltigkeitsinformationen für Konsument:innen leicht zugänglich und nachvollziehbar. Pressefoto 1: Verbraucher:innen erwarten klare, glaubwürdige Informationen zu Nachhaltigkeit (Quelle: GS1 Germany) Pressefoto 2: Einheitliche Leitplanken helfen, komplexe Nachhaltigkeitsinformationen für Konsument:innen leicht zugänglich und nachvollziehbar zu machen – für nachhaltigere Kaufentscheidungen am Point of Sale (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Stolberger Str. 108 a, 50933 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 15.07.2021
Die Healthcare live! 2021 mit dem Universitätsklinikum Frankfurt als Gastgeber stellt den digitalen Raum für den Ideen- und Gedankenaustausch –, denn aus Erfahrung wird Wissen. Das Programm wartet mit Impulsvorträgen, einer Paneldiskussion, vertiefenden Workshops, Fachforen, virtuellem Ausstellerbereich und interaktiven Networking-Pausen auf. Die Teilnahme an der eintägigen Online-Veranstaltung, 9-16 Uhr, ist kostenfrei. Praktiker geben Einblicke, teilen Insights und regen die Diskussion auf der gemeinsam von Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) sowie von GS1 Germany veranstalteten Healthcare live! an. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Schritt für Schritt digitaler Das Fach-Event richtet sich an Marktteilnehmer des Gesundheitswesens, die aktiv in Einkaufs- und logistischen Versorgungsprozessen sind: Entscheider und Praktiker aus Krankenhäusern, Kliniken, Einkaufsgemeinschaften oder der Medizinprodukte-, Diagnostika- und pharmazeutischen Industrie. Für Experten ist es herausfordernd, Abläufe nachhaltig und kosteneffizient zu optimieren, steigende gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Prozesse müssen sich daher am Nutzen orientieren, auf die Bedürfnisse der Anwender und Patienten zugeschnitten sein. Es gilt, Schritt für Schritt digitale Lösungen einzuführen, klug und nachhaltig Prozesse neu auszurichten. Link zur Anmeldung: https://www.gs1-germany.de/gs1-academy/events/healthcare-live-2021/ Zu Gast im Universitätsklinikum Frankfurt Das Universitätsklinikum Frankfurt besteht aus insgesamt 32 Fachkliniken und klinischen Instituten und bilden gemeinsam mit dem Fachbereich Medizin und den mehr als 20 Forschungsinstituten die Universitätsmedizin Frankfurt, die die Verknüpfung von Lehre, Forschung und Krankenversorgung gewährleistet. Gemeinsam möchten wir die besonderen Möglichkeiten der Ausbildung kommender Generationen von Medizinerinnen und Medizinern genauso nutzen wie die Chancen, wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Krankenversorgung zu integrieren – zum Wohle der Patientinnen und Patienten. So wird in unserer Universitätsmedizin aus Wissen Gesundheit und der Fortschritt für uns alle erlebbar. www.kgu.de GS1 Germany – Es begann mit einem einfachen Beep. 1974 wurde in einem Supermarkt zum ersten Mal ein Barcode gescannt. Dies war der Beginn des automatisierten Kassierens – und der Anfang der Erfolgsgeschichte von GS1. Der maschinenlesbare GS1 Barcode mit der enthaltenen GTIN ist mittlerweile der universelle Standard im globalen Warenaustausch und wird sechs Milliarden Mal täglich auf Produkten gescannt. Die Standards von GS1 sind die globale Sprache für effiziente und sichere Geschäftsprozesse, die über Unternehmensgrenzen und Kontinente hinweg Gültigkeit hat. Als Teil eines weltweiten Netzwerks entwickeln wir mit unseren Kunden und Partnern gemeinsam marktgerechte und zukunftsorientierte Lösungen, die auf ihren Unternehmenserfolg unmittelbar einzahlen. Zwei Millionen Unternehmen aus über 20 Branchen weltweit nutzen heute diese Sprache, um Produkte, Standorte und Assets eindeutig zu identifizieren, um relevante Daten zu erfassen und um diese mit Geschäftspartnern in den Wertschöpfungsnetzwerken zu teilen. GS1 – The Global Language of Business. www.gs1.de Referentinnen, Referenten und Programm: https://www.gs1-germany.de/gs1-academy/events/healthcare-live-2021/15-09-2021-4282/programm/ Medienkontakt: GS1 Germany GmbH Andreas Finke Corporate Communications T 0221 94714-526 M 0175 1922820 E andreas.finke@gs1.de www.gs1.de/newsroom Kontakt zum Branchenmanagement Healthcare: Sylvia Reingardt GS1 Germany GmbH T 0221 94714 438 M 0175 1826895 E sylvia.reingardt@gs1.de https://www.gs1.de/gesundheitswesen/gs1-standard-im-krankenhaus/ Kontakt zur Projektleitung Healthcare live! 2021: GS1 Germany GmbH Jörg Lamberg T 0221 94714-536 E joerg.lamberg @ gs1.de
Veröffentlicht am 14.01.2016
Warte- und Abfertigungszeiten, Zeitfensterverfügbarkeit, fehlende Begleitdokumente oder Rechte und Pflichten für die Entladung: Die Konfliktpotenziale an den Rampen des deutschen FMCG-Handels sind nach wie vor groß. Optimierungsmöglichkeiten bestehen auf allen Prozessstufen und über alle Prozessbeteiligten hinweg. Diesem Bedarf haben GS1 Germany und Experten aus Handel, Industrie, sowie Logistik-Dienstleistung jetzt Rechnung getragen und gemeinsam Lösungen für eine effiziente Wareneingangsabwicklung entwickelt. „Essentiell war es, zunächst die grundlegenden Voraussetzungen zu definieren, etwa klare und einheitliche vertragliche Vereinbarungen zwischen allen Prozessbeteiligten“, erklärt Matthias Haubenreißer, Senior Manager ECR Prozesse bei GS1 Germany. „Um Optimierungspotenziale zu identifizieren, haben wir uns beispielsweise gefragt, was genau eine logistikgerechte Bestellung ausmacht oder welche Ressourcen eine reibungslose Abwicklung beim Empfänger erfordert.“ Die Expertengruppe, der Unternehmen wie Globus, Kaiser’s Tengelmann, Dr. Oetker, Procter & Gamble, Dachser sowie Kraftverkehr Nagel angehören, verständigte sich auch auf Punkte, wie der Prozess der Wareneingangskontrolle optimal ablaufen kann. Fallbeispiele zeigen Best-Practice für die Rampe Nachzulesen sind die Lösungen jetzt in einer GS1 Anwendungsempfehlung. Sie zeigt praxisnah, wie mit Lieferabweichungen umgegangen oder die Störanfälligkeit entlang der Transportkette reduziert werden können. Beispielsweise macht die lückenlose Statusverfolgung von Sendungen auf Basis der Nummer der Versandeinheit (NVE/SSCC) und eine Dokumentation des Warenüberganges an allen Prozessschnittstellen die Transportlogistik effizienter und sicherer. Ein konkretes Fallbeispiel demonstriert den idealen Prozess zur durchgehenden Sendungsverfolgung. Es zeigt, wo und wie der Prozess gestört werden könnte, aber auch, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um elektronischen Datenaustausch zu ermöglichen. Ziel aller entwickelten Best-Practice-Szenarien ist eine einfache, reibungslose und transparente Abwicklung über alle Prozessstufen hinweg. „Die optimalen Prozesse am Wareneingang und die Möglichkeit Störrisiken zu verringern, sind erstmals klar herausgearbeitet worden. Für die erfolgreiche Umsetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette braucht es nun von allen Beteiligten die kooperative Bereitschaft an den eigenen Prozessen Veränderungen vor zunehmen. Gemeinsam lässt sich das Konfliktpotential an der Schnittstelle Rampe deutlich verringern“, ist Helge Reimers, Leiter Supply Chain Management bei der Globus SB-Warenhaus Holding GmbH& Co. KG, überzeugt.“ Die Anwendungsempfehlung „Effiziente Wareneingangsabwicklung im FMCG-Bereich“ steht für GS1 Complete-Kunden ab sofort kostenlos zum Download unter www.gs1-germany.de/gs1-solutions/supply-chain-management/ bereit. Pressebild: Der optimale Prozess für den einstufigen Wareneingang. (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 21.09.2017
Die Sortier- und Rückführungsprozesse von Getränke-Mehrwegflaschen sind enorm komplex geworden. Studien von Deloitte und der Versuchs- und Lehranstalt für Brauereien bestätigten, dass die Entwicklung hin zu mehr Individualflaschen das Mehrwegsystem teurer macht. Individualflaschen müssen über weitere Strecken zurücktransportiert werden und treiben so die Logistikkosten in die Höhe. Zudem verursachen sie einen hohen Aufwand bei der manuellen Vorsortierung im Handel. Dem will die Initiative Getränke-Mehrweg, der Unternehmen aus Brauereien, Brunnen sowie Einzel- und Großhandel angehören, unter dem Dach von GS1 Germany entgegenwirken. Unter anderem entschied sie, Standards für den Rücktransport von leeren Flaschen zu setzen. Dazu sollten verschiedene Leergut-Ersatzgebinde durch GS1 Germany typisiert werden. Die logistischen und funktionalen Merkmale von einheitlichen Mehrwegtrays und Kisten wurden jetzt beschrieben und veröffentlicht. Weniger Transporte und Laderaum optimal nutzen Mehrwegtrays dienen der Rückführung von überzähligen leeren Flaschen aus dem Handel, für die keine Kästen zur Verfügung stehen. Ein solches System bietet die Möglichkeit, Leergut ohne zusätzlichen Aufwand an die Handelslager oder den Getränkefachgroßhandel zurückzuführen. „Setzen viele Unternehmen auf die gleichen neutrale Trays und Kisten, können Liefer- und Rückführprozesse deutlich effizienter gestaltet werden, auch Sortierprozess entfallen “, ist Thomas Niebur, Leiter Competence Center Supply Chain Management bei GS1 Germany, überzeugt. Derzeit sind fünf verschiedene Trays und zwei Kisten typisiert. Definiert wurde beispielsweise bei den Trays die Eintauchtiefe der Flaschen, Maße und Füllmengen. Maßgeblich für die Verabschiedung durch die Initiative Getränke- Mehrweg war jedoch die Kompatibilität zu marktgängigen Ladungsträgern wie Europalette, Viertel- und Halbpalette sowie Dollies. Als Vorbild für die standardisierten Typen dienten bereits im Markt eingesetzte Trays der Firma Logipack. Pilotanwendung mit typisierten Mehrwegtrays Damit ein Mehrweggebinde langfristig nachhaltig ist, sollte sein Einsatz bereits bei der Abfüllung beginnen. Ein Beispiel der Brauerei Stiegl aus Salzburg zeigt, dass es auch für Hersteller ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich ist, auf Mehrwegtrays zu setzen. Als eine der ersten Brauereien hat sie Ende 2016 Mehrwegtrays der Firma Logipack in die automatisierte, maschinelle Verarbeitung von Leergut und Vollgut eingebunden. Im Vorfeld hatte Stiegl eine neue Umpackanlage in Betrieb genommen. Mit dieser ist es möglich, 0,5-Liter-Mehrwegflaschen automatisiert in Mehrwegtrays zu packen, flexibel zu palettieren und Leergut zu entnehmen. 8,8 Mio. Mehrwegflaschen hat Stiegl allein im ersten Halbjahr 2017 automatisiert aus und in Mehrwegtrays gepackt. Das Resultat: schnellere Prozesse und null Verpackungsmüll. Hintergrund der Initiative Getränke-Mehrweg Gestartet wurde die Initiative Getränke-Mehrweg im Jahr 2015. Unterstützer sind Anheuser Busch Inbev, Bitburger, Carlsberg, Krombacher, Radeberger, Veltins und Warsteiner, A. Kempf Getränkegroßhandel, Edeka, Kaufland, Rewe sowie der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels, Gekopa, Getränke Essmann, Nordmann, Trinks und Winkels Getränke Logistik. Ihr grundsätzliches Ziel: Lösungsansätze zu erarbeiten, die die Komplexität für das Mehrwegsystem bei Bier und alkoholfreien Getränken reduzieren. Im Frühjahr 2017 legte die Branche gemeinsam mit GS1 Germany ein Positionspapier vor, mit dem die Prozesse zwischen allen Beteiligten kooperativ und fair verbessert und das Mehrwegsystem gestärkt werden soll. So einigten sich die Beteiligten darauf, weiterhin inkompatible Ladungsträger zu meiden, damit Gebinde modular und stapelbar bleiben. Weitere Informationen und Typbeschreibung für Mehrwegtrays und Kisten über mehrweg@gs1-germany.de Pressebilder: Vorbild für die typisierten Mehrwegtrays sind Ladungsträger der Firma Logipack (Bildquelle: Logipack). Mehrwegtrays unterstützen automatisierte Prozesse (Bildquelle: Logipack) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Pressereferentin Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-7437 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 16.06.2026
Wachsender Nachhaltigkeitsanspruch und eine hohe Komplexität im Aktionsgeschäft stellen Industrie und Handel vor Herausforderungen. Mit der Veröffentlichung einer Anwendungsempfehlung für permanente Displays schafft GS1 Germany nun den Rahmen für eine nachhaltigere und effizientere Gestaltung des Aktionsgeschäfts im Konsumgütersektor. Die gemeinsam mit führenden Unternehmen aus Industrie und Handel entwickelte Empfehlung definiert erstmals einheitliche Anforderungen und unterstützt damit den skalierbaren Einsatz permanenter Displaylösungen im Markt. Diese basieren auf einem klaren Prinzip: Der stabile Grundaufbau verbleibt dauerhaft im Markt, während für wechselnde Promotions lediglich vorkonfektionierte Warenlagen oder modulare Einsätze ausgetauscht werden. Im Vergleich zu klassischen Einweg-Displays lassen sich so Materialverbrauch, Transportvolumen und Handlingaufwand deutlich reduzieren . Was bislang in Pilotprojekten erfolgreich erprobt wurde, erhält mit der neuen Anwendungsempfehlung nun einen übergreifenden, branchenweit anwendbaren Rahmen. „Nachhaltige Lösungen entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn sie standardisiert und damit breit skalierbar sind“, erklärt Matthias Haubenreißer, Senior Manager Competence Center Mehrweg Transportverpackungen bei GS1 Germany. „Mit der Anwendungsempfehlung für permanente Displays schaffen wir eine einheitliche Grundlage, die Industrie, Handel und Displayhersteller gleichermaßen nutzen können. Das reduziert Komplexität, erhöht Investitionssicherheit und unterstützt die Ressourcenschonung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ Das Thema permanente Displays wurde bereits 2024 im Rahmen des GS1 Germany ECR Awards in der Kategorie „Sustainable Excellence“ ausgezeichnet – eine Auszeichnung, die die hohe Relevanz des Konzepts für die gesamte Branche unterstreicht. Beteiligt waren unter anderem Rossmann, Beiersdorf, Procter & Gamble und Unilever. Aufbauend auf diesen Praxiserfahrungen hat GS1 Germany gemeinsam mit Projektpartnern konkrete Spezifikationen erarbeitet. „Der Erfolg dieses Projekts basiert auf echter Zusammenarbeit und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Entscheidend ist auch, dass wir flexibel auf unterschiedliche Einflussgrößen reagieren und jeweils die passende Methodik wählen. So verbinden wir Innovationskraft mit Umsetzungsstärke und schaffen nachhaltigen Mehrwert für die Branche“, erklärt Calvin Hegger, Senior Manager Value + Excellence Hub bei GS1 Germany. Die Anwendungsempfehlung beschreibt einheitliche Grundmaße und modulare Aufbauprinzipien, definiert Anforderungen an Stabilität und Wiederverwendbarkeit und gibt Leitlinien zur optimalen Paletten- und Flächennutzung sowie zu abgestimmten logistischen Prozessen zwischen Industrie und Handel. Durch diese Harmonisierung wird das Aktionsgeschäft, das bislang häufig als individuelle Sonderlösung umgesetzt wurde, in einen planbaren und effizient skalierbaren Prozess überführt. Gleichzeitig leistet der Ansatz einen konkreten Beitrag zur Reduktion von Verpackungsabfällen und Transportaufkommen . Unternehmen profitieren von höherer Planbarkeit in der Supply Chain sowie reduzierten Prozesskosten und verbinden damit ökologische Zielsetzungen mit wirtschaftlicher Effizienz. Luca Borg, Advanced Logistics Expert Process Design bei Dirk Rossmann GmbH: „Für den Handel bedeutet der Standard vor allem Vereinfachung und Kostenersparnis. Permanente Displays lassen sich deutlich effizienter in bestehende Prozesse integrieren, wenn Maße, Module und logistische Abläufe klar definiert sind.“ Als neutrale Plattform bringt GS1 Germany Industrie, Handel und weitere Marktteilnehmer zusammen, um praxistaugliche Standards zu entwickeln und in die Umsetzung zu überführen. Mit dem erfolgreichen Abschluss der ersten Projektphase ist bereits die nächste Entwicklungsstufe in Vorbereitung: In der zweiten Phase werden die Themen Nachhaltigkeit und Effizienz gezielt weiterentwickelt, um den Nutzen permanenter Displays für Industrie und Handel weiter zu steigern. Die Anwendungsempfehlung steht hier kostenfrei zur Verfügung. Pressefoto: Permanente Displays im Handel. (Quelle: Dirk Rossmann GmbH) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Marie Euler Corporate Communications Stolberger Str. 108 a, 50933 Köln Tel: +49 170 7009027 E-Mail: marie.euler@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns